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Klavierkonzert 1 und 2 Doppel-CD

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Audio-CD, Doppel-CD, 4. Oktober 1999
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Produktinformation

  • Komponist: Frederic Chopin
  • Audio CD (4. Oktober 1999)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Deutsche Grammophon Production (Universal Music)
  • ASIN: B00002DE0S
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen 39 Kundenrezensionen
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Produktbeschreibungen

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Chopins zweites Klavierkonzert gilt seit jeher mehr als pianistisches Kunststück und weniger als integre Komposition für Klavier und Orchester. Aber in dieser offenbarenden Einspielung straft Krystian Zimerman eine solche Betrachtung Lügen.

Das eröffnende Tutti des Orchesters besitzt so viel Feuer, Schattierungen, orchestrale Kolorierungen und Details, daß man sich zwangsläufig fragen muß, ob es umgeschrieben wurde. Jede Bewegung, jedes Instrumentensolo ist so treffend charakterisiert, daß das Stück zu dem Zeitpunkt des dramatischen Klaviereinstiegs schon zu einer eigenständigen, wortlosen Oper herangereift ist.
Ob diese Interpretation auch der Intention Chopins entspricht? Nicht von der Hand zu weisen ist, daß er mit der Bel-Canto-Oper in seinem Heimatland Polen sehr vertraut war. Das bestechendste Argument ist aber, daß die Musik, auf diese Art behandelt, viel mehr auszudrücken vermag. Kritiker könnten die Ausführung als zerstörend deklarieren, denn die Interpretation gibt ein atemloses Tempo wie eine eigene rhythmische Flexibilität vor. Sie orientiert sich mehr über den Inhalt als über die Form, so daß sich die Musik zuweilen aus ihrer Vertäuung zu lösen und abzudriften scheint. Aber nach mehrmaligem Hören ist das Empfinden kreativer Schöpfung so betörend, daß man vielleicht nie mehr zu konventionellen Aufnahmen zurückkehren möchte. --David Patrick Stearns


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Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Von Kindheit an kenne ich vor allem das Konzert e-moll und habe im Laufe der Zeit viele Einspielungen sowohl dieses als auch des anderen in f-moll gehört. Verschiedene Aufnahmen des 1. Konzerts (chronologisch bekanntlich der Nr. 2) überzeugten mich in der einen oder anderen Hinsicht:

Pollini spielt technisch unfehlbar und bietet eine schlüssige, doch etwas unterkühlte Interpretation.

Martha Argerich (in der frühen Aufnahme unter Abbado, die spätere ist mir schwer erträglich) kehrt von Anfang an die nervöse, gespannte Seite des Stückes hervor und bricht am Ende des ersten Satzes in einen Wirbelsturm aus, der einem den Atem nehmen will; dafür ist sie an anderen Stellen geradezu farblos und schlaff.

Murray Perahia hat sich mit Zubin Mehta den Preis für die beste Chopin-Einspielung des Jahres redlich verdient, denn sein Spiel ist sehr kultiviert und nobel, lyrisch und zugleich technisch sicher. Aber dennoch will sich eine eigentliche Begeisterung nicht einstellen. Irgendwie wirkt alles "zu solide", wenn man so sagen darf.

Bleibt die hohepriesterliche Interpretation des alten Claudio Arrau mit dem London Philharmonic Orchestra unter Inbal: Niemand vermag diese Musik derart zu zelebrieren und gleichsam aus dem Inneren heraus klingen zu lassen! Man ist geradezu erschüttert. Aber spielt Arrau nicht doch viel zu langsam? Entspricht er damit noch dem Willen des Meisters? Vor allem den brillanten Schlußsätzen tut er damit reichlich Gewalt an.

So bewegte ich mich immer wieder von Arrau weg und dann doch wieder zu ihm hin.
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Format: Audio CD
Was ist eine Rereferenzaufnahme ? Eine solche, bei der man das Gefühl hat, so und nicht anders muss das Stück klingen. Dies wurde der Aufnahme der beiden Konzerte durch Zimerman mit dem polish festival Orchester ja mehrfach bestätigt. Am offensichtlichsten ist der Unterschied beim Umgang mit dem Orchesterpart. Der klingt gar nicht banal. Zimerman musiziert hoch differenziert.Er dirigiert gegen das Vorurteil an, Chopin habe nicht für das Orchester schreiben können. Was seinen Klavierpart angeht, differenziert Zimerman auch hier maximal. Wenn ich seine Aufnahme mit der sehr schönen von Maria Joao Pires vergleiche, kann man feststellen, diese spielt mit sehr schönen Anschlag, aber doch gegen Zimerman recht gleichförmig.Die Scala der Dynamik wird nicht ausgeschöpft. Überdies bringt Frau Pires angeblich romantische Rubati in die Interpretation hinein. Die Interpretation klingt " gemacht",diejenige von Zimerman ist "eigentlich". Auf andere Weise in Abgrenzung etwa zur Aufnahme von Martha Argerich, ist die Wiedergabe von Zimerman objektiv. Die Argerich spielte das Konzert 1978 wie eine Tigerin. Ihr eigenes Temperament prägte die Interpretation ( im ersten Satz von op.11 sechs Minuten schneller als Zimerman). Zimerman prägt die Interpretation nicht durch sich selbst, sondern durch eine maximale Ausschöpfung dessen, was in den Noten steht.

Alle vergangenen und zukünftigen Aufnahmen dieser beiden Werke werden sich an dieser messen lassen müssen !
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Von Jack-in-the-Green TOP 1000 REZENSENT am 22. Mai 2007
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
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Wenn man diese Aufnahme hört, fragt man sich, wieso das bisher noch niemand so gespielt hat. Zimerman fegt mit dem Polish Festival Orchester ALLE Vorurteile gegen Chopin's Klavierkonzerte vom Tisch. (Ein überflüssiges Nebeneinander von Klavier und Orchester ? Chopin konnte für Orchester nicht komponieren ? etc. etc.)

Diese Aufnahme ist wie eine Uraufführung - eine Neuentdeckung. So mitreißend und gefühlvoll habe ich diese Konzerte noch nie gehört. Man entschuldige den kitschig klingenden Vergleich : Klavier und Orchester tanzen miteinander wie ein Liebespaar. Einmal ruhig und versunken, dann wieder wild und leidenschaftlich. Eine innige Verbundenheit und gegenseitige Umarmung und Verschmelzung - einzigartig in der Musikgeschichte.

In dieser Aufnahme wird klar, dass die Klavierkonzerte von Chopin in die erste Reihe der Instrumentalkonzerte der musikalischen Weltliteraur gehören. Absolut gleichrangig mit Mozart, Beethoven, Brahms usw.

Unbegreiflich, dass soviele Dirigenten das nicht erkannt haben, die bieder und mäßig engagiert den Orchesterpart heruntergeklopft haben - und das Werk so in Misskredit gebracht haben. Wahrscheinlich kein Zufall, dass ein Pianist spät aber doch die Ehre dieser Werke gerettet hat.

Den vorhergehenden Rezensenten danke ich sehr herzlich. Durch sie ließ ich mich überzeugen, trotz bereits vorhandener enttäuschender Einspielungen den Griff zu dieser Aufnahme zu wagen.
Kommentar 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Wohl kaum ein Weltklasse-Pianist hat mit seinem Spiel die Emphase Chopins so feinfühlig zum Ausdruck gebracht wie Krystian Zimerman. Unter seiner Leitung vollbringt das Ensemble eine bemerkenswert aufeinander abgestimmte Gesamtleistung; alle Beteiligten eint eine spürbar innige Affinität zu Chopins Kompositionskunst. Der Pianist gewinnt den oftmals strapazierten Werken unvermutete Feinheiten und eine Fülle farblicher Nuancen ab. Seine grandiosen Steigerungen fügen sich in eine elegant-akzentreiche Artikulation. Doch angesichts der Vielzahl interessanter Interpretationen wäre all dies vermutlich nicht genug, um in der Disziplin der Gestaltung groß hervorragen zu können.

Zimerman erfühlt in Linie und Stil den Reichtum der Kompositionen und kommt zu einer bezwingenden Darstellung. Bei ihm vereinen sich Chopins melodische Figuren und seine rhythmischen Balancen zu einer starken Empfindung, welche Virtuosität und Harmonik, Ideenreichtum und Menschlichkeit zu einem großen Ganzen macht. Zimerman nähert sich Chopins Klavierkonzerten von der romantischen Seite. Sein beseeltes Spiel klingt über alle Maßen schön und vital. Unter seinen Händen erklingen die langen, lieblichen Melodielinien geradezu "mozartesk", doch zeigt er einen kraftvollen Zugriff, wo es erforderlich ist.

Chopins musikalische Strukturen gruppieren sich meist um eine eher einfache Bassfigur, die sich zu einer Melodie entwickelt, welche sich sodann mehr und mehr verziert. Zimerman gelingt es dabei sehr schön, diese Umspielungen nicht nur irgendwie "unterzubringen", sondern auf ausgesprochen lyrische und/oder virtuose Weise zu gestalten, ohne dass ihm ein einziger Ton abhanden kommt.
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