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Der Klang der Fremde Gebundene Ausgabe – 1. September 2010

4.4 von 5 Sternen 16 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Kim Thúy wurde in Saigon geboren und floh als Zehnjährige zusammen mit ihrer Familie in den Westen. Sie arbeitete als Übersetzerin und Rechtsanwältin und war Gastronomin und Gastrokritikerin für Radio und Fernsehen. Ihr erster Roman, der derzeit in mehrere Sprachen übersetzt wird, wurde in Kanada und Frankreich ein Bestsellererfolg. Kim Thúy lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Montréal.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Auf eine recht ungewöhnliche Art und Weise beschreibt die Autorin ihr Leben, welches als Zehnjährige, nach der Flucht aus Vietnam eine jähe Änderung erfuhr.
Ihre Eltern, einst zu den wohlhabenden Menschen in Saigon zählend, müssen ihren Lebensunterhalt nun mit einfachen Arbeiten verdienen. Das sich somit auch für ihre Kinder das Leben anders als bisher gewohnt gestaltet, liegt auf der Hand.
Der Autorin gelingt es auf eine ungewohnte Art ihre neuen Erfahrungen mit denen aus dem vorherigen Leben in Saigon zu verweben und mit Anmut darzustellen. Einfache, für andere unscheinbare Dinge bekommen, in den Augen der Exilvietnamesen eine andere, offenbar auch für sie manchmal vollkommen neue Bedeutung. Aufgrund kleiner Dinge werden Erinnerungen wach.

Gerade dieses sind für mich Dinge, die für mich die vom 'Agent Cooper' vermisste Tiefe ausmachen. Sicher lässt sich darüber streiten, was ein Buch "'zu so etwas wie Literatur werden lässt."'. Aber wie bereits erwähnt, ich vermisse keine Tiefe in diesem Buch. Die zwei in seiner Kritik aufgeführten Abschnitte gibt es in diesem Buch und ohne das Buch vorher gelesen zu haben, hätte ich meinen Kaufentscheidung sicher noch einmal überlegt. Wie es dann zu der Beurteilung "Gefühlskalte deskriptive Prosa" kommen konnte, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Statt dieses kleine Buch nun einfach schnell durchzulesen, ließ ich mir viel viel mehr Zeit als sonst und ließ das Gelesene erst einmal wirken. Eine meiner besten Freunde ist Vietnamesin und hat eine ähnliche Geschichte. Ich glaube sie nun noch besser verstehen zu können, als vorher.
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Format: Gebundene Ausgabe
Eigentlich ist das Buch eine Biographie einer Frau, das als kleines Mädchen aus reichem Hause im Alter von zehn Jahren mit den Eltern nach 1975 aus politischen Gründet aus Vietnam flieht. Wie viele andere der sogenannten "Boat People" erlebt es auf dieser Flucht und in den Flüchtlingslagern viel Elend, das ihr Leben und ihre Gedanken zukünftig bestimmt. In der neuen Heimat in Kanada fasst sie, zumindest nach außen hin, rasch Fuß. Gut 30 Jahre später schreibt sie über ihr Leben mit all den widersprüchlichen Erlebnissen und Erinnerungen der Großfamilie in Vietnam, USA und Kanada.

Ihre Geschichte erzählt Kim Thúy nicht als fortlaufende Text. Es ist weder Biographie noch Roman, sondern eine lose Aneinanderreihung von Episoden oder Gedankengängen, die selten länger als eine Seite und manchmal nur wenige Zeilen lang sind.

Mit fiel es durch diese ständigen Schnitte schwer den Weg und die Weltsicht dieser Frau nachzuvollziehen. Ich hatte eher das Gefühl durch das Guckloch eines Kaleidoskops zu blicken und je nach Blickwinkel verschiedene bunte Steinchen zu sehen, die nicht so recht zusammenpassen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Der vorliegende Roman der nun in Montreal in Kanada lebenden Vietnamesin Kim Thuy beschreibt autobiographisch die Geschichte einer Kindheit in einem wohlbehüteten großbürgerlichen und sich an Frankreich orientierenden Familie in Saigon, die Verfolgung der Familie durch die nach 1975 siegreichen Kommunisten, die dramatische Flucht als "boat people" nach Malaysia, die schreckliche Zeit im dortigen Flüchtlingslager und die Auswanderung nach Kanada.

In oft nur eine halbe Seite umfassenden Epigrammen erinnert sie sich an ihre Vergangenheit und an die vielen Menschen, die sie geprägt haben, die Großeltern und die Eltern, die Tanten und die Onkel, die der Einfachheit halber durchnumeriert werden.

Es ist ein bewegendes und eindrückliches Buch, ist es doch durchzogen von einer tiefen Dankbarkeit an das Leben, das es bei allem Leid und allem erlebten Schrecklichen doch gut mit ihr gemeint hat.

"Man glaubt immer, das Leben von Einwanderern sei nur schwer. Und vergisst dabei, dass ihre Erfahrungen auch wunderbare, lustige, bewegende und oft ganz absurde Momente einschließen", schreibt Kim Thuy an einer Stelle ihres Buches. Diese Offenheit hängt meines Erachtens damit zusammen, dass sich insbesondere die vietnamesischen boat poeple, ihrer alten Kultur nach wie vor verbunden und die traditionellen Familienbande und -traditionen achtend, sehr schnell in die Kultur und die Gesellschaft der jeweiligen Aufnahmeländer eingefügt haben, und dort sehr schnell große Leistungen vollbrachten. So sind etwa die Kinder von vietnamesischen Flüchtlingen in Deutschland zu einem hohen Teil in Schule, Universität und Beruf sehr erfolgreich, die Mädchen wie die Jungen.
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Von Susanne am 15. November 2016
Format: Audio CD
Kim Thùy erzählt hier ihre Geschichte.
Als sie 10 Jahre alt ist, flieht sie mit ihrer Familie vor der kommunistischen Gewaltherrschaft aus Vietnam. Von Schleusern in ein völlig überfülltes Boot gepfercht überwinden sie das Meer und beginnen in Kanada ein neues Leben.

Als ich mir dieses Buch ausgesucht habe, hatte ich die leichte Befürchtung ein wirklich schweres und fast durchgehend schlimmes Hörbuch zu bekommen. Aber ich dachte, ich müsse mich dem Thema vielleicht auch mal stellen.
Ja, dieses Buch beschreibt mitunter schlimme Zeiten, ABER es erzählt auch von Güte, Liebe und Menschlichkeit!
Die Erzählform ist schon fast poetisch und Kim Thùy hat mich tief beeindruckt!
Klagt sie doch nie über ihr Leben und die Situation in der sie gerade steckte. Auch hegte sie keinen Groll gegen Andere (auch wenn sie das öfter mal verdient hätten!)
Sie und ihre Familie nehmen das Leben so, wie es kommt und versuchen immer das Beste daraus zu machen!
Ganz ehrlich, wie oft jammern wir auf höchstem Niveau?
Kim Thùy stellt sich aber auch nicht als Heilige und "Opfer" dar.
Es ist einfach ihre Art! Aus jeder Zeile spricht die Dankbarkeit an das/ihr Leben.
Ab und an habe ich den Faden verloren, da bei der Erzählung immer wieder aus und in verschiedene Zeiten gesprungen wurde. Aber auch das macht nichts!
Marit Beyers Stimme ist so warm und angenehm, dass ich das Hörbuch sofort nochmal gehört habe!
Ja ehrlich!
Fazit: Kein Buch für so nebenher, aber ich werde es sicherlich noch einmal hören!
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