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Der Klang der Familie: Berlin, Techno und die Wende (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 14. März 2012

4.9 von 5 Sternen 35 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein pophistorisches Monumentalwerk.«
Jens Balzer, Berliner Zeitung 10.03.2012

»Ja, dieses Buch ist nötig! Mehr noch: Es hat das Zeug zu einem unverzichtbaren Standardwerk.«
Groove März/April 2012

»Der Klang der Familie ist so lustig wie überraschend und erzählt die packende Frühgeschichte einer der prägenden europäischen Jugendbewegungen.«
Tobias Rapp, KulturSPIEGEL

»Wer Techno und das Nachwende-Berlin verstehen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.«
WELT am SONNTAG 25.03.2012

»...ein äußerst lesenswertes Buch.«
Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel 30.03.2012

»...amüsant, melancholisch, richtig lustig, informativ und kurzweilig. Der Klang der Familie ist eine Art Afterhour in Buchform. Oder einfach eine spannende Zeitreise in ein unsaniertes, wildes Berlin.
Fritz RBB 10.04.2012

»Denk und von Thülen beschreiben Techno nicht musikgeschichtlich, sondern soziologisch.«
Alexis Waltz, Süddeutsche Zeitung 28.04.2012

»Der Klang der Familie - Berlin, Techno und die Wende sollte in Deutschland flächendeckend verschickt werden, und nicht nur an Haushalte, die Techno hören.«
Frankfurer Allgemeine Sonntagszeitung 29.04.2012

»Der Klang der Familie erzählt eine Vielzahl schriller, lustiger, mitunter tragischer Geschichten des Auf- und Abstiegs, präsentiert hochunterhaltsame Anekdoten, die zusammen kein für sich abgeschlossenes, sondern ein in sich disparates Ganzes ergeben, gerade so wie es sich für eine gelungene Geschichtsschreibung ›von unten‹ gehört.«
Michael Saager, Junge Welt 23.07.2012

»... ein Band, für den Felix Denk und Sven von Thülen einhundertfünfzig Interviews zu einem Erinnerungsmosaik verfugen, mit dem den Journalisten eine souverän montierte Oral-History-Chronik zur Berliner Sound- und Stadtgeschichte im späten zwanzigsten Jahrhundert gelingt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung 23.08.2013 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Felix Denk lockte das Versprechen versteckter Clubs und geheimer Partys Mitte der 90er Jahre nach Berlin. Nach dem Studium an der Humboldt-Universität (Geschichte) und der Universität der Künste (Kulturjournalismus) arbeitet er heute als Redakteur des Berliner Stadtmagazins zitty und schreibt regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, De:Bug und Groove.



Sven von Thülenlebt seit Mitte der 90er Jahre in Berlin, arbeitet als Redakteur bei De:Bug und schreibt außerdem für zitty und taz. Er ist Resident-DJ im Berliner Club Watergate und veröffentlicht unter dem Namen Sven VT und Zander VT House- und Technoplatten auf den Berliner Labeln Suol und Bpitch Control.


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Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Das Buch habe ich(eigentlich) fuer einen meiner Söhne gekauft. Ich selbst kann mit Techno ueberhaupt nichts angfangen und kenne mich nicht aus. Was in meiner Jugend lief, Jazz und spaeter Rock, habe ich auch eher verhalten konsumiert.
DENNOCH: Das Buch hat mich gefesselt von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Das ist sowas von grossartig gemacht. Die mir ganz fremden Leute in der fremden Welt wurden fuer mich so lebendig, die Zeit,
die - von mir nie gesehenen - Orte, die trotz Dauerparty und Drogenkonsum ernsthafte Suche der Protagonisten nach der "richtigen" Musik, die Angst davor, beliebig zu werden, das nicht gewuenschte, aber bei DEM Erfolg unausweichliche Aufgenommenwerden in den Mainstream. Das alles, nicht vor dem HINTERGRUND, sondern INMITTEN des Mauerfalls. Grossartig!!! Die Interviews (DIE ANTWORTEN OHNE DIE FRAGEN, DAS IST DAS GENIALE!) sind - wie auch ein anderer Rezensent geschrieben hat - wunderbar stimmig zusammengefügt.
Ich wundere mich über mich selbst, dass mich als 75jährigen Opa ein Buch über eine so fremde Welt, für die ich mich EIGENTLICH überhaupt nicht interessiere, so fesseln konnte. Die Tatsache, dass ich - lange vor der beschriebenen Zeit - in WestBerlin studiert habe, reicht als Erklärung jedenfalls nicht aus.
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Format: Taschenbuch
Es ist keine neue Geschichte, die Felix Denk und Sven von Thülen vom Urknall der Berliner Technoszene erzählen. Aber in dem Umfang, aus so vielen verschiedenen Blickwinkeln und in so einer Detail-Fülle findet man sie, soweit ich weiß, in keinem anderen Buch oder Magazin beschrieben. Unzählige Aktivisten der ersten Stunde - DJs, Raver, Musiker, Veranstalter, Labelmacher, Tänzer, Journalisten - berichten in Interviews aus der Zeit vor dem Mauerfall, von den ersten Acid House Partys, wie Clubs wie Ufo, Tresor oder Planet zu Keimzellen einer neuen Jugendkultur wurden, aber auch wie Größenwahn, Missgunst und Drogenexzesse das Bild von der "one family" bald als Illusion entlarvten.

Die Autoren haben es geschafft, ihre Interview-Ausschnitte in einen absolut stimmigen Erzählstrang zu setzen, der die Entwicklung auch ohne erklärende Erläuterungen leicht nachvollziehbar macht. Wobei es für Nicht-Kenner der Technoszene hilfreich sein dürfte, vorab etwas eingehender das Verzeichnis der Personen und Orte im Anhang zu studieren - dessen Sortierung mir übrigens nicht einleuchtet. Wer die Geschichte eh schon grob kennt, wird sich dieses Buch dennoch kaufen müssen, denn die gesammelten Anekdoten sind so haarsträubend komisch, dass ich beim Lesen mehr als einmal laut lachen musste.

Ich habe "Der Klang der Familie" in einem Rutsch verschlungen und jeder, der damals in der Szene war, wird mit diesem Buch das gleiche tun. Wenn man das heutige Berlin mit seinem Nachtleben kennt, für das Menschen aus der ganzen Welt in die Stadt kommen, ist es eigentlich kaum zu fassen, was für ein weiter Weg da in den letzten 20 Jahren zurückgelegt worden ist. Den Beginn dieses Weges wieder freigelegt, erkennbar, erspürbar gemacht zu haben, ist mit "Der Klang der Familie" gelungen. Volle Punktzahl dafür!
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Von Like Clockwork TOP 500 REZENSENT am 11. Februar 2015
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Hut ab vor dem was Felix Denk und Sven von Thülen hier auf die Beine gestellt haben - mittels Interviewauschnitten einen derart lebendigen Dialog zu kreieren, welcher so natürlich nie stattgefunden hat und dabei dem Leser aber das Gefühl vermittelt, mit den ganzen zu Wort kommenden Protagonisten in einem großen Wohnzimmer zu sitzen und ihren Erlebnissen zu lauschen, ist schon eine hohe Kunst.

Obwohl ich mich (speziell in der deutschen) Electronic Szene so halbwegs auskenne, waren mir so einige der Personen, welche im Buch vorkommen, noch nicht bekannt und noch weniger die ganzen Details, die man aus ihren Erzählungen über die Szene und auch allgemein über die damaligen Be- und Gegebenheiten erfährt, (z.B. dass Breakdance damals in der DDR als antiimperialistische Bewegung verkauft wurde, etc...) - solche Infos habe ich persönlich noch nirgends zuvor gelesen oder gehört und genau das macht dieses Buch auch für Leute die nicht an der Musik selbst, sondern eher geschichtlich interessiert sind, so empfehlenswert.
Oder man könnte es auch Eltern, die einen damals noch wegen der vermeintlichen "BummBummMusik" gescholten haben, schenken, um ihnen zwar reichlich spät aber doch noch, eine gewisse Anerkennung der damalig entstandenen Kultur zu entringen. ;)

Fazit: Ich konnte "den Klang der Familie" damals aufgrund meines Alters erst relativ spät und nur von Weitem vernehmen, umso mehr bin ich für die Arbeit der beiden Autoren dankbar, dass sie es schaffen, einem das damalige Gefühl der Zeit so toll nachvollziehbar zu vermitteln. Meine bisher schon sehr große Liebe zur elektronischen Musik (und auch zu meinen beiden 1210ern) hat das ganze auf jeden Fall noch weiter vertieft.
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Format: Taschenbuch
Man spricht viel über die Rolle Berlins in der Wende und beim Mauerfall. Als Hauptstadt Deutschlands touristisch bestimmt ein interessantes Ziel, aber das ist nicht der Hauptgrund, warum die Spreemetropole auch kulturell eine besondere Stellung einnimmt. Für die progressive Jugend der Welt bedeutet Berlin in erster Linie Tresor oder Berghain – die Stadt, die nimmer schläft, ist ein Inbegriff der hedonistischer Lebensweise rund um Party und Beat.

Wie es dazu gekommen ist beschreiben Felix Denk und Sven von Thülen mit Hilfe der Szene-Insider im Buch “Der Klang der Familie”. Viele Bestandteile der neuesten deutschen Geschichte sind da: die DDR, die Mauer, die Wende, aber es geht in erster Linie um eine Szene, die sich im Gange der politischen Umwälzungen entfaltet hatte.
Das aus Interviews zusammengebaute Buch ist wie eine riesige Gesprächsrunde, wobei eine bunte Mischung von Ex-Punks, Poppers, Schwulen, EBM-Leute und Techno-Helden zu Wort kommt. Eigentlich alle die Rang und Namen hatten: von dem härteren Flügel Tanith und Alec Empire, dann Party-Motoren Wolle XDP und Dr. Motte, aber auch VIVA-Lieblinge Westbam und Marusha. Man bekommt ein Gefühl wirklich mittendrin zu sein und es macht das Buch gut lesbar.

Als Vinyl-Liebhaber habe ich sehr das Kapitel über die Anfänge von Hard Wax genossen. Wie Mark Ernestus Ende 1990 in den USA war:
Mark kam mit einem Dutzend riesiger Kisten voller Platten zurück, die er in irgendwelchen Kellern gefunden hatte. Da musste man natürlich dabei sein, als die aufgemacht wurden. Das war wie Weihnachten. (Vainqueur, S. 121).
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