Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Kindle Touch 3G, Gratis 3G + WLAN, 15 cm (6 Zoll) E Ink Touchscreen Display, 3G funktioniert global
Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt.
| Möchtest du deine Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos recyceln? Mehr erfahren |
Amazons Kindle Touch 3G ist ein tragbares, drahtloses Lesegerät, mit dem Sie ganz einfach Bücher, Zeitschriften und Zeitungen in weniger als 60 Sekunden herunterladen und sofort lesen können. Kindle Touch 3G ist zum Lesen gemacht. Das Multi-Touch E Ink Display des Kindle Touch 3G nutzt echte Tinte, sodass Sie Texte gestochen scharf und natürlich wie auf echtem Papier lesen können. Im Gegensatz zu einem Computer-Bildschirm können Sie damit selbst im hellen Sonnenlicht hervorragend und ganz ohne störende Blendeffekte lesen. Kindle Touch 3G ist mit Absicht so gestaltet worden, dass er in Ihrer Hand "verschwindet" - sodass Sie sich ganz auf Ihre Lektüre konzentrieren und in die Welt des Autors eintauchen können. Der eReader ist leichter als ein Taschenbuch und dünner als eine Zeitschrift. Sie können bis zu 3.000 Bücher auf dem Kindle Touch 3G speichern, so haben Sie Ihre gesamte Büchersammlung immer dabei. Und mit einem vollgeladenen Akku können Sie bis zu zwei Monaten ohne erneutes Aufladen lesen. Haben Sie das Buch zu Ende gelesen? Laden Sie doch gleich das nächste herunter. Mit Kindles integriertem WLAN können Sie Bücher in nur 60 Sekunden herunterladen - direkt vom Gerät. Die Bedienung des eReaders ist kinderleicht: Sie können ihn nach dem Auspacken sofort in Betrieb nehmen. Kein Setup und kein Synchronisieren notwendig. Mit der Möglichkeit Ihren Lesestoff herunterzuladen, wann Sie wollen und wonach Ihnen der Sinn steht, haben Sie zu jeder Zeit und für jede Stimmung das richtige Lesefutter. Viel Spaß beim Lesen! Ihr Amazon Kindle-Team | ![]() |
-
Mit Bildschirm
-
Smarte Lautsprecher
-
Alexa unterwegs
-
Internationale
Versionen -
Alle Geräte
-
Fire TV
-
Smart-TVs
-
Zubehör
-
Tablets
-
Für 6-12 Jahre
-
Für 3-7 Jahre
-
Mehr Möglichkeiten mit Plus
-
Produktivitäts-Set
-
Kindle eReader
-
Kindle Kids eReader
-
Essentials Bundle
-
Kameras
-
Türklingeln
-
Gegensprechanlagen
-
Alarme
-
Mehr
-
Haushaltsgeräte
-
Konnektivität
-
-
Zubehör
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahre mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.Rezension aus Deutschland vom 21. April 2012
-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
Der Kindle Touch ist mein zweites Kindle Gerät, angefangen habe ich vor 1/2 Jahr mit einem Kindle Keyboard 3G , vorher habe ich auf meinem Smartphone schon mit einer App Kindle-Bücher gelesen.
Ich habe kein iPad und das Kindle Gerät ist rein zum Lesen von Büchern gedacht. Dafür ist es mir den Anschaffungspreis wert. (Ich habe mich mittlerweile davon getrennt dass Anschaffungspreise in die Bewertung mit einfließen, weil ich der Ansicht bin, dass Sie als Kunde Ihren Verstand und Ihr Verständnis nicht automatisch beim Lesen einer Kundenbewertung abgeben. Will heißen: Ich will Ihnen nicht zu- oder abraten. Das ist Ihre Entscheidung. Meine Entscheidung ist es, dass ich das Geld für diese technische Spielerei gerne ausgebe; zumal es das zweite solche Gerät ist.)
So ganz zufrieden war ich mit dem Kindle mit Tastatur +3G nicht, darum habe ich mir von dem neuen Kindle Touch viel versprochen. Ich war sogar kurz davor mir den Touch aus USA zu kaufen, weil ich ihn bei einem Arbeitskollegen gesehen habe und ganz begeistert von der einfacheren Bedienung war --- und ich wurde nicht enttäuscht.
---===::: Mein Fazit und 1. Eindruck --- Vergleich Kindle-Tastatur zu Kindle Touch und die Verwendung von PDF:
1. Eindruck: Dickeres Gerät, etwas schwerer als der Kindle-Keyboard. Etwas "eckiger" und er fühlt sich kühler an.
2. Erkenntnis nach den ersten paar Spielereien: Es ist EINFACHER mit dem TOUCH und "Easy Reach" zu blättern und durch die Menüs zu navigieren als mit einem herkömmlichen Tasten-Gerät, aber es ist auch eine Umgewöhnung.
3. Was ich mir vom Touch erhoffe? Dass er länger hält, als der Kindle Keyboard. Offensichtlich, kann es beim Kindle Keyboard passieren, dass die Tasten anfangen zu klemmen, das ist dann sehr ärgerlich. Das war bei meinem Kindle mit Tastatur leider der Fall. Auf der rechten Seite hat die VOR-blättern Taste geklemmt. Das Gerät habe ich mittlerweile reklamiert und ein neues bekommen. Wie üblich ist der Kundenservice von amazon hervorragend, wenn es um solche Beanstandungen geht. Das größter Ärgernis ist, dass man dadurch die kompletten Sammlungen verliert, die man mühevoll angelegt hat. Bei ca. 200 Büchern, die man in 12 Sammlungen abgelegt hat, kann das schon mal einen Abend in Anspruch nehmen, bis man die Inhalte auf dem neuen Kindle wieder in gewohnter Form zusammen sortiert bekommt.
PDF habe ich schon einige Male genutzt und zwar drucke ich Seiten und Angaben fürs Geocachen nicht auf Papier aus, sondern "drucke sie als PDF" (mit FreePDF) und dann speichere ich die PDFs auf dem Kindle und habe sie unterwegs beim Geocachen zur Hand. Meiner Einschätzung nach ist das Lesen von PDF auf dem Kindle Touch besser geworden, alleine weil man mit den Fingern zoomen kann (wie auf einem Smartphone/ iPad) - aber die Quaqlität auf dem s/w -EInk-Bildschirm ist und bleibt bescheiden, weil die Auflösung einfach zu schlecht ist.
---===::: Bildlicher Vergleich der Geräte:
Ich habe ein Video erstellt, das ich allerdings im Moment nicht hochgeladen bekomme. Ich versuche es weiter.
---===::: Funktion, Aussehen, Bedienbarkeit, Bildschirm / e-Ink
+ TOUCH verwendet eine Technologie, die von amazon EasyReach genannt wird. Gemeint ist die Touch-Funktion am Bildschirm, sie funktioniert ähnlich dem Wischen auf einem Smartphone/ iPad. Ich bin ganz hin und weg, wie gut das klappt.
+ Sprache? Deutsch! Eine der ersten Einstellungen die Sie machen, wenn Sie das Gerät erhalten, ist die Einstellung der Sprache. Und das Gerät kann (neben vielen anderen Sprachen) DEUTSCH, das vereinfacht sehr vieles.
+ Das NAVIGIEREN durch die Menüs (in deutscher Sprache!) funktioniert intuitiv und total einfach. Die Menüs sind einfach aufgebaut. Mit der einzigen Taste unten am Gerät kommt man immer zum Hauptmenü. Links oben gibt es immer ein ZURÜCK-Icon, wenn man sich mal ver-navigiert hat.
+ Die matte Oberfläche des Bildschirms, die allerdings nicht so matt ist wie Papier, macht es möglich auch bei Sonnenlicht zu lesen.
+ Das BLÄTTERN mit der Touch-Funktion / EasyReach ist klasse. Jetzt geht's also auch einhändig. Bin ganz hingerissen, wie elegant es nun geht. (Vergleich mit Kindle-Tastatur/ 99-Kindle: Der Druck auf die Tasten - ich weiß das klingt kleinlich - könnte bei diesen Modellen leichter vonstattengehen. Das war ja auch der Grund, warum ich mir nun zusätzlich den Kindle Touch gekauft habe.) Anfangs habe ich damit aber auch Probleme, weil ich an und an unabsichtlich herumblättere, wenn ich den Bildschirm anfasse.
+/- Reflexionsprobleme durch künstliche Lichtquellen: Bei direkter Lichtquelle (von hinten) habe ich allerdings doch so eine Art Reflexionsprobleme, das lässt sich aber einfach ausgleichen, indem man das Gerät und somit seine Leseposition so verändert, dass das Licht in einem nicht so steilen Winkel auf den Bildschirm kommt.
+ Umblättern/ Seitenaufbau: Mich stört das kurze Zucken des Bildschirms überhaupt nicht (also, wenn sich die elektronische Tinte neu zu einer Seite sortiert.) Daran gewöhnt man sich sehr schnell.
+ Elektronische Tinte/ e-Ink: Überhaupt ist die Art wie diese e-Ink Technologie (elektronische Tinte) funktioniert ein Wunderwerk der Technik und für die Augen ist das Lesen unanstrengend. Ich könnte keinen Unterschied zu Papierbüchern nennen. Gefällt mir ausgesprochen gut! (Dass das Buchgefühl beim Anfassen fehlt, ist eine andere Sache...)
+/- Auflösung: Der erste Eindruck war kein guter! Ich habe gemerkt, dass die Auflösung vom Kindle-Touch schlechter/ unschärfer geworden ist. Einige Buchstaben verschwimmen regelecht. Das kann man aber abstellen, indem man im Menü/ Einstellungen / Leseoptionen "Seite aktualisieren" auf "EIN" stellt. Damit wird e-Ink bei jedem Umblättern aktualisiert.
+ Schriftgröße: Mit dem zwei Finger Zoom System (pinch to zoom) kann man schnell auf dem Bilschirm die Schriftgröße in Stufen vergrößern oder verkleinern. Boah, das geht ja einfach!
+ Der Bildschirm wirkt sehr robust. Der Touch bekommt von mir noch eine Hülle. (Meinen alten Kindle habe ich nicht in einer Hülle aufbewahrt, bisher ist ihm noch nie etwas passiert.)
- Was mir nicht gefällt ist, dass ich durch das berühren des Bildschirmes logischer Weise auch Fett und Schmutz auf dem Bildschirm verteile. Ich habe bisher noch keine Informationen gefunden, ob man dem Kindle Touch eine Schutzfolie verpassen muss, oder mit welchen Mitteln man den Bildschirm reinigen DARF. (Logisch, dass ich keine ätzenden Mittel drauf kippe, aber eine Art Anweisung hätte ich in der Gebrauchsanweisung schon vermutet.)
+ Abmessung, sowie Gewicht ist vertretbar. Als unhandlich empfinde ich das Gerät nicht, obwohl er kein Leichtgewicht ist. Viele Kunden berichten, dass das einhändige Lesen manchmal ein Krampf ist - ich sehe das auch so, insbesondere, da ich gerne und viel im Liegen lese. Auch darum erwarte ich mir von einer aufklappbaren Hülle eine Art Buch-Gefühl. Das Gewicht sehe ich nicht als soooo problematisch an.
+ WLAN: Zu Hause findet mein Kindle das WLAN problemlos, auch das Einrichten (da ich den Schlüssel/ Passwort kenne) war kein Problem.
+ Kabel-Übertragung vom PC/ Laptop auf den Kindle: Ich finde es beachtenswert, dass der Kindle, wenn man ihn über das mitgelieferte USB Kabel an einen Rechner anschließt problemlos wie ein externes Laufwerk erkannt wird, und man auf die Art total einfach Dateien hin und her schubbsen kann. Z.B.: Musikdateien, Hörbücher, pdf Dateien.
---===::: Wörterbuch- und Wikipedia-Funktion:
+ Wenn man ein Wort mit dem Finger antippt/ markiert, wird dieses Wort im aktuell eingestellten Wörterbuch (z.B. Duden, der ist auf dem Kindle gratis dabei) gesucht und die Definition angezeigt. Man hat dann die Option den Duden-Eintrag vollständig anzeigen zu lassen, oder über die Menüanwahl "Mehr..." zu weiterne Optionen zu gelangen - z.B. kann man das Wort auch über Wikipedia suchen lassen, dann erscheint ein kleines Fenster, wo die Wiki-Definition angezeigt wird. Es geht noch weiter, wenn man sich die vollständige Wikipedia Seite anzeigen lassen will.
Eine andere Option wäre auch noch, das markeirte Wort übersetzten zu lassen und zwar in viele Sprachen (die sich sehr elegant über Auswahl aus einer Art Drop Down Menü auswählen lassen). - Holy Moly. Da muss man aufpassen, dass man vor lauter experimentieren und Spaß am Übersetzen zum Lesen kommt. ;-)
---===::: Im Kindle Shop einkaufen:
Man kann direkt vom Kindle aus Bücher kaufen. (Voraussetzung ist freilich, dass der amazon Account des Betreibers über eine gültige Kreditkarte oder Bankverbindung vefügt).
Mir gefällt diese Art des Einkaufens nicht wirklich gut. Die meisten Bücher kaufe ich weiterhin über Computer oder Smartphone.
Der Vorteil wenn man ein Buch direkt über den Kindle kauft. Man kann, wenn man sich verklickt hat (was auf dem Touch verflixt schnell passiert) umgehend den Kauf rückgängig machen.
---===::: Hardware: Qualität, Aussehen, Verarbeitung:
+ Macht alles einen guten Eindruck und verglichen mit den anderen Kindle-Modellen (Tastatur, Deutscher Kindle) fühlt er sich wertiger an, sieht besser aus. Es wurde wertigeres Material für den Rahmen verwendet. Der Touch wirkt nicht mehr wie Billigspielzeug.
+ Der EIN/AUS-Schalter gefällt mir auch besser.
---===::: Wie bekomme ich pdf-Dokumente auf den Kindle?:
1) Daten (pdf) einfach über Kabel auf den Kindle ziehen, dazu Kindle mit USB Kabel an Rechner anschließen.
2) per E-Mail an Kindle senden:
Sie haben eine Kindle-e-Mail Adresse, die Sie über >Mein Kindle< in Ihrem amazon account herausfinden oder über die Einstellungen auf Ihrem Gerät. Diese Adresse lautet z.B. Kindlekunde@kindle.com
An diese e-Mail Adresse können Sie ein pdf Dokument senden, das dauert ca. 10 Minuten, dann (wenn Sie WLAN eingeschaltet haben) kommen die Daten automatisch auf Ihr Gerät.
Achtung! Wenn man einen reinen WLAN Kindle hat, können keine Zusatzkosten auf den Nutzer zukommen; bei einem Kindle mit 3G könnten (!) hier Kosten entstehen, weil für das Datenaufkommen dann Kosten erhoben werden - das gilt für alle Daten (pdf, Word,...) - nicht für die Kindle Inhalte (die werden über 3G natürlich kostenlos übertragen, bitte das nicht zu verwechseln.).
Auch das kann man umgehen, indem man an die Kindlekunde@free.kindle.com Adresse sendet.
---===::: Kann man pdf-Dokumente auf den Kindle (vernünftig) lesen?
Jein!
Mit pdf auf Kindle habe ich mich schon etwas beschäftigt, es ist für mich eine Funktion die ich noch nicht allzu lange nutze, die aber noch im Kommen ist. Darum dazu noch ein paar Worte:
Herkömmliche pdf Dokumente sind, das muss man sich immer vor Augen führen, für große Bildschirme gemacht oder entsprechen der DIN A4 Größe und auf dem Kindle werden sie auf die Bildschirmgröße geschrumpft - man kann sich vorstellen, dass das sehr klein wird. Man hat die Option mit einer Vergrößerung zu arbeiten (eine Art Lupe) und bekommt dann aber nur Ausschnitte angezeigt. Das alles ist, wenn man pdf Bücher am Kindle lesen möchte, nicht sehr praktikabel.
Mit dem Kindle Touch ist es schon eleganter geworden, weil man mit der pinch-to-zoom Funktion, ähnlich wie auf einem Smartphone oder iPad mit zwei Fingern das Dokument vergrößern kann. Eleganter wird das Lesen dadurch noch immer nicht, aber für einige anwendungsfälle mag es gerechtfertigt sein.
In meinem Fall mache ich Nutzerhandbücher oder umfangreiche Geocache-Beschreibungen auf meinem PC zu pdf-Dokumenten und versende sie an den Kindle oder übertrage sie mit Kabel auf den Kindle - um Papier zu sparen. Der Kindle kommt beim Geocachen dann mit in den Rucksack und so kann ich detaillierte Beschreibungen vor Ort abrufen.
(Speziell um die Unterschiede bei der Verwendung von pdf auf Kindle-Tastatur zu Kindle-Touch zu demonstrieren habe ich das Video gemacht.)
---===::: Kann man andere eBooks auf dem Kindle lesen?
Jein!
Ich habe es nicht probiert, aber es soll die Möglichkeit geben mit Calibre (Software, kostenlos) z.B. Word Dokumente oder Mobi-files so zu formatieren (wenn diese keine DRM haben) dass man sie auf den Kindle laden kann.
---===::: Kindle als Soundanlage, bzw. für Hörbücher als mp3 abspielen:
+ Es ist zwar nicht im Sinne der Erfindung, aber ich habe die Möglichkeit mp3 Dateien auf den Kindle zu laden und der Kindle hat sogar sehr gute Lautsprecher, und spielt auf die Art auch Musik ab. Das hat sich insbesondere im Urlaub als tolle Option dargestellt, so kann ich im Hotel abends oder morgens "meine" Musik abspielen. (Das frisst freilich viel Akku!)
+ Die Lautstärkenregelung, Pausen-Funktion und auch die Funktion zu weiteren Tracks zu springen geschieht über Bildschirm und wesentlich einfacher und besser als beim "alten Kindle", obwohl der alte Kindle" eine sehr praktische Lautstärkenregelung am unteren Geräterand hatte.
- Hörbücher: Angeblich kann man auch Audible Dateien (Hörbücher) in ein eigenes Verzeichnis laden, aber da ich kein Audible Kunde bin, kann ich darüber nichts berichten, wie sich das dann darstellt (Datei-technisch betrachtet, meine ich). Was ich probiert habe ist, dass ich Hörbücher als mp3 per Kabel das dafür vorgesehene Verzeichnis zu schaufeln. Bei einem Hörbuch mit 42 Tracks ist dann folgendes passiert: Die Tracks erscheinen wie Bücher auf der HOME-Seite. Ich muss sie nun entweder (das ist etwas mühevoll) in eine Sammlung sortieren, oder sie verstopfen mir das Inhaltsverzeichnis. Zusätzlich ergibt sich das Problem, dass ich die Tracks per Auge sortieren muss, also genau aufpassen und jeden einzelnen Track nacheinander anwählen um ihn abzuspielen; schade ist auch, dass sich die Tracks nicht nacheinander abspielen. Ich weiß nicht, ob diese Funktion Sie interessiert, aber ich kann nur raten: Kindle zum mp3 Hörbücher-Abspielen ist eine Quälerei.
---===:::Laden, Akkulaufzeit, Ladegerät
+ Im Lieferumfang ist ein Kabel enthalten, mit dem man den Kindle über eine USB-Schnittstelle am Computer anschließen und somit laden kann. Das Kabel benötigt man aber auch um Daten zu transportieren - also um den Kindle wie ein gewohntes externes USB-Laufwerk an seinem Rechner anzuschließen.
Nutzung als Ladekabel: Man muss für die Dauer der Ladezeit (max. 3 Stunden, wie ich feststelle) den Computr natürlich angeschaltet haben. Wer das nicht mag, hat folgende Optionen...
(a) +/- Lade-Stecker bei amazon.de kaufen Amazon Kindle EU USB-Netzteil (geeignet für Kindle, Kindle Touch, Kindle Keyboard und Kindle DX) - damit sind Sie auf der sicheren Seite.
Dieser Stecker kommt dann in die Steckdose, hat ein USB-Anschluss und das mitgelieferte Kabel kann man zum Laden da hineinstecken.
(b)+ (mein Tipp): Vielleicht haben Sie ein Smartphone zu Hause, ich kann es Ihnen nicht versprechen, noch garantieren, aber wir haben 2 Smartphones im Haushalt (unterschiedliche Hersteller: Samsung, HTC) und beide Ladegeräte von den Smartphones sind geeignet den Kindle zu laden! In diesem Fall entfällt die Anschaffung eines teuren Kindle-Steckers komplett. Und auch so, kann ich Ihnen Tipps geben, die günstiger sind, als das Original vom Hersteller. ;-)
HTC AC Adapter mit micro-USB Kabel
Original Samsung Reiselader mit Micro USB für Galaxy S2 Wave2 Ace Omnia 7 Nexus S (ATADU10EBE)
(Mit den beiden genannten Ladegeräten für Smartphones habe ich gute Erfahrungen gemacht. Eine Gewähr kann ich freilich nicht geben.)
+ Akkulaufzeit: Die "Drahtlosverbindung" (WLAN) stelle ich grundsätzlich auf OFF, weil das einer der größten Akku-Fress-Funktionen ist.
Meine aktuelle Akku-Standzeit dauert maximal 2 Wochen. Gemessen an meiner vielen Spielerei, halte ich das für angemessen. (Da ich durch das Smartphone-Ladekabel aber relativ unabhängig bin, ist es kein Problem mal öfter aufzuladen. Ärgerlich ist es, wenn man die WLAN-Funktion vergisst abzuschalten, dann synchronisiert das Gerät wohl im Hintergrund regelmäßig und dann kann so ein Akku auch mal - ohne Lesen - innerhalb weniger Tage leer sein.)
---===:::Surfen mit dem Kindle / Internetexplorer (Beta Funktion!)
+/- Über MENÜ / BETA FUNKTIONEN kommt man an einen Webbrowser, mit welchem man über WLAN zur Not auch im Internet surfen kann. Elegant funktioniert das nicht, aber wenn man damit zum Beispiel bei amazon einkaufen will, ist das immer noch sympathischer als die abgespeckte Möglichkeit die man mit dem Einkaufswagen-Icon auf der Hauptmenü-Seite erreichen kann.
Grundsätzlich ist das eine "nice to have" Funktion, die alleine schon wegen dem kleinen Bildschirm und der schwarz/weiß Einschränkung an ihre Grenzen stößt.
---===::: Abschlussbemerkung/en:
Den Aspekt, dass man mit einem Kindle-Lesegerät Bücher nur bei amazon.de kaufen kann, habe ich ganz außen vorgelassen bei meiner Bewertung.
Falls es Sie interessiert: Ich lese zu 90% normale gedruckte Bücher und habe erst wenige Kindle-Bücher gekauft. Wohl aber habe ich eine Unmenge an GRATIS-Angeboten wahrgenommen und alleine dadurch Lektüre, die kaum zu bewältigen ist. Obwohl ich das Lesen auf dem Kindle als ausgezeichnete Methode betrachte und das Gerät gerade fürs Verreisen optimal ist, werde ich so schnell nicht vom Gedruckten Buch wegkommen. Alleine, weil ich gewisse Bücher mit Freunden und Bekannten austausche.
Sollte irgendwann die Ausleih-Funktion für Kindle-Bücher in Deutschland (Europa) kommen, werde ich sicher MEHR Kindel Bücher kaufen. So wie es im Moment aussieht, kann das wohl noch dauern, aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben. Innerhalb der Familie (zurzeit also nur mit meinem Mann) können wir mehrere Kindle Geräte auf ein Konto anmelden und einige Bücher somit gemeinsam lesen, das ist zumindest ein Anfang...
---===::: Langzeiterfahrung?
Ob sich der Touch-Screen auf ewig als zuverlässig erweisen wird, kann ich noch nicht sagen. Meinen Rezensionen/ Bewertungen füge ich jedoch Updates hinzu, speziell in Hinsicht Langzeiterfahrung.
---===::: Tipps zu den kostenlosen Büchern:
Heute befinden sich auf meinem Kindle knapp 200, einige davon habe ich schon auf den Kindle Touch geladen (das geht über die Archiv-Funktion). Nur für 17 von all den Büchern habe ich etwas bezahlt; der Großteil sind Bücher, die bei amazon GRATIS angeboten wurden und werden.
---===::: Zusatztipp für Unentschlossene und Gratis-Angebote-Jäger:
Auch wenn Sie jetzt noch nicht vor haben sich ein Kindle Gerät zu kaufen, Sie haben die Option sich eine Software auf Ihren PC/ Laptop/ Tablet/Smartphone/ iPAD zu laden und bereits jetzt diese GRATIS-Bücher zu laden; die bleiben Ihnen (Ihrem Kindle-Konto) erhalten.
---===::: Kostenlose 3G-Version des Kindle Touch - was ist das/ was bringt das?
Wem es das Geld wert ist, wer z.B. viel auswärts unterwegs ist oder zu Hause kein WLAN hat, dem rate ich zu der Kindle Touch+3G Version, denn damit ist man auch WLAN-unabhängig. Für das 3G (weltweites Handy-Netz) bezahlt man nur über die Mehrkosten bei der Anschaffung! Das Laden von Kindle-Inhalten ist dann kostenlos (Ausnahme: kostenpflichtige Daten die man via E-Mail auf den Kindle schicken kann. Wie oben ausführlich geschildert).
Da ich schon den ersten Kindle mit 3G habe, habe ich diesen Touch absichtlich nicht mit 3G gekauft, ansonsten bin ich ein Befürworter der Version mit 3G. Aber wie gesagt, das muss man mit sich ausmachen, wieviel einem diese Unabhängigkeit wert ist. Im Fall des Kindle Touch 3G waren mir die Kosten für diese Option zu heavy.
---===::: Fazit & Empfehlung:
Ich bin sicher, dass zum einen Ihre Augen es Ihnen danken werden und zum Anderen das Gepäck-Gewichts-Problem für Viel-Leser im Urlaub sich um einige Kilogramm minimiert; Ihre 5 oder 2000 -Wunschbücher haben Sie nämlich ab Anschaffung des Kindle im Handgepäck!
Trotz einiger Kritikpunkte bekommt auch der Kindle Touch von mir eine Empfehlung.
Wenn Sie mich fragen würden, ob Sie einen Kindle mit Cursorpad, einen Kindle-Tastatur oder einen Kindle Touch kaufen sollen, würde ich spontan sagen: Der Touch ist am elegantesten zu bedienen, der mit Cursorpad ist der Günstigste und wenn Sie NUR Lesen wollen, dann sind Sie damit auch gut bedient, aber der Mehrpreis zum Touch würde mich nicht abschrecken, die elegantere Vaiante zu wählen. Wer vom Smartphone und iPAD kommt, dem rate ich unbedingt zum Touch, weil die Keyboard oder Cursorpad-Variante sind ein Rückschritt. - Entscheiden müssen Sie. ;-)
In jedem Fall wünsche ich viel Spaß und gute Unterhaltung beim Lesen.
---===::: Buch oder Kindle? ..... die Grundsatzfrage .....
Ich möchte an der Stelle nur noch festhalten: Der Kindle löst für mich das gedruckte Buch nicht ab. Speziell bei Trivial-Literatur, die im Kreis der Familie und Freunde herumgereicht wird, ist ein e-Book-Lesegerät erst dann die einzige Wahl, wenn man Bücher untereinander ausleihen/ austauschen kann.
---===::: Einen gefühlsmäßigen Riesen-Nachteil, den ich noch erwähnen möchte, hat der Kindle auch noch: Wenn man VIELE Bücher darauf ansammelt verliert man den Überblick. Zwar gibt es die Möglichkeit Sammlungen anzulegen, was sich spätestens, wenn man das Gerät austauscht als mühevolle Kleinarbeit herausstellt, aber was mir wahnsinnig fehlt ist die Möglichkeit die Buchcover anzusehen und danach zu sortieren oder zu schmökern...
Hier noch eine kleine Hilfe für Kindle-Neukunden, weil ich mir bei meinem zweiten Kindle ein paar Stichpunkte aufgeschrieben habe, die dem einen oder anderen ein Anhaltspunkt sein könnten:
***** Wie geht's los, wenn man ein neues Gerät bekommt. *****
(Ich setze voraus, dass man den Kindle selbst mit seinem amazon-account kauft auf dem er dann auch angemeldet sein wird.)
Aufladen (mit dem beiliegenden Ladekabel an einer USB-Buchse am PC/ Laptop mit meinem Belkin AC Ladegerät (das ist eigentlich Samsung Galaxy, aber wie auch andere Kunden schreiben, kann man fast jedes Smartphone Ladegerät auch für den Kindle verwenden. Geladen wir, bis das orange Lichtlein - unten, wo auch die Anschlüsse und der Einschaltknopf sind, sich in grün ändert. Bei meinem Touch waren es ca. 3 Stunden).
Sprache einstellen (ein Fingerdruck auf den Bildschirm auf Deutsch" und das war's schon.)
Es folgen dann am Bildschirm erste Tipps, wie man mit "EasyReach" die Seiten mit einer Hand umblättern kann.
Umblättern: Wenn man im linken Sechstel tippt, blättert man zurück. Tippt man in den rechten fünf Sechstel des Bildschirms (was der überwiegende Teil ist) blättert man zur nächsten Seite.)
Menü: Erscheint, wenn man den oberen Bildschirmbereich antippt. Die Symbolleisten erscheinen dann oben wie unten und mit Tippen auf die Symbole navigiert man dann recht elegant und ohne große Mühe durch die Einstellungen.
***** Das waren die Anfangsschritte. *****
Um diese blasphemische Buchverhöhnung durch konkrete Argumente zu untermauern, habe ich mich vor einigen Wochen unerschrocken zum Kauf eines Kindler E-Book Reader entschlossen. Selbstverständlich nur mit dem festen Vorsatz, ihn nach zwei Tage angeekelt und von einer vernichtenden Rezension begleitet zurückzuschicken.
Unter strenger Einhaltung präventiver Sicherheitsvorschriften (unter anderem die Anwendung der grundlegenden exorzistischen Basisrituale und das Tragen von mit Weihwasser getränkten Handschuhen) nahm ich unerschrocken den Kampf mit dem Bösen auf. Weißer Ritter gegen schwarze Magie, Gut gegen Böse, Engel gegen Dämon.
Doch bald raunten alle Runen ratlos, die Erde ward nicht länger eine Scheibe und zarte Minne entflammte mein Herz. Wirklich peinlich!
BUCH VERSUS E-BOOK:
Der Zauber eines guten Buches mit allen damit verbundenen sinnlichen Freuden läßt sich selbstverständlich nicht abstreiten, und ich versuche es auch gar nicht. Die Lieblingsbücher unserer Kindheit werden uns auch im hohen Alter lieb und teuer bleiben, und das ist auch gut so.
Bei näherer Betrachtung bietet aber gerade der haptische, berührungsorientierte Charakter eines Buches - der ja schließlich einen Großteil seines Charmes ausmacht - doch gewisse Nachteile. Bücher sind die Wiege der Zivilisation, daher wiegen sie auch entsprechend. Das geschriebene Wort hat Gewicht, fragen Sie Ihre Bücherregale. Bücherliebhaber würden vermutlich ihren rechten Arm für eine Gutenberg-Bibel hergeben, dennoch käme vermutlich keiner auf die Idee, diesen Wälzer nachts im Bett zu lesen. Einhändig lassen sich Bücher überhaupt nicht lesen, und bei starkem Wind wird es richtig spannend.
Mein dickster Wälzer wiegt 3,5 kg, selbst ein mittleres Taschenbuch kommt im Schnitt schon auf ca. 300 g, der Kindle Touch Reader punktet dagegen mit luftigen 220 g. Selbst schwere literarische Kost wird also erstaunlich leicht präsentiert. Vor allem mit der Touch-Variante ist ein entspanntes, stundenlanges einhändiges Lesen überhaupt kein Problem, alle Leseratten werden diesen Komfort lieben.
Kein Mensch käme auf die Idee seine Lieblingsbücher immer mit sich herum zu schleppen, um bei Bedarf Wartezeiten sinnvoll überbrücken zu können. Mit dem Kindle Reader stellt sich dieses Problem nicht, ihre gesamte Bibliothek begleitet sie rückenschonend auf Schritt und Tritt.
Bücher neigen dazu, sich in klaren Vollmondnächten völlig zügellos zu vermehren. (Es sei denn Sie verteilen vorbeugend einige Fachbücher über deutsches Steuerrecht in den Regalen, das killt jede Erotik wirkungsvoll). Wenn die Bücherregale dann sogar auf dem Balkon stehen, ist irgendwann endgültig Schluss. Hand aufs Herz: Wer von uns würde es schon fertigbringen, Bücher weg zu werfen? Sakrileg!!! Speicherplatz für 3000 Bücher sollte dagegen selbst für militante Leseratten ausreichen.
DISPLAY:
Im Gegensatz zu den beleuchteten LCD-Bildschirmen benützt der Kindle Reader die E-Ink-Technologie. Bei diesem Verfahren werden positiv geladene weiße und negativ geladene schwarze Pigmentteilchen in winzigen Mikrokapseln eingeschlossen, die mit einem zähflüssigen Polymer gefüllt sind. Durch Anlegen eines elektrischen Feldes beginnen die Pigmentteilchen entsprechend ihrer Ladung zu wandern. Wandern die positiven Teilchen nach oben erscheint dieser Punkt in Aufsicht weiß, eine Wanderung der negativen Teilchen führt dagegen zu einem schwarzen Punkt. Sobald sich die 'Tinten'-Tröpfchen den Kopf an der Mikrokapselwand anstoßen, sind sie an ihrem Zielort angekommen und lassen sie sich dort zum großen Pigment-Pow Wow häuslich nieder. Durch das zähflüssige Polymer der Mikrokapseln wird dieser Zustand auch ohne Strom stabil gehalten, die Pigmente hängen fest wie die Fliege im Bernstein oder Karl Theodor zu Guttenberg in der Plagiatsaffäre. Ohne einen erneuten elektrischen Spannungstritt in den Pigmenthintern ist somit vorläufig das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei jedem 'Umblättern' erfolgt eine komplett neue Ausrichtung aller Pigmente.
Als Folge dieser Technologie sehen Sie auch am ausgeschalteten Gerät einen Bildschirmschoner. Aus Sicht normaler LCD-Displays ist das ein völlig skandalöses und unangemessenes Verhalten das viele Neukunden zu dem fruchtlosen und irritierenden Versuch veranlaßt, eine ' in Wirklichkeit ja gar nicht vorhandene - bedruckte Deckfolie zu entfernen.
Das Schriftbild ist bestechend klar und entspricht weitgehend dem Eindruck eines normalen Buches, übertrifft ihn vielleicht sogar noch etwas. Sie können viele Stunden am Stück schmökern, ohne ihre Augen zu ermüden. Da das Display nicht beleuchtet ist, entfällt der für die Augen nachteilige hohe Kontrast zwischen Gerät und Umgebung. Logischerweise können Sie daher nicht in völliger Dunkelheit lesen, aber daran sollten Sie im Idealfall ja bereits gewöhnt sein. Um Bücher nachts zum Leuchten zu bringen, müssten Sie sie schon anzünden, insofern sehe ich hier wirklich keinen entscheidenden Nachteil. Bis zu einem gewissen Grad können Sie schlechte Lichtverhältnisse durch das starke Vergrößern der Schrift kompensieren.
Der Handel bietet eine Reihe von Beleuchtungsmöglichkeiten als Zubehör, die ökologischste Variante ist der Einsatz dressierter Glühwürmchenlarven aus dem Fachhandel.
Andere Beleuchtungsvarianten sind die auftsteckbare Kandle by Ozeri Flex, LED Leselampe für eBook Reader, graphit (vgl. Videorezension dort) und die Amazon Kindle Touch Lederhülle mit Leseleuchte, Schwarz , die ich -' mal abgesehen von ihrem horrenden Preis - am praktischsten finde. (vgl. Videorezension dort)
Im Gegensatz zu einem LCD-Bildschirm beeinträchtigt der Neigungswinkel des Displays die Bildqualität nicht, halten Sie Ihren Kindle wie immer Sie wollen. Auch bei strahlendem Sonnenschein bleibt der Lesegenuss ungeschmälert, spätestens hier kapituliert jeder LCD-Monitor resigniert. Leseratten müssen also künftig nicht mehr auf einen Sonnenbrand verzichten.
Nach zehn bedienungsfreien Minuten springt automatisch der 'Schlafmodus' an, zum Weiterlesen müssen Sie lediglich kurz auf die Einschalttaste drücken. Drücken Sie die Taste 20 Sekunden lang, führt das Gerät einen kompletten Neustart durch.
Jeder Leser, bei dem der kühne Falkenblick altersbedingt bereits etwas getrübt ist, kann die Schrift ganz nach seinen persönlichen Bedürfnissen vergrößern. Dazu können Sie auf dem Display zwei Finger auseinander- bzw. zusammenziehen, so wird jeweils die nächst größere bzw. kleinere Schriftgröße eingestellt.
Diese Option steigert ein entspanntes Lesen ungemein und kann schlechte Lichtverhältnisse teilweise ausgleichen. Auch wenn Sie Ihre Lesebrille mal vergessen haben oder schon mit dem Kauf eines weißen Stocks liebäugeln, müssen Sie also nicht verzweifeln.
Eichen Sie Ihre Schriftgröße nach dem Motto: Je Dioptrie, desto groß.
TÄUSCHEND ECHTER BUCHGERUCH:
Zu diesem Zweck befindet sich die runde Öffnung an der Schmalseite des Gerätes. Im Fachhandel erhalten Sie die ätherischen Duftöle zum Eintropfen. Sie können unter anderem zwischen den Duftvarianten "Druckfrisch", "Pergament und Leder", "Gutenberg-Flair", "Modrig Antik" und "Schimmel-Desaster" wählen. Die Öle werden über feine Kapillaren aufgesogen und diffundieren über die poröse Kunststoffoberfläche kontinuierlich nach außen. Wenn Sie jetzt beim Lesen die Augen schließen, stört nichts mehr die olfaktorisch perfekte Illusion eines realen Buches.Fröhliches Schnuppern!
[Nein! Natürlich lassen die Finger von Ihrem Kopfhöreranschluss!!! :-)))]
SCREENSHOTS:
Manchmal kann bei einem Problem ein Screenshot des Displays wesentlich anschaulicher sein, als langatmige Erklärungen. Halten Sie die Home-Taste gedrückt (da es in der Touch-Version nur diese eine Taste am Gerät gibt, sollte das zu schaffen sein), wischen oder tippen Sie an einer beliebigen Stelle auf das Display und lassen im Anschluss die Home-Taste wieder los. Es passiert scheinbar gar nichts? Ausgezeichnet! Verbinden Sie Kindle und Computer mit dem USB-Kabel. Auf dem Kindle-Laufwerk (bei mir 'Kindle (L:)' finden Sie alle Screenshots im gif.-Format unter dem Dateinamen 'screenshot_...'. Jetzt können Sie die Dateien abspeichern oder mit einem Bildbearbeitungsprogramm aufbrezeln. Auf der Produktseite des Kindle Touch 3 G finden Sie links oben bei den Fotos die Option 'Kundenfotos anzeigen'. Dort habe ich zur Veranschaulichung etliche Screenshots eingestellt.
AKKU-LAUFZEIT:
Durch die E-Ink-Technologie wird nur beim Aufbau der Seiten Strom verbraucht, nicht aber beim 'Standbild'. Wenn Sie Ihre Exkurse ins Internet oder den Kindle-Shop in vernünftigem Rahmen halten, kommen sie mehrere Wochen mit einer Akkuladung aus, davon können normale LCD-Geräte nicht einmal träumen. Die Deaktivierung der Drahtlosverbindung verschafft zusätzliche Reserven. Bei der Verwendung von Hörbüchern und MP3-Dateien ist schon nach 6-7 Stunden ein Neuaufladen des Akkus erforderlich.
Die Aufladung erfolgt über ein USB Kabel am Computer oder mit einem Adapter an der Steckdose. Eine komplette Aufladung dauert in etwa 4 h. Der Adapter ist leider nicht im Preis inbegriffen, aber man kann schließlich nicht alles haben. In diesem Zusammenhang genial ist das PIXO C2+ Ladegerät für Li-ion AkkuPack und NiCd/NiMH Einzelzelle (Vgl. meine Video-Rezension dort). Mit ihm können Sie nicht nur Ihren Kindle sondern auch die Akkus so gut wie aller Digitalkameras, Videokameras, Handys, mp3-Player und Navigationsgeräte laden und sparen sich damit tonnenweise Ladegeräte!
Sie können Ihren Kindler Reader übrigens auch während des Aufladens über das USB-Kabel bedienen. Klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk 'Kindle' und klicken Sie 'Auswerfen' an.
TOUCH-SCREEN:
Die Lage der berührungsempfindlichen Felder prägt sich rasch ein. Ein schmaler Streifen links dient zum Rückwärtsblättern, der Rest der Displayfläche rechts zum Vorwärtsblättern. Dadurch können sowohl Links- als auch Rechtshänder das Gerät einhändig bedienen und jeweils mit dem Daumen blättern. Versuchen Sie das mal mit einem Buch :-). Ich bevorzuge ein leichtes Antippen, alternativ kann auch durch eine waagerechte Wischbewegung nach links oder rechts geblättert werden. Tippen auf einen schmalen Streifen oben am Display ruft das kontextabhängige Menü auf, ein Druck auf die einzige Taste am Gerät (Home-Taste) führt zum Startbildschirm. Was auf den ersten Blick wie ein kleines Gitter für den Lautsprecher wirkt, sind in Wirklichkeit vier schmale, erhabene Leisten. Diese Taste muss tatsächlich gedrückt werden, eine Berührung reicht hier nicht.
Wischbewegungen nach oben oder unten rufen das nächste bzw. das vorhergehende Kapitel auf. Ein Tippen in die rechte obere Ecke setzt eine Lesemarke, ein erneutes Tippen löscht sie wieder. (Das Gerät startet automatisch immer auf der zuletzt gelesenen Seite. Lesemarken können aber nützlich sein, wenn mehrere Familienmitglieder das gleiche Buch lesen).
Die Berührungsempfindlichkeit ist sehr hoch, und könnte fast von einer Ameise auf dem Trampolin ausgelöst werden. Genervte Handkantenschläge à la Bruce Lee sind völliger Unfug und verwirren das Gerät nur, minimale Berührungen reichen völlig aus. Die Reaktion des Kindle Readers erfolgt jeweils mit einer kleinen Verzögerung, an die man sich aber schnell gewöhnt. Vom Antippen bis zum kompletten Aufbau einer neuen Seite vergeht in etwa eine dreiviertelte Sekunde, das entspricht ziemlich genau dem Zeitaufwand, den man auch für das Umblättern in einem normalen Buch braucht.
Wenn sich ein Athlet, der jahrelang hart für die Olympiade trainiert hat, Gedanken um Zehntelsekunden macht, ist das sicherlich gut nachvollziehbar. Beim Lesen eines E-Book finde ich Geschwindigkeit als Schwerpunkt bei der Kaufentscheidung doch ein wenig befremdlich. Zugegeben, bei der Lektüre eines 1000-seitigen Buches allen Ernstes 13 Minuten kostbarer Lebenszeit einzig und allein für das Umblättern zu vergeuden, ist geradezu unverzeihlich. Allerdings ist meiner Erfahrung nach auch bei normalen Büchern ein Umblättern auf lange Sicht nur äußerst schwierig zu vermeiden.
Durch Drücken und anschließende Ziehen lassen sich Textstellen problemlos markieren. Wenn man nach der Markierung mehrerer Wörter im automatisch eingeblendeten Menü auf 'Mehr' ' 'Übersetzen' geht, kann man den Text bei aktivierter Onlineverbindung in neun verschiedene Sprachen übersetzen lassen, leider oft in der berüchtigten Googlequatsch-Qualität. Alle Notizen und Markierungen können über einen Menüpunkt aufgelistet bzw. aufgerufen werden.
Die Funktion, markierte Texte über Facebook mit anderen Usern zu teilen, verweigere ich bockig, vermutlich erste Ansätze von Altersstarrsinn. Das ist MEIN Kindle, der Rest der Welt hat hier absolut nichts verloren. Auch eine praktische Nutzung der Möglichkeit, die von anderen Lesern häufig markierte Textstellen anzeigen zu lassen, sehe ich ehrlich gesagt nicht. Hier mögen sich alle Facebook-Fans austoben.
VIRTUELLE TASTATUR:
Für Anmerkungen und Notizen lässt sich eine klassische Tastatur einblenden, die trotz ihrer geringen Größe erstaunlich treffsicher zu handhaben ist. Jeder Anwender, dem das Zehnfingersystem (und damit die Position der Tasten) nicht völlig fremd sind, ist hier überraschend flott unterwegs. Anarchisten-Tipper (alle zwei Tage ein Anschlag) brauchen eben etwas länger.
Durch Drücken der Shift-Taste aktivieren Sie die Großschreibung, die nach dem Tippen eines Buchstabens automatisch wieder deaktiviert wird. Die Taste 123 ruft Zahlen und Satzzeichen auf, die Taste #~= (erscheint erst nach dem Drücken der Taste 123!) alle Sonderzeichen. Jede gedrückte Taste wird für einen Sekundenbruchteil invertiert, dadurch können Sie gut beurteilen, ob Sie Ihr Ziel getroffen haben oder nicht. In der Zeile über der Tastatur werden Wortvorschläge eingeblendet, die Sie durch Anklicken übernehmen können. Allerdings sind diese Vorschläge manchmal ähnlich kryptisch wie eine Google-Übersetzung.
MARKIERUNGEN UND NOTIZEN AUSDRUCKEN:
Wenn Sie einen Text durchgearbeitet haben, wäre es manchmal sinnvoll alle Markierungen und Notizen auch ausdrucken zu können. Eine Möglichkeit ganze Seiten vom Kindler Reader auszudrucken wären die Screenshots (siehe oben). Die Funktion 'Drucke mir alle Notizen dieses Buches' werden Sie allerdings lange und absolut vergeblich suchen, Sie haben ja schließlich einen 'Reader' und keinen 'Printer' gekauft. Das funktioniert nur von hinten durch die Brust ins Auge.
Eine Möglichkeit ist die Kindle Community (auch für deutsche Anwender!)unter www.kindle.amazon.com. Die Option 'Your Books' zeigt Ihnen eine anschauliche Übersicht (inklusive Cover) all Ihrer Bücher. Unter 'Your Higlights' finden Sie bei jedem einzelnen Buchtitel alle markierten Texte und Notizen. Mit Kopieren und Einfügen können Sie diese Texte nun problemlos in ein leeres Word-Dokument einfügen, speichern und drucken. Et voilá!
"GHOSTING" - IM REICH DER GEISTER:
Haben Sie auch dieses lästige Problem? Bei jedem fünften Umblättern wird das Display für einen Sekundenbruchteil invertiert (die Schrift wird weiß, der Hintergrund schwarz). Bitte Ruhe bewahren, Hammer wieder weg legen und die Baldrian-Drops einwerfen. Das darf, soll und muss so sein. Bei diesem 'Invertieren' wird die Seite komplett neu aufgebaut, während vorher lediglich eine gewisse 'Überlagerung' der Seiten stattfindet. Im ungünstigsten Fall sehen Sie ganze schwache, helle Reste der vorhergehenden Buchstaben (= Ghosting), die sich eventuell mit jedem Umblättern minimal verstärken. Mit dem kompletten Neuaufbau der Seite bei jedem fünften Umblättern verschwindet dieses Ghosting jedes Mal wieder komplett.
In meinen Augen ist dieser Effekt sehr schwach und nicht störend. Falls Sie sich durch dieses Phänomen aber ernsthaft irritiert fühlen, können Sie das E-Ink-Display bei jedem Umblättern komplett neu aufbauen lassen. Dazu müssen Sie im Startmenü 'Menü' ' 'Einstellungen' ' 'Leseoptionen' ' 'Seite aktualisieren' auf 'An' stellen. Da für jeden Seitenaufbau Strom verbraucht wird, reduziert diese Einstellung dann natürlich die Laufzeit Ihres Akkus. Alternativ können Sie nach jedem Blättern, mit einem feuchten, in Weihwasser getränktes Tuch über das Display wischen. Geister reagieren hochallergisch, verkrümeln sich augenblicklich, und schon ist Ihr Kindle wieder völlig geistlos.
TOUCH-MATSCH?
Die in manchen Rezensionen als Folge der Touch-Funktion beklagte, massive Displayverschmutzung kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die matte Oberfläche weigert sich bei meinem Gerät mit renitenter Hartnäckigkeit Verschmutzungen in nennenswertem Umfang anzunehmen. Das Problem könnte rein theoretisch ' ketzerische Hintergedanken aller Art seien fern von mir - indirekt proportional zur Händewaschhäufigkeit des Kindle-Besitzers sein. Wenn Sie aber ihre Wischbewegungen auf dem Display nicht ausgerechnet mit einer abgenagten Lammkeule durchführen oder Ihren Kindler Reader beim Ölwechsel unter das Auto legen, sehe ich hier wirklich keine ernsten Schwierigkeiten. Probleme dieser Art gibt es allenfalls posthum, sowohl Manna als auch Schwefel machen hässliche Flecken. Schlimmstenfalls sorgt eine Attacke mit dem Brillenputztuch für strahlenden neuen Glanz.
Für Lesefreuden in der Badewanne, am Pool oder am Strand gibt es bei Amazon inzwischen eine Wasserdichte Tasche - Hülle - Etui für Amazon Kindle 4 oder Kindle Touch - Blau (vgl. Videorezension dort) , die auch vor Staub und Sand schützt.
Damit kann Sie selbst ein ausgewachsener Sandsturm nicht mehr vom Schmökern abhalten, man muss eben Prioritäten setzen. Für den Einsatz in Krisengebieten kommt bald das kugelsichere Kevlar-Gehäuse mit 3 cm dickem Panzerglas auf den Markt. Möglicherweise leidet hier die Touch-Funktion ein wenig. Eine leichte, aber erstaunlich robuste und hochwertig verarbeitet Hülle ist Timbuk2 Envelope Sleeve für Kindle und Kindle Touch, Schwarz/Metallgrau/Rot (vgl. Rezension dort).
Wer gerne eine echte Lederhülle zu einem vernünftigen Preis hätte findet mit der DURAGADGET`s schwarze Leder-Schutzhülle mit integriertem Stand für den Amazon Kindle TOUCH und TOUCH 3G, WLAN (15 cm, 6 Zoll) (vgl. Videorezension dort!) eine günstige, aber dennoch hervorragend verarbeitete Lederhülle, die sogar einen Magnetschnappverschluß und einen ausklappbaren Ständer enthält. Dadurch kann man den Kindle frei stehend verwenden. Außerdem ist im Preis ein USB-Premium Ladestecker inbegriffen.
FREMDSPRACHIGE BÜCHER:
In diesem Bereich liegt meines Erachtens eine wesentliche Stärke dieser Technologie. Inzwischen gibt es bereits weit über eine Million englischsprachige Titel bei Amazon, und es werden täglich mehr. Bei den englischen E-Books gibt es jeden Tag den 'Kindel-Deal des Tages' mit einem stark reduzierten Titel, hier lohnt es sich ab und zu mal rein zu schauen. Ich lese Bücher gerne im englischen Original, bin aber in der Regel zu ehrgeizig, um gleichzeitig ein Lexikon aufzuschlagen (man könnte es vielleicht auch 'faul' nennen'). Sprachlichen Feinheiten bleiben dadurch etwas auf der Strecke.
Beim Kindle Reader genügt ein Druck auf das unbekannte Wort, und ich bekomme sofort die deutsche Übersetzung eingeblendet. Das sind geradezu paradiesische Zustände für den Leser! In der Grundeinstellung erscheint beim Druck auf ein englisches Wort lediglich das englische Synonym aus dem klassischen 'Oxford Dictionary of English'. Deswegen habe ich zusätzlich ein englisch-deutsches Lexikon, 'Das große Wörterbuch Englisch-Deutsch mit 310.000 Einträgen " von Matthias Matting, zum horrenden Preis von 2,68 Euro heruntergeladen (das entspricht 0,0009 Cent pro Eintrag) und in den Einstellungen als Standardwörterbuch ausgewählt. Die Änderung des Standardwörterbuches erfolgt über das Startmenü: "Einstellungen" - "Geräteoptionen" - "Sprache und Wörterbücher". Hier müssen Sie dann das vorher hochgeladene neue Lexikon auswählen. Die bedienerfreundliche Übersetzungs-Funktion bringt den Englischwortschatz wieder auf Vordermann und macht innerhalb kürzester Zeit süchtig. Schon nach wenigen Minuten hat man sich an diesen neuen Komfort gewöhnt und möchte ihn nicht mehr missen. Das wurde mir vor kurzem in der S-Bahn bewusst, als ich ohne lange nachzudenken auf ein mir unbekanntes englisches Wort tippte. Sowohl der skeptische Blick meines Gegenübers als auch der ausbleibende Erfolg führten zu einem eindringlichen Aha-Erlebnis:
Taschenbücher sind ganz offensichtlich NICHT touch-sensitiv, ein echtes Manko!
Neben dem Englisch-Deutsch-Lexikon ist auch
Kindle - das inoffizielle Handbuch. Anleitung, Tipps und Tricks.
von Herrn Matting sehr umfassend und empfehlenswert (Vgl. meine Videorezension dort!). Das Buch bietet eine Vielzahl von interessanten Tipps und Links und liest sich sehr angenehm und flüssig, der Preis ist mehr als nur günstig. Emailanfragen zum Thema beantwortet der Autor in Lichtgeschwindigkeit (bereits zwei Stunden nach Versand meines Emails), sehr freundlich und ausgesprochen kompetent. Ich hatte im Rausch des Ausprobierens wohl versehentlich ein galaktisches Wurmloch geöffnet und den Ordner 'Mein Clipboard' in den Hyperraum gebeamt. Nach zwei Mails erschien der Ordner wieder reumütig an seinem angestammten Platz. Heureka! Etliche Tipps dieser Rezension stammen übrigens aus diesem Buch. Alle Computerfreaks finden eine breite Palette an Möglichkeiten die Software des Kindle zu unterwandern und zu 'hacken' bzw. zu 'jailbreaken'. Von derart schwarzer Magie lasse ich aber generell die Finger.
TEXT TO SPEECH: (im normalen Textmenü 'Text-to-speech einschalten' wählen)
Diese Funktion gibt es bisher nur für englische Texte und nicht bei allen Büchern, also bitte nicht wundern, wenn es mit Goethes Faust partout nicht klappen will. Ist vielleicht besser so! Mal ganz abgesehen von dem grauenvollen amerikanischen Akzent der Sprecher - amerikanisches Englisch ist in meinen Augen keine Sprache, sondern eine Sonderform linguistischer Umweltverschmutzung :-) - ist diese Funktion natürlich Lichtjahre von der Faszination eines Hörbuchs entfernt. Die Aussprache der Worte ist korrekt, aber die einzelnen Satzbestandteile werden automatisch, ohne Betonung und damit völlig seelenlos aneinander gereiht. Hier merkt man eindringlich, wie sehr der Sinn und das Verständnis eines Textes von den Fähigkeiten eines 'echten' Vorlesers abhängen. In meinen Augen eine ganz nette Spielerei, aber für den praktischen Gebrauch eher irrelevant.
E-BOOKS LADEN:
Das Herunterladen über Amazon oder den Kindle-Shop funktioniert problemlos und innerhalb weniger Sekunden, sei es über WLAN oder das mitgelieferte USB-Kabel. Von jedem Buch können Sie als Entscheidungshilfe eine kostenlose, umfangreiche (immerhin 10-20% des Gesamtbuches!) Leseprobe herunterladen, und sich dann erst im Anschluss für den Kauf entschließen. Diese Funktion verhindert völlige Fehlkäufe wirkungsvoll. Künftig müssen Sie sich nie wieder an einem Feiertag um Mitternacht sehnsüchtig nach dem dritten, Ihnen noch fehlenden Teil einer Trilogie verzehren. Bereits nach einer Minute können Sie Ihre Leseorgie fortsetzen.
Durch Erstellung von Sammlungen, die wie ein Ordner funktionieren, lässt sich die rasch anwachsende Bücherflut übersichtlich strukturieren. Das Anlegen von 'Unterordnern' ist bisher leider noch nicht möglich, diese Möglichkeit wäre aber eine echte Bereicherung. Nett ist auch die Möglichkeit, sich eigene Dateien als PDF- oder Word-Dokumente per E-Mail auf den Kindle Reader zu schicken. Durch Eingabe von 'convert' (ohne Anführungszeichen!) im Betreff der Email, werden PDF-Dokumente automatisch in das Kindle-Format umgewandelt und lassen sich danach deutlich einfacher handhaben.
Im Sinne einer besseren Übersichtlichkeit können Sie gelesene Bücher ins 'Archiv' verschieben (den entsprechenden Titel gedrückt halten bis die Optionen erscheinen, dann 'Ins Archiv verschieben' auswählen). Diese Titel werden dann in der normalen Titelauflistung nicht mehr angezeigt, können aber jederzeit wieder heruntergeladen werden.
E-Books können übrigens ohne Angabe von Gründen innerhalb von sieben Tagen nach dem Kauf zurückgegeben werden, dazu müssen Sie sich allerdings mit dem Kundendienst von Amazon in Verbindung setzen. Das sollte allerdings der Fairness halber nicht dazu verführen, alle neuen Bücher im Turbomodus durchzuschmökern, um sie dann anschließend wieder zurückzugeben. Gar nicht nett!
E-BOOKS AUSLEIHEN?
Ganz schlechte Karten, leider! Eine Reihe von Stadtbibliotheken bietet zwar bereits eine 'Onleihe' an ([...]), die dort verliehenen Ebooks werden aber durch ein Adobe-System geschützt, daß der Kindle Reader verweigert. Auf dem PC können Sie diese Bücher lesen, eine gewisse Einschränkung der Mobilität und des Lesekomforts müssen Sie dann allerdings in Kauf nehmen.
Bücher die über Amzon.com (.com wohlgemerkt!) bezogen werden, können einmalig für 14 Tage an andere User ausgeliehen werden. In dieser Zeit kann der Verleiher das Buch nicht lesen, aber das ist beim 'echten' Ausleihen ja auch nicht anders. Nur Bücher die unter 'product details' den Vermerk 'lending: enabled' tragen, können ausgeliehen werden. Bei Amazon.de gibt es diesen Service bisher leider noch nicht!
Die Firma MexxBooks versucht eine Alternative in dieser Richtung zu bieten und stellt mit der MexxBooks-Bibliothek eine Art virtuelle Bücherausleihe zur Verfügung. Für den Jahresmitgliedsbetrag von 30 Euro kann man sich dort Titel ausleihen, bisher ca. 1000 Stück, es werden aber kontinuierlich mehr. Ausführliche Infos zu diesem Thema finden Sie auf der Website von MexxBooks.
KOSTENLOSE TITEL:
Am PC gibt im Kindle Shop über Amazon die Sparte "Kostenlose Klassiker".Wenn man die Sparte "Bestseller" ankreuzt, erscheint eine zweispaltige Liste: Links die Top 100, rechts die Top 100 Gratis.
Am Kindle Reader selbst müssen Sie im Shop die Option "Kindle-Bestseller" wählen, dann rechts oben auf "Filtern" tippen und "kostenlose Titel" auswählen. Auf diese Weise erhält man ebenfalls die Top 100 Gratis. Auf [...] finden Sie eine Auflistung von über 30.000 kostenlosen E-Books, das sollte für den nächsten Urlaub reichen.
SPEICHERPLATZ:
Wenn man von einem durchschnittlichen Taschenbuch mit ca. 3 cm Dicke ausgeht, lassen sich auf dem Kindle Reader immerhin eine 90 Meter lange Bücherstrecke unterbringen (=3.000 Stück), bei gebundenen Büchern ein Vielfaches davon. Bei einem Regal mit sechs Fächern wären das 15 Regalmeter Taschenbuchfreude, die trotzdem locker in ihrem Handgepäck Platz haben. Das Gewicht dieser Taschenbücher würde eine knappe Tonne betragen, der Kindle Reader wiegt dagegen nur schlappe 220 g.
Schon irgendwie beeindruckend!
DATENSICHERHEIT:
Wer auf seinen Kindle Reader keine Sekunde mehr verzichten kann, und deshalb beim Extremklettern in der Eiger Nordwand fassungslos zusehen muss, wie der geliebte, elektronische Begleiter sich 1000 m tiefer als kreatives 3-D-Puzzle verabschiedet, sollte nach Möglichkeit nicht gleich das Seil kappen, um sich gramgebeugt hinterher zu stürzen. Alle bei Amazon gekauften Bücher bleiben bis ans Ende aller Zeiten im sogenannten Cloud-Speicher aufbewahrt und können jederzeit erneut herunter geladen werden. Kein Grund zur Panik also! Der Zugriff lässt sich selbstverständlich durch ein Passwort schützen.
Über die Amazonseite 'Mein Kindle' können Sie mit der Option 'Aus der Bibliothek entfernen' Bücher komplett löschen. Dann sind sie allerding wirklich unwiderruflich futsch, und Sie müssen diese Titel komplett neu kaufen!
DIE LEGENDÄRE EIERLEGENDE WOLLMILCHSAU?
Wer einen Kindle Reader bestellt, sollte sich vorher darüber im Klaren sein, was ihn erwartet. Kein Universalgenie im Sinne von Leonardo Da Vinci, sondern ein auf seinem Spezialgebiet überaus kompetenter 'Fachidiot'. In vielen Rezensionen führt dieser Punkt zur Abwertung, in meinen Augen ist diese Spezialisierung sogar ein Vorteil.
Ich überlebe möglicherweise auch ohne integrierten Nasenhaarschneider, meine Prioritätenliste für einen E-Book-Reader umfasst weder Weltraum- noch Tiefseetauglichkeit. Ich will nicht täglich den Absturz meiner Aktien verfolgen, habe keinerlei Interesse mich über dilettantische YouTube-Videos zu ärgern, will mich nicht als Muzgul der Barbar durch 1001 blutige Spiele-Level hacken, und wenn ich Fotos, Zeichnungen und Grafiken nur in Schwarz-Weiß sehen, erleidet mein Seelenheil durchaus keine irreparablen Schäden.
Ich will ausschließlich Bücher laden, lesen und verwalten. Punkt! Möglicherweise habe ich ja ein sehr simpel strukturiertes Gemüt, aber genau diese mir wichtigen Anforderungen erfüllt der Kindle Toch Reader in bewundernswerter Weise. Die Möglichkeit - wenn auch auf etwas steinzeitliche Weise - im Internet zu recherchieren, ist zwar eine ganz nette Dreingabe, sollte aber weder kaufentscheidend, noch Anlass zur vernichtenden Kritik sein. Auf diesem Sektor ist ein iPod sicher um Längen benutzerfreundlicher, aber schließlich liegt hier der Schwerpunkt auf ganz anderen Anwendungen.
WENN ALLE STRICKE REISSEN:
Falls Ihr Kindler irgendwann nicht mehr so will, wie Sie es sich vorstellen, versuchen Sie einen Neustart. Homebutton ' Menü ' Neustart . Alternativ drücken Sie den Startknopf für ca. 20 Sekunden (Hard reset). Häufig klappt danach alles wieder anstandslos.
FAZIT:
Wenn Sie sich immer noch unsicher sind, ob die Benutzung eines Kindle Readers ethisch-moralisch vertretbar ist, sollten Sie einfach ein Exemplar bestellen und einige Stunden damit herumspielen. And the Kindle Reader and it's new master lived happily ever after! :-)
Kundenrezension aus Deutschland 🇩🇪 am 21. April 2012
Um diese blasphemische Buchverhöhnung durch konkrete Argumente zu untermauern, habe ich mich vor einigen Wochen unerschrocken zum Kauf eines Kindler E-Book Reader entschlossen. Selbstverständlich nur mit dem festen Vorsatz, ihn nach zwei Tage angeekelt und von einer vernichtenden Rezension begleitet zurückzuschicken.
Unter strenger Einhaltung präventiver Sicherheitsvorschriften (unter anderem die Anwendung der grundlegenden exorzistischen Basisrituale und das Tragen von mit Weihwasser getränkten Handschuhen) nahm ich unerschrocken den Kampf mit dem Bösen auf. Weißer Ritter gegen schwarze Magie, Gut gegen Böse, Engel gegen Dämon.
Doch bald raunten alle Runen ratlos, die Erde ward nicht länger eine Scheibe und zarte Minne entflammte mein Herz. Wirklich peinlich!
BUCH VERSUS E-BOOK:
Der Zauber eines guten Buches mit allen damit verbundenen sinnlichen Freuden läßt sich selbstverständlich nicht abstreiten, und ich versuche es auch gar nicht. Die Lieblingsbücher unserer Kindheit werden uns auch im hohen Alter lieb und teuer bleiben, und das ist auch gut so.
Bei näherer Betrachtung bietet aber gerade der haptische, berührungsorientierte Charakter eines Buches - der ja schließlich einen Großteil seines Charmes ausmacht - doch gewisse Nachteile. Bücher sind die Wiege der Zivilisation, daher wiegen sie auch entsprechend. Das geschriebene Wort hat Gewicht, fragen Sie Ihre Bücherregale. Bücherliebhaber würden vermutlich ihren rechten Arm für eine Gutenberg-Bibel hergeben, dennoch käme vermutlich keiner auf die Idee, diesen Wälzer nachts im Bett zu lesen. Einhändig lassen sich Bücher überhaupt nicht lesen, und bei starkem Wind wird es richtig spannend.
Mein dickster Wälzer wiegt 3,5 kg, selbst ein mittleres Taschenbuch kommt im Schnitt schon auf ca. 300 g, der Kindle Touch Reader punktet dagegen mit luftigen 220 g. Selbst schwere literarische Kost wird also erstaunlich leicht präsentiert. Vor allem mit der Touch-Variante ist ein entspanntes, stundenlanges einhändiges Lesen überhaupt kein Problem, alle Leseratten werden diesen Komfort lieben.
Kein Mensch käme auf die Idee seine Lieblingsbücher immer mit sich herum zu schleppen, um bei Bedarf Wartezeiten sinnvoll überbrücken zu können. Mit dem Kindle Reader stellt sich dieses Problem nicht, ihre gesamte Bibliothek begleitet sie rückenschonend auf Schritt und Tritt.
Bücher neigen dazu, sich in klaren Vollmondnächten völlig zügellos zu vermehren. (Es sei denn Sie verteilen vorbeugend einige Fachbücher über deutsches Steuerrecht in den Regalen, das killt jede Erotik wirkungsvoll). Wenn die Bücherregale dann sogar auf dem Balkon stehen, ist irgendwann endgültig Schluss. Hand aufs Herz: Wer von uns würde es schon fertigbringen, Bücher weg zu werfen? Sakrileg!!! Speicherplatz für 3000 Bücher sollte dagegen selbst für militante Leseratten ausreichen.
DISPLAY:
Im Gegensatz zu den beleuchteten LCD-Bildschirmen benützt der Kindle Reader die E-Ink-Technologie. Bei diesem Verfahren werden positiv geladene weiße und negativ geladene schwarze Pigmentteilchen in winzigen Mikrokapseln eingeschlossen, die mit einem zähflüssigen Polymer gefüllt sind. Durch Anlegen eines elektrischen Feldes beginnen die Pigmentteilchen entsprechend ihrer Ladung zu wandern. Wandern die positiven Teilchen nach oben erscheint dieser Punkt in Aufsicht weiß, eine Wanderung der negativen Teilchen führt dagegen zu einem schwarzen Punkt. Sobald sich die 'Tinten'-Tröpfchen den Kopf an der Mikrokapselwand anstoßen, sind sie an ihrem Zielort angekommen und lassen sie sich dort zum großen Pigment-Pow Wow häuslich nieder. Durch das zähflüssige Polymer der Mikrokapseln wird dieser Zustand auch ohne Strom stabil gehalten, die Pigmente hängen fest wie die Fliege im Bernstein oder Karl Theodor zu Guttenberg in der Plagiatsaffäre. Ohne einen erneuten elektrischen Spannungstritt in den Pigmenthintern ist somit vorläufig das Ende der Fahnenstange erreicht. Bei jedem 'Umblättern' erfolgt eine komplett neue Ausrichtung aller Pigmente.
Als Folge dieser Technologie sehen Sie auch am ausgeschalteten Gerät einen Bildschirmschoner. Aus Sicht normaler LCD-Displays ist das ein völlig skandalöses und unangemessenes Verhalten das viele Neukunden zu dem fruchtlosen und irritierenden Versuch veranlaßt, eine ' in Wirklichkeit ja gar nicht vorhandene - bedruckte Deckfolie zu entfernen.
Das Schriftbild ist bestechend klar und entspricht weitgehend dem Eindruck eines normalen Buches, übertrifft ihn vielleicht sogar noch etwas. Sie können viele Stunden am Stück schmökern, ohne ihre Augen zu ermüden. Da das Display nicht beleuchtet ist, entfällt der für die Augen nachteilige hohe Kontrast zwischen Gerät und Umgebung. Logischerweise können Sie daher nicht in völliger Dunkelheit lesen, aber daran sollten Sie im Idealfall ja bereits gewöhnt sein. Um Bücher nachts zum Leuchten zu bringen, müssten Sie sie schon anzünden, insofern sehe ich hier wirklich keinen entscheidenden Nachteil. Bis zu einem gewissen Grad können Sie schlechte Lichtverhältnisse durch das starke Vergrößern der Schrift kompensieren.
Der Handel bietet eine Reihe von Beleuchtungsmöglichkeiten als Zubehör, die ökologischste Variante ist der Einsatz dressierter Glühwürmchenlarven aus dem Fachhandel.
Andere Beleuchtungsvarianten sind die auftsteckbare [[ASIN:B0065L3GKY Kandle by Ozeri Flex, LED Leselampe für eBook Reader, graphit]] (vgl. Videorezension dort) und die [[ASIN:B004SD2562 Amazon Kindle Touch Lederhülle mit Leseleuchte, Schwarz]], die ich -' mal abgesehen von ihrem horrenden Preis - am praktischsten finde. (vgl. Videorezension dort)
Im Gegensatz zu einem LCD-Bildschirm beeinträchtigt der Neigungswinkel des Displays die Bildqualität nicht, halten Sie Ihren Kindle wie immer Sie wollen. Auch bei strahlendem Sonnenschein bleibt der Lesegenuss ungeschmälert, spätestens hier kapituliert jeder LCD-Monitor resigniert. Leseratten müssen also künftig nicht mehr auf einen Sonnenbrand verzichten.
Nach zehn bedienungsfreien Minuten springt automatisch der 'Schlafmodus' an, zum Weiterlesen müssen Sie lediglich kurz auf die Einschalttaste drücken. Drücken Sie die Taste 20 Sekunden lang, führt das Gerät einen kompletten Neustart durch.
Jeder Leser, bei dem der kühne Falkenblick altersbedingt bereits etwas getrübt ist, kann die Schrift ganz nach seinen persönlichen Bedürfnissen vergrößern. Dazu können Sie auf dem Display zwei Finger auseinander- bzw. zusammenziehen, so wird jeweils die nächst größere bzw. kleinere Schriftgröße eingestellt.
Diese Option steigert ein entspanntes Lesen ungemein und kann schlechte Lichtverhältnisse teilweise ausgleichen. Auch wenn Sie Ihre Lesebrille mal vergessen haben oder schon mit dem Kauf eines weißen Stocks liebäugeln, müssen Sie also nicht verzweifeln.
Eichen Sie Ihre Schriftgröße nach dem Motto: Je Dioptrie, desto groß.
TÄUSCHEND ECHTER BUCHGERUCH:
Zu diesem Zweck befindet sich die runde Öffnung an der Schmalseite des Gerätes. Im Fachhandel erhalten Sie die ätherischen Duftöle zum Eintropfen. Sie können unter anderem zwischen den Duftvarianten "Druckfrisch", "Pergament und Leder", "Gutenberg-Flair", "Modrig Antik" und "Schimmel-Desaster" wählen. Die Öle werden über feine Kapillaren aufgesogen und diffundieren über die poröse Kunststoffoberfläche kontinuierlich nach außen. Wenn Sie jetzt beim Lesen die Augen schließen, stört nichts mehr die olfaktorisch perfekte Illusion eines realen Buches.Fröhliches Schnuppern!
[Nein! Natürlich lassen die Finger von Ihrem Kopfhöreranschluss!!! :-)))]
SCREENSHOTS:
Manchmal kann bei einem Problem ein Screenshot des Displays wesentlich anschaulicher sein, als langatmige Erklärungen. Halten Sie die Home-Taste gedrückt (da es in der Touch-Version nur diese eine Taste am Gerät gibt, sollte das zu schaffen sein), wischen oder tippen Sie an einer beliebigen Stelle auf das Display und lassen im Anschluss die Home-Taste wieder los. Es passiert scheinbar gar nichts? Ausgezeichnet! Verbinden Sie Kindle und Computer mit dem USB-Kabel. Auf dem Kindle-Laufwerk (bei mir 'Kindle (L:)' finden Sie alle Screenshots im gif.-Format unter dem Dateinamen 'screenshot_...'. Jetzt können Sie die Dateien abspeichern oder mit einem Bildbearbeitungsprogramm aufbrezeln. Auf der Produktseite des Kindle Touch 3 G finden Sie links oben bei den Fotos die Option 'Kundenfotos anzeigen'. Dort habe ich zur Veranschaulichung etliche Screenshots eingestellt.
AKKU-LAUFZEIT:
Durch die E-Ink-Technologie wird nur beim Aufbau der Seiten Strom verbraucht, nicht aber beim 'Standbild'. Wenn Sie Ihre Exkurse ins Internet oder den Kindle-Shop in vernünftigem Rahmen halten, kommen sie mehrere Wochen mit einer Akkuladung aus, davon können normale LCD-Geräte nicht einmal träumen. Die Deaktivierung der Drahtlosverbindung verschafft zusätzliche Reserven. Bei der Verwendung von Hörbüchern und MP3-Dateien ist schon nach 6-7 Stunden ein Neuaufladen des Akkus erforderlich.
Die Aufladung erfolgt über ein USB Kabel am Computer oder mit einem Adapter an der Steckdose. Eine komplette Aufladung dauert in etwa 4 h. Der Adapter ist leider nicht im Preis inbegriffen, aber man kann schließlich nicht alles haben. In diesem Zusammenhang genial ist das [[ASIN:B001CNEVBI PIXO C2+ Ladegerät für Li-ion AkkuPack und NiCd/NiMH Einzelzelle]] (Vgl. meine Video-Rezension dort). Mit ihm können Sie nicht nur Ihren Kindle sondern auch die Akkus so gut wie aller Digitalkameras, Videokameras, Handys, mp3-Player und Navigationsgeräte laden und sparen sich damit tonnenweise Ladegeräte!
Sie können Ihren Kindler Reader übrigens auch während des Aufladens über das USB-Kabel bedienen. Klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk 'Kindle' und klicken Sie 'Auswerfen' an.
TOUCH-SCREEN:
Die Lage der berührungsempfindlichen Felder prägt sich rasch ein. Ein schmaler Streifen links dient zum Rückwärtsblättern, der Rest der Displayfläche rechts zum Vorwärtsblättern. Dadurch können sowohl Links- als auch Rechtshänder das Gerät einhändig bedienen und jeweils mit dem Daumen blättern. Versuchen Sie das mal mit einem Buch :-). Ich bevorzuge ein leichtes Antippen, alternativ kann auch durch eine waagerechte Wischbewegung nach links oder rechts geblättert werden. Tippen auf einen schmalen Streifen oben am Display ruft das kontextabhängige Menü auf, ein Druck auf die einzige Taste am Gerät (Home-Taste) führt zum Startbildschirm. Was auf den ersten Blick wie ein kleines Gitter für den Lautsprecher wirkt, sind in Wirklichkeit vier schmale, erhabene Leisten. Diese Taste muss tatsächlich gedrückt werden, eine Berührung reicht hier nicht.
Wischbewegungen nach oben oder unten rufen das nächste bzw. das vorhergehende Kapitel auf. Ein Tippen in die rechte obere Ecke setzt eine Lesemarke, ein erneutes Tippen löscht sie wieder. (Das Gerät startet automatisch immer auf der zuletzt gelesenen Seite. Lesemarken können aber nützlich sein, wenn mehrere Familienmitglieder das gleiche Buch lesen).
Die Berührungsempfindlichkeit ist sehr hoch, und könnte fast von einer Ameise auf dem Trampolin ausgelöst werden. Genervte Handkantenschläge à la Bruce Lee sind völliger Unfug und verwirren das Gerät nur, minimale Berührungen reichen völlig aus. Die Reaktion des Kindle Readers erfolgt jeweils mit einer kleinen Verzögerung, an die man sich aber schnell gewöhnt. Vom Antippen bis zum kompletten Aufbau einer neuen Seite vergeht in etwa eine dreiviertelte Sekunde, das entspricht ziemlich genau dem Zeitaufwand, den man auch für das Umblättern in einem normalen Buch braucht.
Wenn sich ein Athlet, der jahrelang hart für die Olympiade trainiert hat, Gedanken um Zehntelsekunden macht, ist das sicherlich gut nachvollziehbar. Beim Lesen eines E-Book finde ich Geschwindigkeit als Schwerpunkt bei der Kaufentscheidung doch ein wenig befremdlich. Zugegeben, bei der Lektüre eines 1000-seitigen Buches allen Ernstes 13 Minuten kostbarer Lebenszeit einzig und allein für das Umblättern zu vergeuden, ist geradezu unverzeihlich. Allerdings ist meiner Erfahrung nach auch bei normalen Büchern ein Umblättern auf lange Sicht nur äußerst schwierig zu vermeiden.
Durch Drücken und anschließende Ziehen lassen sich Textstellen problemlos markieren. Wenn man nach der Markierung mehrerer Wörter im automatisch eingeblendeten Menü auf 'Mehr' ' 'Übersetzen' geht, kann man den Text bei aktivierter Onlineverbindung in neun verschiedene Sprachen übersetzen lassen, leider oft in der berüchtigten Googlequatsch-Qualität. Alle Notizen und Markierungen können über einen Menüpunkt aufgelistet bzw. aufgerufen werden.
Die Funktion, markierte Texte über Facebook mit anderen Usern zu teilen, verweigere ich bockig, vermutlich erste Ansätze von Altersstarrsinn. Das ist MEIN Kindle, der Rest der Welt hat hier absolut nichts verloren. Auch eine praktische Nutzung der Möglichkeit, die von anderen Lesern häufig markierte Textstellen anzeigen zu lassen, sehe ich ehrlich gesagt nicht. Hier mögen sich alle Facebook-Fans austoben.
VIRTUELLE TASTATUR:
Für Anmerkungen und Notizen lässt sich eine klassische Tastatur einblenden, die trotz ihrer geringen Größe erstaunlich treffsicher zu handhaben ist. Jeder Anwender, dem das Zehnfingersystem (und damit die Position der Tasten) nicht völlig fremd sind, ist hier überraschend flott unterwegs. Anarchisten-Tipper (alle zwei Tage ein Anschlag) brauchen eben etwas länger.
Durch Drücken der Shift-Taste aktivieren Sie die Großschreibung, die nach dem Tippen eines Buchstabens automatisch wieder deaktiviert wird. Die Taste 123 ruft Zahlen und Satzzeichen auf, die Taste #~= (erscheint erst nach dem Drücken der Taste 123!) alle Sonderzeichen. Jede gedrückte Taste wird für einen Sekundenbruchteil invertiert, dadurch können Sie gut beurteilen, ob Sie Ihr Ziel getroffen haben oder nicht. In der Zeile über der Tastatur werden Wortvorschläge eingeblendet, die Sie durch Anklicken übernehmen können. Allerdings sind diese Vorschläge manchmal ähnlich kryptisch wie eine Google-Übersetzung.
MARKIERUNGEN UND NOTIZEN AUSDRUCKEN:
Wenn Sie einen Text durchgearbeitet haben, wäre es manchmal sinnvoll alle Markierungen und Notizen auch ausdrucken zu können. Eine Möglichkeit ganze Seiten vom Kindler Reader auszudrucken wären die Screenshots (siehe oben). Die Funktion 'Drucke mir alle Notizen dieses Buches' werden Sie allerdings lange und absolut vergeblich suchen, Sie haben ja schließlich einen 'Reader' und keinen 'Printer' gekauft. Das funktioniert nur von hinten durch die Brust ins Auge.
Eine Möglichkeit ist die Kindle Community (auch für deutsche Anwender!)unter www.kindle.amazon.com. Die Option 'Your Books' zeigt Ihnen eine anschauliche Übersicht (inklusive Cover) all Ihrer Bücher. Unter 'Your Higlights' finden Sie bei jedem einzelnen Buchtitel alle markierten Texte und Notizen. Mit Kopieren und Einfügen können Sie diese Texte nun problemlos in ein leeres Word-Dokument einfügen, speichern und drucken. Et voilá!
"GHOSTING" - IM REICH DER GEISTER:
Haben Sie auch dieses lästige Problem? Bei jedem fünften Umblättern wird das Display für einen Sekundenbruchteil invertiert (die Schrift wird weiß, der Hintergrund schwarz). Bitte Ruhe bewahren, Hammer wieder weg legen und die Baldrian-Drops einwerfen. Das darf, soll und muss so sein. Bei diesem 'Invertieren' wird die Seite komplett neu aufgebaut, während vorher lediglich eine gewisse 'Überlagerung' der Seiten stattfindet. Im ungünstigsten Fall sehen Sie ganze schwache, helle Reste der vorhergehenden Buchstaben (= Ghosting), die sich eventuell mit jedem Umblättern minimal verstärken. Mit dem kompletten Neuaufbau der Seite bei jedem fünften Umblättern verschwindet dieses Ghosting jedes Mal wieder komplett.
In meinen Augen ist dieser Effekt sehr schwach und nicht störend. Falls Sie sich durch dieses Phänomen aber ernsthaft irritiert fühlen, können Sie das E-Ink-Display bei jedem Umblättern komplett neu aufbauen lassen. Dazu müssen Sie im Startmenü 'Menü' ' 'Einstellungen' ' 'Leseoptionen' ' 'Seite aktualisieren' auf 'An' stellen. Da für jeden Seitenaufbau Strom verbraucht wird, reduziert diese Einstellung dann natürlich die Laufzeit Ihres Akkus. Alternativ können Sie nach jedem Blättern, mit einem feuchten, in Weihwasser getränktes Tuch über das Display wischen. Geister reagieren hochallergisch, verkrümeln sich augenblicklich, und schon ist Ihr Kindle wieder völlig geistlos.
TOUCH-MATSCH?
Die in manchen Rezensionen als Folge der Touch-Funktion beklagte, massive Displayverschmutzung kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die matte Oberfläche weigert sich bei meinem Gerät mit renitenter Hartnäckigkeit Verschmutzungen in nennenswertem Umfang anzunehmen. Das Problem könnte rein theoretisch ' ketzerische Hintergedanken aller Art seien fern von mir - indirekt proportional zur Händewaschhäufigkeit des Kindle-Besitzers sein. Wenn Sie aber ihre Wischbewegungen auf dem Display nicht ausgerechnet mit einer abgenagten Lammkeule durchführen oder Ihren Kindler Reader beim Ölwechsel unter das Auto legen, sehe ich hier wirklich keine ernsten Schwierigkeiten. Probleme dieser Art gibt es allenfalls posthum, sowohl Manna als auch Schwefel machen hässliche Flecken. Schlimmstenfalls sorgt eine Attacke mit dem Brillenputztuch für strahlenden neuen Glanz.
Für Lesefreuden in der Badewanne, am Pool oder am Strand gibt es bei Amazon inzwischen eine [[ASIN:B006BBEFZI Wasserdichte Tasche - Hülle - Etui für Amazon Kindle 4 oder Kindle Touch - Blau]] (vgl. Videorezension dort) , die auch vor Staub und Sand schützt.
Damit kann Sie selbst ein ausgewachsener Sandsturm nicht mehr vom Schmökern abhalten, man muss eben Prioritäten setzen. Für den Einsatz in Krisengebieten kommt bald das kugelsichere Kevlar-Gehäuse mit 3 cm dickem Panzerglas auf den Markt. Möglicherweise leidet hier die Touch-Funktion ein wenig. Eine leichte, aber erstaunlich robuste und hochwertig verarbeitet Hülle ist [[ASIN:B005K2Z2O2 Timbuk2 Envelope Sleeve für Kindle und Kindle Touch, Schwarz/Metallgrau/Rot]] (vgl. Rezension dort).
Wer gerne eine echte Lederhülle zu einem vernünftigen Preis hätte findet mit der [[ASIN:B005SQQ96A DURAGADGET`s schwarze Leder-Schutzhülle mit integriertem Stand für den Amazon Kindle TOUCH und TOUCH 3G, WLAN (15 cm, 6 Zoll)]] (vgl. Videorezension dort!) eine günstige, aber dennoch hervorragend verarbeitete Lederhülle, die sogar einen Magnetschnappverschluß und einen ausklappbaren Ständer enthält. Dadurch kann man den Kindle frei stehend verwenden. Außerdem ist im Preis ein USB-Premium Ladestecker inbegriffen.
FREMDSPRACHIGE BÜCHER:
In diesem Bereich liegt meines Erachtens eine wesentliche Stärke dieser Technologie. Inzwischen gibt es bereits weit über eine Million englischsprachige Titel bei Amazon, und es werden täglich mehr. Bei den englischen E-Books gibt es jeden Tag den 'Kindel-Deal des Tages' mit einem stark reduzierten Titel, hier lohnt es sich ab und zu mal rein zu schauen. Ich lese Bücher gerne im englischen Original, bin aber in der Regel zu ehrgeizig, um gleichzeitig ein Lexikon aufzuschlagen (man könnte es vielleicht auch 'faul' nennen'). Sprachlichen Feinheiten bleiben dadurch etwas auf der Strecke.
Beim Kindle Reader genügt ein Druck auf das unbekannte Wort, und ich bekomme sofort die deutsche Übersetzung eingeblendet. Das sind geradezu paradiesische Zustände für den Leser! In der Grundeinstellung erscheint beim Druck auf ein englisches Wort lediglich das englische Synonym aus dem klassischen 'Oxford Dictionary of English'. Deswegen habe ich zusätzlich ein englisch-deutsches Lexikon, 'Das große Wörterbuch Englisch-Deutsch mit 310.000 Einträgen " von Matthias Matting, zum horrenden Preis von 2,68 Euro heruntergeladen (das entspricht 0,0009 Cent pro Eintrag) und in den Einstellungen als Standardwörterbuch ausgewählt. Die Änderung des Standardwörterbuches erfolgt über das Startmenü: "Einstellungen" - "Geräteoptionen" - "Sprache und Wörterbücher". Hier müssen Sie dann das vorher hochgeladene neue Lexikon auswählen. Die bedienerfreundliche Übersetzungs-Funktion bringt den Englischwortschatz wieder auf Vordermann und macht innerhalb kürzester Zeit süchtig. Schon nach wenigen Minuten hat man sich an diesen neuen Komfort gewöhnt und möchte ihn nicht mehr missen. Das wurde mir vor kurzem in der S-Bahn bewusst, als ich ohne lange nachzudenken auf ein mir unbekanntes englisches Wort tippte. Sowohl der skeptische Blick meines Gegenübers als auch der ausbleibende Erfolg führten zu einem eindringlichen Aha-Erlebnis:
Taschenbücher sind ganz offensichtlich NICHT touch-sensitiv, ein echtes Manko!
Neben dem Englisch-Deutsch-Lexikon ist auch
[[ASIN:B0051PL9M2 Kindle - das inoffizielle Handbuch. Anleitung, Tipps und Tricks.]]
von Herrn Matting sehr umfassend und empfehlenswert (Vgl. meine Videorezension dort!). Das Buch bietet eine Vielzahl von interessanten Tipps und Links und liest sich sehr angenehm und flüssig, der Preis ist mehr als nur günstig. Emailanfragen zum Thema beantwortet der Autor in Lichtgeschwindigkeit (bereits zwei Stunden nach Versand meines Emails), sehr freundlich und ausgesprochen kompetent. Ich hatte im Rausch des Ausprobierens wohl versehentlich ein galaktisches Wurmloch geöffnet und den Ordner 'Mein Clipboard' in den Hyperraum gebeamt. Nach zwei Mails erschien der Ordner wieder reumütig an seinem angestammten Platz. Heureka! Etliche Tipps dieser Rezension stammen übrigens aus diesem Buch. Alle Computerfreaks finden eine breite Palette an Möglichkeiten die Software des Kindle zu unterwandern und zu 'hacken' bzw. zu 'jailbreaken'. Von derart schwarzer Magie lasse ich aber generell die Finger.
TEXT TO SPEECH: (im normalen Textmenü 'Text-to-speech einschalten' wählen)
Diese Funktion gibt es bisher nur für englische Texte und nicht bei allen Büchern, also bitte nicht wundern, wenn es mit Goethes Faust partout nicht klappen will. Ist vielleicht besser so! Mal ganz abgesehen von dem grauenvollen amerikanischen Akzent der Sprecher - amerikanisches Englisch ist in meinen Augen keine Sprache, sondern eine Sonderform linguistischer Umweltverschmutzung :-) - ist diese Funktion natürlich Lichtjahre von der Faszination eines Hörbuchs entfernt. Die Aussprache der Worte ist korrekt, aber die einzelnen Satzbestandteile werden automatisch, ohne Betonung und damit völlig seelenlos aneinander gereiht. Hier merkt man eindringlich, wie sehr der Sinn und das Verständnis eines Textes von den Fähigkeiten eines 'echten' Vorlesers abhängen. In meinen Augen eine ganz nette Spielerei, aber für den praktischen Gebrauch eher irrelevant.
E-BOOKS LADEN:
Das Herunterladen über Amazon oder den Kindle-Shop funktioniert problemlos und innerhalb weniger Sekunden, sei es über WLAN oder das mitgelieferte USB-Kabel. Von jedem Buch können Sie als Entscheidungshilfe eine kostenlose, umfangreiche (immerhin 10-20% des Gesamtbuches!) Leseprobe herunterladen, und sich dann erst im Anschluss für den Kauf entschließen. Diese Funktion verhindert völlige Fehlkäufe wirkungsvoll. Künftig müssen Sie sich nie wieder an einem Feiertag um Mitternacht sehnsüchtig nach dem dritten, Ihnen noch fehlenden Teil einer Trilogie verzehren. Bereits nach einer Minute können Sie Ihre Leseorgie fortsetzen.
Durch Erstellung von Sammlungen, die wie ein Ordner funktionieren, lässt sich die rasch anwachsende Bücherflut übersichtlich strukturieren. Das Anlegen von 'Unterordnern' ist bisher leider noch nicht möglich, diese Möglichkeit wäre aber eine echte Bereicherung. Nett ist auch die Möglichkeit, sich eigene Dateien als PDF- oder Word-Dokumente per E-Mail auf den Kindle Reader zu schicken. Durch Eingabe von 'convert' (ohne Anführungszeichen!) im Betreff der Email, werden PDF-Dokumente automatisch in das Kindle-Format umgewandelt und lassen sich danach deutlich einfacher handhaben.
Im Sinne einer besseren Übersichtlichkeit können Sie gelesene Bücher ins 'Archiv' verschieben (den entsprechenden Titel gedrückt halten bis die Optionen erscheinen, dann 'Ins Archiv verschieben' auswählen). Diese Titel werden dann in der normalen Titelauflistung nicht mehr angezeigt, können aber jederzeit wieder heruntergeladen werden.
E-Books können übrigens ohne Angabe von Gründen innerhalb von sieben Tagen nach dem Kauf zurückgegeben werden, dazu müssen Sie sich allerdings mit dem Kundendienst von Amazon in Verbindung setzen. Das sollte allerdings der Fairness halber nicht dazu verführen, alle neuen Bücher im Turbomodus durchzuschmökern, um sie dann anschließend wieder zurückzugeben. Gar nicht nett!
E-BOOKS AUSLEIHEN?
Ganz schlechte Karten, leider! Eine Reihe von Stadtbibliotheken bietet zwar bereits eine 'Onleihe' an ([...]), die dort verliehenen Ebooks werden aber durch ein Adobe-System geschützt, daß der Kindle Reader verweigert. Auf dem PC können Sie diese Bücher lesen, eine gewisse Einschränkung der Mobilität und des Lesekomforts müssen Sie dann allerdings in Kauf nehmen.
Bücher die über Amzon.com (.com wohlgemerkt!) bezogen werden, können einmalig für 14 Tage an andere User ausgeliehen werden. In dieser Zeit kann der Verleiher das Buch nicht lesen, aber das ist beim 'echten' Ausleihen ja auch nicht anders. Nur Bücher die unter 'product details' den Vermerk 'lending: enabled' tragen, können ausgeliehen werden. Bei Amazon.de gibt es diesen Service bisher leider noch nicht!
Die Firma MexxBooks versucht eine Alternative in dieser Richtung zu bieten und stellt mit der MexxBooks-Bibliothek eine Art virtuelle Bücherausleihe zur Verfügung. Für den Jahresmitgliedsbetrag von 30 Euro kann man sich dort Titel ausleihen, bisher ca. 1000 Stück, es werden aber kontinuierlich mehr. Ausführliche Infos zu diesem Thema finden Sie auf der Website von MexxBooks.
KOSTENLOSE TITEL:
Am PC gibt im Kindle Shop über Amazon die Sparte "Kostenlose Klassiker".Wenn man die Sparte "Bestseller" ankreuzt, erscheint eine zweispaltige Liste: Links die Top 100, rechts die Top 100 Gratis.
Am Kindle Reader selbst müssen Sie im Shop die Option "Kindle-Bestseller" wählen, dann rechts oben auf "Filtern" tippen und "kostenlose Titel" auswählen. Auf diese Weise erhält man ebenfalls die Top 100 Gratis. Auf [...] finden Sie eine Auflistung von über 30.000 kostenlosen E-Books, das sollte für den nächsten Urlaub reichen.
SPEICHERPLATZ:
Wenn man von einem durchschnittlichen Taschenbuch mit ca. 3 cm Dicke ausgeht, lassen sich auf dem Kindle Reader immerhin eine 90 Meter lange Bücherstrecke unterbringen (=3.000 Stück), bei gebundenen Büchern ein Vielfaches davon. Bei einem Regal mit sechs Fächern wären das 15 Regalmeter Taschenbuchfreude, die trotzdem locker in ihrem Handgepäck Platz haben. Das Gewicht dieser Taschenbücher würde eine knappe Tonne betragen, der Kindle Reader wiegt dagegen nur schlappe 220 g.
Schon irgendwie beeindruckend!
DATENSICHERHEIT:
Wer auf seinen Kindle Reader keine Sekunde mehr verzichten kann, und deshalb beim Extremklettern in der Eiger Nordwand fassungslos zusehen muss, wie der geliebte, elektronische Begleiter sich 1000 m tiefer als kreatives 3-D-Puzzle verabschiedet, sollte nach Möglichkeit nicht gleich das Seil kappen, um sich gramgebeugt hinterher zu stürzen. Alle bei Amazon gekauften Bücher bleiben bis ans Ende aller Zeiten im sogenannten Cloud-Speicher aufbewahrt und können jederzeit erneut herunter geladen werden. Kein Grund zur Panik also! Der Zugriff lässt sich selbstverständlich durch ein Passwort schützen.
Über die Amazonseite 'Mein Kindle' können Sie mit der Option 'Aus der Bibliothek entfernen' Bücher komplett löschen. Dann sind sie allerding wirklich unwiderruflich futsch, und Sie müssen diese Titel komplett neu kaufen!
DIE LEGENDÄRE EIERLEGENDE WOLLMILCHSAU?
Wer einen Kindle Reader bestellt, sollte sich vorher darüber im Klaren sein, was ihn erwartet. Kein Universalgenie im Sinne von Leonardo Da Vinci, sondern ein auf seinem Spezialgebiet überaus kompetenter 'Fachidiot'. In vielen Rezensionen führt dieser Punkt zur Abwertung, in meinen Augen ist diese Spezialisierung sogar ein Vorteil.
Ich überlebe möglicherweise auch ohne integrierten Nasenhaarschneider, meine Prioritätenliste für einen E-Book-Reader umfasst weder Weltraum- noch Tiefseetauglichkeit. Ich will nicht täglich den Absturz meiner Aktien verfolgen, habe keinerlei Interesse mich über dilettantische YouTube-Videos zu ärgern, will mich nicht als Muzgul der Barbar durch 1001 blutige Spiele-Level hacken, und wenn ich Fotos, Zeichnungen und Grafiken nur in Schwarz-Weiß sehen, erleidet mein Seelenheil durchaus keine irreparablen Schäden.
Ich will ausschließlich Bücher laden, lesen und verwalten. Punkt! Möglicherweise habe ich ja ein sehr simpel strukturiertes Gemüt, aber genau diese mir wichtigen Anforderungen erfüllt der Kindle Toch Reader in bewundernswerter Weise. Die Möglichkeit - wenn auch auf etwas steinzeitliche Weise - im Internet zu recherchieren, ist zwar eine ganz nette Dreingabe, sollte aber weder kaufentscheidend, noch Anlass zur vernichtenden Kritik sein. Auf diesem Sektor ist ein iPod sicher um Längen benutzerfreundlicher, aber schließlich liegt hier der Schwerpunkt auf ganz anderen Anwendungen.
WENN ALLE STRICKE REISSEN:
Falls Ihr Kindler irgendwann nicht mehr so will, wie Sie es sich vorstellen, versuchen Sie einen Neustart. Homebutton ' Menü ' Neustart . Alternativ drücken Sie den Startknopf für ca. 20 Sekunden (Hard reset). Häufig klappt danach alles wieder anstandslos.
FAZIT:
Wenn Sie sich immer noch unsicher sind, ob die Benutzung eines Kindle Readers ethisch-moralisch vertretbar ist, sollten Sie einfach ein Exemplar bestellen und einige Stunden damit herumspielen. And the Kindle Reader and it's new master lived happily ever after! :-)




