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Kick Out The Jams (Live)

Kick Out The Jams (Live)

12. November 1991
4.7 von 5 Sternen 13 Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Von V-Lee TOP 500 REZENSENT am 18. August 2010
Format: Audio CD
Man kann die 5 aus Detroit durchaus zurecht als Visionäre und (Mit)erfinder des Punk und Wegbereiter des Hardrock bezeichnen, denn ihr vom Garage Rock kommender Sound, war zu der Zeit um einiges härter, als alles was da damals sonst so kreuchte und fleuchte.

Schon ,Ramblin' Rose' ist eine Protopunk Nummer mit seinem harten Riff und den völlig durchgeknallten Falsett Leadvocals, aber spätestens beim Titeltrack wird einem klar dass das absolute Überzeugungstäter waren, die versuchten die Durchschlagskraft die der Rock'n'Roll in den 50er Jahren mal hatte auf ein neues Level zu heben.

Auch ,Come Together' (nicht der Beatles Track) und ,Rama Lama Fa Fa Fa'sind eigentlich Punk Nummern. ,Borderline' ist dann fast schon Metal mit einer psychdelisch angehauchten Gesangsline, bevor Sie sie den Blues in Form eines John Lee Hooker Stücks in Geiselhaft nehmen und zusammen mit dem darauffolgenden ,I Want You Right Now' zeigen Sie dabei gelichzeitig auch schon wie sich der vom Blues kommende Hardrock in den 70er Jahren entwickeln sollte.

Die hatten nichts mit Love, Peace & Flowers am Hut, die wollten etwas anzünden, wie man auch anhand
des abgedrehten ,Starship' am Ende nachprüfen kann, mit dem Sie bewiesen dass Sie neben dem bösen, zornigen Haudrauf Rock auch durchaus an sonischen Experimenten interessiert waren, die in dieser Form erst Sonic Youth in den 80ern wieder aufgriffen.

Neben den Stooges die vielleicht wichtigste Band der späten 60er Jahre für die Entwicklung der härteren Stile der nächsten Jahrzehnte. Und fast 42 Jahre nach ihrem Erscheinen schafft es diese Live Platte immer noch einem die Birne wegzublasen - herrlich, und nach wie vor ganz wichtig!
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Format: Audio CD
"We were Punk, before Punk. We were New Wave, before New Wave. We were Metal, before Metal. We were even "M.C." before Hammer."

So Rob Tyner, der Sänger der MC5, 1991 (im Jahr seines Todes) über seine Band.
Und hört man dann die Rede zu Beginn des Auftritts in Detroit's Grande Ballroom von John Sinclair (Manager der MC5), weiß man, jetzt hört mein ein Stück Musikgeschichte!

"Brothers and sisters, I wanna here some revolution out there. Brohers and sisters, the time has come for each and everyone of you to decide whether you are gonna be the problem or whether you are gonna be the solution. [...] It takes five seconds to realize that it is time to move, it's time to get down with it. Are you ready to testify ? I give you a testimonio: The MC5!"

Und schon ertönen die Riffs von "Ramblin' Rose" - ein schneller, stampfender Prä-Punk song. "Kick Out The Jams" entzündet dann erst recht die Revolution. Back in 1969 weigerte sich fast jeder Plattenladen dieses Album ins Programm aufzunehmen, mit der Begründung es sei obszön.
Es folgen weitere Garagen-Rock-Punk Klassiker, bis dann "Motor City Is Burning" den Groove und das gekonnte Improvisationstalent der Band beweist.
"I Want You Right Now" und "Starship" ein Cover von Sun Ra treiben dies dann auf die Spitze.
Ein wahres Meisterwerk, eins der besten Live-Alben überhaupt, einfach seiner Zeit voraus!
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Format: Audio CD
Dieses im Jahre 1969 entstandene Live-Album ist mehr als nur ein Zeitdokument der Flower-Power Bewegung, die in den späten Sechzigern, nicht nur in den USA, bereits ziemlich am Boden lag. MC5 standen für mehr als modische Love and Peace Phrasen, war ihre Intention doch wesentlich politisch agressiver als die vergleichbarer Bands jener Epoche. Mit Blumen im Haar und fröhlich nach San Francisco Fahren hatten die Jungs um Wayne Kramer und Fred 'Sonic' Smith weniger zu tun, eher mit den boshaften Nachbarn The Stooges mit denen sie auch regelmässig im Tandem auftraten. Musikalisch spielte die Band aus Motorcity dreckigen, harten Garagen-Rock; immer gerade aus, stets laut und schräg und von daher sicher einer der wichtigsten Einflüsse der 10 Jahre später einsetzenden Punk-Bewegung. Dieses Live-Album ist grandios und auch heute, nach über 30 Jahren klingt der Sound der MC5 überraschend frisch und zeitlos, von gelegentlichen, psychedelischen Spielereien abgesehen. Wer wissen will, wie das alles angefangen hat mit dem Punk und der Garage sollte sich diese CD einfach mal anhören, alle Regler nach oben aufreissen und dann "Kick out the jams" oder "Motorcity is burning" anspielen. Unverzichtbar wichtig und auch heute noch richtungsweisend!
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Format: Audio CD
Das Debüt von MC5 erschien erstmals im Februar 1969 und wurde eingespielt von Rob Tyner (vocals), Fred Smith (guitar), Michael Davis (bass), Dennis Thompson (drums) und Wayne Kramer (guitar). Die Band wurde 1964 in Detroit gegründet und der Name bedeutet frei übersetzt und wenig spektakulär nichts weiteres als *die Fünfe aus der Motoren-Stadt*.

Der Titel des Debüt-Album *Kick Out The Jams* ist dagegen schon etwas spektakulärer, zumindest wenn man das Wort *Jams* nicht der ersten Intuition folgend mit Marmelade gleichsetzt. *Weg mit allen Hemmungen* war das Motto der Band und die Musik war entsprechend brachial. Sie spielten harten, derben, auf dem Blues basierenden Rock, der wenig Raum für feinsinnige Facetten ließen, sondern sofort zum Punkt kam. Dadurch wird eine starke, spannende Intensivität aufgebaut, die sich komplett von der Verspieltheit des Psychedelic oder des Art-Rocks unterschied.

Das Album komplett live aufzunehmen und zu präsentieren waren nur ein weiteres kleines Bindeglied, das zur späteren Legendbildung von MC5 beitragen sollte. Und es war sowas wie die logische Konsequenz, denn welches Tonstudio hätte damals die Songs in dieser Form aufnehmen können. Diese Spannung in den Songs hätte man zwar zweifelsfrei erreichen können, aber die Brachialität, die Roheit und die Aussagekraft wäre vermutlich komplett auf der Strecke geblieben.

Meiner Meinung nach liegt mit *Kick Out The Jams* ein Klassiker vor, den man problemlos mehreren Genres zuordnen kann. Es besteht kein Zweifel daran das der Hardrock entscheidend damit beeinflusst wurde und die späteren Punk-Bands sich gerne des Detroit-Sounds bedienten und sich von MC5 oder den Stooges inspirieren ließen. Anspieltipps braucht es hier definitiv nicht.

FAZIT: zurücklehnen, aufdrehen, geniessen...
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