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Der Ketzer von Lima Gebundene Ausgabe – Juni 2000

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Große Erzähler sind selten. Marcos Aguinis ist einer von ihnen.

In seinem Roman Der Ketzer von Lima setzt er sich intensiv mit dem Schicksal eines Marrano, eines zum christlichen Glauben konvertierten Juden auseinander.

Wie weit können Machthaber gehen in ihrer Bestrebung die Würde und den Glauben eines Menschen zu brechen und wieviel kann ein einzelner einer Todesmaschinerie wie der hl. Inquisition in den Ländern Südamerikas im Jahr 1638 entgegensetzen?

Francisco Maldonado da Silva, später auch Eli Nazareo genannt, wächst zunächst behütet zusammen mit seinen Geschwistern in Ibatín im Hause seines Vaters Diego Núñez da Silva auf. Don Diego, selbst 1548 in Lissabon als Sohn getaufter, portugiesischer Juden geboren, übersiedelte nach Südamerika, da er sich erhoffte, dort nicht mehr wegen seiner Abstammung verfolgt zu werden. Er studierte Medizin und wurde Arzt. Seine größte Leidenschaft neben dem Beruf waren jedoch die Bücher. "Don Diegos Bücher standen auf robusten Regalen in einem kleinen Zimmer, in das er sich zum Studieren zurückzog. Dort hatte er sich sein eigenes Heiligtum eingerichtet."

"Francisco (wiederum) liebte es, sich in diesem Heiligtum aufzuhalten, wenn sein Vater dort las oder schrieb. Schon als kleines Kind hatte er versucht, das Rätsel des geschriebenen Wortes allein zu lösen. Er hatte seinen Vater genau beobachtet und dann jede seiner Bewegungen nachgeahmt. Wie er wählte Francisco ein Buch aus, preßte es an sich, als ob es eine kostbare Last wäre, legte es auf den Tisch, schlug es auf und ließ seinen Blick über die Seiten mit den endlosen Zeichenkombinationen wandern. In diesem unüberschaubaren Buchstabenmeer gab es hin und wieder herrlich kolorierte Stiche. In allen Büchern ergötzte er sich an den Illustrationen. Noch bevor er lesen konnte, war er mit dieser Welt der wundersamen Bilder vertraut."

Um so unverständlicher für Francisco, als die Familie überstürzt von Ibatín nach Córdoba übersiedelt und völlig überraschend trifft ihn als Neunjährigen die Verhaftung seines Vaters. Sein katholischer Lehrer, Fray Isidro, kann ihm die Umstände nicht näher erhellen, doch er erlebt, versteckt im Dunkel der väterlichen Bibliothek, wie der Vater zum Abschied seinen älteren Bruder in den alten, jüdischen Glauben einweiht und ihm seine Abstammung und seine Zugehörigkeit zu Abrahams Gesetzen eröffnet.

Fray Bartolomé Delgado, der Kommissar des hl. Offiziums, entführt dem Jungen jedoch nicht nur den Vater, er zerstört auch den Rest der Familie, indem er das Vermögen pfändet und verschachert, die beiden Töchter ins Kloster schickt, später auch den älteren Bruder wegen Ketzerei verhaften läßt und nach dem Tod der gramgebeugten Mutter auch ihn selbst zur Erziehung ins Kloster gibt. Dort reift Francisco zu einem großen Gelehrten heran, immer darauf bedacht nicht in den Verdacht zu kommen, Jude zu sein. Allerdings will er seinem Vater im Beruf nacheifern, weswegen ihn Fray Bartolomé nach Lima zum Studium schickt. Dort trifft er seinen Vater wieder -- einen gebrochenen, aber mit der Kirche öffentlich ausgesöhnten Menschen, dem die Inquisition die Gnade erwiesen hat, bis ans Ende seiner Tage im rauhen Büßergewand, dem sanbenito, als Arzt arbeiten zu dürfen.

... und hier beginnt die eigentliche Geschichte des unbeugsamen Francisco Maldonado da Silva, seine jahrelange, auszehrende Haft in den Kerkern der Inquisition, seine endlosen Verhandlungen und Verhöre, seine Abkehr von der Heuchelei eines falschen Glaubens, sein beharrliches Festhalten an einmal gewonnenen Überzeugungen, mit dem seine Richter so große Schwierigkeiten haben.

Ein herausragendes Buch, das einfühlsam Einblick in die Gedanken von Opfer und Täter zuläßt und den Sieg der Gedankenfreiheit über alle Unterdrücker feiert. --Manuela Haselberger

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Dieses Buch führt uns in ein wenig bekanntes, düsteres Kapitel der Geschichte: Die spanischen Juden wurden 1492 - dem Jahr der Entdeckung Amerikas - gezwungen, das Land zu verlassen oder sich taufen zu lassen. Wenige Jahre später, als Portugal von Spanien erobert wurde, erlitten die portugiesischen Juden, von denen viele Flüchtlinge aus Spanien waren, dasselbe Schicksal.

Da die Flucht über das Meer damals durch arabische Freibeuter und Sklavenhändler gefährlich war, wählten viele Juden die Taufe, hielten aber heimlich an ihrem jüdischen Glauben fest. Infolgedessen richtete die Inquisition (eine Einrichtung der römisch-katholischen Kirche zur Bekämpfung der Häresie, die vom 13. bis zum 18. Jahrhundert bestand) ihre bevorzugte Aufmerksamkeit auf diese Neuchristen oder Marranen (d.h. Schweine, wie sie von den Altchristen beschimpft wurden). Die Inquisition arbeitete mit Bespitzelung, durch Folter erzwungene Denunziation und erpresste Geständnisse. Wer in ihren Focus geriet, hatte so gut wie keine Chance, seine Unschuld zu beweisen. In jedem Fall musste er oft jahrelangen Gefängnisaufenthalt unter entwürdigenden und ungesunden Bedingungen und Konfiszierung des Vermögens erdulden. Im schlimmsten Fall erfolgte der Tod auf dem Scheiterhaufen.

In dem vorliegenden Roman wird ein historischer Fall aufgeleuchtet: Das Schicksal des peruanischen Arztes jüdischer Herkunft, Francisco Maldonado da Silva, der heldenhaft für die Glaubensfreiheit kämpfte und sich durch Psychoterror und jahrelange Folter nicht brechen ließ, ja sogar seinen Mitgefangenen Trost spendete, bis er nach 10 Jahren Gefangenschaft 1639 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.
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