Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT BundesligaLive Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. März 2014
ich liebe günter grass und seinen schreibstil bis jetzt kannte ich jedoch nur seine kurtzgeschichten und gedichte
mir gefällt das buch von "großen Malthe" an sich sehr gut aber es fehlt ein bisschen die story.. es passiert nicht wirklich etwas und deshalb wird es für -nicht ganz so lyrik begeisterte- vermutlich sehr langweilig zu lesen sein
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2016
sehr gute Qualität, Produkt wie erwartet, sehr guter Service, auf jeden Fall würde ich das Produkt weiterempfehlen. xx xx xx
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Zu unserem letzten deutschen Nobelpreisträger hatte ich bisher nur einmal Zugang gefunden, und zwar über "Die Blechtrommel". Weder "Die Rättin" noch "Der Butt" konnten mich in ihren Bann ziehen. Und nun braucht es eine bereits 1961 entstandene Novelle, die mich wieder davon überzeugt, daß Günter Grass doch eindeutig zu den Großen der deutschen Nachkriegsliteratur zu zählen ist.

Grass gelingt es, die Zeit der Kriegsjahre greifbar und nachvollziehbar in Worte zu fassen. Seine Schreibweise aus der Sicht von Jugendlichen, selbstverständlich mit den eigenen Erlebnissen angereichert, versetzt einem beim Lesen 60 Jahre zurück. Ohne seine eigene politische Perspektive zu leugnen, bleibt er doch erstaunlich neutral. Die kleinen Querverweise zur "Blechtrommel" sind amüsant, wenn die Protagonisten aus "Katz und Maus" beispielsweise dem kleinen Oskar begegnen. Ein sehr schön zu lesendes Stück deutscher Literaturgeschichte. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Über Grass an sich kann man streiten, über "Katz und Maus" schwerlich.
0Kommentar| 37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2003
Katz und Maus ist das zweite Werk, das ich von Günter Grass gelesen habe. Wie schon zuvor hat mich sein sehr eigener und fast unverwechselbar Stil mitgerissen. Kein anderer Autor schafft es Vergleiche zweier scheinbar völlig fremder Begriffe so zu formulieren, dass man sich fragt, weshalb man selbst nicht schon vor langem darauf kam. Die besondere Art von Witz, Ironie und etwas Zynismus macht den historisch doch brisanten Stoff leicht zugänglich und unvergesslich.
Da Katz und Maus kaum über 100 Seiten hat ist es auch gut geeignet für alle, die mal was von Grass lesen wollen ohne zu viel Zeit zu investieren.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2011
Jetzt habe ich es wahrscheinlich zum sechsten oder siebten Mal gelesen. Für mich persönlich ist es eines der besten Bücher deutscher Sprache. Warum es geht wurde schon mehrfach beschrieben. Wer hat denn damals die Katze? Es weiss keiner und will auch so recht niemand gewesen sein, aber einer muss doch, damals, als wir noch jung und unschuldig neben dem Schlagballfeld dösten. Das ist, sag ich mal vorsichtig, kein unbekanntes Thema in der Nachkriegszeit.

Man kann natürlich sagen, man liebt Grass' Sprache nicht und dann wird es sicher schwierig. Aber man sollte sich, denke ich, schon einmal auf den Meister einlassen. Wobei die Blechtrommel sicherlich in der Sprache etwas leichter verträglich ist. aber es ist auch 5x so dick Am besten natürlich, man liest zuerst die Blechtrommel und dann Katz und Maus, dann versteht man auch die vielen Querverweise.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juli 2008
Ich stelle immer wieder fest, dass es sich lohnt mit einem Zeitabstand von 20-30 Jahren ein altes Buch neu zu entdecken. So erging es mir u. a. mit der Schilderung der Jünglingsjahre des Großen Joachim Mahlke. Wahrhaft ergreifend dieses Buch. Im August fahre ich nach Danzig und werde mich auf die Spur Günter Grassens begeben.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Oktober 2004
Der Große Mahlke.
Günther Grass schildert mit seiner ironischen Sprache die tragisch-komische Geschichte des Joachim Mahlke voller Witz und Humor. Eigentlich ein Außenseiter, der aber mit seinen besonderen Gaben immer wieder im Mittelpunkt steht.
Grass versteht es eine fast unbeschwerte Jugend zu schildern, und dem Leser doch immer wieder klar zu machen wie ernst und bedroht das Leben damals war.
Am Ende wird Joachim Mahlke sogar zum Kriegshelden, der er eigentlich gar nicht sein will.
Das Ende des Joachim Mahlke bleibt offen, und so kann sich der Leser einen eigenen Schluß ausdenken.
Das Buch zeigt ein Kapitel deutscher Vergangenheit, das nicht vergessen werden darf. Sehr zu empfehlen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
HALL OF FAMEam 29. Dezember 2005
Günter Grass’ Novelle "Katz und Maus" erzählt die Geschichte des jugendlichen Außenseiters Joachim Mahlke, der vergeblich um Liebe und Anerkennung buhlt und sich dabei immer weiter von den Menschen entfernt. Seine Individualität bezahlt er mit Einsamkeit und Isolation, weil es für Nonkonformisten wie ihn keinen Platz mehr in der Gesellschaft der 40er-Jahre gibt. Wie die beiden anderen Prosawerke von Grass’ Danziger Trilogie, "Die Blechtrommel" und "Hundejahre", behandelt auch diese Novelle die Frage der individuellen Schuld während der Nazidiktatur. Denn den Ich-Erzähler Pilenz quälen Gewissensbisse: Vor Jahren hat er dem schlafenden Mahlke eine Katze auf dessen vergrößerten Adamsapfel gesetzt; diese attackierte sofort die vermeintliche Maus, und Mahlke war von nun an das Gespött der Leute. War sein späteres Unglück also die Folge eines Jungenstreichs? Die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen bleibt offen und stellt sich so direkt dem Leser. In den 60er-Jahren berührte sie möglicherweise zu viele offene Wunden. So wurde der Kampf gegen Grass’ Buch auf dem Nebenkriegsschauplatz der Sexualmoral geführt. Der Antrag auf Indizierung wegen jugendgefährdender Inhalte wurde schließlich abgelehnt. Aus heutiger Sicht ist diese Debatte ein Stück Zeitgeschichte, indem sie einen Eindruck vom prüden Muff der Adenauer-Zeit vermittelt.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Januar 2009
Der Schüler Mahlke hat Minderwertigkeitskomplexe, weil er für seinen übergroßen Adamsapfel (ein Verweiß auf den Sündenfall) verlacht wird. Durch besonderen Halsschmuck, immer bessere Leistungen als Schwimmer und sein adamsapfelgroßes Geschlechtsteil, kann er seine Mitschüler schließlich beeindrucken. Seine Fähigkeiten als Schwimmer und Taucher gehen schließlich so weit, dass er zu einem halbversunkenen Kriegsschiff runtertaucht, dort eine luftdichte Kammer entdeckt, und sich sein Refugium einrichtet.

Weil Mahlke sich immer wieder aufs Neue beweisen muss, tritt er der Armee bei und kehrt später als hochdekorierter Panzerkommandant an seine Schule zurück. Das eiserne Kreutz hat die Marienfigur von seinem Hals verdrängt. Er will einen Vortrag vor allen Schülern halten, wie bereits ein Pilot und ein Kapitänleutnant vor ihm. Mahlkes ganzes Wesen klammert sich daran, wie einer dieser Männer, die ihn in seiner Schulzeit so nachhaltig geprägt haben, vor allen Schülern im Mittelpunkt zu stehen. Jedoch wird dem Schulabbrecher Mahlke sein Vortrag verwehrt und mit ihm schließt sich allegorisch der Kreis der drei, zum Untergang verurteilten, Heeresteil. Mahlke zerbricht daran, und kehrt der Armee den Rücken. Krank und elend, taucht er ein letztes Mal zu seinem Refugium herab, um nie wieder aufzutauchen. Die Katze Nationalsozialismus hat die Maus Mahlke angelockt und »untergehen« lassen.

Mir gefiel dieses abschließende Bild, wie Mahlke vielleicht heute noch in dem alten Kriegswrack kauert und der Gedanke lässt mich erschaudern. Es erinnert mich daran, was für Abgründe in den Reliquien der Kriegszeit verborgen sind. Und auch sonst ist dieses Buch voller ausdrucksstarker Bilder, Symbole und Allegorien. Stilistisch steht die Novelle vor allem in Tradition von »Die Blechtrommel«. Eigentlich als Teil der »Hundejahre« gedacht, hatte Grass »Katz und Maus« 1961 als selbstständige Novelle veröffentlicht.

Großartig skizziert Grass in »Katz und Maus« das Bild eines Verführten.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Februar 2008
Goethe fordert: Die Novelle soll eine Geschichte über eine unerhörte Begebenheit sein. Diesem Anspruch wird die Novelle ,,Katz und Maus" von Günter Grass in jedem Fall gerecht.
Denn sie ist nicht nur eine Geschichte über einen von der Gesellschaft ausgegrenzten Jungen, sondern vielmehr eine über dessen übergroßen Adamsapfel. Im Buch steht: ,,Mahlkes Adamsapfel fiel auf, weil er groß war, immer in Bewegung und einen Schatten warf."
Diese unerhörte Begebenheit wird von dem Klassenkameraden Pilenz erzählt, der sich dazu verpflichtet fühlte. Warum, erklärt er fast zu Beginn der Geschichte: ,,Ich aber, der ich Deine Maus einer und allen Katzen in den Blick brachte, muß nun schreiben." Diese Erzählperspektive bewirkt, dass der Leser sich direkt angesprochen fühlt und die Geschichte greifbar erscheinen lässt. Es wirkt fast so, als würde Pilenz dem Leser persönlich seine Erinnerungen erzählen, wenn er wieder mit seinem ,,...und einmal, als..." beginnt. Daher lässt sich auch leicht der Schreibstil von Grass erklären. Die Sätze sind gut zu lesen und zu verstehen. Denn so gut wie alle Wörter kommen im alltäglichen Sprachgebrauch vor, was immer wieder verdeutlicht, dass hier eine Erzählung eines Mannes über die Erinnerungen aus seiner Jugend vorliegt. Der Autor verwendet oft zeilenlange Sätze, die dadurch aber nicht weniger verständlich werden, sondern eher zur genauen Beschreibung dienen.
Doch diese erzählerische Schreibweise ist nicht nur fürs äußerliche Leseempfinden wichtig, sondern sie fordert den Leser praktisch auf, sich mit der Hauptperson, nämlich Mahlke, zu beschäftigen. So kommen viele Fragen auf:
Wieso kämpft Mahlke um Bewunderung und Anerkennung, aber genießt sie nicht?
Wieso wird er als Außenseiter dennoch heimlich bewundert?
Oder warum verzweifelt er so sehr, als ihm ein Vortrag über seine Taten im Krieg an seinem ehemaligen Gymnasium verweigert wird?
Die subjektive Beschreibung Mahlkes macht ihn für den Leser sehr interessant und je mehr man liest, desto mehr erfährt man über ihn, was ein guter Ansporn ist, weiterzulesen.
Das spricht dafür, dass man dem Kommentar von Walter Jens, der auf der Rückseite des Buches steht, zustimmen kann. Er sagt nämlich: ,,Ich halte die Figur des >Großen Mahlke< für eine der ergreifendsten und glaubhaftesten Jungen-Gestalten in der modernen Dichtung"
Diese Rezension soll aber nicht den Eindruck erwecken, dass diese Novelle eine einfache Geschichte über einen sonderbaren Jungen ist. Denn Grass bietet hier viel Anlass zur Interpretation und tiefgründiger Betrachtung. So bildet die Maus eine Metapher für seinen auffälligen Adamsapfel. Diese zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte wie die Metapher mit der Katze, über die hier aber nichts verraten werden soll. Auch das Tauchen, wovon in der Inhaltsangabe erzählt wurde, lässt sich an gewissen Stellen im Buch tiefergehend deuten.

Werturteil
Zur Beurteilung des Buches ist zu sagen, dass die Kritiken, die man über ,,Katz und Maus" findet kann, sehr polarisiert sind. So loben die einen das Buch wegen des eben angesprochenen Tiefgangs, andere beschreiben die Sprache als ,,unangemessen" oder ,,pervers", womit zum Beispiel Passagen von um die Wette onanierenden Teenagern gemeint sind, die genau beschrieben werden. Diese Szenen hätten fast dazu geführt, dass dieses Buch auf der "Liste jugendgefährdender Schriften" wegen pornografischen Inhaltes erscheint. Als jugendgefährdend ist es keineswegs zu bezeichnen, weil es in gewisser Form auch zum Pubertieren dazugehört. Ob der jeweilige Leser es aber als unangenehm empfindet, sei ihm überlassen.
Ebenso ist in den meisten Rezensionen zu lesen, dass dieses Buch nicht an das Niveau des vorhergegangenen Werkes ,,Die Blechtrommel" herankommt.
Dennoch halte ich persönlich diese Novelle insgesamt für lesenswert, weil sie den Leser mit einbindet und quasi dazu verpflichtet sich mit der Hauptperson und seinen Erfahrungen aus einer für Deutschland sehr bedeutsamen Zeit zu beschäftigen. Was das Buch für mich besonders interessant machte, war, dass es eine große Neugier über Mahlkes Persönlichkeit hervorruft und man ständig nach Antworten auf unter anderem die vorhin genannten Fragen sucht. Das Ende ist zwar offen, aber es lässt den Leser nicht im Dunkeln stehen, da der Kreis zum Anfang durch Aufnahme einer Metapher wieder geschlossen wird.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken