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Katie Kacvinsky

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Interview mit Katie Kacvinsky

Die junge Amerikanerin Katie Kacvinsky entwirft in ihrer Dystopie Die Rebellion der Maddie Freeman eine digitale Zukunft, die bereits laut an unsere Türen klopft. Die 17-jährige Maddie muss sich nicht nur gegen das System stellen, sondern auch gegen ihre Familie, um ihre große Liebe leben zu können.

Sie haben als Model, als Englisch-Lehrerin und als Comedian gearbeitet. Nun sind Sie auch noch Autorin. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut?

Ich habe so einen bewegten Lebenslauf, weil ich mich nie für eine einzige Sache entscheiden konnte; ich wollte einfach alles ausprobieren. Ich denke, das ist der Grund, warum ich das Schreiben liebe: Meine Charaktere – und damit ja auch ein kleines bisschen ich selbst – kommen mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammen und erleben sehr coole Sachen. Übrigens: Ich habe leider nur in einem Comedy-Club gekellnert und nie selbst als Comedian gearbeitet. Gemodelt habe ich tatsächlich eine ganze Weile in Los Angeles, aber ich habe einfach immer viel zu gerne gegessen für diesen Job.

Wo und wie leben Sie?

Ich lebe mit meinem Mann und meinem kleinen Sohn im wunderbaren Staat Oregon – der spektakulärste Ort der Welt! Schon als ich das erste Mal hierher kam, war ich überwältigt von der Natur: die Berge, das Meer, die Wüste, die Regenwälder, einfach bombastisch! So kam ich dann auch auf Idee, Die Rebellion der Maddie Freeman zu schreiben: Es ist sehr viel Schönheit in der Natur, die man entdecken muss, und es ist so toll, Menschen persönlich kennenzulernen, dass ich meine Leser unbedingt dazu inspirieren wollte, genau das zu tun.

Wie lange haben Sie an Ihrem ersten Jugendroman geschrieben?

Der erste Entwurf hat eigentlich nur ein paar Monate gedauert, die Überarbeitungen beträchtlich länger. Erst habe ich sozusagen das Fundament gesetzt und später dann die Räume gebaut, mir die Details ausgedacht und nach und nach dekoriert. Ich möchte, dass meine Leser gerne in mein Haus kommen und eine Weile bleiben. Insgesamt hat das Bauen und Schmücken meines Romans etwa ein Jahr gedauert.

Wir leben in einer medialen Welt; insbesondere Social Media bestimmt unser Leben. Meinen Sie, dass es immer unwichtiger wird, sich persönlich kennenzulernen?

Nein, absolut nicht. Ganz im Gegenteil bin ich der festen Überzeugung, dass man Menschen nur persönlich wirklich kennenlernen kann, also intensiver und mit allen Facetten. Es ist schnell, einfach und sicher, Leute über Facebook etc. zu treffen, und das finde ich großartig! Aber meines Erachtens kann Social Media eben nur eine Freundschaft auf den Weg bringen, den Rest sollte man schon von Auge zu Auge tun – auch wenn das dann mehr Zeit kostet und detaillierte Absprachen nötig macht.

Sie selbst sind ja ein großer Social Media Fan. Wie viele virtuelle Freunde haben Sie?

Oh, es sind sicher keine Massen. Ich bin, ehrlich gesagt, noch gar nicht so lange auf Facebook, und Twitter habe ich erst vor ganz kurzer Zeit für mich entdeckt. Ich hoffe aber sehr, dass sich das ändern wird. Ich mag es, von meinen Lesern ein direktes Feedback zu bekommen und mit meinen Freunden zu chatten. Ich habe übrigens seit langem einen "technologiefreien" Tag in der Woche, an dem ich wandere, lese, koche und Freunde auf ein Bier treffe. Eigentlich ist mir dieser Tag der liebste, weil ich merke, dass mich das total runterbringt und ich auch im Kopf wirklich Zeit habe für diejenigen, die mir am Herzen liegen.

Kommen wir zu Ihrem Buch, in dem die Hauptfigur Maddie im Jahre 2060 gegen die totale Medialisierung kämpft – und ihre große Liebe trifft. Was war Ihnen an der Handlung besonders wichtig?

Ganz besonders wichtig ist mir prinzipiell, dass ich unterhalte: Meiner Meinung nach bringt die tollste Handlung nichts, wenn sie keine Lust darauf macht, sie zu lesen. Mit Die Rebellion der Maddie Freeman wollte ich eine romantische und spannende Geschichte schreiben, die auch provozierend und neu ist. Und ich wollte die Leser dazu inspirieren, einfach ab und zu den Computer auszulassen. Wenn nur ein paar meiner Leser nach der Lektüre auch einmal für einen Moment die Stille genießen wollen, dann bin ich glücklich. Es geht immer um die richtige Mischung: Technologie ist toll; sie kann unser Leben positiv ergänzen – so lange wir sie als Teil des Ganzen verstehen.

Könnten Sie sich vorstellen, wie Maddie alle sportlichen Aktivitäten im Hause zu machen und nicht nach draußen zu gehen?

Was für eine Frage! Ich muss die Sonne auf meiner Haut spüren.

Sind Sie wie Maddie ein eher rebellischer Typ?

Absolut! Ich konnte noch nie gut mit Regeln umgehen und tendiere dazu, sie zu brechen. Ich war schon immer mit den Regelbrechern, den Außenseitern und Unbequemen befreundet, weil ich Menschen mag, die ihren eigenen Weg gehen. Das ist so viel spannender und inspirierender. Deshalb schreibe ich wohl auch gerne über sie.

Maddie verliebt sich in Justin, den Anführer der Kämpfer gegen das System. Ist er ein Vorbild für junge Leser, nicht alles hinzunehmen und Dinge zu hinterfragen?

Justin ist stark, leidenschaftlich und auf einer Mission, der sich keiner in den Weg stellen kann. So sollte man leben: Was immer du tun möchtest, musst du mit aller Leidenschaft und Überzeugung tun! Diese Energie ist irgendwie sexy und mitreißend, finde ich. Ich hoffe, dass Justin ein Vorbild ist.

Wie haben Sie Ihre Charaktere entwickelt?

Ich habe mir vorgestellt, ein siebzehnjähriges Mädchen zu sein, das in einer von Computern kontrollierten Welt gefangen ist, dies auch spürt und sich davon befreien will, aber erst "geweckt" werden muss. So kam Justin in meinen Kopf. Außerdem wollte ich, dass Maddies Eltern auf der anderen Seite stehen, um den komplexen Charakter Maddies besser erklären zu können.

Sie beschreiben eine sehr schwierige Vater-Tochter-Beziehung. Maddies Vater kann nicht akzeptieren, dass seine Tochter erwachsen wird, und versucht sie immer mehr zu kontrollieren. Kennen Sie diese Situation?

Mein Vater war definitiv ein Kontrollfreak, als ich auf die High School ging. Das hat meine rebellische Seite herausgefordert. Wenn man jung ist, dann fällt es einem schwer, das Positive am elterlichen Beschützen zu erkennen und es richtig einzuordnen. Es war ein harter Weg für mich, die Liebe und Anleitung meiner Eltern nicht mehr als Kontrolle und Manipulation zu sehen. Ich denke, das ist genau das, was Maddie und ihr Vater ausfechten.

Wie kamen Sie auf die Idee, Maddies Mutter als Gegenpol zu entwerfen? Sie bestärkt Maddie ja immer wieder, ihr Leben real zu leben und stellt sich damit – zumindest in Maßen – gegen ihren Ehemann.

Meine eigenen Eltern sind totale Gegensätze. Mein Vater ist der Anker, meine Mutter das Segel. Sie ergänzen sich gegenseitig in ihren Stärken und Schwächen. Ich war schon immer von dieser Art Beziehung zueinander fasziniert.

Welche Figur mögen Sie am liebsten?

Ganz eindeutig Justin. Ich liebe seinen Charakter: stark, loyal, komplex, selbstlos – harte Schale, weicher Kern.