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Kundenrezensionen

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In diesem unverschämt teuren und zudem absolut unsympathisch aufgemachten, auf Möchtegern-Hochglanz gebürsteten Buch erfährt man NICHTS, absolut NICHTS über Karl Lagerfeld, was man nicht schon aus Hunderten Zeitungsartikeln, TV-Interviews und Talkshowauftritten wüßte. Ja, Karl sammelt ipods, ja er pflegt sein Haar mit Trockenshampoo. Ja, er sammelt Bücher und hat ein Faible für Innenarchitektur, wissen wir alles. Ach ja, und Mode hat er zwischendurch auch noch gemacht. Sein Parfum war jahrelang Jicky von Guerlain und er findet, daß Sex was für junge Leute ist. Wissen wir auch schon alles. Der Neuigkeitswert dieser Möchtegern-Biographie, die sich ausnahmslos auf solch nicht mehr zu unterbietende Banalitäten beschränkt, tendiert gegen Null.

Dazu kommt, daß der Autor" zu wirklich unterirdischen Stilblüten neigt. Ein paar Beispiele: "Solche Geschichten läßt Karl genüßlich hintröpfeln, wenn er gelegentlich durch seine Erinnerungen galoppiert" (S. 55) "Wie in einem Film, ich fühle mich, als wäre ich selbst dabei gewesen in dieser wundersamen Welt des jungen Karl." (S. 70) Dukatenesel und Fortuna paaren sich, um Karl zu dienen. Die Aufträge purzeln wie aus dem Füllhorn." (S. 150) Der Anzug sitzt fast überirdisch gut, der 10 Zentimeter hohe, weiße Hemdkragen umschließt den Hals wie einen Wehrturm." (S. 390) Das nächste Fingerschnippen. Diesmal, um eine lästige Mücke zu verscheuchen. Nicht mal sie sollte unsere Unterhaltung belauschen, so intim sind Karls Biarritzer Tischgespräche." (S. 344). Oh, mein Gott! Wenn jemand rein gar kein Gefühl für Sprache hat, sollte er vielleicht besser davon Abstand nehmen, ein Buch schreiben zu wollen.

Daß der Autor zudem auch noch ständig über seine eigene Dummheit stolpert und der Verlag anscheinend auf ein Lektorat vollkommen verzichtet zu haben scheint (was auch die zahlreichen Tippfehler belegen), macht die Lektüre nur noch unerträglicher. Nur zwei Beispiele: Auf Seite 54 wird allen Ernstes aus Preußen-König Friedrich dem Großen ein Kaiser (!). Er wird auch gleich zweimal als solcher tituliert, was offenbart, daß es sich ganz offensichtlich nicht um ein bloßes "Versehen" sondern um ein absolutes Nicht-Vorhandensein der banalsten Allgemeinbildung handelt. PEINLICH! Ebenso peinlich auf S. 59: 1939 - Die Truppen der deutschen Wehrmacht überfallen im Morgengrauen um 4:45 Uhr Polen." Jedes Kind kennt doch eigentlich das berühmte Hitler-Zitat: Seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen." Im Zeitalter des Internets erwartet von Herrn Sahner ja gar niemand, daß er Bücher oder gar eine Bibliothek besitzt, wo er so etwas nachschlagen könnte. Aber zumindest bei Google könnte man ja in solch einem Fall mal kurz nachschauen, wenn man schon nicht über die geringste Allgemeinbildung verfügt. Damit ließe sich die ein oder andere Blamage problemlos vermeiden.

Aber für solche grundlegenden Dinge hatte der selbstgefällige Herr Sahner offensichtlich keine Zeit, er hat seinen Lesern ja auch wesentlich Bedeutsameres mitzuteilen, wie etwa dies: Ich sitze mit Karl im Park seiner Sommerresidenz. 14 Sorten Käse liegen auf einem Plateau, er pickt an einem blassen Bio-Rohmilchkäse der Magerstufe null. Ich probiere alle Köstlichkeiten durch. Trinke dazu einen herrlichen Chablis. Karl bleibt wie immer beim Wasser. [...] Wir reden über Gott und die Welt." (S. 46). Oder, an beliebig anderer Stelle: Voilà, das Käsetablett steht auf dem Tisch. Elf köstliche Sorten. Ich kann nicht widerstehen. Ich muß alle probieren. Zum Abschluß nehme ich einen würzigen Pyrenäenkäse aus Schafsmilch." (S. 337). Na auf solche Informationen" hat die Welt ja nun wirklich gewartet...

Vielleicht sollte Herr Sahner dann doch lieber bei seinen Leisten bleiben und statt Bücher" zu schreiben (man traut sich kaum, das peinliche Ergebnis seiner Bemühungen" als ein solches zu bezeichnen) weiterhin Leute wie Heidi Klum, Boris Becker oder Lukas Podolski für die "Bunte" interviewen, da ist die Gefahr, daß er intellektuell überfordert ist, nicht so groß wie im Falle Karl Lagerfelds.

Schade, daß der geistreiche und intelligente Karl Lagerfeld seinen Käse nicht einem besseren Biographen als diesem serviert hat. Bleibt zu hoffen, daß Herr Lagerfeld bei der Auswahl eines Ghostwriters für seine in Aussicht gestellten Memoiren ein besseres Händchen beweisen wird. Denn noch ein solches Buch" hat er wirklich nicht verdient.

DIESES Buch jedenfalls ist - zumal für diesen Preis - eine absolute Zumutung und reinste Geldverschwendung. Finger weg!
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am 24. Juli 2014
In diesem Buch plaudert Paul Sahner locker mit Karl Lagerfeld. Aus vielen Gesprächsstunden entstand dieses Buch. Langsam entfaltet sich beim Lesen ein Bild von Karl L., das nicht ganz frei von selbstgestalterischen Zügen ist. Was ihn prägte und wie er Modezar wurde, wird klar. Über seine Arbeit wird berichtet. Paul Sahner fragt entspannt und Karl Lagerfeld"s antwortet mindestens halbseitig, erzählend. Es wird nicht über Promis abgehetzt. Ungefähr in der Mitte des Buches habe ich dann aufgehört zu lesen, es fing an, mich zu langweilen. Aber das muß ja nicht jedem so gehen.
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am 26. November 2009
Ja, so ist es. Auf dieses Buch kann die Welt verzichten. Es hinterlässt eine Schleimspur der sehr unangenehmen Art. Ich habe sehr viel mehr erwartet. Es ist eine Liebeserklärung von Karl Lagerfeld an Karl Lagerfeld, von H. Sahner aufgeschrieben. Schade!
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am 29. Mai 2014
Super geschrieben,toll und sehr kurzweilig zu lesen.Sehr Interessant hinter die Kulissen zusehen und zusammenhänge zu verstehen.Empfehlenswert für alle Modeinteressierten nicht nur Lagerfeldfans
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am 17. Januar 2016
Interessanter Typ, netter Lebensweg den der Herr gegangen ist. Jeder möchte in seiner Nähe sein und ihm zuhören wenn er wie ein Wasserfall redet. Die Reichen sind spießig und schnöde, deshalb möchten sie mit Künstlern wie Karl Zeit verbringen und versuchen ständig ihn einzuladen. Karl hat aber wichtigere Dinge zu tun.
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am 17. April 2014
Wie ehrt man eine Person die schon zu Lebzeiten eine Stilikone der Mode ist? Mit einem Buch. Aber über Karl Lagerfeld schreibt man nicht so einfach, man muß genau recherchieren, beobachten und den Meister persönlich interviewen. Erst dann kann man das Buch fertigstellen.
Und alle die jetzt glauben sie brauchen das Buch nicht lesen, weil sie ohnehin schon alles über Karl Lagerfeld wissen, die irren. Dieses Buch umfaßt jedes Detail aus seinem Leben. Wie er sich in der Modeszene seinen Platz eroberte und ihn bis heute behielt. Für Interessierte besonders Lesenswert.
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am 15. Februar 2015
Das Buch ist unbedingt für alle Lagerfeldfans sehr empfehlenswert, denn es wurde von Paul Sahner geschrieben, von groß Karlchen liebevoll "Sahneschnitte" genannt.
Man beginnt auf der allerersten Seite und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Wir haben es seinerzeit im HILTON Berlin, wo auch die Lagerfeldmode angeboten wurde, verkaufen wollen und die Exemplare über den Verlag bezogen, wobei es zu einem Verkauf niemals kam ...
Keiner der Männer hat es ausgehalten, das Buch nicht gleich über Nacht auszulesen ...
Der Gast (egal welcher) nahm es zum Schnuppern spät abends mit aufs Zimmer und gab es morgens ausgelesen wieder ab. Manches Mal waren es so ca. fünf Bücher pro Nacht ... Die ausgelesenen Bücher haben wir dann an gute Kunden verschenkt ...
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am 23. November 2014
Absolut interessantes Buch . TOP. Kann man nur weiter empfehlen,wenn man sich für diese Person Karl Lagerfeld interessiert. Preis ist angemessen.
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am 4. Dezember 2009
Das Buch hat meine Erwartungen erfüllt. Es erzählt den Werdegang und vom Leben Karl Lagerfelds vermischt mit Interviews. Sehr gut recheriert, informativ, es gibt einen Einblick in die Modewelt. Die Interviews sind unterhaltsam und amüsant. Wie man ihn eben so kennt. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Interessante Fotos. Würde ich auch verschenken. Lob an Paul Sahner.
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am 29. Dezember 2009
Ich war sehr auf das Buch gespannt, weil die äußere Aufmachung viel versprechend wirkt. Umso enttäuschter war ich vom Inhalt und habe das extrem langweilige Buch nicht zu Ende gelesen. Zum Glück brauchte ich noch ein Weihnachtsgeschenk für einen entfernten Verwandten ;-)
Frau Thelen hat in ihrer Rezension einen absolut richtigen Satz verwandt: "DIESES Buch jedenfalls ist - zumal für diesen Preis - eine absolute Zumutung und reinste Geldverschwendung. Finger weg!"
Das kann ich nur unterstreichen, würde auch einen Preis von 10 € für noch viel zu viel Geld dafür halten.
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