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Kaputt: Roman Taschenbuch – 1. August 2007

4.7 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Curzio Malaparte, 1898 in Prato, nahe Florenz geboren, starb 1957. Er arbeitete als Journalist u.a. bei ›La Voce‹, ›La Stampa‹ und ›Corriere della Sera‹. Seine Bücher erreichten Auflagen in Millionenhöhe und wurden in alle Sprachen der Welt übersetzt.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Aus dem Italienischen von Hellmut Ludwig

Das Innere der Sauna, des finnischen Dampfbades, wird von dem großen Ofen und einem Wasserkessel eingenommen, aus dem das Wasser auf die glühenden Steine, die über dem duftenden Birkenholzfeuer aufgeschichtet sind, herabtropft und so die Dampfwolke erzeugt. Auf den stufenförmig übereinander gebauten Bänken längs der Wände der Sauna sitzen und liegen etwa zehn nackte Männer. Sie sind so weiß, so weich, so schlaff, so wehrlos. So ganz außerordentlich nackt, daß sie überhaupt keine Haut zu haben scheinen. Ihr Fleisch gleicht dem der Schaltiere; es ist blaß, rosig und verströmt den säuerlichen Geruch der Schaltiere. Ihre Brust ist breit und fett, der Busen üppig und überhängend. Das Gesicht dieser Männer, ernst und hart, eben ein deutsches Gesicht, bildete einen seltsamen Gegensatz zu diesen weißen und schlaffen nackten Gliedern, es wirkte beinahe wie eine Maske. Die nackten Männer sitzen oder liegen auf den Bänken wie müde Leichname. Hin und wieder erheben sie langsam und mit Anstrengung einen Arm, um den Schweiß abzuwischen, der von ihren weißlichen Gliedern rinnt, die mit gelben Sommersprossen wie eine Art leuchtender Krätze bedeckt sind.
Nackte deutsche Männer wirken eigenartig wehrlos. Sie sind ohne Geheimnis. Sie erregen keine Furcht mehr. Das Geheimnis ihrer Stärke ist nicht in ihrer Haut, in ihren Knochen, in ihrem Blut, sondern in ihrer Uniform. Sie sind derart nackt, daß sie sich nur in Uniform bekleidet fühlen. Ihre eigentliche Haut ist die Uniform. Wenn die Völker Europas wüßten, welch schlaffe, wehrlose und tote Nacktheit sich unter dem Feldgrau der deutschen Uniform verbirgt, würde das deutsche Heer auch dem schwächsten und schlechtestbewaffneten Volk keine Angst mehr einflößen. Ein Kind würde es wagen, einem Bataillon entgegenzutreten. Es genügt, sie nackt zu sehen, um den verborgenen Sinn ihres Lebens als Volk, der Geschichte ihrer Nation zu verstehen. Sie waren nackt vor uns wie schüchterne, sich schämende Leichname. General Dietl hob den Arm und rief mit lauter Stimme »Heil Hitler!« »Heil Hitler!« antworteten die nackten Männer, und einige hoben mühsam den mit einem Bündel Birkenreiser bewaffneten Arm. Diese Birkenruten dienen zur Selbstgeißelung, es ist der bezeichnendste Augenblick des Saunabadens, sein heiligster Ritus. Aber selbst die Geste dieser rutenbewaffneten Arme wirkte weich und wehrlos.
Unter diesen nackten Männern befand sich einer, der auf der untersten Bank saß, ein Mann, den ich irgendwie zu kennen glaubte. Der Schweiß tropfte von seinem Gesicht mit den vorspringenden Backenknochen, und in diesem Gesicht leuchteten die kurzsichtigen Augen, die keine Brille verhüllte, in einem weißlichen und weichen Licht gleich dem der Augen eines Fisches. Er hielt den Kopf aufrecht, in der Haltung herausfordernden Stolzes, hin und wieder machte er eine zurückwerfende Bewegung, und bei dieser ruckartigen, scharfen Bewegung schossen ihm aus den Augen, aus Nase und Ohren Bäche von Schweiß, es war, als sei dieser Kopf mit Wasser angefüllt. Die Hände lagen auf den Knien gefaltet, in der Haltung eines bestraften Schülers. Zwischen den Unterarmen quoll weich und beweglich ein geblähter, rosiger Bauch mit einem seltsam scharf gemeißelten Nabel, der aus dieser rosigen Fettmasse aufragte wie eine zarte Rosenknospe – der Nabel eines Kindes auf dem Bauch eines Greises.
Ich hatte niemals einen so nackten, einen so rosigen Bauch gesehen: so zart, daß man Lust bekam, ihn mit der Gabel anzustechen. Dicke Schweißtropfen perlten von der Brust herab, glitten über die Haut dieses rosigen Speckbauches und sammelten sich auf den Schamhaaren wie Tau auf einem Strauchwerk. Darunter hingen, klein und quallig, zwei Bällchen in einem zerknitterten Papierbeutel; und der Mann schien stolz auf diese seine beiden Bällchen zu sein wie Herkules auf seine Manneskraft. Er schwitzte so sehr, daß es schien, als löse dieser Mann sich vor unsern Augen im Wasser auf, ich fürchtete, daß binnen kurzem von ihm nichts weiter übrigbleiben werde als eine leere und schlaffe Hauthülle, denn selbst die Knochen schienen aufzuweichen, eine schwammige Masse zu werden und zu zerschmelzen. Der Mann sah aus wie eine Portion Eiscreme, die man in den Backofen stellt. Ein Amen – und es würde nichts mehr von ihm übrig sein als eine Schweißlache auf dem Fußboden.
Als Dietl den Arm hob und »Heil Hitler!« rief, stand der Mann auf, und jetzt erkannte ich ihn. Es war der Mann aus dem Aufzug, es war Himmler. Er stand uns gegenüber, auf seinen Plattfüßen, deren große Zehen seltsam nach aufwärts gebogen waren, die kurzen Arme hingen ihm seitlich herab. Ein Schweißbach rann wie aus einer Wasserleitung von seinen Fingerspitzen; selbst von seinem Penis strömte ein Wasserstrahl, so daß Himmler aussah wie die Figur des Mannekenpis in Brüssel. Um die schlaffen Brüste sprossen zwei kleine Haarkronen, zwei Mondhöfe lichtblonder Haare; von den Brustwarzen spritzte der Schweiß wie Milch.
Er machte eine Bewegung, sich an der Wand zu stützen, um nicht auf dem feuchten und glitschigen Bodenbelag auszugleiten, und bot uns so den Anblick seiner zwei runden, stark ausgebildeten Hinterbacken, die wie eine Tätowierung den Abdruck der Bankbretter zeigten. Schließlich gelang es ihm, das Gleichgewicht wiederzufinden, er wandte sich um, hob den Arm und öffnete den Mund, doch der Schweiß, der von seinem Gesicht herabströmte, lief ihm in den Mund und hinderte ihn, »Heil Hitler« zu sagen. Bei dieser Bewegung, welche die Anwesenden als das Signal zur Geißelung auffaßten, hoben die anderen nackten Männer ihre Birkenruten und begannen zunächst sich gegenseitig zu peitschen, dann, wie auf Verabredung, schlugen sie mit den Reisern auf Himmler ein, auf Schultern, Rücken und Gesäß, sich zu immer größerer Heftigkeit steigernd.
Die Birkenruten hinterließen auf diesem schwammigen Fleisch ihre weißen Spuren, die sodann rot wurden und verschwanden. Ein beweglicher Wald von Birkenlaub erschien und verschwand an Himmlers Haut. Die nackten Männer hoben und senkten die Geißeln mit wütender Heftigkeit: Der Atem entfuhr mit kurzem Zischen ihren geschwellten Lippen. Himmler versuchte anfangs, sich abzuschirmen, indem er das Gesicht mit den Armen verdeckte und lachte; aber es war ein gezwungenes Lachen, das Wut und Angst verriet. Dann, als die Gerten ihm die Flanken peitschten, wand und krümmte er sich nach allen Seiten, schützte sich den Bauch mit den Ellbogen, stellte sich auf die Fußspitzen, zog den Hals zwischen die Schultern und lachte unter den Peitschenschlägen sein hysterisches Lachen, so als litte er mehr unter dem Kitzeln als unter den Streichen der Birkenreiser. Schließlich erspähte Himmler die offene Saunatür hinter uns und, die Arme vorstreckend, um sich Platz zu schaffen, bahnte er sich einen Weg, erreichte die Tür und, verfolgt von den nackten Männern, die nicht abließen, auf ihn einzupeitschen, entfloh er laufend zum Fluß hinüber und sprang ins Wasser.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 6. Juni 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Kaputt gehoert in die Kategorie der vergessenen Bestseller. Oder wer hat in der Schule etwas von C. Malaparte gehoert.
Das Buch ist ein einzigartiges Kunstwerk und fuehrt als solches vor, wie Kunst wahrhaftiger als das Leben selbst sein kann. Wichtiger als die Frage, ob die Ereignisse wirklich so waren, wie Malaparte sie als unbestrittener Zeitzeuge erlebte, ist die Erkenntnis, dass hier der Krieg im Osten im Detail wie in der atmosphaerischen Dichte der Beschreibungen genau so wiedergegeben wird wie das bei der Komplexitat des Sujets moeglich ist.
Das Buch zu lesen ist ein aesthetischer Genuss, die expressionistische Kraft der dargestellten Szenen einzigartig in der Literatur. Darf denn ein solches Werk, das keinen Zweifel am menschenverachtenden und sinnlosen Grauen des deutschen Ueberfalls auf Osteuropa laesst, durch die lyrische Schoenheit der Schilderung bezaubern?
Im Buch lebt so das moralische Dilemma des Autors, Ex-Faschist, zukuenftiger Kommunist, auf leise, unangenehme Weise weiter.
Der Autor nimmt dabei zu jedem Zeitpunkt klar Stellung gegen die Verbrechen und fuer die Opfer. Und doch sitzt er mit den Taetern an einem oft ueppig gedeckten Tisch.
Ein spannendes, faszinierendes, einzigartiges und historisch hochbedeutsames Werk, zum 60. Jahrestag des Kriegsendes gerade richtig neu aufgelegt. Empfehlung: unbedingt kaufen, lesen und weiterempfehlen.
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Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 22. September 2008
Format: Taschenbuch
Das Wort "kaputt" entstammt dem hebräischen "kapparoth", was so viel wie "Opfertier" bedeutet. Kaputt sein, heißt, zum Opfer ausersehen zu sein, ein Schicksal, das nicht nur den vermeintlich Schwachen sondern auch und gerade den Starken trifft. In dem vorliegenden großen Epochenroman von Curzio Malaparte sind es in erster Linie die Deutschen, die "kaputt" sind, sie sind zunächst die Starken, die rücksichtslos und ohne Gnade gegen Russland ziehen, ehe sie begreifen, dass sie den Krieg nicht gewonnen werden und "der keine weiße Fleck der Angst", das Zeichen des kapparoth, in ihren Augen erscheint (S.210). Aber genau betrachtet gehen nicht nur die Deutschen als Volk "kaputt", die ganze Welt gerät aus den Fugen, wird zum Opfer ihres eigenen technisch- industriellen Wesens.
Diese große Selbstopferung der Menschheit im Zweiten Weltkrieg ist das Thema Malapartes, eine Art Requiem auf die Humanität, die in den Flammen des Krieges untergeht. Doch es ist ein Untergang zwischen Grausen und Grandiosität - mit einer Sensibilität und Ästethik nachgezeichnet, die den Leser zugleich ergreift und schockiert. Malaparte selbst, Romanfigur und Autor in einem, durchstreift die Ghettos von Warschau, Lodz und Czechostowa (92ff.), folgt den Fingerzeigen erfrorener russischer Soldaten, die von ihren deutschen Gegnern mit erhobenen Armen als "stumme Polizisten" in den Boden eingegraben wurden, und er erblickt nach den Pogromen im rumänischen Jassny zwischen einer Straße voller Leichen die Fürstin Sturza in ihrer Kutsche vorüber fahren, als sei sie Mitglied einer gänzlich anderen Welt (vgl. S. 138ff.).
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1 Kommentar 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Gebundene Ausgabe
Curzio Malapartes vielfach expressionistischer Roman ist wieder zu lesen.
Wir haben es dem Zsolnay-Verlag zu verdanken.
Der Autor, als Korrespondent des "Corriere della Sera", hatte als italienischer Offizier die Möglichkeit, an allen Fronten des zweiten Weltkrieges als Berichterstatter teilzunehmen.
Und das hat er auch mit Verve getan.
Malaparte war ja anfänglich dem italienischen Faschismus zugetan, hat aber seine Meinung zu allem Möglichen geäußert und dafür im Gefängnis auf der Insel Lipari eingesessen.
Nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft wurde er wieder geduldet, sollte sich aber desweiteren etwas vorsehen.
In diesem Roman, so scheint es, hat er aber wieder so richtig über die Stränge geschlagen und sein Temperament ging mit ihm durch, was - als leidenschaftlicher Künstler, der er nun mal war - nicht verwunderlich ist.
So werden wir mitgenommen auf eine abenteuerliche Reise durch Europa an alle Frontabschnitte, wo er vor allem als bekannter Literat natürlich auch von den politischen "Größen" der damaligen Zeit eingeladen und empfangen wurde.
Nicht nur im Kreise der Soldaten (vor allem schildert er auch deutsche Ereignisse von teilweise grausamster und dann wieder ganz menschlicher Art!), nein, auch in der Gesellschafter der Machthaber, deren Namen er nennt und in Gesellschaft von Adligen, die er genau beschreibt und von früher oftmals kennt, bekennt er sich zu mancherlei Wahrheiten.
Diese werden teilweise verschlüsselt, teilweise direkt wiedergegeben und es weht ein Geruch von Tod und Todesahnung durch alle die Geschichten.
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1 Kommentar 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Taschenbuch
Eine Kritik für dieses Buch abzugeben, ist wirklich schwierig. Teilweise entwirft Malaparte faszinierende Bilder für das innere Auge des Lesers und er versteht es mitreißend zu schreiben. Andererseits schreibt er sehr subjektiv nach seinen persönlichen Sympathien. Die Deutschen mag er gar nicht; ebenso die Rumänen und Kroaten. Die Finnen kommen schon ein wenig besser weg und die Italiener scheinen am Krieg nur beteiligt gewesen zu sein um anderen zu helfen. Störend ist auch die penetrante Arroganz des Ich-Erzählers. Er versäumt es nie, mit seinen Fremdsprachenkenntnissen und seinen wichtigen - nach Möglichkeit adligen - Bekannten zu prahlen. Zu dieser Zeit scheinen alle wichtigen Leute nichts besseres zu tun gehabt zu haben, als Malaparte an ihren reichgedeckten Tisch zu laden, um sich - je nach Sympathie - von ihm mit seiner Ironie überziehen zu lassen. Leider wendet er seine Ironie meist nur auf die anderen an, während eine gewisse Selbstironie bzw. -reflektion nur sehr selten durchkommt. Die Verdammung der Grausamkeit des Krieges aus der Ich-Perspektive wirkt dadurch etwas unglaubwürdig, weil es der Ich-Erzähler anscheinend bestens versteht, sich immer in der Nähe der Fleischtöpfe zu halten.
Sehr lesenswert ist das Nachwort, in dem sehr schön auf die Diskrepanzen von Anspruch und Wirklichkeit des Buches eingegangen wird. Ein Meisterwerk ist dieses Buch für mich nicht, aber dennoch interessant, wenn auch anstrengend, zu lesen.
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