Neu:
22,00€22,00€
Nur noch 2 auf Lager
Versand
Das-Geschichtsbuch
Verkäufer
Rückgaben
Retournierbar innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt
Zahlung
Sichere Transaktion
Mit „Gebraucht – Sehr gut“ sparen
11,69€11,69€
Lieferung für 3€ 24. - 27. Mai
Versand durch: MEDIMOPS Verkauft von: MEDIMOPS
Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
OK
Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945: Militärische Organisation und militärische ... und amerikanischen Armee 1939 - 1945 Gebundene Ausgabe – 1. Februar 2011
Dieses Buch gibt es in einer neuen Auflage:
22,00 €
(19)
Nur noch 15 auf Lager
Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe216 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberARES Verlag
- Erscheinungstermin1. Februar 2011
- Abmessungen15.4 x 2.5 x 23.6 cm
- ISBN-10390247517X
- ISBN-13978-3902475176
Wird oft zusammen gekauft

Was kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel gesehen haben?
Produktinformation
- Herausgeber : ARES Verlag; 5., Edition (1. Februar 2011)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 216 Seiten
- ISBN-10 : 390247517X
- ISBN-13 : 978-3902475176
- Originaltitel : Fighting Power
- Abmessungen : 15.4 x 2.5 x 23.6 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 34,840 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 81 in Zweiter Weltkrieg (Bücher)
- Nr. 81 in Epoche Zweiter Weltkrieg (Bücher)
- Nr. 112 in Militärgeschichte (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Entdecke mehr Bücher des Autors, sieh dir ähnliche Autoren an, lies Autorenblogs und mehr
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
Da viele Wirtschaftstheorien, auch zur Personalführung - oder wie es amerikanisiert heißt: Human Resources -, in den letzten Jahrzehnten aus den USA nach Deutschland importiert worden sind bzw. in deutschen zu amerikanischen Konzernen gehörenden Unternehmen längst praktiziert werden, ist ein Vergleich dieser mit den von van Creveld herausgearbeiteten Merkmalen interessant. Der eine bemerkenswerte Aspekt ist das Primat der Quantifizierbarkeit von Informationen. Mitarbeiter mit Führungsaufgaben werden genötigt, in regelmäßigen Abständen, Berichte über ihre Mitarbeiter anzufertigen, in denen die Leistung und Persönlichkeit des Mitarbeiters in quantifizierbarer Form gemessen und bewertet werden soll. Diese Berichte sind standardisiert und dienen u.a. dazu, den Prozentsatz Mitarbeiter zu definieren, von dem sich das Unternehmen am ehesten trennen kann. Dieser Prozentsatz ist durch eine angenommene Normalverteilung vorgegeben und jede Abteilung ist angewiesen diesen Prozentsatz, d.h. die Namen der Mitarbeiter, zu liefern - selbst wenn niemand bei objektiver Herangehensweise auf diese Weise als verzichtbar deklariert werden könnte. Aber nach den standardisierten Verteilungsmessungen MÜSSEN soundsoviel Prozent der Mitarbeiter in diese Kategorie fallen.
Am anderen Ende des Bewertungsspektrum bewegen sich die Mitarbeiter, die besonders leistungsfähig sind und daher für weitergehende Aufgaben im Unternehmen prädestiniert scheinen. Für Mitarbeiter dieser Kategorie ist ein Karriereplan aufzustellen, diese sind zu fördern und innerhalb der Organisation, d.h. auch der Hierarchie, auf bedeutendere Posten zu hieven.
Interessanterweise ist es häufig so, dass die Bewertung des direkten Vorgesetzten nicht fix ist, sondern vom Vorgesetzten dieses - und wiederum dessen Vorgesetzten - bearbeitet werden können, bis schließlich die statistisch gewünschte Verteilung der Leistungsfähigkeit innerhalb der Organisation und ihrer Teile hergestellt worden ist. Dass dieses gewünschte Ergebnis mit der Wirklichkeit nicht unbedingt deckungsgleich ist, sollte offensichtlich zu sein. In gewisser Weise ist eine solche nach statistischen Primaten vorgehende Bewertung der Mitarbeiter ein Selbstbetrug, der zudem die Leistungsfähigkeit (sprich: die Kampfkraft) der Organisation unterläuft.
Vergleicht man nun die eben skizzierte Bewertung von Mitarbeitern nach der quantifizierbaren Methode inkl. Vorgaben der statistischen Verteilung mit der von van Creveld beschriebenen eher qualitativen Methode, die in der deutschen Wehrmacht zum Einsatz kam, in der vor allem auch der Charakter einer Person eine Rolle spielt und die zwar in einer nicht-quantifizierbaren, aber dennoch umfassenden Bewertung der Leistungsfähigkeit dieser Person mündet, sind unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten. Wenn nicht davon ausgegangen wird, dass eine Person, die zu den Top 5% innerhalb einer Teilorganisation gehört, d.h. die ihr zugewiesenen Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, automatisch für anspruchvollere Aufgaben geeignet ist, lassen sich womöglich Probleme vermeiden, die von Laurence J. Peter und Raymond Hull als Peter-Prinzip beschrieben wurden: "In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen."
Mir ist aufgefallen, dass besonders Führungskräfte, die nicht aus der Riege der Betriebswirte rekrutiert, d.h. nicht schon in ihrer Ausbildung mit der derzeitig herrschenden Doktrin konfrontiert worden sind, die größten Schwierigkeiten mit der Bereitstellung der gewünschten Informationen haben und diese z.T. bewusst durch Nichterfüllung der Erwartungen unterlaufen. Dem liegt zumeist ein gutes, wenn vielleicht auch unbewusstes Gespühr für die Friktionen zugrunde, die durch das formalisierte Korsett der Wirklichkeit, welches durch das statistisch-quantifizierbare Bewertungsverfahren erzeugt worden ist, verursacht werden. Ob dieses Unbehagen jedoch die Prinzipien der akademisch gelehrten Menschenführung mittelfristig verändert kann, bleibt abzuwarten.
In dieser Hinsicht ist die Lektüre von "Kampfkraft" ein recht erhellender Vorgang und daher unbedingt zu empfehlen.
Crevelds Ausgangspunkt ist die Frage, was die "Kampfkraft" einer Armee ausmache, also jene moralischen, sozialen und organisatorischen Qualitäten, die über die materielle Ausstattung hinaus ihre militärische Leistung bestimmen.
Die Wehrmacht wurde von ihm als Untersuchungsgegenstand ausgewählt, weil sie vielen amerikanischen Historikern als beste Armee des 20. Jh. gilt. Eine von Creveld zitierte Studie kam zu dem Ergebnis, daß deutsche Einheiten ihren amerikanischen Gegnern unter allen Gefechtsbedingungen und auch bei größter zahlenmäßiger Unterlegenheit durchschnittlich um 50% höhere Verluste zufügten als sie selbst erlitten.
Um die Ursachen dieser Effizienz klar herauszuarbeiten, stellt Creveld den Strukturen der Wehrmacht in systematischer Weise die der US-Armee gegenüber. Der Reihe nach werden so das Kriegsbild, die Führungsprinzipien, das Personalwesen sowie die Ausbildung der Offiziere und Unteroffiziere beider Institutionen verglichen.
Crevelds zentrales Ergebnis lautet, daß die amerikanische Armee in Aufbau und Organisation weitgehend technokratischen Gesichtspunkten folgte, während die Wehrmacht die psychischen und sozialen Bedürfnisse ihrer Soldaten in den Mittelpunkt stellte. Lief der amerikanische Ansatz darauf hinaus, den Menschen zu einem Anhängsel der modernen Waffentechnik zu machen, so beruhten die Einrichtungen und Abläufe der Wehrmacht auf der Überzeugung, daß auch im industriellen Krieg der menschliche Faktor wichtiger ist als die Technik.
Ein schlagendes Beispiel für diesen Unterschied ist der Personalersatz: Die amerikanischen Soldaten wurden nach der Ausbildung aus ihren vertrauten Einheiten herausgerissen, traten die Reise über den Atlantik als ein Haufen zusammengewürfelter Individuen an und wurden an der Front Kompanien zugeteilt, mit denen sie vorher nie zu tun gehabt hatten. In der Wehrmacht war es dagegen üblich, Soldaten in der gleichen Einheit zum Einsatz kommen zu lassen, in der sie auch ausgebildet worden waren.
Bei der Offiziersauslese setzte die amerikanische Armee auf formale Bildung und Intelligenz, während die Wehrmacht charakterliche Qualitäten bevorzugte, bis hin zu der Kuriosität, Aufsässigkeit in der Schule und mehrfaches Sitzenbleiben positiv zu werten, weil sie als ein Zeichen von Kampfgeist angesehen wurden!
Zu den erstaunlichen Nebenresultaten der Studie gehört die Einsicht, daß die Wehrmacht in mancher Hinsicht egalitärer und "demokratischer" war als die amerikanische Armee. Sie legte bei allen Dienstgraden mehr Nachdruck auf selbständiges Handeln, räumte den Soldaten erheblich effektivere Beschwerdemöglichkeiten ein und sorgte für einen geringeren Abstand zwischen Mannschaften und Offizieren. Charakteristisch für den letzten Punkt ist der Umstand, daß der Ausdruck "Soldat" in Deutschland alle Dienstgrade einschloß, während er in Amerika nur Militärs unterhalb des Offiziersranges bezeichnete.
Abschließend unterstreicht Creveld die moralische Neutralität militärischer Leistungskraft. Die Eigenschaften, denen die Wehrmacht ihre unübertroffene Schlagkraft verdankte, versetzten sie auch in die Lage, abscheuliche Untaten zu verüben. Leider sind hohe Kampfkraft und die Bereitschaft zu verbrecherischem Handeln miteinander vereinbar.
Zwanzig Jahre nach ihrem Erscheinen hat diese solide recherchierte und flüssig geschriebene Studie nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt.


