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Der Kampf um die Demokratie: Der Extremismus, die Gewalt und der Terror Taschenbuch – 1. Oktober 2004

4.7 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Wohlfeile Lobreden auf die Demokratie und den gemäß ihren Spielregeln ausgetragenen "Kampf" um den besten Weg zu den übereinstimmenden Zielen Wohlfahrt, Gerechtigkeit und Frieden gibt es zuhauf. Und auch an Büchern, die die wehrhafte Verteidigung der Demokratie, den Kampf gegen innere und äußere Feinde zum Gegenstand haben, ist kein Mangel. Doch solcher Art sind die Arbeiten des 1923 in Berlin geborenen und 1936 in die USA emigrierten Psychoanalytikers Arno Gruen nicht. Auch in diesem Buch eröffnet er seinen Lesern eine andere Sicht auf die Gefährdung der Demokratie durch Extremismus, Gewalt und Terror als sie uns von berufenen (und leider auch weniger berufenen) Autoren -- zumal seit dem 11. September 2001 -- täglich angedient wird.

"Gewalt" schreibt Gruen in seinem Vorwort, "ist Bestandteil dessen, was alle 'großen Zivilisationen' heranzüchten, weil ihre Basis Herrschaft und Besitz sind. Damit gehen die Verachtung menschlicher Werte wie auch die Verachtung des Weiblichen und der Kindheit unserer Kinder einher." Wer dem Mechanismus der Gewalt etwas entgegensetzen wolle, müsse hier ansetzen. Den Akteuren im Getriebe der ökonomischen Globalisierung jedoch gerieten die Menschen und ihre wahren Bedürfnisse immer mehr aus dem Blick. Die in diesem Prozess zwangsläufig wachsende Zahl von Benachteiligten bilde statt einer gesunden Identität ein "inneres Opfer" aus, das sich früher oder später in destruktiver Gewalt entlade. Kurzfristig müsse man sich deshalb den existenziellen Bedürfnissen der Menschen "ernsthaft und wahrhaftig" statt bloß in medienwirksamer Pose widmen. Langfristig aber sieht Gruen nur einen einzigen Weg, von dem er sogar -- im Ton vielleicht ein wenig zu pathetisch -- behauptet, er sei "die Rettung der Menschheit": "Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder so aufwachsen, dass ein inneres Opfersein gar nicht erst entsteht. Nur so können demokratische Gesellschaften Bestand haben: indem sie die wahren Bedürfnisse von Menschen erkennen und ernst nehmen, indem sie Kindern die Möglichkeit zu einer wahren Kindheit bieten, die sich an eigenen empathischen Wahrnehmungen und Bedürfnissen orientiert." Gewiss: Selbst wenn auf diesem Weg die Welt nicht gerettet werden sollte, in die Irre führen kann er uns nicht. Wenn es nur gelänge, den Einstieg zu finden!

Im Herbst 2001 wurde Arno Gruen für sein Buch Der Fremde in uns mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es unter anderem: "Das Buch ist trotz seiner schwierigen Thematik klar, pointiert und eindringlich geschrieben, wenngleich zuweilen überspitzend und provokant." Dies gilt ohne Abstriche auch für dieses Buch. --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Pressestimmen

»Ein gelungener Blick in die Tiefe des menschlichen Bewusstseins und dessen Entstehung.«
Psychologie heute

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am 10. August 2017
Format: Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
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am 4. August 2017
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 18. September 2004
Format: Gebundene Ausgabe
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am 8. September 2013
Format: Taschenbuch
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am 8. Juli 2007
Format: Gebundene Ausgabe
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. April 2003
Format: Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
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