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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
12
Kafka: Die Jahre der Erkenntnis
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:14,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 18. Dezember 2014
Der Leser erfährt hier sehr detailliert und aufschlussreich Auszüge aus dem Leben Franz Kafka`s. Reiner Stach führt sehr informativ die letzten Jahre des bekannten Schriftstellers auf. Er zeigt innere Spannungen des jungen Mannes auf. Sein Verhältnis zu Frauen, seiner Familie, anderen Schriftstellern der Zeit, und beispielsweise sein Verhältnis zum ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918.

Reiner Stach lässt den Leser in dieser Biographie sehr intensiv am Leben Franz Kafka`s teilnehmen.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!

Mit freundlichen Grüßen
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am 10. September 2013
Im zweiten Band der Biographie beleuchtet Autor Stach die letzten Lebensjahre von Kafka und bringt dabei wie im Vorgänger unglaublich viel Detailwissen ein, das aus damaligen Aufzeichnungen (Tagebüchern, Zeitungen, aber auch Wetterberichten) zusammengetragen wurde. Es ist überaus interessant zu lesen, wie Kafka seine TBC-Erkrankung als zweispältiges Schwert auffaßte, da es ihm einerseits ermöglichte, sich der Literatur zu widmen, jedoch andererseits eben jene Schwächung des Körpers durch die Krankheit ihn daran hinderte, so zu schreiben, wie er es wollte.
Für Kafka-Interessenten ein Muß, alle anderen sollten zuerst die üblichen Stücke von ihm lesen.
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am 23. März 2014
Diese Biographie über Kafka ist die beste Biographie, die ich jemals gelesen habe. Reiner Stach hat viele Jahre recherchiert und Unterlagen zusammen getragen um sich schließlich an das Schreiben der Biographie zu machen. Er hat nicht einfach nur eine Biographie geschrieben - er ist tief in das Leben des Franz Kafka eingetaucht und schreibt hier in einer wunderbaren Sprache über den Schriftsteller Franz Kafka. Über die Stationen seines Lebens, sein Elternhaus, seine Erfahrungen an Schule und Universität, über seine Arbeit und die ersten und folgenden Schreibversuche. Erfolge und Misserfolge, über seine Krankheiten. Auch über die Frauen, zu denen er Kontakt hatte, die er liebte, von denen er sich entliebte. Und dies alles in einer wunderbaren collagenartigen Form, die Reiner Stachs Recherche mit Originalschriftstücken, Briefen, Zitaten aus Büchern, Notizzetteln und Tagebüchern verbunden hat. Hier kann man stundenlang lesen. Der Schreibstil ist packend, analytisch, beschreibend, poetisch. Großartige Arbeit! Absolut empfehlenswert.
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am 12. November 2016
Das Buch kam wie zugesagt pünktlich an, wie beschrieben handelt es sich um eine Neuausgabe mit kleinem Produktionsfehler. Es handelt sich um den dritten Band einer umfassenden Biographie über Franz Kafka. Die Bücher über die Jugendjahre und die Studienzeit habe ich bereits gelesen und war von dem flüssigen Schreibstil und der genauen Beschreibung der damaligen Zeit beeindruckt. Die Person Franz Kafka wird in ihrer Komplexität vorstellbar, die Verbindung zu dessen Werk aufgezeigt. Jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung und die Beschreibung des weiteren Lebensweges. Das Buch selbst hat über 600 Seiten - demnächst werde ich mich darin vertiefen!
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am 30. September 2015
eine Fundgrube an Informationen, brillant und kurzweilig formuliert. Eines der besten Sachbücher, die ich kenne. Schön, dass es drei Bände gibt!
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am 17. Februar 2016
Ein wunderschönes sehr detailliertes Werk; niemals langweilig. Der Zusammenhang ist immer sorgfältig beschrieben, der Stil direkt und einleuchtend, ein Werk für Leser, die über Kafka alles wissen wollen. Eine unvergessliche Reise durch dieses einmalige Genie.
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am 12. September 2017
Schluss. Aus. Ende. „Ruhe in Frieden!“ Das waren meine ersten Gedanken, als ich letzte Nacht den (chronologisch) dritten Band von Reiner Stachs monumentaler Kafka-Biografie zugeklappt habe und mir bewusst wurde, dass ein Kapitel in meinem (Lebens-)Buch zu Ende ist (nämlich die umfangreichste Biografie zu einem meiner wichtigsten Autoren gelesen zu haben) und ein neues begonnen hat: mit all dem Hintergrundwissen, dass Reiner Stach uns mitgeliefert hat, alles nur verfügbare Material von, über und mit Franz Kafka zu lesen und immer wieder nachzuschlagen, in welchen (Lebens-)Phasen einzelne Werke entstanden sind, die metaphorischen Hintergründe zu erkunden und ihn „zu meinem“ Kafka zu machen. Jeder der sich mit Kafka beschäftigt, wird einen anderen Kafka „in sich“ entdecken, ihn anders wahrnehmen, ihn (weiterhin) als merkwürdigen und nicht weiter beachtenswerten Spinner abtun, der zu Unrecht wie ein Heiliger behandelt wird oder (wie in meinem Fall) die Leidenschaft für Kafka vertiefen, alles in sich aufsaugen, was verfügbar ist und so Stück für Stück einem großen Literaten (noch) näher zu kommen. Auch wenn mir bewusst ist, dass es ein unmögliches Ding ist, Kafka jemals komplett zu verstehen.

In „Die Jahre der Erkenntnis“ begleiten wir Franz Kafka durch die Jahre 1916 bis zu seinem viel zu frühen Tod 1924. Wir erleben Kafka, wie er immer wieder versucht, Beziehungen zu Frauen aufzubauen (die intensivste und glücklichste ist die mit Dora Diamant, mit der er bis zu seinem Tod zusammen ist), wie er sich auf der einen Seite als Schriftsteller entwickelt, auf der anderen Seite jedoch auch als solcher stagniert und sich stur und starr gegen die eigene (zweifellos) vorhandene Genialität stellt.
Wir begleiten die Umstände, die zum Roman „Der Schloss“ führten, lernen ihn und seine veränderte (religiöse) Sichtweise und Einstellung kennen, die sich zum Teil auch in seinem literarischen Oeuvre widerspiegelt (z. B. in den Aphorismen, die er bei seiner Schwester Ottla auf dem Land in Zürau geschrieben hat) und der Leser erkennt, dass Kafka nichts „offen“ beschreibt, sondern nur mit (für Außenstehende) schwer zu verstehenden Metaphern und stets wiederkehrenden Bildmotiven (so durchzieht beispielsweise eine Tür einen Großteil seiner Texte) arbeitet. Wenn Kafka schreibt bzw. geschrieben hat, dann stets mit dem klaren Gedanken daran, nichts Offensichtliches zu kreieren *g*.

Neben der schriftstellerischen Arbeit von Kafka erhalten wir dank Reiner Stach aber auch zahlreiches und (mal mehr, mal weniger) hilfreiches Hintergrundwissen über die Zustände in Prag, Berlin und Wien während und nach dem 1. Weltkrieg, über die zunehmende Judenfeindlichkeit und auch das deutsche Buchhandels- und Verlagswesen wird wieder ausführlich in den Kontext gestellt. Das ist einer der großen Pluspunkte dieser Monumental-Biografie, dass Reiner Stach eben nicht nur das Leben der Person Kafka betrachtet, sondern dem Leser das „Rundum-Sorglos“-Paket präsentiert – auch wenn es manchmal etwas arg „schwafelig“ und der ein oder andere Absatz somit auch langweilig wird. Aber da sei jetzt großzügig drüber hinweggeschaut :-).

Zum Leben und Leiden Kafkas gehört aber auch die Beschäftigung mit seiner Lungentuberkulose und auch hier belässt es Reiner Stach nicht nur bei den nüchternen Fakten, sondern bringt einem die Krankheit und den Umgang Kafkas mit der selbigen einfühlsam näher. Kafka begegnet der Tuberkulose teilweise mit Galgenhumor, lehnt zunächst auch alle (oder viele) gut gemeinten Ratschläge ab, etwas dagegen zu tun, muss aber doch irgendwann anerkennen, dass sie seinen Körper „auffrisst“ und ihn schwächt und dürfte mit nur Mitte 30 zu den jüngsten Pensionären aller Zeiten gehören. Trotzdem schreibt er kurz vor seinem Tod mit „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“ einen seiner (für mich) schönsten Texte.

Tja, was bleibt mir jetzt, nach monatelanger Lektüre von „Die Jahre der Erkenntnis“ als Schlusswort für diese Rezension? Eigentlich nur mein Dank an Reiner Stach für die fulminante Arbeit an und mit dieser Biografie und der Erkenntnis, dass ich Franz Kafka ein ganzes Stück nähergekommen bin, auch wenn es wahrscheinlich eines weiteren (parallelen) Lebens bedarf, um auch die letzte (richtige) Erkenntnis über ihn zu erlangen. Danke auch an Max Brod, dass er den letzten Willen von Kafka nicht erfüllt hat, alles von, über und mit ihm zu vernichten!
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am 30. November 2012
Natürlich gibt es eine ganze Reihe guter Kafka-Biographien, allerdings ist R. Stachs auf drei Bände angelegtes Werk aus mehreren Gründen die Nt.1.
Gegenüber Hartmut Binders Kafka-Biographie(n) gelingt es Stach einen lebendigen Kafka zu zeichnen, ohne dabei in toten Faktenaufzählungen zu versinken. Wagenbachs Biographie bezieht sich ohnehin nur auf einen kurzen Lebensabschnitt. Peter A. Alts Biographie ist ein Buch für Akademiker und Spezialisten, bietet aber letztlich nichts Neues über Kafka. Bei Stach wird der Leser auf den neuesten Forschungsstand geführt, dabei gut unterhalten und umfassend informiert. Aufgrund seiner Recherchen werden sogar neue Erkenntnisse vermittelt. Es gibt momentan keine vergleichbare Biographie, die die Schwierigkeit Kafkas widersprüchliche Persönlichkeit darzustellen so meisterhaft löst. Hoffen wir, dass bald der letzte Teil der Trilogie erscheint
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am 26. November 2017
Rainer Stach ist nach meiner Meinung absolut dazu in der Lage, sprachlich und intellektuell mit Franz Kafka mitzuhalten. Obwohl auch der zweite Band der Biografie ein dicker Wälzer ist, wurde ich nicht müde, ihn mit großem Vergnügen zu lesen und irre viel Details über Kafkas Leben und seine Zeit zu erfahren.
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am 18. Mai 2009
"Am Abend des 13.Juli, eine Woche nach seiner Ankunft, ging Kafka hinüber, in der Tasche das Gebetbuch. Durch ein Fenster im Erdgeschoss blickte er in die Küche, in der eine junge Frau beschäftigt war, eine Frau mit halblangem, dichtem lockigen Haar, runden Wangen und vollen Lippen. In der Hand hielt sie ein Messer, mit dem sie Fische abschuppte für das große Mahl. Kafka zögerte bei diesem Anblick.Erst als sie aufschaute, trat er ein. >So zarte Hände<, sagte er, >und sie müssen so blutige Arbeit verrichten.<" Es war der 13.7.1923. Kafka hatte noch 11 Monate zu leben. Natürlich wußte er das nicht, als er die Frau traf, die seine letzte Liebe werden sollte. Dora Diamant war 25, Kafka war 40. Im September zog er nach Berlin, in eine eigene Wohnung, ganz nah bei Dora, die immer zu ihm kam. Das war ein kleiner Schritt für einen Menschen, doch ein Riesenschritt für einen Franz Kafka (dieser Spruch paßt heut gut, am Jahrestag der Mondlandung). Bei Felice Bauer traute er sich diesen Schritt nicht. Die war auch in Berlin und hat auf ihn gewartet. Reiner Stachs Buch "Kafka. Die Jahre der Entscheidungen" handelt zentral von seiner Liebe zu ihr. Mit Felice war Kafka verlobt, doch weder er noch sie schafften es, sich wirklich zu fassen, anzufassen und ihre Leidenschaft sinnlich zu (be)greifen. Bei Dora gelingt ihm dies. Weil er krank ist. Weil seine Angst vor der Liebe verschwindet, im Angesicht seiner Todesangst. Und weil Dora ihn wirklich packt. Und sich nicht irritieren läßt. Sie bleibt ganz nah bei ihm, bis er stirbt.
Reiner Stach beschreibt Kafka deutlich als einen Mann, dem die Liebe über alles geht. Das Schreiben hilft ihm das Lieben zu ertragen. In dem Punkt ist Kafka der schreibende Zwilling van Goghs. es ist bestimmt kein Zufall, daß diese beiden Menschen, die aus der Not der Liebe ihre Kunst geschaffen haben, heute als die größten Seelen in ihrem Metier gelten. Es ist ganz paradox und wird in den zwei Kafka-Biografien, die Reiner Stach geschrieben hat, offensichtlich. Was Kafka geschrieben hat, ist einzigartig, eine Singularität und der Begriff "kafkaesk" trifft seine Ausnahmestellung. Doch in seinem eigenen Leben ist sein Lieben viel bedeutender als sein Schreiben. Das hat auch damit zu tun, daß sein Genie so lange nur von wenigen erkannt wurde. Was wohl auch gut war: denn was wäre aus Kafkas Kunst geworden, wenn sie, so wie heutzutage üblich medial breitgetreten worden wäre?
Reiner Stach schafft es in diesem Buch, wie auch schon im letzten, Intimität zu erzeugen. Genau das ist auch Kafkas Botschaft. Intimität verbindet sowohl Liebe als auch Kunst mit Seele und erst durch diese Verbindung wird das persönliche zum allgemeinen.
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