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Kaddisch für ein nicht geborenes Kind von [Kertész, Imre]

Kaddisch für ein nicht geborenes Kind Kindle Edition

3.4 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

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Kaddisch für ein nicht geborenes Kind ist ein Buch, das den Leser betroffen zurücklässt, voller Scham darüber, was Menschen einander antun können.

Imre Kertész, 1929 in Budapest geboren, erzählt seine eigene Geschichte: Seine Kindheit und Jugend, wie er darunter litt Jude zu sein, wie er ins KZ nach Auschwitz gebracht wurde und welche Wendung sein Leben erfuhr, als er 1945 den Holocaust überlebte. Das Konzentrationslager ist fortan das Maß aller Dinge. Seine Arbeit, seine Ehe, sein Gedanke an Kinder, der zu denken ihm nicht mehr möglich ist mit den Erfahrungen, die er gemacht hat. So spricht er das Kaddisch, das jüdische Totengebet. Immer wieder zitiert er die "Todesfuge" von Paul Celan. Sein Grab in den Wolken wurde schon begonnen, doch noch ist er gezwungen, mit dem Mal, das KZ überlebt zu haben, weiterzuleben.

Imre Kertész bietet keine leicht verdauliche Lektüre, doch sein Buch lohnt den Aufwand. --Manuela Haselberger

Pressestimmen

Eine "Todesfuge in Prosa, die in ihrer ergreifenden Schönheit noch einmal das geistige Erbe des Abendlandes aufleuchten lässt, bevor es im Grauen von Auschwitz untergeht." (Neue Zürcher Zeitung)

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 498 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 160 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00AYYPZCA
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Nicht aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #93.874 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
"Kaddisch für ein nicht geborenes Kind" ist ein ungewöhnliches Buch. Es ist ein langer Monolog des Erzählers über das Leben und die eigene Geschichte in diesem Leben. Die Sätze sind wie Gedanken, sie zirkulieren um den Gegenstand, sind aus vielen Häppchen zusammengebaut und habe unglaubliche Längen. Wer so etwas nicht lesen kann, weil es einige Mühe bedeutet, für den ist das Buch nichts. Leider raubt man sich dann aber einer bereichernden Erfahrung, nämlich der Erfahrung, mitten in den Gedanken eines Erzählers zu sein, der mit dem Leben und der Welt hadert. Als Kind war er im KZ und eigentlich ist er es immer noch. Sein Leben ist ein für alle Male davon gezeichnet und nur in diesem Horizont lebbar. Aber was ist das für ein Leben? Es ist das Leben eines Gefangenen, der immer darauf wartet, wieder ins Elend zurückgezogen zu werden. Dadurch macht er sich selbst jeden Augenblick zum Elend. Manche Dinge sind in so einem Leben nicht möglich, wie ein Kind in die Welt zu setzen. In einer Welt, in der etwas passieren kann, wie es ihm passiert ist, darf man gar kein neues Leben schenken. Das wäre verantwortungslos. Über diese Entscheidung geht die Ehe des Erzählers kaputt und vielleicht zerstört er sich dadurch auch einen Funken Hoffnung, eine neue Sicht auf das Leben. Was dieses Buch trotz dieser ernsten Gedanken wieder leicht und sogar angenehm zu lesen macht, ist die Tatsache, dass der Autor es irgendwie schafft, leichtfüßig und fröhlich zu schreiben. Man geht also nicht mit einer Depression aus der Lektüre heraus. Das ist eine große Kunst.
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Von Shaun TOP 1000 REZENSENT am 22. März 2003
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Imre Kertész erzählt in der Ich-Perspektive und in Form eines Briefes an ein nicht gewolltes Kind von den Erfahrungen eines Juden, der durch Scheidung der Eltern und brutales Internat sowie später Auschwitz am Leben gehindert wurde, der der Bitte seiner Frau zu einem gemeinsamen Kind nicht nachkommen kann, weil darin eine Lebensbejahung erforderlich wäre, die er nicht leben kann oder will. Die Beziehung zu seiner Frau zerbricht schließlich daran wie auch an dem selbstmitleidigen Kreisen des Ich-Erzählers um sein Problem, dass sich der Zuwendung zu einer hoffnungsvolleren gemeinsamen Zukunft mit seiner Frau verschließt. Ein starkes Buch darüber, wie die Vergangenheit die Gegenwart belasten kann.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Zugegeben - Kertész Stil ist langatmig und manchmal auch etwas zu weitschweifig. Aber seine Überlegungen zum Bösen und zum Guten sind mir sehr aufschlussreich geworden: Nicht das Böse ist Kertész unerklärlich, sondern das Gute scheint ihm unfassbar. Die kleine Erzählung über einen Mitgefangenen, den alle nur den «Herrn Lehrer» nennen, ist mir ans Herz gewachsen. Kertész ist nämlich bass erstaunt, dass dieser Mitgefangene gar nicht auf die Idee kommt, sich im KZ einer zusätzlichen Essensration - nämlich der von Kertész - zu bemächtigen und ihm diese nachträgt. Als der «Herrn Lehrer» Kertész' Erstaunen über sein Handeln bemerkt, fragt er nur: "Was hast du denn gedacht?"
Kertész überlegt im Gespräch mit seiner Frau, „dass der «Herr Lehrer» - in Gestalt der Essensration von Kertész - eine zweifache Chance erhalten hatte, am Leben zu bleiben, und dass er diese verdoppelte Chance ... verwarf, so zeigt das, dass ... die Annahme dieser zweiten Chance gerade seine einzige Chance vernichtet hätte, die es ihm noch ermöglichte, zu leben und zu überleben; ... es existiert ein reiner, von keinem fremden Stoff ... infizierter Begriff, ein Gedanke, der in unser aller Geist gleichermaßen als Vorstellung lebt, ja eine Idee, deren ... Unverletzbarkeit, deren Wahrung ... des «Herrn Lehrers», einzige wirkliche Chance zu überleben bedeutet, einfach darum, weil er, ohne diesen Begriff unversehrt erhalten und ihn als rein und unbeeinträchtigt erachten zu können, nicht leben will, wahrscheinlich sogar nicht leben kann.
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Format: Taschenbuch
Kaddisch für ein nicht geborenes Kind

Der Kaddisch, das Totengebet, ist ein ritualisierter Text. Der vehementen Ablehnung, ein Kind zu zeugen folgen gebetsmühlenartig Argumente, Erlebnisse, Betrachtungen. Obwohl zunächst gewöhnungsbedürftig, eröffnet sich später die literarische Schönheit des Büchleins. Insbesondere,wie Kertesz die Annäherung an seine spätere Frau beschreibt ist das Schönste, was ich je gelesen habe. Hier zeigt sich Literatur auf der Höhe der Zeit. Kertesz greift das Motiv der Todesfuge auf, was sich in seinem fugen-artigem Schreiben widerspiegelt.
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