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TOP 1000 REZENSENTam 1. Mai 2011
Hochsommer 2005: Eddie und sein Freund Dennis entdecken eine brutal zusammengeschlagen junge Frau und behalten dies für sich. Statt die Polizei oder den Notruf zu alarmieren, gehen sie nach Hause, damit Eddie sie später noch vergewaltigen kann. Bei diesem Versuch gerät er in die Hände der Täter und muss beseitigt werden. Zwei Leichen und die Dritte lässt nicht lange auf sich warten. Für Louise Boni und ihrem Kollegen fangen an zu ermitteln und stoßen dabei auf Gewalt, Geheimnisse und Zusammenhänge, die sie bald selbst in größte Gefahr bringen.

'Jäger in der Nacht' ist der vierte Fall den Oliver Bottini für Louise Boni schafft. Es handelt sich hierbei um einen klassischen Kriminalfall, der das Herz eines wahren Krimi-Fans höher schlagen lässt.
In diesem Teil befasst sich der Autor mit dem brisanten Thema 'Gewalt gegen Frauen'. Dabei geht Oliver Bottini nicht nur auf die handgreifliche Gewalt gegenüber dem weiblichen Geschlecht ein, sondern lässt seelische Misshandlungen und Vergewaltigungen in seine Geschichte einfließen. In diesem Krimi kommt das komplette Paket rund um 'Gewalt gegenüber Frauen' zum Einsatz. Schon im Prolog zeigt der Autor, wie tief die Abgründe bei einigen männlichen Mitmenschen sein können. Neben den schauerlichen Abgründen zeigt er auch die Beweggründe auf, wie zum Beispiel das Heranwachsen in häuslicher Gewalt. Leider gehen diese Motive im typischen Negativ-Image von Männer an einigen Stellen unter. Zu oft bekam ich das Gefühl, als würde sich das Leben eines Mannes nur um Alkohol, Sport und Frauen drehen. Auch wenn sich der Autor an einigen Stellen verliert, ist die grausame Grundspannung und der Hass auf den Täter immer präsent. Dazu hat Oliver Bottini die Eingangsituation, die körperliche Gewalt an der jungen Studentin einfach zu detailliert beschrieben, als das ich sie hätte vergessen können. Emotionen, Konflikte und die Tiefen der menschlichen Seele vermag der Autor packend, authentisch und erbarmungslos zu schildern. Selbst die Charaktere vermag Bottini detailliert und lebendig erscheinen zu lassen. Handlungen, Emotionen und Gedankengänge waren für mich stets nachvollziehbar und ließen ein grandioses Kopfkino entstehen.

Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto gefesselter wird der Leser sein. Trotzdem kam es bei mir immer wieder zu einem Kopfschütteln. Manche Wendungen oder Ideen wirken einfach verwirrend oder unpassend. Diese Empfindung ist jedoch subjektiv und liegt stets im Auge des Lesers. Ich persönlich empfand es jedoch befremdlich, wie die Ermittlungen plötzlich eine starke Wendung bekamen. Ungeachtet dessen ist es dem Autor gelungen so zu fesseln, dass ich einfach nur noch auf den Schluss gespannt war. Letzteres wirkte auf mich etwas in die Länge gezogen, war aber in sich schlüssig und passte zum vorhergegangenen Verlauf der Handlung. Einige detaillierte, aber unnötige Passagen weniger hätten den Höhepunkt noch spannender und knackiger erscheinen lassen. Man merkt an diesem Schluss, dass sich der Autor große Gedanken gemacht hat und nicht nur einfach irgendeinen in Frage kommenden Ansatz ausgebaut hat.

Auf Grund der leicht brutalen Szenen, der komplexen Thematik denke ich, dass dieses Buch sich eher an Leser ab 14 Jahren richtet. Vorher dürften einige Ansätze vielleicht schwerer nachzuvollziehen sein.

===Bewertung===
Trotz einiger Wendungen, die ich eher ungewöhnlich und nicht ganz ausgereift empfand, und der Tatsache, dass der Schluss hätte knackiger sein können, überzeugt Bottini im vierten Teil seiner Louise Boni-Reihe mit einer interessanten Thematik, fesselnder Spannung und einem anschaulichen Stil. Vier Sterne für mich.
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am 22. März 2009
Die drei ersten Krimis von Oliver Bottini, besonders Teil 2 und 3, Im Sommer des Mörders und Im Auftrag der Väter sind zwei ganz großartig gelungene Romane, wobei - gegenüber den zahlreichen gleichartigen Büchern auf dem Markt - die kraftvolle und zugleich oft etwas subtile Sprache Bottinis besonders positiv auffällt. Bottini gelingt es wie kaum einem anderen Krimiautor, Stimmungen, Konflikte, auch menschliche Abgründe in packende Sprache umzusetzen. Ab einem bestimmten Punkt - und das löst auch Jäger in der Nacht voll ein - kann man Bottinis Bücher nicht mehr beiseite legen, so sehr haben sie einen gepackt.

Der Krimi dreht sich um Gewalt gegen Frauen, um Vergewaltigung und Misshandlung. Hervorragend ist der Prolog, ein Nebenschauplatz, der aber ganz und gar deutlich zu machen vermag, wie Männer ticken können. Gelegentlich, das ist eine der Schwächen des Krimis, wird das Negativimage: Fußball, Saufen, Gewalt gegen Frauen etwas überstrapaziert, besonders dann, wenn sich Boni dauernd mit etlichen ihrer Kollegen anlegt. Die Ermittlungen - so viel sei verraten, weil es schon ziemlich zu Beginn des Krimis zu Tage gefördert wird - zielen auch in die eigenen Reihen, was die Spannung zusätzlich erhöht.

Die volle Punktzahl gibts für Jäger in der Nacht aber nicht. Der Plot ist zwar spannend, packend, aber teilweise so konstruiert, dass man sich die Haare rauft. Einige Zusammenhänge sind kurios abwegig, Beispiele zu nennen gibt es einige, besonders der Hinweis, weshalb sich die Ermittlung dann nach innen richten, oder die Rolle und das Vorgehen der alten Damen. Auch das Ende wirkt wie angenäht; damit es zum großen Showdown kommt - ganz im Mittelpunkt natürlich Louise Boni - wird die Handlung künstlich verlängert. Das ist zwar spannend, aber nachher macht sich der Eindruck breit: Gehts auch eine Nummer kleiner? Und auch so ein kraftvolles, erinnerungswürdiges Bild wie bei Im Auftrag der Väter - der abgerissene Mann, der wie ein Gespenst an der Wohnzimmerscheibe steht (weshalb ich noch heute manchmal bei Regen aus dem Wohnzimmerfenster schaue und warte, das ein solches Gespanst auftaucht) - fehlt in diesem Buch.

Positiv wiederum ist: Louise hat einigermaßen zu sich gefunden, von Buddhismus fast keine Spur, das kommt mir beides sehr entgegen.

Loise Boni ist eine Ermittlerin, die lebt! So wie ihre Schwester Judith Krieger von Gisa Klönne, eine genauso gute Ermittlerin, und genauso gute Krimis. Wir werden mit ihr hoffentlich noch weitere spannende Fälle erleben, Herr Bottini!
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am 16. Dezember 2015
Ich habe den Krimi als Kindle-Edition gelesen und fand in sehr spannend! In regionaler Verbundenheit erzählt Oliver Bottini eine skurrile, Gänsehaut auslösende Geschichte von Menschen, die am Rande des Verstehbaren agieren. Mittendrin Louise, die immer noch und auch erneut mit ihren Problemen kämpft, um dann festzustellen, dass sie den Fall "von innen" lösen muss...

Höchst lesenswerte Geschichte, sauber recherchiert und fesselnd geschrieben. Kaufen!
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am 9. August 2011
Jeder verdient eine zweite Chance - auch (und gerade) Autoren. Nachdem ich vor ein paar Jahren das Hörbuch von "Mord im Zeichen des Zen" nicht zu Ende gehört habe, weil mich die Geschichte so gelangweilt hat, habe ich "Jäger in der Nacht", den vierten Teil der Krimireihe, mit großem Genuss verschlungen. Diesmal allerdings als Buch, was vermutlich auch mein Missfallen an Teil eins erklärt. Ich lese einfach lieber, als dass ich zuhöre oder zusehe. Die düstere, sehr bedrückende Stimmung, die Bottini in seinem Roman heraufbeschwört, seine präzise, sensible Sprache, vor allem aber seine wunderbar neurotische Kommissarin Louise Bonì haben mich so gefesselt, dass ich bis tief in die Nacht hinein gelesen habe. Die Krimi-Handlung ' es geht um drei brutale Morde, die auf den ersten Blick nichts miteinander verbindet, die aber doch zusammenhängen - ist klug konstruiert und spannend, und sämtliche Charaktere überzeugen durch geradezu gruselige Glaubwürdigkeit. Genervt hat mich nur, dass Bottini ständig und viel zu ausführlich Bezug auf die Handlung der früheren Bände nimmt. Die ich ja (siehe oben) nicht gelesen habe. Aber vielleicht nehm ich sie mir jetzt mal vor, bin ja jetzt Bottini -(und Bonì-)Fan
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am 24. April 2011
Ich mag alle Bottinis, aber das hier ist bisher mein liebster. Allein der Prolog des Romans hätte einen Preis verdient. "Jäger in der Nacht ist ein Buch für anspruchsvolle Krimifans und Leser literarischer Romane, die handwerklich perfekt gearbeitete Texte mögen. Der Roman ist kaum aus der Hand zu legen!

Für Bottini-Anfänger würde ich dennoch den Einstieg über den, ebenfalls absolut gelungenen, ersten Band der Louise-Reihe "Mord im Zeichen des Zen" empfehlen. Zwar stehen alle Romane Bottinis mit einer in sich geschlossenen Geschichte für sich, dennoch vergrößert man das Lesevergnügen, wenn man seiner Figurenentwicklung von Anfang an beiwohnen darf. Da die Romane sich mit Themen wie internationalem Terrorismus ("Im Sommer der Mörder"), deutscher Außenpolitik ("Im Auftrag der Väter") oder Energiesicherheit beschäftigen ("Das verborgene Netz") ist garantiert auch für jede/n Leser/in etwas dabei.

Keinesfalls darf man den Fehler begehen, Oliver Bottinis Werke unbelesen als - womöglich schlechte - Regio-Krimis abzutun. Hier ist ein international erfolgreicher Autor mit international relevanten Themen am Werk, dessen Arbeiten nicht umsonst in diversen Übersetzungen zu lesen sind. Unbedingt empfehlenswert!
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am 18. September 2011
Scheinbar nichts verbindet Nadine, die reiche, gelangweilte Studentin aus Freiburg, und Eddie, den einzelgängerischen, gewalttätigen Fünfzehnjährigen aus einem Dorf am Rhein, miteinander. Bis auf eines: Beide sind innerhalb weniger Tage spurlos verschwunden. Louise Boni und ihre Ermittlerkollegen glauben nicht an einen Zufall. Als Eddies Leiche gefunden wird und kurz darauf ein gutsituierter, allseits respektierter Familienvater einem grausamen Mord zum Opfer fällt, wird zur Gewissheit, was anfangs nur eine dunkle Ahnung war: Die Hintergründe dieses Falles sind grauenhafter, als Louise Bonì es sich vorzustellen imstande war. Menschenjäger sind unterwegs, und längst hat ein Wettlauf mit der Zeit begonnen ...

Oliver Bottini beschreibt in seinem neuen Kriminalroman sehr subtil, wie wenig manchmal genügt, um eine Gewaltspirale auszulösen und die Bestie im Menschen freizusetzen. Louise Bonis vierter Fall ist ein spannender Krimi, der tief in die menschliche Seele eintaucht.
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am 3. März 2011
Mit seinem Roman "Jäger in der Nacht" führt Oliver Bottini die Leser in das Milieu von Menschenräubern und Vergewaltigern.
Drei Männer mittleren Alters bringen eine junge Studentin in ihre Gewalt, um ihre sexuellen Phantasien an ihrem Opfer auszuleben. Doch die Studentin kann ihren Peinigern entkommen, was die Situation für die Täter außer Kontrolle geraten lässt. Der Kopf der Bande ermordet einen Jugendlichen, der dem Trio in die Quere kommt und tötet anschließend auch noch äußerst brutal einen der Mittäter.
Für Kommissarin Boní, die seit ihrem letzten Einsatz neu verliebt ist, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem sich sehr schnell herausstellt, dass einer der Täter Mitglied ihrer Ermittlungsgruppe ist.
Dieser Roman hebt sich wohltuend von den beiden Vorgängertiteln ab, da eine kontinuierliche Spannung erzeugt und nicht beständig durch die Darstellung der psychischen Probleme von Kommissarin Boní unterbrochen wird.
Nachdem klar ist, dass sich in der SoKo um Kommissarin Boní ein "Maulwurf" befindet, beginnt für den Leser die spannende Frage, wer von den vielen Ermittlern nun das schwarze Schaf ist. Diese Spannung wird bis zu ihrer Auflösung gleichmäßig beibehalten, wenngleich dem aufmerksamen Leser im Verlauf des Romans kleine Hinweise auf dessen Identität gegeben werden.
Auch das Finale erfüllt alle Anforderungen an eine spannende Kriminalgeschichte und eröffnet dem Leser einmal mehr die Abgründe der menschlichen Seele.
Wie immer finden sich auch in diesem Roman Verweise auf die vorherigen Fälle von Kommissarin Boní; diese Anspielungen sind aber diesmal deutlich geringer ausgefallen, was positiv zu bewerten ist.
Von mir gibt es diesmal glatte 5 Sterne für einen spannungsgeladenen Krimi.
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Oliver Bottini brennt in seinem vierten Louise Boni Fall "Jäger in der Nacht" ein wahres Feuerwerk an Spannung und Dramatik ab. Im Mittelpunkt steht wieder die ebenso toughe wie eigensinnige Polizistin Louise, die mit viel Intuition, Kombinationsgabe und Einsatz ihren Job macht. Nach ihrer Scheidung hing sie privat lange in einem Tief, doch nun geht es bei ihr, dank neuem Freund und neuer Wohnung, wieder aufwärts. Nachdem sich Bottini in seinen beiden vorhergegangen Büchern mit dem Balkan Krieg und seinen Auswirkungen beschäftigt hat, geht es ihm hier um Gewalt gegen Frauen und die ungebändigten Machismen hinter scheinbar harmlosen, gut bürgerlichen Fassaden.

Er beschreibt den mal offenen, mal unterschwelligen Sexismus innerhalb des Polizeiapparats, mit dem sich die Heldin widerwillig, aber erfolgreich auseinandersetzt. In dynamischen, fast stakkatoartigen Sätzen verbindet er ihre Gedanken mit dem spannungsgeladenen Geschehen zu einer atmosphärisch dichten Geschichte. Temporeich und sprachlich brillant, ist "Jäger in der Nacht" ein neuer fesselnder Krimi mit der nicht immer handzahmen Louise Boni. Mehr davon!!
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am 3. Dezember 2014
Ein besonders lesenswertes Buch, das mir als gebürtige Freiburgerin natürlich besonders gefallen hat. Gut recherchiert, ausgezeichnet formuliert, spannungsgeladener Inhalt, alles mit viel Esprit!
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am 4. Juni 2009
Was ich am Stil von Bottinis Romanen so schätze, ist sein eigener, spezieller "sound". Man erkennt direkt, daß man ein Buch von Bottini vor sich hat.
Der Autor läßt es langsam angehen. Er nimmt sich viel Zeit für genaue (Orts-) Beschreibungen und Dialoge und versetzt so den Leser an den Ort des Geschehens.
Viele Personen sind mir von vorherigen Büchern bekannt, z.B. Thomas Illic, Rolf Bermann und natürlich Louise Bonì.
Im konkreten Fall geht es um das Verschwinden einer jungen Frau und die Ermordung eines Jugendlichen. Schon bald ist klar, die beiden Fälle gehören zusammen.
Wie bei Bottini üblich, ist auch der "Jäger in der Nacht" eine spannend erzählte Geschichte, die glaubwürdige Charaktere der Protagonisten und stimmige Dialoge besitzt - einiges scheint mir diesmal aber zu konstruiert, z.B. die Rolle der beiden alten Damen.
Eingebettet ist das Geschehen in die deutsch/französische Landschaft des Elsass und Breisgaus.
Das Menschenbild von Bonì gibt die Stimmung im Roman wieder: "So war diese Gesellschaft auch hier, nach außen schön und freundlich und friedlich, in sich verfault, ein Sumpf aus Trieben, Machtgelüsten, Hemmungslosigkeit, die sich überall auf sankionierte Weise Bahn brachen und manchmal auf grauenerregende."
Auch mit dem vierten Teil von Romanen um Louise Bonì ist Bottini wiederum ein toller und empfehlenswerter Krimi gelungen.
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