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Jupiters Träume: Mit dem Motorrad um die Welt Taschenbuch – 1. April 2009

4.3 von 5 Sternen 19 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ted Simon, geboren 1931 in Deutschland, lebt in Kalifornien und London. Als Journalist arbeitete er unter anderem für "Daily Mail", "Observer" und "The Times".

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

PROLOG

Im März 1973 beschloss ich, auf einem Motorrad um die Welt zu fahren. Die Idee kam mir, wie man so schön sagt, aus heiterem Himmel, obwohl es ein recht grauer Tag an der Südküste Englands war. Für ein Motorrad entschied ich mich hauptsächlich aus zwei Gründen: Erstens einmal schien es das vielseitigste und wendigste Fortbewegungsmittel zu sein. Und zweitens nahm ich an, dass bisher noch niemand auf einem Motorrad eine solche Reise unternommen hatte - als erster würde ich daher ein gutes Buch darüber schreiben können. Ich war Schreiber und kein Biker. Obwohl ich Motorräder seit meiner Kindheit bewundert hatte, wusste ich nichts über sie. Das machte mir nichts aus. Millionen fuhren sie, also warum nicht ich? Ich war 42 Jahre alt. Manche sagten: "Dass du zu alt bist für so ein Ding, das steht jedenfalls fest!" Aber auch das machte mir nichts aus, und es stellte sich schließlich heraus, dass es ein gutes Alter war.Die Reise nahm vier Jahre in Anspruch. Sie war sehr beschwerlich, sehr aufregend, und aus ihr ging "Jupiters Fahrt" hervor, ein Buch, das viele Menschen gelesen haben.Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich meine Fahrt als Siebzigjähriger wiederholen würde, hätte ich ihn ausgelacht. Siebzig wäre viel zu alt dafür.Vierundzwanzig Jahre später, als ich neunundsechzig war, dachte ich jedoch: Warum eigentlich nicht? Motorrad fahren kann ich noch immer. Wäre es nicht faszinierend herauszufinden, was inzwischen entlang der 78 000 Meilen langen Wegstrecke geschehen war, die ich mir in den siebziger Jahren selbst ausgeheckt hatte, und festzustellen, ob ich es schaffen könnte, die Person, die ich damals war, wiederzubeleben - jenen Mann, der sich kurzzeitig den recht hochfliegenden Namen Jupiter zugelegt hatte und für manche Menschen beinahe ein Mythos geworden war.Es gibt Tausende, das weiß ich wohl, die träumen, das zu tun, was Jupiter tat. Warum nicht ich?"Die Zukunft ist auch nicht mehr, wie sie mal war."Paul Valery
In meiner Erinnerung taucht er auf wie ein Gespenst, peinigt mich, eine Gestalt ohne Konturen, nichts als eine Erscheinung, die verblasst, wenn ich sie genauer in Augenschein nehmen will, und wiederersteht, wenn ich ihr die Aufmerksamkeit entziehe. Als wir einander begegneten, vor dreißig Jahren, war er nicht mehr als Objekt meiner Neugier und darüber hinaus ohne Bedeutung, aber jetzt treibt er aus einer versteckten Nische des Unbewussten nach oben und lässt nicht mehr locker.Er war Matrose auf der Zoe G, dem einzigen Schiff, das ich für die Überfahrt mitsamt meiner Triumph von Afrika nach Südamerika hatte auftun können. Sie war nur ein kleines Trampschiff und vom Schicksal verdammt, schon bald an einem fernen indischen Strand zerlegt und verschrottet zu werden, aber sie brachte mich durch ein furchtbares Unwetter heil nach Brasilien und war eben mein Traumschiff. Ich schleppte bereits meine eigene Fracht von Erinnerungen mit, die sich auf der Fahrt durch Afrika angehäuft hatten, und sichtete und siebte die Erlebnisse, war in meine Gedanken vertieft und machte immer wieder neue Entdeckungen an mir und meinen Erfahrungen. Vielleicht war ich einfach nicht offen, in ihm mehr als eine flüchtige Erscheinung zu erkennen. Heute sehe ich in ihm ein Omen. Wäre ich wacher gewesen, hätte ich vielleicht klarer vorhergesehen, was in kommenden Tagen geschehen sollte.Oft saßen wir allein auf dem schmalen Metalldeck, wo auch mein Bike stand, an einem Geländer festgezurrt und verhüllt von einem Leinentuch, traurig anzusehen und belanglos. Seine Hauptbeschäftigung bestand darin, mit Farbe und Pinsel tapfer gegen die Rostblasen auf dem Eisenkleid der alten Dame zu kämpfen, damit sie noch einigermaßen vorzeigbar blieb. Sein Gesicht war ein Mosaik aus einander widerstreitenden Zügen, eine Melange aus vielen Rassen. Daran erinnere ich mich nur, weil ich es mir damals sagte, und nicht, weil ich ihn jetzt vor mir sehe. Im damaligen Apartheid-Staat Südafrika hätte man ihn unter "farbig" ("coloured") eingeordnet. Es gab da etwas Chinesisches in der Mischung, dachte ich, zusammen mit Indischem und eventuell Malaiischem, aber überwiegend war er schwarzafrikanischer Herkunft. Er war jung, kaum zwanzig, schlank, muskulös, mit einer Vorliebe für bunte Trägerhemden und Gespräche. Wir hatten viel Zeit, uns zu unterhalten.Warum ich mich an ihn erinnere und was mich so besonders faszinierte war sein Standpunkt. Auf meinem Weg von London nach Kapstadt hatte ich Meinungen gesammelt. Was dachten kürzlich unabhängig gewordene Kenianer? Oder tunesische Araber? Oder Afrikaaner? Oder Ägypter? Oder weiße Rhodesier? Oder sudanesische Christen? Oder Angehörige des Volksstamms der Turkana? Oder junge arbeitslose libysche Muslime?Doch dieser Mann - ich muss seinen Namen gekannt haben, aber er ist mir entfallen - betrachtete die Dinge, ohne sie in Kategorien zu zwängen. Hinter seinen so willkürlich zusammen gewürfelten Zügen leuchtete eine lebhafte Intelligenz, unbehelligt von zu viel Bildung, genährt von zahllosen Begegnungen in Häfen auf der ganzen Welt. Er war die Verkörperung der Dritten Welt, und doch überschritt er ihre Grenzen. Er war ein großer Optimist, verschmitzt und listig, voller Humor und mit Durchblick. Er gefiel sich nicht im Habitus der Darbenden, aber er stellte bohrende Fragen. Er hegte keinen Groll aus vergangenen Tagen, und da war keine Furchtsamkeit in seinem Blick und kein Hang zur Gewalt in seinem Herzen, sondern nur ein geschärftes Bewusstsein für erdenkliche Möglichkeiten. Er begriff intuitiv, welche Kräfte in der Welt am Werk waren, und schien sie zu verachten.Ich kann mich nicht erinnern, welche Wörter er gebrauchte, aber sie hinterließen einen starken Eindruck bei mir. Ich hatte niemals erwartet, einem Mann zu begegnen, der sich wie er aus seinen Lebensumständen zu befreien vermochte. Jetzt erst wird mir klar, dass mir sein wahres Format entging. Damals konnte ich nicht über meine gerade erst verinnerlichte Einschätzung von Menschen hinausblicken, die allerorten auf einem Kontinent in ihre individuellen stammestypischen, nationalen und religiösen Überzeugungen verstrickt waren und ihre Nachbarn mit tief verwurzeltem Argwohn betrachteten. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Ted Simon ist kein Held, wie er selbst sagt...aber manchmal führt er das Leben eines Helden. Ein Widerspruch? Es ist ihm hoch anzurechnen, daß er das Abenteuer einer Wiederholung seiner fantastischen ersten Reise im gesegneten Alter von 70 Jahren noch einmal ins Auge faßt, dazu gehört Mut.
Aber leider auch Geld. Denn um die Reise überhaupt zu finanzieren, läßt sich Simon von verschiedenen Seiten sponsern und dazu überreden, für Filmaufnahmen an diversen Orten seiner Route zu posieren. Nicht mal sein Motorrad gehört ihm. Zudem promotet er sein kommendes Buch durch die kontinuierliche Reiseberichterstattung auf seiner Website, was ihn in ständigem Kontakt zur Außenwelt und unter Termindruck hält. Dagegen ist zwar prinzipiell nichts einzuwenden, aber war bei seiner ersten Reise noch Romantik, Individualität und Freiheitsdrang allgegenwärtig zwischen den Zeilen spürbar, halten ihn jetzt die permanenten Verpflichtungen der Berichterstattung an der kurzen Leine. Simon ist kein Abenteurer mehr, der namenlos in die weite Welt fährt. Seine Kontakte scheinen schier unerschöpflich, in fast jeder Stadt hat er irgendwelche Freunde zu besuchen, die ihm weiterhelfen und seine Probleme lösen...einerseits praktisch, andererseits für Nostalgiker desillusionierend. Während bspw. andere Globetrotter tagelang auf ein Visum für den Sudan warten, läßt Simon nach Stunden frustrierender Warterei seine Kontakte zur UN spielen und darf weiterfahren...allerdings ohne wie früher in dem Maße als Held bestaunt und verehrt zu werden, RTW (Round The World) ist mittlerweile Normalität. Die Welt ist nicht mehr, wie sie mal war, stellt er schließlich lakonisch fest...
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Tolles Buch. Endlich mal ein Bericht von einem Mann der als Schriftsteller zum Biker wurde und nicht von Bikern die meine, dass sie auch Schriftsteller sein könnten. Ich fange hinten an und lese erst das neuere Buch um dann den Urahn aller Reisebücher "Jupiters Fahrt" zu lesen. Bin mal gespannt.
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Format: Taschenbuch
Ted Simon hatte die Reise schon mal vor vielen Jahren gemacht.
Er hat unweigerlich ein Muster/Blaupause bzw. Schablone von Erfahrungen gemacht womit er die Reise verglich.
Vielleicht sind es die unspektakulären im verborgenen und nicht groß angekündigten Reisen die intensivsten.
Er muß schmerzhaft erkennen, das jede Reise unwiederbringbar ist.
Aber auch Chancen für neues bietet.
Es ist eine unglaubliche Leistung von ihm die animiert zum Selbstnachmachen.
Was etwas befemdlich wirkt, ist das er auf seiner Reise kurz nach Hause zurückfliegt (ein paar Sachen regelt) und sich
wie er selbst sagt von der Reise ungewolt kurz distanziert.
Man kann nur staunen, wieviele Kontakte und einflußreiche Helfer Ted Simon überall hat und Sponsoren.
Auf jeden Fall möchte man diese Reise mit Ihm gar nicht mehr beenden sondern weitermachen.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Leider konnte ich selbst nie eine derartige Reise unternehmen. Der Traum davon ist aber bis heute geblieben. Vielleicht gelingt es mir bis zu meinem Lebensende noch irgend einen Kontinent auf dem Motorrad zu entdecken. Bis dahin geniesse ich die interessanten Reiseberichte und Erfahrungen von Ted Simon. Er versteht es meisterhaft so zu schreiben, dass das Buch, trotz der langen Reisezeit, nicht langweilig wirkt. Für Motorrad Weltenbummler sicher zu empfehlen.
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Format: Broschiert
Das Zitat am Anfang des Buches Die Zukunft ist auch nicht mehr das was sie mal war" ist sehr treffend für das Buch. Knapp 30 Jahre später nach seiner ersten Weltumrundung mit dem Motorrad macht sich Ted Simon mit 70 Jahren wieder auf den Weg. Weniger um Neues zu entdecken, sondern um zu sehen, wie sich die Menschen und Länder entwickelt haben. Simon zieht eine, vom Verschwinden der Diktaturen in Südamerika abgesehen, negative persönliche Bilanz. Ähnlich wie Indiana Jones erleidet er sein Abenteuer, während der Fahrt ereignen sich diverse Stürze, Knochenbrüche, Konflikte mit Behörden oder technische Probleme. Und hier das Positive - immer bekommt er Hilfe, Menschen die die Probleme lösen oder dabei behilflich sind. Ted Simon ist, wie er zugibt, auch nicht der versierte Motorradfahrer, so hat das Buch hier nicht seinen Schwerpunkt und ist auch für Leser, die für Motorräder weniger übrig haben, geeignet. Er versucht, wie er schreibt, kein Held zu sein, ist freundlich und bescheiden, wie ich in einem zufälligen Treffen in Kananchanburi selbst feststellen konnte.
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Ted Simon ist mit dem Bericht seiner zweiten Weltreise als über 70jähriger auf dem Motorrad wieder ein äußerst lesenswertes Buch gelungen. Ich hatte schon das Vergnügen, seinerzeit seine Reise online zu verfolgen, regelmäßig stellte er seine täglichen Erlebnisse online. Schön, daß daraus ein doch wieder aus anderen Gründen lesenswertes Buch wurde - wenn auch zum Teil etwas schlampig Korrektur gelesen: Ein absolut lesenswerter und subjektiver, freundlicher und bescheidener Blick auf die Welt und in das innerste des Autors, mit einer außerordentlichen und nicht gezierten Bescheidenheit und Demut, Selbstkritik und der nötigen Distanz zu sich selbst.

Ich habe Ted Simon gerne das dritte Mal durch die Welt begleitet.
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