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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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Auch wenn es teilweise etwas langatmig ist, hat mich das Buch von Anfang bis Ende gefangen genommen. Salman Rushdie beschreibt in seiner Autobiographie, wie sein Leben nach der Fatwa von Ayathollah Khomeini verlaufen ist und wie er sein Leben im Untergrund bewerkstelligt hat. Auch wenn er mir als Person selbst oftmals gar nicht so sympathisch erscheint, sind sein Durchhaltewille, sein Kampfgeist und der unerschüttlerliche Glaube an bestimmte Ideale für mich persönlich sehr bewundernswert. Trotz der Todesdrohungen aus dem islamistischen Lager und vielen Anfeindungen in den westlichen Ländern - selbst von Leuten die auf seiner Seite hätten stehen müssen - kämpft Rushdie unerschütterlich für Grundwerte wie das Recht auf freie Meiungsäußerung und künstlerische Freiheit. All dies verpackt in seinem sehr ausführlichen und teils etwas langatmigen Schreibstil inklusive der Schilderung seiner Liebschaften etc. Obwohl ich kein Fan derartiger Ausführungen bin, ist das Grundthema so spannend und aktuell, dass ich trotzdem immer mit Neugierde weiter gelesen habe. Für mich ein sehr wichtiges Buch, dass grundsätzliche Fragen von nie endender Aktualität aufwirft. Top-Buch - Kaufen!!!
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am 23. Januar 2013
Nie und nimmer hätte ich mir einfach so diesen 700 Seiten Schmöker gekauft, aber eine sehr wohlwollende Rezension im Deutschlandfunk veranlasste mich dann doch zum Erwerb. Ich habe es keine Sekunde bereut! Zur Zeit lebe ich mit dem Buch - in der Straßenbahn, am Mittagstisch, in jeder freien Minute. Nicht nur, dass der Plot mitten aus dem Leben äußerst spannend ist. Salman Rushdie versteht es meisterhaft, die Fülle des Lebens, der vielen tausend und abertausend Geschichten, die alle miteinander verwoben sind, in große Literatur zu kleiden. Besonders imponierend, dass er zu keiner Zeit in Selbstmitleid verfällt, sondern mit feiner Selbstironie die eigene Rolle durchaus und immer wieder kritisch sieht. Und das Buch muss so lang sein - die Jahre im Untergrund waren es auch, die Leser bekommen so eine Ahnung von der unglaublichen Belastung, die allein aus der Perspektivlosigkeit erwachsen musste. Dies wird für mich nicht das letzte Buch des Autors sein!
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Zunächst dachte ich bei dieser Salman - Rushdie - Autobiografie wie kann das denn sein, wie kann der Autor denn ein gewisser Joseph Anton sein? Aber dann löste sich das Rätsel doch schnell auf. Der Autor wurde von der Polizei gebeten sich einen Decknamen zuzulegen und so überlegte er sich eine Vornamenkombination seiner beiden Lieblingsschriftsteller Conrad und Tschechow.

Rushdies Aufzeichnungen beginnen mit dem Anruf der BBC - Reporterin, die ihm mitteilt, dass er gerade von Khomeini zum Tode verurteilt wurde. Er nimmt seine Leser mit hinein in sein Denken und Fühlen, in seine Überlebensängste und in den Beginn seines Lebens in Verstecken und mit ständigen Begleitern in Uniform.

Was den Reiz dieses Buches für mich ausmacht ist der Umgang mit dem Islam. Rushdie versucht einen Weg zu finden wie er mit und über den Islam spricht. Selbsverständlich tut er dies sehr subjektiv, aber dafür ist es eine Autobiografie. Bis zum heutigen Tag steht der Autor einem übermächtigen, weil oft unsichtbaren Feind gegenüber.

In seinem Buch holt sich Rushdie selbst vom hohen Sockel auf dem ich ihn bislang immer sah. Verblüffend offen spricht er über seine Frau mit der er erst ein Jahr verheiratet war und doch schon wusste, dass diese Hochzeit ein Fehler war. Der Autor beschreibt Höhen und Tiefen die ins Leben eines jeden Menschen gehören. Das Besondere bei Rushdie ist halt das immer noch bestehende Todesurteil, aber doch ist er mit diesem Buch für mich mehr Mensch geworden.

Sehr zu empfehlen!
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am 28. Oktober 2012
„Joseph Anton“, das ist der nome de guerre Salman Rushdies, zusammengesetzt aus den Vornamen zweier seiner literarischen Idole – ein Pseudonym, das sich der Schriftsteller zulegt, um in seinem Versteck zu überleben. Es erlaubt ihm nun autobiografisch-distanziert von sich in der dritten Person zu erzählen, ohne dass dies affektiert wirkt.

Die autobiografische Erzählung hat zwei starke Pole: Der negative Pol liegt im AUSGELIEFERTSEIN. Ich war verblüfft, wie wenig sich der britisch-indische Schriftsteller nach dem „Todesurteil“ des siechen iranischen Ayatollahs auf die staatsbürgerliche Solidarität seiner Regierung (zunächst Mrs. Thatcher) verlassen konnte. Das politische Spiel um Rushdie ist zutiefst beschämend, erschreckend und zeigt auf, wie leicht sich eine westliche Gesellschaft durch den Angriff auf eine exponierte – und als Künstler per se schwache – Einzelperson selbst entblößen und gegenüber einer zynischen Diktatur opportunistisch entblöden kann.

(Lesern, die hinter der Schwäche des Westens gegenüber dem islamistischen Fundamentalismus stets nur naive „68er“ oder blöde „Mulitkultifreunde“ wittern, wird die Lektüre eine Überraschung bereiten: Zu den größten Rushdie-Feinden – sollen ihn die Mullahs doch kriegen – zählten rechte Torry-Abgeordnete und die rechte Boulevardpresse, die sich mit der produktiven Geistesgröße Prince Charles um die Kosten des Personenschutzes für den nichtsnutzigen Schriftsteller ausließen…)

Den positiven Pol bildet SOLIDARITÄT in Gestalt von Menschen, die das private Leben Rushdies teilten, der schlichten Professionalität der einfachen Polizisten und einer großen Zahl prominenter Köpfe vor allem des britischen, französischen und des US-Geisteslebens. Franziska Augstein hat in der „Süddeutschen Zeitung“ einmal über Stephen Frys Autobiografie angemerkt, diese bestehe aus substanzlosem Namedropping von Showbiz-Prominenz. „Joseph Anton“ könnte man auch so lesen, dass hier allzu viele große Namen der westlichen Geisteswelt dem verfolgten Helden die Hand schütteln – so wäre es wohl, wäre der Anlass nicht: ihre Solidarität.

Rushdie geht mit seinem reichhaltigen eher intimen Desastern recht schonungslos um, dem Scheitern seiner Ehen, die nicht (allein) den widrigen Umständen nach der Fathwa Khomeinis geschuldet waren. Angenehm indes: Diese Schonungslosigkeit liegt weitaus näher an einer lakonischen Erzählung als einer psychologisierenden Selbstanklage. Das lässt sich gut lesen und zeugt meines Erachtens von der richtigen Einstellung gegenüber Brüchen im eigenen Leben. Und da Ehe- und Beziehungskrisen zum Leben des durchschnittlichen Menschen in Europa dazugehören, bringen sie den berühmt-berüchtigten Herrn Rushdie sehr nah an uns Normalsterbliche heran.

Munition für Freunde der These eines „Kampfes der Kulturen“ wird sich wenig finden. Rushdie liebt die Kultur seiner Väter, bemerkenswert allein sein Hass beispielsweise auf die ungebildeten Vertreter muslimischer Gemeinden in England – die faktisch von der britischen Regierung einen verwundbaren Schriftsteller als eine Art Menschenopfer erwarteten, ein Opfer, das ihnen „Anerkennung“ verschaffen sollte - nach dem Muster: Verlange das Unmögliche (die Opferung eines lästerlichen Schriftstellers), bekomme das Mögliche (noch die erste Regierung Blair plante einen ganz widerlichen Gotteslästerungsparagraphen nach russischem Muster).

Würde es mit den rund 700 Seiten nicht jedes Maß für Schullektüre sprengen, böte das Buch viel Lehrreiches für Heranwachsende: Dass der Kampf um Anerkennung und Respekt in einer westlichen Gesellschaft über Bildung, Tapferkeit und Ehrlichkeit zu haben ist, nicht über gewolltes Beleidigtsein, minderbemitteltes Propagandageschrei und schon gar nicht über die Behauptung, im Besitz einer unkritisierbaren (religiösen) Wahrheit zu sein.

Nebenbei: Es finden sich einige blöde Druckfehler (fehlende Buchstaben in Hilfsverben, wechselnde Schreibweise eines Eigennamens in zwei Zeilen etc.). Einerseits schade, dass der reiche Bertelsmann-Verlag sich den kritischen Schlusskorrektor offenbar gespart hat. Andererseits: Insgesamt fällt die Fehlerquote nicht stark ins Gewicht (beim armen Eichborn-Verlag sah es immer viel schlimmer aus).
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am 25. Juni 2016
Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie gehört zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Literatur und feierte mit seinem 1981 veröffentlichten Roman Mitternachtskinder seinen internationalen Durchbruch und gewann den Booker-Preis. 1988 veröffentlichte er den Roman "Die satanischen Verse". Doch das verändert das Leben des Salman Rushdie auf dramatische Weise, denn der iranische Staatschef Khomeini verurteilt ihn mittels einer Fatwa am 14. Februar 1989 zum Tode. Fortan muss Salman Rushdie unter Polizeischutz in den Untergrund ziehen, unter dem Decknamen Joseph Anton. Salman Rushdie muss zudem um Unterstützung und Verständnis ringen.

Der Autor Salman Rushdie schafft es sein Leben sehr eindrucksvoll zu beschreiben, er schreibt in der dritten Person und nicht in der Ich-Form.
Salman Rushdie beschreibt sein Leben teils bitter und teils komisch, unter anderen beschreibt er Religion, Kunst, Fanatismus und Meinungsfreiheit. Neben seinem Leben im Untergrund beschreibt er sehr anschaulich die verheerenden Auswirkungen der Veröffentlichung seines Romans "Die satanischen Verse".

Wer sich tiefer mit Salman Rushdie und seinen Werken ("Harun und das Meer der Geschichten" ist einer meiner absoluten Favoriten) befassen möchte, der kann sich von seiner Autobiografie mitreißen lassen.

Das Leben selbst besteht aus tausenden von Geschichten, die miteinander verwoben sind.
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am 19. August 2014
Wir haben uns immr gefragt, wie es wohl Salman Rushdie geht. Wir waren empört über die Fatwa, und wir fragten uns, ob er das Versteckspiel übersteht. Kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen, wurde die Fatwa aufgehoben, und Rushdie kann sich wieder frei bewegen.
Das Buch schildert die Jahre des Versteckens, der Orts- und Wohnungswechsel. Aber es ist mehr: Es ist eine Autobiografie und eine Folie, auf deren Hitnergrund sich seine großen Bücher - Die Mitternachtskinder, Die satanischen Verse und Des Mauren letzter Seufzer - besser verstehen lassen. Wer die Bücher gelesen und nur teilweise verstanden hat, sollte es nach der Lektüre von Joseph Anton noch einmal tun.
Eine spannende Lektüre, die Einblick in das Leben eines der großen Epiker des 20. Jahrhunderts gibt.
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am 22. Dezember 2015
...und ist dabei ebenso charmant wie indiskret. Das Buch schildert das beeindruckende Leben eines charismatischen Menschen, entfaltet von Salman Rushdie selbst, der gegen seinen Willen am Valentinstag 1989 vom Schriftsteller zur Symbolfigur mutierte. Die Geschichte der Satanischen Verse, die dazu den Anlass boten, mag manchen noch bekannt sein.
Ich muss gestehen, dass Bücher des Magischen Realismus nicht so meine sind. Mir ist das zu blumig und abstrus. Stattdessen lese ich gerne (Auto)Biographien. Habe schon einen Berg davon verschlungen. Diese war die Beste. Als wir von einer Lesung Rushdies in Berlin im vergangenen November lasen, haben wir sofort Karten gekauft und sind hingefahren.
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am 3. Juni 2013
Wie war das nochmal?
Ja, dieser Autor, dessen Bild berühmter war als sein Werk ... !?
Der sich deswegen verkriechen musste, während sich viele aufgeklärte Zeitgenossen freiwillig und feige wegduckten, ihm
im schlimmsten Fall sogar sein Schicksal zum Vorwurf machten !?
Unglaublich: ein gefühltes Menschenalter wusste man nur, dass er irgendwie im Verborgenen weiterschrieb, es ab und zu
in die Nachrichtensendungen schaffte -irgendwas mit Iran/Fatwa und/oder Menschenrechte/Demokratie- und am Ende wusste man immer seltener
ob das Problem noch bestand oder nicht (und immer weniger, worin es denn eigentlich bestanden hatte?).
Und jetzt die Antwort: auf über 700 Seiten! Chronologisch mit Rückblenden, fast buchhalterisch, zuweilen poetisch, oft wütend.
Die Interaktion mit mehr oder weniger bekannten Weggefährt-/ZeitgenossInnen (allein das Namensregister umfasst 11 Seiten!) mag hie&da
anstrengend sein, aber das gehört schließlich in eine Biographie, deren Deutungshoheit sich Rushdie zu Recht nicht nehmen lassen wollte.
Subjektiv, aber trotzdem meist milde (eines von vielen Highlights: die Dokumentation seines Streits mit John Le Carré, bei der er die pointiertesten Salven
nicht selbst, sondern von [noch] scharfzüngigeren Mitstreitern abschießen ließ) werden öffentliche und private Krisen kommentiert.
Nicht nur seine Sprache, Stil und Erzählvermögen, sondern auch die Entstehungsgeschichte(n) seiner (mehr oder weniger bekannten) Werke bilden
-zumindest für den Rezensenten- einen Anreiz auch diese zu lesen.
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am 12. Juni 2013
Es ist ein Buch das mehr als die Biographie von Salman Rushdie enthält. Es zeigt wie wichtig uns unsere Freihet seien muss. Die Redefreiheit, Meinungsfreiheit und dass man sich Despoten die uns diese Freiheit verwehren wollen nicht beugen darf. Es gibt einen Einblick, was es bedeutet wenn man von Mördern bedroht wird und für vogelfrei ausgerufen wird. Wie verhält sich die Umwelt, Freunde, Politik. Was macht es mit dir. Es ist ein gehaltvolles Buch das mir sehr viele Einsichten brachte dabei unterhaltsam und wahnsinnig interessant ist. Es sollte Jeder lesen, besonders die Menschen, welche mit solchen Restriktionen einer Diktatur der Religion oder anderer Idiologien oder oder.... keine Berührung hatten oder haben. Bitte unbedingt lesen und weiterempfehlen. Ich danke dem Autor für dieses Buch und seine Haltung.
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am 17. Januar 2015
Ein Opfer eines kritischen Schriftstellers - nicht nur er, auch seine Familie zählt zu den Opfern von blindwütigen Religionsverfolgern. Können die Imame das vertreten?
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