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Jenseits des Eurozentrismus: Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften 2., erweiterte Auflage Broschiert – 7. November 2013


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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sebastian Conrad ist Professor für Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Shalini Randeria ist Professorin für Sozialanthropologie und Soziologie am Graduate Institute of International and Development Studies Geneva. Regina Römhild ist Professorin am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das postkoloniale Europa: Verflochtene Genealogien der Gegenwart – Einleitung zur erweiterten Neuauflage (2013)
Shalini Randeria und Regina Römhild


Was als Ausblick die Einleitung zur ersten Auflage beschloss, steht im Mittelpunkt der hier vorliegenden erweiterten Textauswahl: nämlich eine postkoloniale Perspektive auf die globalisierte Gegenwart zu entwickeln, die von der Geschichte der Verflechtungen aus- und zugleich über sie als historisches Momentum hinausgeht; eine Perspektive, die auch die Gegenwart Europas – als diskursive Formation und als politisches Projekt – ins Verhältnis globaler Relationen und Bewegungen zu setzen vermag. Ausgangspunkt für diese thematisch breit angelegte, transdisziplinäre Neuauflage ist daher die Überzeugung, dass postkoloniale Perspektiven ebenso relevant wie unerlässlich sind, um Gesellschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft in Europa heute zu verstehen.


Europa sei buchstäblich ein Produkt der Dritten Welt, schrieb Frantz Fanon provokativ in seinem Werk Die Verdammten dieser Erde (1961). Mit dieser brillanten Einsicht in die Wechselwirkungen von kolonisierenden und kolonisierten Gesellschaften, die konstitutiv für beide Seiten waren, formulierte Fanon eine radikale postkoloniale Position. Eine an diese Einsicht anschließende, postkolonial informierte Perspektive auf die Gegenwart Europas scheint uns nach wie vor ein Desiderat zu sein. Während die theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen und Konzepten der Postcolonial Studies in den Kultur- und Sozialwissenschaften im deutschsprachigen Raum noch am Anfang steht, zeigt sich der Einfluss postkolonialer Ansätze vor allem in den Geschichtswissenschaften, wo die Überwindung nationaler, territorial geschlossener Erzählungen zugunsten einer Verortung historischer Entwicklungen, Akteure und Räume innerhalb einer verflochtenen »Globalgeschichte« mittlerweile fast eine etablierte Position darstellt.


So zeugen etwa die Bände der von Sebastian Conrad, Andreas Eckert und Ulrike Freitag seit 2007 herausgegebenen Buchreihe »Globalgeschichte« von dieser produktiven Resonanz in den Geschichtswissenschaften (Conrad, Eckert & Freitag 2007). Dass dabei Gesellschaften, ihre Politik, Wirtschaft und Kultur nicht mehr in einem nationalstaatlichen Rahmen, sondern in einem globalgeschichtlichen Zusammenhang betrachtet werden, führt zu einer wesentlichen Horizonterweiterung. Die in diesen Studien analysierten Akteursnetzwerke und institutionellen Konstellationen, kulturellen Prägungen und politischen Strategien weisen auf die Notwendigkeit hin, den als »national« konzipierten Raum als Produkt transnationaler Verflechtungen wahrzunehmen. Dadurch lassen sich einerseits neue Einsichten in transnationale Verschränkungen gewinnen, die auch die deutsche Geschichte geprägt haben (u.a. Conrad & Osterhammel 2004; Conrad 2006; Conrad 2008) und bis in die Gegenwart fortwirken. Andererseits ermöglicht der Fokus auf das bis dahin kaum einbezogene Deutschland eine Bereicherung und Verschiebung des räumlichen Spektrums postkolonialer Ansätze, die sich üblicherweise stark auf die historischen Kolonialmächte England, Frankreich, Belgien und die Niederlande konzentrieren.


Entsprechend richtet sich die Kritik am Postkolonialismus oft auf dessen überwiegenden Fokus auf das Britische Empire und seine Kolonien. So wurde versucht, die Bedeutung des »indischen Modells« zu relativieren bzw. die britischen Kolonien als Sonderfall darzustellen. Ein wichtiger Einwand gegen postkoloniale Ansätze betraf etwa ihre Tendenz, den europäischen Kolonialismus am britischen Modell auszurichten und damit zu homogenisieren. So machen neuere Forschungsarbeiten zu französischen (Mbembe 2000; Mbembe in diesem Band), italienischen (Mellino 2005), portugiesischen (Sousa Santos 2002) und deutschen (Conrad 2008) Erfahrungen des Kolonialismus darauf aufmerksam, dass postkoloniale Perspektiven und Studien außerhalb des angelsächsischen Raums bis vor wenigen Jahren auf wenig oder nur sehr verhaltenes Interesse gestoßen sind – und dies sogar in Gesellschaften mit einer langen und komplexen kolonialen Geschichte. Zu den Gründen für dieses kontinentaleuropäische Desinteresse zählen die Tendenz zur systematischen Verdrängung der eigenen kolonialen Vergangenheit, die mangelhafte Rezeption wichtiger Autorinnen und Autoren wie beispielsweise Edward W. Said und der fehlende Einfluss von Intellektuellen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern of colour bzw. mit Migrationshintergrund. Vorstöße, auch bislang ausgeklammerte Staaten wie die Schweiz unter der Perspektive eines »Kolonialismus ohne Kolonien« (Putschert, Lüthi & Falk 2013) in den postkolonialen Diskurs einzubinden, sind noch die Ausnahme – und gerade deshalb wichtig.


Trotz der Hinwendung zu postkolonialen Perspektiven in den Geschichtswissenschaften bestehen weiterhin Lücken in der Aufarbeitung und Sichtbarmachung der kolonialen Geschichte Europas. Zudem bleiben die epistemologischen Grundlagen heutiger Wissensproduktion, heutiger Politiken und Auseinandersetzungen in den europäischen Gesellschaften von dieser Aufmerksamkeit für postkoloniale Ansätze weitgehend unberührt. So entsteht erst allmählich eine Reflexion dieser Ansätze in den mit Europa befassten Wissenschaften und befragt deren Grundlagen: ihre Sicht auf kulturelle, diskursive und politische Projekte der Europäisierung, auf expandierende, imperiale Formen eines europäischen Regierens und auf Fragen der Bürgerschaft in den metropolitanen Kreuzungspunkten globaler, postkolonialer Migrationen.


Diese Lücken im Blick, verfolgen wir mit diesem Band das Ziel, ein weiteres Kapitel eines subtilen, fortdauernden Eurozentrismus aufzuschlagen und zu reflektieren. Denn gerade weil die europäische Metropole in ihrer heutigen Gestalt kaum aus postkolonialer Perspektive in den Blick genommen und markiert wird, behauptet sie sich weiterhin als unhinterfragte »leere Mitte«, und damit als unsichtbares Zentrum wissenschaftlicher Diskurse. Mit einer reflexiven postkolonialen Betrachtungsweise lässt sich Europa dagegen nicht nur historisch, sondern auch in der Gegenwart dezentrieren: als Produzentin wie als Produkt globaler Machtverhältnisse, Bewegungen und Konflikte sowie ihrer Verflechtungsgeschichten.


Die Beiträge von Manuela Boatc, Prasanjit Duara, Michael Herzfeld, Achille Mbembe und Sandro Mezzadra, um die der Band erweitert wurde, stellen dezidierte postkoloniale Bezüge zum gegenwärtigen Europa und seinen Grundlagen her. Sie ergänzen und pointieren den bereits bestehenden Korpus von Texten in dieser Hinsicht und wurden von uns innerhalb einer neuen Gliederung an jeweils passender Stelle eingefügt. Der erste Teil versammelt Texte, die ein Panoptikum kolonialgeschichtlicher Grundlagen europäischer Epistemologien vorstellen und analysieren. Diesen Part beschließt Achille Mbembes Auseinandersetzung mit der aktuellen Absenz postkolonialer Selbstreflexion in Frankreich: Er geht deren epistemologischen Hintergründen nach und zeigt dabei exemplarisch, wie solche Genealogien eine europäische Gegenwart bestimmen. Mit Transgressionen ist der Mittelteil des Buches überschrieben. Hier finden sich neu hinzugekommene Texte, die an die These des »inneren Kolonialismus« von Jean und John Comaroff anschließen und nach Formen der Einschreibung, Übertragung und der Übertragbarkeit kolonialer Denk- und Handlungsmuster fragen. Dabei geht es gerade nicht um die Annahme einfacher Reproduktionen und Kontinuitäten, sondern um komplexe transgressive Übergänge auf der Skala kolonialisierender Regierungstechniken, wie Sandro Mezzadra am Beispiel einer neuen Zentralität von Grenzen und Border Studies für die Frage nach einem sich konstituierenden politischen Subjekt deutlich macht. Michael Herzfelds Analyse eines an den Grenzen zwischen Kolonie und Metropole angesiedelten »Kryptokolonialismus« zeigt überraschende Nachbarschaften zwischen scheinbar weit voneinander entfernten Gesellschaften wie...


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