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Jens Bujar

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Interview mit Jens Bujar



Herr Bujar, was soll uns „Die Bier-Diät“ sagen? Dass man sich das Abnehmen schön trinken kann?
Ja, aber natürlich nur, wenn man es nicht übertreibt. Die Bier-Diät bedeutet jedenfalls nicht, dass man sich dabei ständig betrinken soll. Das kann schon mal passieren, aber eigentlich geht es darum, sich ausgewogener zu ernähren und auf offensichtlich dick-machende Dinge zu verzichten. Die Bier-Diät ist eine Art FdH, „Friss die Hälfte“, nur dass ich das Konzept erweitert habe: Friss die Hälfte der Hälfte – und trink stattdessen ein Bier dazu.

Wie kamen Sie darauf?
Ich war an einen Punkt gekommen, an dem ich zwar nicht aussah wie Ottfried Fischer, aber doch ein bisschen aus dem Leim gegangen war. Ich wog 95 Kilo, bei einer Größe von 1,86m, und mir fiel auf: Um meinen Bauch hatten sich die berühmten Rettungsringe gebildet, über die meine Freundin gern liebevolle Witze machte. Ich dachte: 10 Kilo weniger täten es auch und beschäftigte mich deshalb mit Diäten. Doch egal, mit welchem Abnehmprogramm ich mich auseinandersetzte, überall lautete die Grundvoraussetzung: Verzichten Sie auf Alkohol, und bewegen Sie sich! Ich bewegte mich aber. Ich ging einmal die Woche abends Squash spielen – und nie schmeckte mir das Bier besser als nach einer anstrengenden Stunde auf dem Platz.

Sie taten sich schwer bei der Vorstellung, voll und ganz auf Bier zu verzichten?
Ja, total. Ich muss gar nicht jeden Tag eins trinken, aber eine Genuss-unfreundliche Diät kam für mich nicht in Frage. Ich bin wahrscheinlich so etwas wie ein Otto-Normal-Biertrinker: Ich trinke gern ein paar Pils, wenn ich mit Freunden Fußball gucke. Oder eben nach dem Sport. Aber ich dachte natürlich auch immer: Bier macht dick – warum reden wir sonst vom Bierbauch? Aber dann traf ich eine alte Freundin, mit der die Bier-Diät letztlich zusammen entstanden ist, weil die genauso gern und in ähnlichen Mengen Bier trinkt wie ich, aber keinen Bauch hat. Ich fragte sie: Wie geht das? Und so begann eine unterhaltsame Recherche: Wir googelten und recherchierten „Bier“ und „Kalorien“ – und kamen zu Ergebnissen, die uns ein Fass aufmachen ließen: Bier hat nicht halb so viele Kalorien, wie die meisten denken. Der Bauch kommt von den Chips oder den Erdnüssen, die wir dazu essen. Bier ist das alkoholische Getränk mit den wenigsten Kalorien: 0,3 Liter Pils haben 126 und 0,3 Liter Weizenbier 129 Kalorien. Wein hat da mehr Kalorien, Milch übrigens auch.

Also sparten Sie sich morgens einen Caffè Latte und tranken stattdessen abends ein Bier?
Zum Beispiel. Ich lernte: Ein Typ wie ich, der die meiste Zeit des Tages am Schreibtisch sitzt, soll täglich circa 2200 Kalorien zu sich nehmen. Wenn man das umrechnet, sind das mehr als 5 Liter Bier. Die kann ich im Leben nicht täglich trinken – aber all das regte mich an, mir mein eigenes Diätkonzept zusammenzubasteln. Ich verlor in fünf Monaten 10 Kilo, indem ich auf fett- und kohlenhydrathaltige Beilagen verzichtete. Ich aß also zum Steak keine Pommes frites mehr und griff stattdessen zum Salat – der mit einem Weizenbier gar nicht schlecht schmeckte. Ich hungerte mich sozusagen herunter, ohne mich herunterzutrinken.

Aber ganz so einfach, wie es klingt, war das auch nicht, oder?
Nein, natürlich nicht. Ich bin durch viele Phasen gegangen, wo ich dachte – ich schaffe das nicht. Meine Umwelt reagierte nicht immer nur verständnisvoll auf die Bier-Diät. Wenn ich Freunden am Tresen bei einem Weizenbier erzählte: „Hallöchen, ich nehme hier gerade ab“ – dann schmissen die sich in die Ecke vor Lachen. „Haha, das kannst du Harald Juhnke erzählen, aber doch nicht uns!“ Einmal saß ich abends mit Freunden vor dem Fernseher, wir guckten Fußball, und ich knabberte zum Bier auf ein paar Gurkensticks herum statt auf Chips. Als meine Freunde das sahen, bastelten sie mir sofort eine grüne Karte, mit der sie mich des Raumes verwiesen, unter spottenden Fangesängen: „Du kannst in’ Garten geh’n, du kannst in’ Garten geh’n!“ Dafür haben die aber ganz schön doof geguckt, als ich nach fünf Monaten 10 Kilo leichter war.

Ihr Fazit?
Vielleicht hätte ich mit einer alkoholfreien Diät nur drei Monate dafür gebraucht. Vermutlich hätte ich die aber kaum durchgehalten, denn drei Monate ohne Bier wären mir wie eine Ewigkeit vorgekommen. Dadurch aber, dass die Entbehrungen halb so schlimm waren, fühlten sich die fünf Monate der Bier-Diät gar nicht so lang an. Und gerade weil ich ja trinken durfte, fiel es mir leichter, auch einmal freiwillig zu verzichten. Und es fällt mir seither nicht einmal schwer, mein Gewicht zu halten, denn ich ernähre mich jetzt viel bewusster.