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The Jazz Album - Watch What Happens

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Produktinformation

  • Audio CD (2. März 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche Grammophon (Universal Music)
  • ASIN: B000MGB3E4
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  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen 30 Kundenrezensionen
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Titelverzeichnis

Disk: 1

  1. There's A Boat That's Leavin' Soon For New York
  2. Watch What Happens
  3. Secret Love
  4. You And I
  5. Ac-Cent-Tchu-Ate The Positive
  6. I've Grown Accustomed To Her Face
  7. Can't We Be Friends
  8. Smile
  9. They All Laughed
  10. My Funny Valentine
  11. What Are You Doing The Rest Of Your Life?
  12. In My Solitude

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wenn Musiker aus ihrem gewohnten Genre ausbrechen und Neuland betreten, ist dies nicht selten ein Minenfeld der Peinlichkeiten. Nicht nur, weil sich mancher Kritiker mit diesen "Seitensprüngen" schwer tut, sondern weil manch gut gemeinter Genrewechsel zum seichten Crossover Projekt mutiert. Wenn nun aber Thomas Quasthoff - einer der weltweit profiliertesten Klassikinterpreten ein Jazz Album aufnimmt, kann man sicher sein, dass er genau weiß, was er tut. Was wenige nur wissen, ein Sprung ins Ungewisse ist es für Thomas Quasthoff nicht, denn noch vor und während seiner Klassikausbildung hat er sich als Jazzsänger - gemeinsam mit seinem Bruder - erprobt. Einmal jährlich bei einem Jazz-Benefizkonzert in der Berliner Philharmonie konnte man bisher erleben, dass die warme, farbenreiche Stimme Quasthoffs wunderbar jazzen kann. Mit Till Brönner als Produzenten und einer erprobten Schar exzellenter Jazz-Legenden war Thomas Quasthoff in seinem ersten CD-dokumentierten Ausflug in jazzige Gefilde an der Seite von exzellenten Partnern. Schließlich hatte Alan Broadbent über die Aufnahmesessions gesagt:, "Ihm zu begegnen, war wie eine Botschaft von Gott - und ich bin überhaupt nicht religiös." und selbst Thomas Quasthoff, der seine Stimme wie seine eigene Westentasche kennt, zeigte sich überrascht, dass er ihr noch nie gehörte Farben entdecken konnte.

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In den letzten Jahren haben zahlreiche gefeierte Konzertsänger Ausflüge ins Jazzterrain unternommen. Doch, oh weh, nur selten finden die Abstecher ein happy end, allzu oft wirkt das Ergebnis steif und zickig, denn viele Interpreten aus dem Klassiksektor erdrücken die vergleichsweise schlichten Liedchen des Jazz mit einem unpassenden Belcantoknödeln in der Stimme. Ganz anders Thomas Quasthoff. Er hat verstanden, dass Standards aus dem Great American Songbook keine Koloraturarien sind und tönt auf Watch What Happens so, als hätte er sein Lebtag Jazz gesungen. Und was nur wenige wissen: So ist es ja auch. Die Filmdokumentation The Dreamer und die Autobiografie Die Stimme zeigen, dass der mehrfache Grammy-Gewinner neben der Klassikliebe tatsächlich seit jeher eine Affinität zur "U-Musik" hat. In seinen persönlichen Erinnerungen schreibt er hierzu: "Die Jazzer … haben meine Art zu musizieren nicht weniger beeinflusst als die bedeutenden Interpreten der klassischen Musik."

Der Künstler weiß also genau, was er tut, wenn er mithilfe von Till Brönner (Trompeter und Produzent in Personalunion), gefragten Instrumentalisten wie Peter Erskine, Alan Broadbent und Dieter Ilg sowie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin hier der leichten Muse nachspürt. Statt Bach, Schubert und Brahms stehen Gershwin, Rodgers & Hart und Ellington auf dem Programm, und die liegen dem Mann aus Hildesheim offensichtlich genauso gut. Er lässt in "My Secret Love", "You And I", "My Funny Valentine" etc. seinen Bassbariton so richtig schön brummen und knurren, swingt und schleift die Töne wie ein eingefleischter Jazzer.

Die Songs für diesen "Seitensprung" hat der contergangeschädigte Sänger mit Bedacht gewählt. In "They All Laughed" und "In My Solitude" schimmert die private Passionsgeschichte des Ausnahmetalents ebenso durch, wie in "Smile" und "Ac-Cent-Tchu-Ate The Positive" seine lebensbejahende Grundeinstellung anklingt. Trotz aller Hindernisse ließ sich Thomas Quasthoff nie von seinem Weg abbringen. Watch What Happens liefert neue beeindruckende Belege für den riesigen Mut und Willen eines wahrlich außergewöhnlichen Menschen. -- Harald Kepler

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Audio CD
Ich hatte das Glück, Thomas Quasthoff, Till Brönner und ihre ausgezeichneten Kollegen live in der Kölner Philharmonie zu hören. Ein Gänsehaut-Erlebnis. Ich empfand fast alle Stücke als autobiographisch. So kann eben nur einer über Liebe singen, der selbst liebt. Und nur wer selbst, wie Herr Quasthoff, durch tiefe Täler gegangen ist, bringt das "Ac-cent-tchu-ate the Positive" oder "Smile" so überzeugend rüber. Daneben standen beim Live-Auftritt aber auch stärker durch Improvisation geprägte Stücke, bei denen alle ihr Können unter Beweis stellen konnten und auch Quasthoff selbst unglaubliche Klangqualitäten aus seiner Stimme hervorzauberte. Die vermisse ich jetzt auf der CD. Es klingt manches etwas zu glatt, vielleicht auch durch die Arrangements mit Brassband und Sinfonieorchester. Deshalb ein Stern Abzug.
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Format: Audio CD
Zunächst einmal: Thomas Quasthoff kommt dem zwanglosen Swing, den ein guter Jazzvortrag braucht, sicherlich näher, als jeder andere Musiker aus dem klassischen Fach, den ich bisher gehört habe - mit der Ausnahme von Friedrich Gulda. Zwar könnten seine Interpretationen noch ein bißchen mehr "Schmutz" vertragen, ein paar mehr lustvoll verschleppte oder geschmierte Noten, was ja im Jazz bekanntlich einen großen Teil des Reizes und des Swings ausmacht. Aber man merkt ganz deutlich, dass Quasthoff einen Großteil seiner sängerischen Jugend in Jazzclubs zugebracht hat und in der Musik leidenschaftlich zuhause ist, denn er klingt hier viel mehr nach Sinatra oder Sammy Davis Jr. als nach einem Opernsänger. Er hat das "crooning" drauf und macht auch in rhythmischen Uptempo-Nummern eine sehr gute Figur. Dass einer wie Till Brönner als Produzent fungiert und das Album mit seinen Trompetensoli veredelt, ist schon ein Indikator dafür, mit welcher Qualität wir es hier zu tun haben. Das ist ein rundum spannendes und gelungenes Album geworden, das bei mir momentan rauf und runter läuft. Es ist ohnehin unfassbar, was Quasthoff trotz seiner Behinderung als Opern- und Liedsänger drauf hat. Dann noch über so eine universelle Bandbreite zu verfügen und den Mut zu haben, diese CD rauszubringen, grenzt für mich ans Wunderbare. Ich freue mich sehr auf das Livekonzert und hoffe, dass Quasthoff in Zukunft mehr in der Richtung macht.
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Format: Audio CD Verifizierter Kauf
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"watch what happens" - das Album hat mich wegen der artübergreifenden Künstlerkonstellation Brönner-Quasthoff interessiert. Brönner habe ich schon einige Male live erlebt und ich mag seine Art Musik zu machen, egal, ob "wirklich jazzig" oder eher "mainstreamig". Mit früheren Jazzambitionen Quasthoffs oder seinen Erfolgen damit in den USA habe ich mich nie beschäftigt, insofern war ich hierbei unvoreingenommen. Mein Grundsatz: Jeder mag spielen und singen, was ihm gefällt und wozu er Lust hat. Entscheidende Frage vor professionellem Hintergrund: Hat er eine für seine Wahl geeignete Stimme und wirklich das erforderliche Gespür dafür, vermag er also dem Liedgut adäquat zu agieren? Natürlich unterliegen diese Aspekte immer auch subjektiver Betrachtung.

Das auf Quasthoffs Homepage veröffentlichte Interview mit ihm und Brönner zum Album klang vernünftig und versprach viel. Jetzt, nach dem Anhören der CD, liest sich für mich einiges davon überheblich und scheint kaschieren zu wollen, was nicht geht. Quasthoffs musikalische Ausführungen haben mich nicht überzeugt und ich mag den jubelnden Kritikerstimmen nicht zu folgen.

Seine "Klassik-Stimme" lässt er tatsächlich zu Hause (wie er selbst sagt) und so klingt alles sehr natürlich. Seine Basis vermag er trotzdem nicht zu verleugnen - eine sehr klare Artikulation mag für den klassischen, insbesondere den von Quasthoff bestens beherrschten Liedgesang unabdingbares Element sein, wirkt indessen im Jazz eher "gestelzt".
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Format: Audio CD
Ich hatte das Vergnügen die "incredible" Show des Herrn Quasthoff und seinen Kollegen, Till Brönner (Trumpet), Alan Broadbent (Piano), Dieter Ilg (Bass), Chuck Loeb (Guitar) und Peter Erskine (Drums) letze Woche live in der Carnegie Hall in New York erleben zu dürfen. Auch wenn die Akkustik in dieser "small hall" außergewöhnlich ist verzeiht sie keine Fehler, und Herr Quasthoff und seine Kollegen haben auch keine gemacht. Die CD steht diesem Live-Auftritt in fast nichts nach. Fast deswegen, weil eine Studio-Aufnahme eben nicht mit einem Live-Konzert zu vergleichen ist, vermag sie es nicht die Stimmung in der Carnegie Hall nachzuempfinden. Thomas Quasthoff ist ein Ausnahmesänger, ein klassisch ausgebildeter Bass-Bariton, der selbst als Jazz-Musiker glänzt. Ebenso handelt es sich bei den Musikern um Ausnahmetalente. Fazit: dieses Album ist uneingeschränkt empfehlenswert, solange man nicht die Möglichkeit hat diese Combo live zu erleben.
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