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Kommentar: Goldmann Taschenbuch
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Jahrhundertsommer: Roman Taschenbuch – 14. April 2009

3.3 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Manchmal können wenige Minuten ein ganzes Leben verändern. So ergeht es Iris, einer jungen, erfolgreichen Werbetexterin, die in Berlin lebt. Eines Nachts wird sie von einer flüchtigen Kneipenbekanntschaft in einem dunklen Kreuzberger Hinterhof überwältigt, verletzt und beraubt. Dieses Erlebnis, das sie aus Scham nicht anzeigt und von dem sie niemandem erzählt, wirft sie völlig aus der Bahn. Autorin Kerstin Duken, selber freie Werbetexterin in Berlin, beschreibt hautnah den haltlosen Sog, in den die traumatisierte Iris gerät. Als Leser gerät man beinah mit hinein in Iris' Strudel angsterfüllter Gedanken und Gefühle. Erst langsam findet sie wieder Zugang zu sich selbst und anderen Menschen. Mit diesem Romandebüt, das über weite Teile als brillant geschliffener Gedankenmonolog daherkommt, überzeugte Duken die hochkarätige Jury des Brigitte-Romanpreises auf Anhieb.

Iris lässt nach dem Überfall ihren viel versprechenden Job sausen und vergräbt sich in ihrer Wohnung, schon das Klingeln des Telefons verursacht Panikattacken. Erst nach und nach wagt sie unter Zuhilfenahme beträchtlicher Mengen Alkohols wieder vorsichtige Schritte in die Außenwelt, zumeist, um einen Gefährten - oder eine Gefährtin - für eine Nacht zu suchen. Wenn ihre innere Spannung zu groß wird, schneidet sich Iris mit dem Cutter in Arme und Oberkörper. Erst mit der Zeit gelingt es ihr, ein wenig mehr Stabilität und Bindung in ihrem Leben zuzulassen.

Die atemlose Odyssee der verzweifelten Heldin quer durch die angesagtesten Orte Berlins ist kein leichter Lesestoff, aber durchaus faszinierend. So dicht dran ist man am Geschehen, dass es manchmal schon fast die Schmerzgrenze überschreitet. Die umfassende Leere, die Iris umgibt, die Distanz zwischen ihr und allem anderen, scheinen geradezu physisch präsent, ebenso wie ihre blutigen Selbstverletzungen. Bei alledem betrachtet die Protagonistin ihre Umwelt mit scharfen Augen und wachem Verstand, und lässt uns an ihren immer schonungslosen, mitunter auch witzigen Gedankengängen teilhaben. So zum Beispiel als sie versucht, ihren Bekannten und sich selbst jeweils eine herausragende Eigenschaft zuzuordnen: "Was war mein USP (Unique Selling Point, Anm. d. Verf.)? Früher sicher mal meine Klarheit, heute eher meine Unauffälligkeit. Das war vielleicht ein guter USP für ein Hörgerät, aber nicht für einen Menschen. Das ließ sich auf lange Sicht nicht vermarkten. Ich musste mich ändern".

Dass diese Änderung Iris schließlich gelingt, stimmt gegen Ende verhalten optimistisch. Bleibt zu hoffen, dass nicht all zu viel schmerzhaft eigene Erfahrung in dieser Erzählung steckt - und dass wir mehr zu lesen bekommen von dieser begabten Autorin. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Literarisch beeindruckend, von betörender Schönheit und verstörender Wucht." (Westdeutsche Allgemeine)

"Duken kann Situationen so auf den Punkt bringen, dass dem Leser der Atem stockt." (Bücher)

"Ein faszinierender Roman mit einer neuen, eigenen Stimme, die lange im Kopf nachhallt." (Brigitte)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Lilalu TOP 1000 REZENSENT am 20. Juli 2016
Format: Kindle Edition
Das Buch ist vor rund 10 Jahren auf den Markt gekommen und wurde damals sehr gelobt. Ich, der Zeit und dem mainstream immer schon etwas hinterherhinkend, habe diesen Roman erst heute gelesen - und mich wahrlich hindurchgequält.
Anfangs fasziniert die eigenwillige Sprachgestaltung der Autorin durchaus, stellenweise dachte ich, dass ich hier doch vielleicht ein kleines Meisterwerk in Händen halte, denn in der Art und Weise, in der die Autorin ihre Geschichte erzählt, liest man selten etwas.
Und trotzdem ist das Buch öde! Es gibt darin kaum wörtliche Rede, sondern alles bleibt sehr beschreibend, sehr äußerlich, sehr reporterhaft - und das, obwohl die Autorin doch gerade den völlig zerrissenen Seelenzustand einer jungen Frau aufzeigen möchte. Das passt irgendwie nicht zusammen - der kühle Schreibstil und das Sujet als solches. Zudem ist mir Iris einfach total unsympathisch. Ich finde mich in ihr nicht, ich kann rational begreifen, dass sie nach dem Überfall, den sie erleiden musste, in einer Art Ausnahmezustand lebt, dass sie ein Trauma erlitten hat - und dennoch berührt es mich innerlich und emotional in keinster Weise, vielleicht auch deswegen, weil ich ahne, dass mir Iris, wäre ihr dieses Unrecht nicht widerfahren, genauso unsympathisch gewesen wäre. Ich mag Iris nicht. Und ich mag diese Art des Schreibens irgendwann auch nicht mehr, weil es immer dieselben öden und depressiven Gedanken sind, die runtergebetet werden, und weil es mir auch schlecht recherchiert scheint, dass sich jemand Selbstverletzungen mal eben so zwischen zwei Bierchen auf einem Balkon mit dem Cutter in den Arm ritzt.
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Format: Gebundene Ausgabe
Mit großer Erwartung habe ich mir Jahrhundertsommer zur Hand genommen - die Vorankündigung und auch der Klappentext waren ja sehr vielversprechend.

Aber auch wenn Juroren wie beispielsweise Wladimir Kaminer Frau Dukens Debütroman tatsächlich so herausragend gefunden haben sollten, wie es in der Vorankündigung heißt, so kann ich dazu nur sagen: "Auch bekannte Autoren können sich mal irren......".

Jahrhundertsommer weist meiner Meinung nach weder wirklichen einen Spannungsbogen auf, noch ist die Geschichte selbst so erzählt, dass sie einem tatsächlich nahe gehen kann. Man gewinnt sogar den Eindruck als wäre es der Autorin lieber, die Leserschaft mit ihrem Schreiben NICHT zu berühren - obwohl wahrscheinlich das genaue Gegenteil geplant war.

Dabei kann Kerstin Duken, finde ich, durchaus gut schreiben. Jedenfalls darf man ihr eine gewisse Stilsicherheit zugestehen, mit der es ihr auch gelingt, einen dazu zu bringen, ihren eigenwilligen Schreibstil zunächst einmal interessant genug zu finden, um weiterzulesen. Auch tun kleine Respektlosigkeiten sowie leichte Ansätze verhaltenen Humors das ihre, um dem Attribut vielversprechend weiterhin gerecht zu werden.
Mit diesem Rüstzeug wäre es auch sehr gut möglich, ein wirklich gutes Buch abzuliefern. Leider aber bleibt hier die Betonung auf 'wäre' liegen. Und dieses 'Liegenbleiben' darf man ruhig wörtlich nehmen. Die ganze Story nämlich - obwohl ganz gut begonnen - kommt relativ bald zum Erliegen.
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Format: Gebundene Ausgabe
2002. Iris wohnt in Berlin, ist in der Werbebranche tätig, hat Freunde, versteht sich gut mit ihren Eltern, kleidet sich gerne gut und geht gerne aus. Alles in allem hat sie ihr Leben stabil im Griff. Doch dann passiert das Unerwartete. Iris wird überfallen. In wenigen Minuten wird ihr Leben verändert. Während das Land WM und Hitzerekorde feiert, wird fühlt sich Iris wie im tiefsten Winter. Kerstin Dukens Debütroman "Jahrhundertsommer" berichtet insbesondere wie Iris die Zeit danach erlebt, beginnend von der vollkommenen Handlungsunfähigkeit, Auto-Aggression, über die ersten Schritte zurück in ein normales Leben, bis zu dem Punkt, an dem Iris beginnt, ihr Leben wieder selbst zu gestalten. Dazu müssen aber noch einige Jahrhundertsommer und eine weitere WM ins Lande gehen und selbst dann bleiben Narben zurück.

Der Leser erlebt diesen verzweifelten Kampf um Leben, Überleben und Lebensfähigkeit aus der Sicht von Iris. Erfordert der Roman zunächst ein wenig Einlesen in die Sprache, erscheint sie im Weiteren als wenn eine Freundin Ihnen ihr Leben offenbart: mal am Tisch sitzend, mal auf dem Fensterbrett die Beine baumelnd und den Blick hinausgerichtet - immer ganz nah und trotzdem aus einer leichten Distanz, weil ihre Geschichte gar nicht anders erzählbar ist. Schnell sind die 284 Seiten des Romans gelesen. Aber zweifellos nicht am Stück, zu verstörend und erschreckend ist die Geschichte von Iris und ihrem Kampf um ein "normales" Leben.

Die psychologische Vielschichtigkeit von "Jahrhundertsommer" ist beeindruckend und so wundert es auch nicht, dass Kerstin Duken mit ihrem Roman unter mehr als 1.600 Einsendungen für den Brigitte-Romanpreis 2007 als Gewinnerin, ausgewählt und prämiert von einer hochkarätigen Jury (u. a. Wladimir Kaminer, Juli Zeh, Birgit Vanderbeke), hervorging.
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