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Ist Oma jetzt im Himmel? - Vom Umgang mit Tod und Traurigkeit Taschenbuch – 2002

5.0 von 5 Sternen 3 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Heike Baum geb. 1963, ist Spielpädagogin, Gruppendynamikerin und Supervisorin (DGSv). Sie leitet Seminare zu pädagogischen und therapeutischen Themen und ist bekannt durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen. Heike Baum steht für Veranstaltungen zur Verfügung.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Tod sollte kein Tabuthema sein
Viele Erwachsene wollen Kinder schützen vor dem Thema Trauer. Sie dürfen nicht mit zur Beerdigung von der Oma, und der Wellensittich ist nicht tot, sondern in den Vogelhimmel geflogen.
Verständlich ist das, denn wir Erwachsene wünschen uns sehr, dass die Kindheit unbelastet und freudig verläuft. Aber das Leben ist nicht so. Kinder haben von Anfang an viele Ängste und Sorgen. Zum Teil werden diese vom Umfeld geschaffen, zum Teil sind sie entwicklungspsychologisch bedingt. So wird zum Beispiel für Kinder ab etwa sechs Jahren zum ersten Mal intellektuell erfassbar, was der Tod wirklich bedeutet und dass sie selbst auch davon bedroht sind. Das macht erst einmal Angst – ganz egal ob sie mit dem Tod bereits konfrontiert waren oder nicht.
Kinder spüren die Angst und den Schrecken der Erwachsenen und es entsteht dadurch das Gefühl, dass »man« darüber nicht reden darf. Damit verlieren sie jedoch die Chance, sich mit dem Thema Abschied auseinander zu setzen und sich vorzubereiten auf den Fall, dass ein geliebter Mensch, ein geliebtes Tier oder sie selbst sterben. Dadurch wird der Tod zum Tabu.
Kinder brauchen jedoch die Möglichkeit, mit ihren traurigen und wütenden Gefühlen umzugehen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen zu machen –
ganz besonders, wenn sie mit dem Thema in irgendeiner Weise intensiver konfrontiert sind.
Und gerade weil wir Erwachsene an so vielen Stellen keine fertigen Antworten parat haben, ist eine solche Auseinandersetzung eine wunderschöne Gelegenheit, sich gemeinsam auf die Suche zu machen nach dem Sinn, nach dem Warum und Wie, und von den gegenseitigen Erfahrungen zu lernen. Dabei wird sichtbar, wie unbefangen Kinder mit dem Thema Tod umgehen. Sie legen sich ohne mit der Wimper zu zucken in einen Sarg, um auszuprobieren, ob er auch bequem ist. Sie fragen den Friedhofsgärtner Löcher in den Bauch. Kinder sind neugierig und wollen die Welt ganz begreifen. Nicht nur das Leichte und Schöne. Und ich finde, sie haben ein Recht darauf, selbst zu entscheiden, ob und inwieweit sie sich auf das Thema Abschied, Sterben und Tod einlassen wollen. Die Aufgabe von uns Erwachsenen ist
es dabei, unsere eigenen Ängste so weit zu bearbeiten, dass wir Kinder begleiten können – in ihrer Neugier und in ihrem Trauerprozess.

Stimmungen wechseln im Trauerprozess häufig
Trauernde Kinder benehmen sich in Zeiten, in denen sie mit dem Tod erste Erfahrungen machen, anders als Erwachsene. Sie können in der Regel das Gefühl von Traurigsein nicht konsequent durchhalten. Ihre Stimmungen wechseln häufig, manchmal ganz schnell. So kommt es vor, dass Tom, dessen Vater vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, im Kindergarten still und in sich gekehrt in der Ecke sitzt. Er wirkt, als wäre er lediglich körperlich anwesend, und wiegt sich selbst ein wenig. Dann ist es, als würde ein innerer Schalter umgelegt. Er schaut auf, sieht sich um, lacht seine Freunde an und geht in die Ecke mit den Bauklötzen. Innerhalb von Minuten hat er sich integriert und ist in das gemeinsame Spiel vertieft. Er wirkt dabei glücklich und zufrieden.
Wie lange die Trauerphase anhält, ist nicht pauschal zu sagen. Je nachdem, wie nahe der Mensch oder auch das Tier dem trauernden Kind gestanden hat, wie alt das Kind ist, welche Unterstützung es von außen bekommt, kann sie länger oder kürzer andauern. Zudem verläuft die Verarbeitung von Trauer in unterschiedlichen Phasen. So folgt häufig auf eine relativ kurze trauernde Zeit ein Gefühlshoch, in dem alles überwunden scheint. Die Kinder und oft auch die Erwachsenen brauchen eine Zeit der Erholung, versuchen, zurück in den Alltag zu gelangen, und wenden sich damit wieder dem Leben zu, bevor die nächste schmerzhafte Trauerphase kommt.
Damit beginnt eine wechselhafte Zeit. Mal geht es dem Kind gut, dann wieder ist es in sich gekehrt und mit seiner Trauer erneut beschäftigt. Das Kind fängt dabei
an zu begreifen: Es kann keinen Neubeginn geben, bevor der Abschied nicht vollzogen ist.
Es geht also darum, Kindern den Umgang mit Abschied zu ermöglichen und es ihnen leichter zu machen, ihn zu akzeptieren. Zu verstehen, dass der Abschied zum Neuanfang, der Tod zum Leben gehört, ohne dabei die eigenen Gefühle zu verdrängen oder diese zu verharmlosen.
Einen geliebten Menschen zu verlieren ist ganz, ganz schrecklich. Und trotzdem gehört gerade diese Härte zum Leben. Je früher wir das begreifen können und je eher wir uns damit auseinander setzen, umso leichter wird es uns fallen, den Tod als Bestandteil des Lebens zu akzeptieren. Die innere Leere und der Schmerz, der entsteht, wenn ein uns wichtiger Mensch aus dem Leben scheidet, wird dadurch nicht weniger. Aber es ist deutlich, dass dieser Teil – das Sterben – alle Menschen miteinander verbindet.

Wie Erwachsene helfen können
Das Erleben eines Todesfalls ist für ein Kind im Vorschulalter besonders schlimm. Es ist angewiesen auf Erwachsene, bei denen es sich sicher und geborgen fühlen kann. Das Endgültige, das der Tod mit sich bringt, macht Kindern Angst. Er kommt und niemand kann etwas dagegen tun. Er bringt das bisherige Weltbild des Kindes völlig durcheinander und das Kind braucht Zeit, um die Dimension überhaupt zu verstehen: Ja, die Oma ist jetzt tot, aber kommt sie denn nicht Weihnachten wieder zu uns? Erst nach und nach begreift es: Die Oma ist unwiederbringlich fort.
In dieser Zeit wird das Kind mit vielen unterschiedlich starken Gefühlen konfrontiert. Da gibt es Trauer um den Verlust. Wut, weil die Oma einfach so gegangen
ist und das Kind alleine lässt. Angst, dass der Tod auch die Eltern oder das Kind selbst holen könnte. Angst, ob die Eltern jemals wieder fröhlich und stark werden können.



Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

am 6. August 2015
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
am 21. Dezember 2010
Format: Taschenbuch
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|Kommentar|Missbrauch melden
am 19. Februar 2013
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf

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