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TOP 500 REZENSENTam 26. September 2009
Schon lange hat mich kein Film mehr so bewegt wie dieser.

Sean Penn gelang eine großartige filmische Umsetzung des Romans von John Krakauer, der auf tatsächlichen Begebenheiten beruht.

Christopher McCandless brach im Jahr 1990 mit der Zivilisation, nachdem er einen glänzenden Uni-Abschluss hingelegt hatte. Er spendete sein letztes Geld wohltätigen Zwecken, verbrannte sein restliches Bargeld, zerschitt Ausweis und Kreditkarten und brach mit wenig Habseligkeiten auf eine Reise durch die USA auf.
Auf seiner Reise durch die USA hatte er Alaska als Ziel.
Er begegnet auf seiner Reise den unterschiedlichsten Menschen, mit denen er sich zum Teil anfreundet.
Endlich in Alaska angekommen, richtet er sich längere Zeit in einem alten Bus ein.

Nicht nur die Naturaufnahmen im Film sind großartig, die gesamte visuelle Umsetzung ist toll gemacht.
Der Regisseur enthält sich einer Wertung, obwohl die Sache natürlich auch Ansatz zu Kritik bietet, so etwa der Aufbruch ohne weiteren Kontakt zu den Eltern und die naive Herangehensweise insbesondere an den Alaska-Part, bei der McCandless kein vernünftiges Kartenmaterial mitführte und er deshalb nicht wusste, dass zum Beispiel nur wenig weit entfernt eine handbetriebene Seilbahn über den reißenden Flus führte oder er nur 30km von einem Highway entfernt in seinem Bus hauste.

Toll ist auch der Soundtrack, der die Bilder perfekt untermalt.

Ein ruhiger Film für Freunde des Besonderen und nicht nur von der handwerklichen Seite her hervorragend gemacht, sondern auch schauspielerisch von allen Protagonisten, insbesondere natürlich von Emile Hirsch, auf sehr hohem Level.
Bewegend.
55 Kommentare| 176 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Oktober 2008
Regissuer Sean Penn erwarb damals die Filmrechte an Jon Krakauers Erfolgsgeschichte "Into the Wild". (Die durch gefundene Tagebucheinträge, Postkarten und Erzählungen der Menschen die Chris auf seiner Reise traf, rekonstruiert wurde.) Bekam aber erst rund 10 Jahre später die Zustimmung der Eltern von Christopher McCandless für die Verfilmung. Die auf Tatsachen beruhende Geschichte über einen jungen Mann der in reichen Verhältnissen aufwuchs, der im Sport wie in der Schule ein Überflieger war.
Er ist Anfang zwanzig und nach dem Abschluss seines Studiums im Jahre 1992 entschließt er sich, seine Ersparnisse (immerhin ca. 25.000 $) an die Hungerhilfe zu spenden, in Richtung Alaska zu trampen und dort in der Wildnis zu leben. Ausgerüstet mit dem Nötigsten beginnt er seine abenteuerliche Reise, in derer er die unterschiedlichsten Charaktere kennen lernt, die sein Leben und das seiner Wegbegleiter formt und prägt. Im Vordergrund steht hier eine selbstzerstörerische Suche eines Einzelgängers, eine Suche nach Freiheit...

Über mehrere Jahre entsagt er allen Besitztümern, welche ihn nur einengen würden. Während einiger Niederlagen auf seine Reise hin und hergerissen, sich doch wieder dem Wohlstand zu ergeben und zu seinen aus seiner Sicht spießigen Eltern zurück zu kehren, widersteht er diesem Gedanken und entwickelt dadurch ein ganz neues Gefühl des Starkseins, des Erhabenseins.

Die Umsetzung des Buches ist gelungen wenn auch nicht ganz so ausführlich, aber das macht ja Bücher schließlich aus. Der Film bietet beeindruckende Naturaufnahmen und zeigt wie verschieden doch die amerikanischen Landschaften und die damit verbundenen Menschen sind. Wir werden entführt in Wüstengebiete, über Kornfelder, bis hin zu den kalten Bergen Alaskas. Untermalt wird das ganze von einem stimmigen Soundtrack. Ein Glücksfall finde ich die Besetzung der Hauptrolle mit Emile Hirsch, der den Chris McCandless sensationell spielt. Man spürt die innere Zerissenheit, zwischen Wut auf der einen und der Suche nach Geborgenheit und Glück auf der anderen Seite. Auch sein Aussehen, sowie seine Gesichtszüge, die den Wohlstandszustand genauso wie das Abgehalfterte/Gezeichnete (er nahm viele Kilos während des Filmes ab) glaubwürdig erscheinen lassen. Wenn man das letzte Originalbild von Chris auf dem Buchrücken kennt und die gleiche Szene im Film sieht, wird klar wie gleich beide aussehen. Auch die übrige Besetzung mit Hal Hoolbrook, William Hurt, Vince Vaughn, Catherine Keener u.a. reiht sich nahtlos ein.

Die Laufzeit des Filmes die mit 142 minuten sehr lang ist, aber nie lang erscheint, lässt einem die Zeit für eigene Gedanken ohne dabei schleppend zu sein.

Insgesamt mal was ganz anderes, gerade in unserer schnellebigen und technisierten Welt , mal Menschen zu sehen die den ganzen bunten Bildern den Rücken kehren. Auch wenn es hier eher unvorbereitet und von jugendlicher Naivität geprägt ist. Chris McCandless war vom Idealismus besessen, der mit der heutigen Zeit nicht leicht zu vereinbaren ist.
Aber letzendlich lebte er seinen Traum...

Empfehlenswert für jeden, der sich um die Wertigkeiten in seinem Leben, und in der Gesellschaft Gedanken macht.

Interessant auch das 64 minütige Bonusmaterial mit vielen Interviews der Darsteller und das Regisseurs.

(DVD)
55 Kommentare| 127 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ausbrechen. Der Traum von der absoluten Freiheit. Die Suche danach um dem Leben einen besonderen Sinn zu geben.
Von einem, der genau diesen Traum leben wollte, erzählt "Into the wild".

Dies ist ein Film von Sean Penn, selbst ein Ausnahmeschauspieler. Sein Aussteiger, Christopher McCandless (Emile Hirsch), geht bis an die Grenzen. Ein wunderbarer Film, der in den Kinos leider viel zu wenig Beachtung fand.

Entliehen ist diese Geschichte dem gleichnamigen Tatsachenbericht von Jon Krakauer aus dem Jahr 1996:

Christopher McCandless verzichtet auf sein privilegiertes Leben und sein Jurastudium an der Harvard-Universität. Eines Tages verschenkt er sein ganzes Geld, lässt sein Auto stehen, taucht unter und erfindet sich einfach neu: Er wird "Alexander Supertramp". Fortan trampt er ohne einen Cent in der Tasche quer durch die Staaten. Sein großer Traum von der absoluten Freiheit: Alaska. Einzig sein Tagebuch trägt er bei sich, dokumentiert darin Erlebtes. Zwei Jahre dauert seine Reise, die von vielen Begegnungen geprägt ist. McCandless erreicht schließlich Alaska, wo seine Reise letztlich auch endet.

Into the wild ist stark geprägt von phantastischen Bildern. Naturaufnahmen - den Wüstengebieten im Südwesten, die Kornfelder der zentralen Ebene, bis hin zu den kalten Bergen Alaskas. Exzellent musikalisch untermalt wird er von Eddie Vedder (Pearl Jam), der mit bemerkenswertem Einfühlungsvermögen die Stimmung dieses intensiven Abenteuers einfängt. Lieder, die über diese(n) Landschaften (f)liegen und Worte damit überflüssig machen.

Fazit: Wer sich um die Wertigkeiten seines Lebens und auch die innerhalb der Gesellschaft Gedanken macht, sollte dieses Werk nicht verpassen. Bemerkenswert und in atemberaubend schönen Bildern.
22 Kommentare| 47 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juni 2008
Es gibt nur sehr wenige Filme, die einen bis ins Innerste berühren. Nicht durchgehend, aber immer wieder während des Films durch kleine Gesten, Szenen oder Sätze, merkt man, dass man wirklich etwas fühlt, während man sich gemütlich zurücklehnt und auf einmal feststellt, dass einem, ganz sanft, die Tränen die Wangen runterlaufen. Für genau diese Momente sehe ich Filme. Ich habe sie bei "Brokeback Mountain" erlebt, bei "Smoke" und bei "Im Namen des Vaters", um nur ein paar zu nennen. Und jetzt wieder, ein paar Mal, bei "Into the Wild".

Was Sean Penn hier in seiner vierten Regiearbeit (u. a. "The Indian Runner" und "Das Versprechen") abliefert, reicht fast an seine unglaublichen Leistungen als Schauspieler heran. Penn hat genau den richtigen Blick fürs Detail, er weiß die Landschaften Amerikas großartig in Szene zu setzen, er hat einen wahren Glücksgriff mit seinem Hauptdarsteller Emile Hirsch gelandet, der hier in seiner zweiten großen Rolle nach "Alpha Dog" zu sehen ist und beweist ein nahezu unglaubliches Gespür für Timing, Dramatik und exzellente Zeichnung von Story und Figuren. Ergänzend hierzu hat Autor Jon Krakauer ein fantastisches Drehbuch aus seiner biographischen Buchvorlage über Christopher McCandless von 1995 gemacht. Entstanden ist ein 148minütiges kleines Meisterwerk, das einen ganz besonderen Menschen zum Thema hat. Abgerundet wird das Ganze durch die die wunderschönen Songs von Pearl Jam-Leadsänger Eddie Vedder.

Christopher McCandless - um dies vorwegzunehmen - wird nur 24 Jahre alt. Er fällt seinem eigenen Traum von Freiheit und Einsamkeit zum Opfer. Und, so leid es mir tut, seiner eigenen Naivität und Unvorsichtigkeit. Aber der Film beginnt 1990 nach McCandless College-Abschluss. Seine Eltern (William Hurt, Marcia Gay Harden) wollen ihm zu diesem Anlass ein neues Auto schenken, aber Chris will nur eins - sein gesamtes Hab und Gut einer gemeinnützigen Organisation spenden und sich auf nach Alaska machen. Die fortwährenden Streitigkeiten seiner Eltern und eine generelle emotionale Kälte in seiner Erziehung haben aus ihm einen eigenwilligen jungen Mann mit starker sozialer, fast sozialistischer Ader gemacht. Er will sich aller gesellschaftlicher und familiärer Fesseln entledigen und macht sich somit mit 22 Jahren auf, Amerika zu entdecken und nach Alaska zu reisen. Er geht dabei mehr als konsequent vor, verbrennt sogar sein letztes Geld und zerstört Ausweis und alle anderen wichtigen Papiere, um in den Genuss von wahrer Freiheit zu kommen.

Auf seinem Weg begegnet er den verschiedensten Menschen. Da sind Jan und Rainey (Catherine Keener und Brian Dierker), ein in die Jahre gekommenes Hippie-Pärchen, das auch nicht frei von Altlasten und Problemen ist, ihn aber dennoch herzlich aufnimmt in ihrem Wohnmobil. Es zieht ihn weiter auf eine Getreidefarm zu Wayne (Vince Vaughn), dem einzigen Menschen, dem er im Übrigen von unterwegs ein paar Postkarten schreibt. Und dann wäre da noch Ron Franz (Hal Holbrook), ein alter Mann, der irgendwo am Rand der Wüste sein einsames Dasein fristet und immer noch dem Tod von Frau und Kind vor 40 Jahren hinterher trauert. McCandless meldet sich nicht bei seinen Eltern und lässt auch auf seinen Reisen kaum jemanden wirklich an sich heran. Dies ist der einzige kleine Minuspunkt im Film, man kommt der Hauptfigur immer nur momentweise nahe, alles in allem bleibt Chris McCandless aber weitestgehend ein Mysterium, was seine Motivation und seine Emotionen angeht.

Irgendwann ist es dann geschafft, Chris ist in den Weiten Alaskas. Er findet einen ausrangierten Bus, in dem er sich häuslich niederlässt und von nun an von dem lebt, was die Natur ihm bietet (Beeren und Eichhörnchen). Außer seinen Büchern, ein paar Kilo Reis und einem Schlafsack hat er so gut wie nichts bei sich, lebt asketisch, aber offensichtlich glücklich in den Wäldern dieses kaum besiedelten Staates. Als er sich nach drei Monaten auf den Rückweg machen will, ist ihm durch die Schneeschmelze, die den Fluss in einen reißenden Strom verwandelt hat, der Weg abgeschnitten. Notgedrungen kehrt er in den Bus zurück, findet aber nicht mehr ausreichend Essen vor und verhungert letztendlich. Ca. zwei Wochen nach seinem Tod im August 1992 wird er gefunden. Hirsch hat sich im Übrigen für die letzten Szenen 20 kg runtergehungert, neben seiner schauspielerischen also auch eine körperliche Leistung.

Tragisch ist sein Tod aus zweierlei Gründen: a) scheint dieser Chris McCandless ein ganz besonderer Mensch gewesen zu sein. Penn zeichnet ihn als sympathischen jungen Mann, der gegen gesellschaftliche Normen auf seine Art und Weise revoltiert und einfach nur seinen Traum leben will. Hirsch verkörpert dies grandios, er ist freundlich, aufgeschlossen, verliert aber nie sein Ziel aus den Augen und geht kompromisslos seinen Weg - bis in den (unfreiwilligen) Tod. Er berührt die Herzen seiner Mitmenschen und unsere. Und genau hier entstehen diese kleinen magischen Momente. Etwa wenn er zu Jan sagt: "Wir können jetzt was essen oder ich bleibe hier einfach die ganze Nacht neben dir sitzen und unterhalte mich mit dir, das könnte ich nämlich ohne Probleme." Oder wenn Ron Franz ihn mit Tränen in den Augen darum bittet, sich von ihm adoptieren zu lassen. Man wäre gern ein ganz klein bisschen wie McCandless, furchtlos, hoffnungsvoll, optimistisch, abenteuerlustig und dabei ungeheuer sympathisch. Penn zeigt auf, dass das Leben soviel mehr sein kann als ständig darum besorgt zu sein, dass alles geregelt ist, dass Geld reinkommt und dass alles mehr oder weniger der Norm entspricht. Einfach mal mit der ein oder anderen Konvention brechen, frei sein von Pflichten und Zwängen und etwas Spontanes tun, das möchte man nach diesem Film. B) ist das Ganze mehr als tragisch, weil McCandless nicht hätte sterben müssen. Bedauerlicherweise hat er sich nur unzureichend auf sein Leben in der Wildnis vorbereitet. Er hatte nicht genügend Informationen über die Gegend, er hatte weder Kompass noch Landkarte bei sich. Wäre er hier besser ausgerüstet gewesen, hätte er auf der Karte erkennen können, dass der nächste Ort nur 6 Meilen entfernt ist, dass der Fluss sich etwas weiter oben mit einer Seilbahn hätte überqueren lassen und dass auch der Highway nur 15 Meilen weit entfernt war. So haben ihn seine Träume letztendlich umgebracht, aber er ist mit Sicherheit einer der wenigen Menschen, die ihre Träume konsequent gelebt haben und damit für sich in seinen 24 Jahren vielleicht mehr erreicht hat, als es die meisten von uns in ihrem ganzen Leben schaffen. Der Film - dies muss ich der Vollständigkeit halber sagen - hätte auch eine halbe Stunde kürzer sein können, da in den 2œ Stunden dann eben doch das ein oder andere Mal deutlich wird, wie unnahbar Chris teilweise ist und das niemand es wirklich schafft, ganz zu ihm durchzudringen. So wirkt die ein oder andere Szene leider etwas kalt und das Defizit, diesen besonderen Menschen nicht wirklich greifen zu können, wird sichtbar. Dennoch: Ich ziehe meinen Hut vor Chris McCandless, vor seinen Visionen, seiner Menschlichkeit und seinem Optimismus. Ich verneige mich vor Sean Penn, der hier einmal mehr beweist, was für ein unglaubliches Talent er ist, sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur. Und letztendlich geht ein riesengroßes Lob an Emile Hirsch und seine fantastischen Co-Stars, die diesen Film zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Es war berührend, ihre Charaktere kennenlernen zu dürfen. "Into the Wild" geht nicht nur unter die Haut sondern auch Into the Heart. Danke dafür!
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am 18. April 2010
Ich denke jeder Mensch wird in seinem Leben mit irgendeiner Art von Werk, welches sein Leben ändert, konfrontiert.
Into the Wild ist definitiv ein Film, welcher mich wach rüttelte.
Die Geschichte um den Aussteiger Chris MacCandless ist sicher keine Geschichte die zum Nachmachen geeignet ist und mit Sicherheit erst recht nicht vorbildlich.
Und doch zog ich für meinen Teil Lehren aus diesem Werk, denn ich überdachte nach dem Genuss des Filmes noch einmal komplett meine Einstellung zu der Frage "was macht mich glücklich?". Sind es Playstation, HDTV und Co? Nein eben nicht
"Glück ist nur echt, wenn man es teilt" ist eins der Zitate des Filmes und hat sich für mich fast zu einer Maxime entwickelt.

Sicher wird der Film lang nicht jeden so beeinflussen, aber er sollte jeden Menschen der ihn sieht zumindest mal kurz zum Nachdenken anregen.

Aus rein filmtechnischer Sicht weiss der Film mich ebenfalls zu überzeugen. Emile Hirsch liefert eine zutieft beeindruckende Performance ab (wie kann die Academy sowas übersehen???), die Kamera fängt vor allem wunderschöne Naturbilder ein, Eddie Vedder (Frontmann von Pearl Jam) liefert einen Soundtrack ab, welcher unter die Haut geht und Sean Penn verbindet alles zu einem stimmungsvollen Gesamtpaket.
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am 28. Juli 2015
...wenn man sich darauf einlassen kann. Ich denke, daß die Story bekannt ist (TROTZDEM: Ab hier --Vorsicht, Spoiler--): Der Hauptprotagonist läßt nach seinem Schulabschluß einfach sein gesamtes, bisheriges Leben hinter sich - Eltern, Heimat, Schwester, sogar das gesparte Geld. Eine lange Reise beginnt. Der Film erzählt das Meiste in Rückblenden, nachdem er zu Beginn in Alaska eintrifft, wo er (seiner Lebensphilosophie nach) ohne jedweden Kontakt zu Menschen leben will. Was mich, neben beeindruckenden Landschaftsaufnahmen seiner langen Reise und einer Menge skurriler, aber überwiegend freundlicher Menschen, denen die Hauptperson begegnet, beeindruckt hat, war doch irgendwie dessen Mut (bedenkt man, daß es eine wahre Begebenheit nacherzählt). Wer von uns wäre in der Lage, auf solch extreme Weise die Sicherheit eines "normalen Lebens" aufzugeben und alles einem Traum zu opfern? Wobei man sich natürlich darüber streiten könnte, was genau ein "normales Leben" ist ("get a job, go to work, get married, get children, follow fashion, act normal, walk on the pavement, watch TV, obey the law - and repeat after me: I am FREE") aber das soll hier nicht das Thema sein.
Der Film erzählt die Geschichte von Christopher McCandless sehr ruhig, dennoch sind es gerade die Rückblenden seines früheren Lebens, die klarmachen, daß dieser junge Mann - neben seinem Traum von Freiheit und einem Dasein abseits der für ihn unannehmbaren, menschlichen Gesellschaft - dennoch ein Suchender blieb. Außerdem jemand, der trotz seines langen Weges seiner Vergangenheit nicht entkommen konnte. Vielleicht deshalb, weil man vor sich selbst und den Erinnerungen im eigenen Kopf nun mal nicht weglaufen kann, so sehr man es auch versucht. Leider ist es genau das, was ihn dazu bringt, auch freundliche Menschen letzten Endes wieder den Rücken zu kehren. Doch konnte Christopher zu der Zeit wohl nicht mehr aus seiner Haut. Was dem Film zum Ende hin leider auch eine sehr tragische Note gibt. Dennoch hat mich die Geschichte sehr berührt, und das tut er auch nach dem x-sten Mal, den ich ihn gesehen habe.
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am 25. November 2013
Story (4)
Auch wenn die Hauptfigur in diesem biografischen Film gegenüber der Buchvorlage etwas glattgebügelt wirkt, ist der Streifen sehr eindrücklich und mitreissend umgesetzt.
Die Geschichte wirkt sehr homogen und in sich schlüssig. Wenige Dialoge wirken etwas gestelzt, einige Einlagen pathetisch, das dürften aber Zugeständnisse ans hollywoodsche Mainstream-Kino sein und fallen nicht wirklich störend ins Gewicht.
Die positiven Qualitäten des Filmes überwiegen aber bei weitem. Die Tragik der Grundgeschichte bietet auch reichlich Stoff, den Sean Penn mit guter Hand und Gespür fürs richtige Timing gekonnt umgesetzt hat.

Bild (3)
Das Bildseitenverhältnis liegt in 2.35:1 ( 21:9 CinemaScope ) vor.
Auffällig ist die recht gut sichtbare Körnung, die in dunkeln Szenen auch mal störend wirken kann. Die Grundschärfe ist bei Nahaufnahmen ordentlich, bei Totalen aber für HD-Verhältnisse schon recht beschränkt. Der Schwarzwert ist ok und die Farben wirken recht natürlich.
Im Grossen und Ganzen bewegen wir uns hier im Mittelmass also leicht über der DVD-Qualität.

Ton (4)
Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 5.1 vor.
Auch wenn der Film eher ruhig und umspektakulär daher kommt, wird doch recht gut mit den Surround-Lautsprechern gearbeitet. Es entsteht eine beachtliche Räumlichkeit, die durch den kongenialen Soundtrack noch tatkräftig unterstützt wird. Die Dialogverständlichkeit ist ausgezeichnet und auch die Balance ist ausgewogen und stimmig.
Die Tonumsetzung ist keine Referenz aber absolut HD-würdig.

Extras (3)
Interessieren mich nicht. Es gibt ein Wende-Cover!

Fazit: Eine wahre Begebenheit wird hier in all ihrer Tragik erzählt und mit hervorragender Regie und schauspielerischer Leistung umgesetzt. Auch wenn es vor allem bei der Bildumsetzung sicher noch Luft nach Oben gäbe, ist diese Blu-ray absolut empfehlenswert.
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am 10. September 2015
Zu spät offenbart sich Alexander Supertramp, wie er sich selbst nennt, was ihm zum Glück im Leben fehlt. Entkräftet kritzelt er die Worte happiness only true when shared zwischen die Zeilen eines Romans, den er in die Wildnis mitgenommen hat. Gut zwei Jahre ist er durch Nordamerika gezogen, um seine Reise schließlich in Alaska zu beenden. Zu einer handvoll Menschen hat er in der Zeit persönliche Beziehungen aufgebaut, konnte aber nie länger unter ihnen bleiben. Dabei ist er in seinem humanistischen Idealismus so charismatisch und zugleich so unaufdringlich, dass man sich ihn ganz real in seinen Freundeskreis wünscht, zumindest aber das Beste für sein Leben.
Es ist tatsächlich eine großartige Reise, die er antritt, so radikal, aber auch so hoffnungsvoll und Mut spendend, dass man fast selbst losziehen möchte. Doch schon zu Beginn des Films wird deutlich, was das eigentliche Motiv für seine Radikalität ist. So still wird der Konflikt und das Drama in den er mündet erzählt, dass ich mich seit drei Tagen in Trauer befinde, um einen jungen Mann, den ich nie kennen gelernt habe.
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am 26. Juli 2016
Die Geschichte handelt vom Aussteiger alias "Alexander Supertramp", der den gesellschaftlichen vorgegebenen Normen und Prestige seiner Eltern nicht mehr entsprechen will und kann. Die Art der Vorbereitung und die Konsequenz seines Ausstiegs, weg von einer nach materiellen Streben geprägten Gesellschaft und weg vom heimischen und behüteten familiären Umfeld, beeindruckt. Das was Alexander Supertramp zurück lässt ist mutig, was er danach erhält, wirkt befreiend. Und DAS ist im Film meines Erachtens, herausragend dargestellt!! Die Dialoge und Gedanken sind oft tiefsinnig und wirken beim Zuschauen oft nach. Die Natur Kanadas ist in wunderschön Aufnahmen in Szene gesetzt, so dass man den Film gerne allein deswegen noch einmal sieht oder bestimmte Sequenzen zurück spult. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte und endet tragisch. Trotzdem ist dieser Film nach wie vor einer meiner Favoriten, mit unbeschreiblichen Naturaufnahmen, einer außergewöhnlichen Biographie, guten Dialogen und einem empfehlenswerten Soundtrack von Eddie Vedder.
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am 30. April 2016
Mir hat der Film sehr gut gefallen, ich stehe auf solche Ausreißer-Filme. Ich mag die vielen Naturszenen, ich mag die (wahre) Story, die Musik, die Darsteller etc. All das ist natürlich Geschmacksache, klar. Was ich aber ganz besonders gut finde, ist, dass der Regisseur einen nicht versucht, in eine Sichtweise zu drängen.

Man kann über "Alex Supertramp" trotzdem denken, was man möchte. Ich persönlich finde seine Idee toll, würde ich auch gerne machen, aber ich finde ihn auch selten dämlich. Er hätte nicht verhungern müssen. Naturerlebnis hin oder her, er ist letztendlich genauso leichtfertig und dumm mit seinem Leben umgegangen, wie alle die, die eben niemals ausbrechen. Ich finde sogar, dass er irgendwo psychisch gestört ist. Er ist völlig besessen von Philosophie und gefangen in seinen Gedanken, sodass er es versäumt, rechtzeitig nach Hilfe zu suchen. Dumm gelaufen, würde ich sagen.

Aber am Ende solcher Abenteuer steht nunmal nicht immer das ganz große Happy End. Rein vom Unterhaltungswert her muss es das ja auch nicht. Wie gesagt, für mich ein toller Film, inspirierend und unterhaltsam.
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