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Infanta Gebundene Ausgabe – 1. September 2006

3.8 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Klappentext

"Kennst Du die Geschichten von Menschen die mit Phosphor bespritzt sind? Sie müssen bis zur Nase unter Wasser sein. Sobald sie auftauchen brennen sie. Dieses Wasser ist mein Brief. Solange ich schreibe, denke ich, was ich will. Ich liebe Dich, da steht es."

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Bodo Kirchhoff wurde 1948 geboren. Er lebt in Frankfurt am Main und am Gardasee. Zuletzt erschienen ›Parlando‹ (2001), ›Schundroman‹ (2002), ›Wo das Meer beginnt‹ (2004), ›Der Sommer nach dem Jahrhundertsommer‹ (2005), ›Die kleine Garbo‹ (2006), ›Eros und Asche‹ (2007) und ›Erinnerungen an meinen Porsche‹ (2009).

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.


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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Der Zufall verschlägt den Deutschen Kurt Lukas nach Infanta, in das Missionshaus von fünf Priestern. Er logiert dort eine Weile, während sich auf der Insel eine Revolution anbahnt.

Zwischen ihm und dem Hausmädchen entspinnt sich eine Liebesbeziehung. Vergnüglich werden sie dabei von den fünf Priestern beobachtet und nach und nach geben auch sie ihre eigenen Liebeserfahrungen preis.

Mit genauer Beobachtungsgabe fabuliert Bodo Kirchhoff wie man es eher von lateinamerikanischen Schriftstellern her kennt. Die Geschichte lebt weniger von einer Spannung als von einer nuancierten Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven. Sein feinsinniger Humor versiegt leider mit der Länge des Buches. Ein paar Seiten weniger hätten der Geschichte gut getan.

Nichtsdestotrotz: eine wunderbare Lektüre.
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Format: Gebundene Ausgabe
Bodo Kirchhof gehört zu den Autoren, die gute Bücher schreiben UND gut aussehen. Das kann längst nicht jeder von sich behaupten. Heute wird er sechzig Jahre alt, ein würdiges Alter, das gleichwohl noch reichlich Platz für ein ergiebiges Spätwerk lässt.
Ein wenig zurück in die Zeit des mittelalterlichen Kirchhoff führt der vorliegende äußerst empfehlenswerte Roman "Infanta". Damals hatte Kirchhoff gerade die Ära der Vierziger betreten, jenes Alter, in dem man "noch jung aber schon reif" ist, und genau in dieser psychologischen Grundprofilierung erlebt die Hauptperson des vorliegenden Romans "Mister Kurt" die philippinische Revolution der frühen Neunziger Jahre. Mister Kurt ist als deutscher Journalist auf der Insel Luzzon unterwegs, wird Zeuge der Krise und des Sturzes des Marcos- Regimes in Manila, unternimmt diverse Abstecher in die Provinz zu kauzigen Missionaren und lernt dabei die wundervolle Infanta kennen, ein Mädchen aus Milch und Honig, das dem fremden Deutschen ihr Herz schenkt, ehe sie, wie das in jeder Liebesgeschichten so sein muss, auf tragische Weise ihr Leben verliert. Das wird bei weitem nicht so klischeehaft erzählt, wie es sich in dieser Kurzfassung anhört, sondern behutsam und stilvoll. Wo Kirchhoff in anderen Romanen auch schon mal ins stiltechnische Fettnäpfchen tritt, bleiben derartige Ausfälle diesem Werk erspart. Mehr noch: Bodo Kirchhoffs Infanta ist eine wundervolle Liebesgeschichte ohne falsche Sentimentalität - und meisterhaft erzählt auch vor dem Hintergrund europäischer und asiatischer Psychologie.
Für mich ist "Infanta" mit Abstand Kirchhoffs bestes Buch, und zu seinem heutigen Geburtstag sollte man ihm wünschen: los, Bodo, schenk uns noch so ein Buch!
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Die Story plätschert vor sich hin und wirkt seltsam abziehbildhaft. Oder ist sie ironisch gemeint? Nach "Eors und Asche", "Verlangen und Melancholie" sowie "Die Liebe in groben Zügen", wunderbaren Büchern, die mich zu einem Kirchhoff-Fan gemacht haben, ist dieses Buch eine Enttäuschung für mich.
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Format: Taschenbuch
Endlich mal ein Buch, das, auch wenn es etwas älter ist (1992), alles enthält: das Leben, das Leiden, die Liebe, Drama, Weisheit, Humor, ferne Inseln und also: prall wie die Welt. Auf den zugegebenermaßen vielen Seiten ist keine einzige verzichtbar. Die Geschichte: ein sehr gut aussehender junger Mann (dementsprechend: ein Model) kommt auf eine Südseeinsel und wird dort von einem alten Missionar auf die Missionsstation eingeladen auf der außer ihm noch 5 weitere alte Missionare leben (und auch schreiben). Der junge Mann kommt mit und lebt dort eine Weile, verliebt sich in die dortige Küchenhilfe und fängt ein neues Leben an. So wenig passiert eigentlich, seinen Reiz gewinnt das Buch aus der peniblen Detailschilderung und dem liebevollen Alltag, die meistenteils in Aufschrieben der Missionare dargestellt werden. Die schönsten Liebesbriefe, die ich je gelesen habe sind auch drin. Und dramatische Revolutionswirren. Und Ratschläge für das Leben, besonders auch, wenn man selbst Missionar werden will, aber auch, wenn nicht.
Wichtigster Tipp aber: selber lesen.
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Format: Taschenbuch
Der gutaussehende Deutsche Kurt Lukas (Model), der eigentlich in Rom lebt und arbeitet, "verirrt" sich auf eine Südseeinsel und findet dort Asyl in einer Mission bei sechs alten Priestern, bevor er sich in die, dort beschäftigte, schöne Küchenhilfe Mayla verliebt und darüber unversehens in Revolutinswirren gerät. Ihren Unterhaltungswert bezieht die Geschichte mehr aus der subtilen Beschreibung zwischenmenschlicher Beziehungen (insbesondere die zwischen Kurt Lukas und Mayla), weniger aus einer spannend gestrickten Story. Wobei der Protagonist eigentlich ein ziemlich oberflächlicher Charakter ist, ohne die Ecken und Kanten, die man sich vielleicht als Leser gewünscht hätte. Insofern ergeben sich auf 500 Seiten m.E. gewissen Längen. Also eher etwas für Leser(innen), die sich für die Beschreibung von Charakteren begeistern können, weniger für jene, die auf eine spannende Story aus sind.
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