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am 11. Juli 2017
Ein Rezensent meinte, dass Frauen in diesem Buch alles andere als weiblich dargestellt werden, ich musste da etwas lachen, denn bei den Aufgaben, die Cia meistern muss, wären Kleider, und Schminke wohl eher fehl am Platz. Spannende Fortsetzung, trotz gewisser Ähnlichkeiten bezüglich Ablauf mit anderen Serien, gibt es doch einige interessante Wendungen. Ich konnte es kaum weglegen und freue mich schon auf den dritten Teil.
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am 6. November 2016
kam gut an - freu mich sehr Danke, gerne wieder
arrived savely and thanks for the good quality will do business again
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am 3. April 2015
Malencia Vale ist nun offiziell Studentin an der Universität von Tosu-Stadt und eigentlich hätte damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung gehen sollen. Obwohl die Verantwortlichen versucht haben ihr, genau wie allen anderen, die Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren zu rauben, weiß Cia jedoch, welche schrecklichen Dinge ihr und den anderen Auserwählten aus den Kolonien während der Auslese widerfahren sind und dass etliche für Fehler mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Zunächst zweifelt sie noch an ihren eigenen Worten, aber als sie herausfindet, dass jedes einzelne davon der Wahrheit entspricht, ist ihr erster Impuls schleunigst die Flucht zu ergreifen. Doch dann erfährt sie von einem geheimen Netzwerk, dessen Ziel es ist die Auslese ein für alle Mal zu beenden und beschließt zu bleiben um ihnen dabei zu helfen, auch wenn sie sich dadurch in große Gefahr begibt …

Independent Study ist eine großartige Fortsetzung und mindestens genauso fesselnd wie der Vorgänger. Die Handlung setzt nicht unmittelbar am Ende des Auftaktes an, sondern erst etwas später, es wird aber darauf Bezug genommen und die wichtigsten Ereignisse im Rahmen der Auslese werden früher oder später noch einmal erwähnt.

Es ist mehr als nachvollziehbar, dass Cia zunächst nicht wahrhaben will, dass ihr aufgezeichneter Bericht der Wahrheit entspricht, obwohl es sich scheinbar um ihre eigene Stimme handelt, weil die beschriebenen Erlebnisse unfassbar schrecklich sind und sie keinerlei Erinnerungen mehr daran hat. Es ist also kein Wunder, dass Cia das Gehörte erst einmal verdrängt und sich auf die bevorstehenden Prüfungen konzentriert, insbesondere da sie nicht weiß, welche Konsequenzen ein Versagen wirklich nach sich zöge. Nichtsdestotrotz ist sie natürlich entschlossen die Wahrheit aufzudecken und fängt damit an herauszufinden, was es bedeutet, wenn jemand von der Uni abgezogen wird.
Als sie sicher ist, dass die Behauptungen nicht erfunden sind, hegt sie zuerst den Wunsch sofort zu fliehen, weil sie verständlicherweise große Angst hat und nicht klar denken kann. Jemand, dem sie vertrauen kann, macht ihr jedoch noch rechtzeitig klar, welche Folgen eine Flucht für ihre Familie haben könnte, auch wenn es ihr selbst gelingen sollte zu überleben. Er erzählt ihr außerdem von einem Netzwerk, das plant die Auslese abzuschaffen und bietet ihr an sich daran zu beteiligen. Damit gibt er ihr ein Ziel, auf das sie hinarbeiten kann und für das sich das Risiko lohnt.

Denn sogar nach der Auslese schweben die Studenten weiterhin in Lebensgefahr. Abgesehen von der ständigen Bedrohung im Falle von schlechten Leistungen von der Universität abgezogen zu werden, müssen die Erstsemester in ihren jeweiligen Studiengängen eine Einweihung durchlaufen, in der sie hart geprüft werden. Die schwierigen Aufgaben, die sie dabei bewältigen müssen, werden bei Versagen anfangs nur gering bestraft, im späteren Verlauf müssen sie aber mitunter mit ihrem Leben dafür bezahlen. Nicht alle überstehen diese Phase und niemand weiß, was mit den anderen geschieht. Diejenigen, die aus Tosu-Stadt kommen, werden womöglich einer anderen Arbeit zugeteilt, doch die Studenten aus den Kolonien haben wahrscheinlich nicht so viel Glück.

Während der Einweihung treffen Cia und die anderen Studenten aus den Kolonien erstmals auf die Studenten, die direkt aus Tosu-Stadt kommen, sich schon allein auf Grund dieser Tatsache häufig für etwas Besseres halten und deren erster Auswahlprozess nicht annähernd mit der Auswahl vergleichbar ist. Einige sind zudem die Kinder wichtiger Führungspersönlichkeiten und glauben daher ihr Studienplatz sei ihnen sicher. Allerdings sollte man nicht vorschnell alle in einen Topf werfen, denn auch unter ihnen gibt es natürlich solche und solche. Manchen wurden moralische Wertvorstellungen mit auf den Weg gegeben, andere haben kein Problem damit über Leichen zu gehen um ihr Ziel zu erreichen. Fraglich ist nur, wer in welche Kategorie gehört und wem, falls überhaupt, man vertrauen kann.

Cia ist eine sehr mutige und überaus intelligente Protagonistin, die in entscheidenden Momenten ihrer Intuition vertraut. Dadurch sind ihre jeweiligen Ergebnisse aber angeblich zu gut für ein Mädchen aus den Kolonien und man hat Sorge, dass sie eine zu starke Führungspersönlichkeit abgeben könnte, weshalb sie schon bald unter strenger Beobachtung steht. Die Verantwortlichen wollen einen Weg finden sie aus dem Programm zu entfernen und geben ihr den wohl umfangreichsten Stundenplan aller Erstsemester, in der Hoffnung, dass sie versagt. Dabei muss sie das enorme Pensum nicht einfach nur bewältigen, sie muss es zusätzlich so aussehen lassen, als ob es ihr keinerlei Probleme bereiten würde. Wenn sie sich zu sehr von den anderen Studenten absondert, besteht nämlich die Gefahr, dass diese melden man würde sie zu stark beanspruchen oder gar überfordern. Glücklicherweise hat Cia einen Studienberater bekommen, der auf ihrer Seite ist und sie unterstützt.

Neben versucht sie entschlossen Beweise für den grausamen Auswahlprozess zu finden um die Rebellen auf diese Weise zu unterstützen. Es ist wahrlich bewundernswert, dass Cia trotz der traumatischen Erfahrungen den friedlichen Weg bevorzugt und ebenfalls der Ansicht ist, dass die Lösung nicht in noch mehr Blutvergießen bestehen kann, auch wenn Dr. Barnes und seine Unterstützer den Tod mehr als verdient hätten. Deren gnadenloses Verfahren mit den Studenten ist einfach krank und verabscheuungswürdig. Man kann gar nicht fassen, wie viele Menschen von der wahren Natur der Auslese wissen und es billigend in Kauf nehmen oder wissentlich wegsehen um die Verantwortung von sich zu weisen, obwohl sie das ebenso schuldig macht. Umso erfreulicher ist es also, dass es neben Dr. Barnes‘ mächtigen, gewissenlosen Freunden auch Menschen gibt, die dem Ganzen ein Ende bereiten wollen.

Da sie unterschiedlichen Studiengängen zugewiesen wurden, können Cia und Tomas sich nur noch sehr selten treffen, sodass die Romantik in der Fortsetzung auf ein Minimum reduziert ist. Mehr als ein paar Küsse hier und da gibt es nicht, allerdings haben beide genug andere Sorgen. Als zusammen mit den Alpträumen Cias Erinnerungen langsam zurückkehren, treibt das ferner zusätzlich einen Keil zwischen sie, weil Tomas Geheimnisse vor ihr hat, die unter anderem Zandris Tod betreffen. Die Wahrheit stellt ihre Beziehung auf eine harte Probe, doch Cia liebt Tomas und würde ihm trotz allem immer noch ihr Leben anvertrauen.

Im Gegensatz zu Will, dem es durch seinen Charme fast gelingt einen wieder um den Finger zu wickeln. Man hat seine Taten während der Auslese jedoch nicht, so wie er, vergessen und obgleich er nicht erneut zum Killer wird, zeigt sich deutlich, dass er nach wie vor das Potenzial dazu hat.

Vor Damone, einem der Studenten aus Tosu-Stadt, muss Cia sich ebenfalls in Acht nehmen. Sein gewaltiges Ego kann es nicht verkraften, dass ein Mädchen, noch dazu eines aus den Kolonien, cleverer ist als er, trotzdessen er vermutlich nur dank seines einflussreichen Vaters einen Platz an der Uni bekam. Er ist sehr gewalttätig, unbarmherzig und damit ausgesprochen verachtenswert.

Enzo und Raffe sind dagegen zwei neue, eher vertrauenswürdige Figuren aus Tosu-Stadt, die relativ schnell an Sympathie gewinnen. Sie sind zwar ebenfalls Cias Konkurrenten, der Zweck heiligt für sie anscheinend aber nicht jedes Mittel und man kann sich durchaus auf sie verlassen.

Besonders interessant ist darüberhinaus die Präsidentin des Vereinigten Commonwealth, die man im zweiten Band näher kennen lernt. Sie ist eine starke, selbstbewusste Frau, die ebenso entschlossen ihre Ziele verfolgt wie Cia. Im Finale der Reihe wird sich dann vermutlich zeigen, ob man ihr wirklich vertrauen und das Schicksal der Studenten in ihre Hände legen kann.

Die Handlung ist durchgängig spannend und geradezu Nerven aufreibend. Man muss immerzu auf der Hut sein und weiß nie, was als nächstes passiert. Im Verlauf des Geschehens müssen viele Charaktere ihr Leben lassen, was einem bei manchen gleichgültig ist, einen bei anderen wiederum sehr traurig stimmt, vor allem als es gegen Schluss völlig überraschend eine der liebsten Nebenfiguren trifft. Des Weiteren ist sogar Cia gezwungen Dinge zu tun, die sie mit ihrem Gewissen eigentlich nicht vereinbaren kann. Verrat lauert an jeder Ecke und am Ende sorgen schockierende Enthüllungen für einen herben Rückschlag.

Independent Study endet nicht mit einem Cliffhanger, dennoch kann man es kaum erwarten den dritten Band zu lesen. Viele Fragen bleiben offen, viele Probleme ungelöst und man freut sich sehr darauf zu erfahren, wie Cia nach den letzten Ereignissen weiter vorgeht. In jedem Fall wird es eine Rebellion geben, auf die eine oder andere Weise. Die Frage ist nur, wer letztlich als Sieger daraus hervorgeht.

*FAZIT*
Independent Study ist eine grandiose Fortsetzung, die mühelos mit dem fantastischen Auftakt mithalten kann und einen von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann zieht. Das hoffentlich ebenso mitreißende Finale kann man nach diesem zweiten Teil also kaum noch erwarten.
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am 24. September 2014
Cia hat es geschafft: gemeinsam mit Tomas hat sie die brutalen Auslese für die Universität bestanden und gehört nun zur Elite ihres Landes. Doch niemand von den anderen Schülern ahnt, was sie dafür alles tun mussten, dank des Vergessens-Serums. Niemand außer Cia, die sich aufgrund der Nachricht, die sie sich selbst hinterlassen hat, an alles erinnert, jeden Mord, jeden Verrat. Doch bald schon soll ihr gerade dieses Wissen helfen, denn auch an der Uni muss sie feststellen, dass die Tests noch lange nicht vorbei sind. Kaum sind alle ihrem jeweiligen Fachbereiche zugewiesen, müssen die Neulinge einen Initiationsritus über sich ergehen lassen, nicht weniger subtil und tödlich als der der Auslese. Und diesmal muss Cia sich ausgerechnet auf diejenigen verlassen, die sie schon einmal betrogen haben...

Trotz teilweiser Kritik, dass die Geschichte zu sehr an die Hunger Games erinnere, konnte "Die Auslese" die meisten deutschen Leser von sich überzeugen - so auch mich. Die Geschichte von Malencia und ihren Freunden, die für einen der extrem begehrten Studienplätze des Commonwealth brutale Prüfungen über sich ergehen lassen müssen, fand ich von Anfang an spannend und andersartig. Und auch Teil 2 setzt die Geschichte genauso spannend fort. Wieder sind wir gemeinsam mit Cia am Rätseln und am Zweifeln, wem man eigentlich vertrauen kann; und da soll man auch noch nebenbei studieren? ;-)

Dabei könnte Cia anfangs nicht glücklicher sein. Sie ist für das Studium an der Universität zugelassen worden, gemeinsam mit dem Jungen, den sie liebt und hofft nun, dem technischen Fachbereich zugeordnet zu werden. Doch dann findet Cia ihre eigenen Aufzeichnungen, die ihr die bittere Wahrheit über die Auslese enthüllen: Wie viele ihrer Freunde bei den brutalen Prüfungen gestorben sind. Wie Will, den sie eigentlich zu ihren Freunden zählt, versucht hat, sie und Tomas zu töten. Und wie Tomas selbst scheinbar zum Mörder geworden ist. Cia weiß, dass sie Stillschweigen bewahren muss, wenn sie nicht auffliegen will. Aber sie weiß auch, dass sie etwas tun muss, wenn zukünftige Kinder nicht dasselbe durchmachen sollen wie sie selbst...

Es war echt interessant zu sehen, wie Cia mit dieser neuen Situation umgeht, besonders, als sie während des Initiationsritus ihres Fachbereichs ausgerechnet mit denen zusammenarbeiten muss, die sie in der Auslese schon einmal verraten haben. Was mir schon bei Teil 1 gefallen hat und auch hier wieder sehr gut dargestellt wurde, sind die psychologischen Aspekte der Geschichte. Cia befindet sich in ständiger Ungewissheit. Wem kann sie vertrauen? Wer manipuliert sie nur? Dadurch begegnet uns hier ein Mädchen, welches bedeutend vorsichtiger geworden ist, und das zu Recht. Egal, was sie auf dem Campus macht, immer muss sie sich dabei vor Augen halten, wie ihre Handlungen vielleicht von den Prüfern interpretiert werden könnten und welchen Einfluss sie auf ihr weiteres Studium haben könnten.

Ich hatte erst ein wenig befürchtet, dass es hier nur einen Aufguss des ersten Teils geben würde, denn mal ehrlich, noch weitere Prüfungen? Was kann uns da schon Neues erwarten? Und es gibt einen Teil des Buches, der vom Ablauf her sehr dem Vorgänger ähnelt. Cia wird vor Aufgaben gestellt, sie versinkt in langen inneren Reflexionen und Überlegungen und meistert die Aufgaben natürlich durch ihr angeeignetes Wissen. Einerseits fand ich es wieder cool, ihre Gedankengänge und logischen Schlussfolgerungen nachvollziehen zu können, andererseits war ich aber auch froh, dass diese Prüfungen hier nicht den Großteil des Buches einnehmen, sondern wir auch mehr über das System an sich und die Welt außerhalb der Universität erfahren. In Teil 1 wurde es ja schon vereinzelt angedeutet, und hier wird es nun offensichtlich: nicht alle Menschen sind mit dem System der Auslese einverstanden und planen einen Widerstand.

Ihr seht, langweilig wird es also nicht. Es passiert tatsächlich sehr viel und Teil 2 endet auch noch mit einem fiesen Cliffhanger, der den Griff zum letzten Teil - "Graduation Day" - eigentlich unverzichtbar macht. Ich bin gespannt, ob Cia es denn tatsächlich bis zu ihrem Abschluss schafft :-)
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am 28. Mai 2014
Ich hatte in meinem letzten Video bereits erwähnt, dass ich Independent Study unbedingt lesen wollte, obwohl sein Vorgänger The Testing doch sehr stark an The Hunger Games erinnert hat. Dennoch fand ich das Buch aufregend und das Ende hat geradezu danach verlangt, dass ich weiterlese. Die Ereignisse in The Testing waren mir noch sehr präsent, deswegen ist mir der Wiedereinstieg in Cias Welt nicht schwer gefallen.

Die Autorin flechtet in die Gedankengänge von Cia aber auch immer wieder Erinnerungen an den ersten Teil ein, wodurch die wichtigsten Aspekte noch ein Mal aufgegriffen werden. Einige Erinnerungen Cias spielen eine wichtige Rolle für das Verständis mancher Beziehungen, die im Buch wichtig sind. Ich muss sagen, die Charaktere waren es, die mir auch in diesem Buch noch das größte Rätsel waren. Da ich mich auch nicht mehr an jedes Detail aus der "Testing"-Phase erinnern konnte, musste ich mir von manchen Personen ein neues Bild machen und war dabei ebenso wenig erfolgreich wie Cia. Man weiß einfach nicht, was man glauben soll. Aber gerade das ist es, was das Buch auch so interessant macht. Geheimnisse, Intrigen und kleine Machtkämpfe machen das Buch sehr mitreißend und es hält die eine oder andere Überraschung bereit.

Wovon ich leider nicht überrascht wurde ist Cias Gefühlsleben. Wie auch schon in The Testing kam sie mir sehr gefühlskalt vor. Klar, sie durchlebt alle Emotionen an einem gewissen Punkt und ich als Leser habe es auch mitbekommen, aber sehr mitreißend ist es nicht. Ich leide nicht so mit ihr, wie ich es bei anderen Protagonistinnen schon getan habe. Sie beschreibt ihre Umgebung recht schlicht und die Gefühle spielen dabei keine große Rolle. Cia ist mehr die logische Denkerin, sie zieht Fakten zu rate und spielt alle möglichen Szenarien in ihrem Kopf durch. Was ihr dabei aber fehlt ist die Leidenschaft, die mich mit in ihren Bann ziehen könnte. Mir ist sie einfach ein bisschen zu kalt in dieser Hinsicht.

Ebenso kalt lässt mich der romantische Aspekt in Independent Study. Tomas, der Junge den sie liebt und mit dem sie zusammen ist lernt man als Leser kaum kennen. Zweisame Momente gibt es eigentlich nur höchst selten und dann ist von Romantik keine Spur. Es ist einfach etwas, das im Hintergrund abläuft und keine wirklich bedeutende Rolle zu spielen scheint. Wäre Tomas einfach nur ein sehr guter Freund würde das den Verlauf des Buches vermutlich auch nicht ändern. Eine neue, alles einnehmende Romanze würde aber auch nicht wirklich zu Cia passen und ich muss sagen, das Buch kommt auch gut ohne aus. Es lebt von ganz anderen Aspekten und hat eine Romanze, geschweige denn ein Liebesdreieck gar nicht nötig.

Wo The Testing noch sehr ähnlich zu den Hunger Games ist, hat Independent Study dann schon eine ganz eigene Note. Es geht um die Bestimmung von Cias zukünftigem Tätigkeitsbereich und der ist nicht unbedingt der, den sie erwartet hätte. Sie wird vor neue Herausforderungen gestellt und auf ihrem Weg befinden sich oft Steine, die das Weiterkommen schwierig machen.

In Indepentent Study erlebt man Cias neues Umfeld hautnah mit und man befindet sich ab einem gewissen Punkt auf einer Art Schnitzeljagd, die von ihr und ihren Teammitgliedern einiges abverlangt. Die Aufgaben sind kniffelig, der Preis für die Lösung nicht immer gering. Cia muss ihre Intelligenz und Menschenkenntnis einsetzen um sich und ihre Stellung in der Universität zu sichern. Es war an einigen Stellen sehr knapp und ich habe gar nicht gemerkt, wie die Seiten so an mir vorbeizogen. Ich konnte gar nicht schnell genug lesen.

Ähnlich wie auch schon sein Vorgänger ist dieses Buch nicht unbedingt etwas für Gerechtigkeitsfanatiker, denn die Methoden die an den Tag gelegt werden um die Studenten zu testen sind alles andere als moralisch. Man lernt mehr über das Testing an sich und die Menschen die dahinter stehen. So werden einige Fragen aus The Testing beantwortet.

Was aber nicht heißt, dass in Band 2 keine neuen Fragen aufgeworfen werden. Das Ende von Independent Study hat es in sich und ich muss sagen: Auch hier kann man gar nicht anders als weiterlesen (Band 3 habe ich schon angefangen...). Es kommt eine echt überraschende Wendung, die alles bis dahin geschehene in einem total neuen Licht dastehen lässt. Für Band 3 bedeutet dies: Nichts ist so wie es scheint... Und vertraue niemandem, wie Cias Vater es schon in The Testing gesagt hat.

Fazit

Independent Study ist eine gelungene Fortsetzung von The Testing, die sich ebenso schnell wegliest und einfach bis zum Schluss spannend ist. Geheimniskrämerei, Intrigen und Machtspielchen sorgen immer wieder für Aufregung und haben mich zum Weiterlesen getrieben, weswegen ich das Buch auch recht schnell beendet habe. Cia ist zwar immer noch nich mein liebster Charakter aller Zeiten, aber sie macht sich und ich drücke ihr ganz fest die Daumen, dass sie ein Happy End bekommt. Auf geht's zu Graduation Day, dem dritten und letzten Band im Bunde...
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TOP 500 REZENSENTam 27. Oktober 2014
Hinweis: Ich habe das Buch auf englisch gelesen. Auf deutsch war es zum Zeitpunkt dieser Rezension noch nicht erschienen!

Konnte man sich beim ersten Band noch deutlich an "Die Tribute von Panem" erinnert fühlen, schlägt der zweite Band nun eine ganz andere Richtung ein. Cia hat überlebt und findet sich als Studentin an der Universität von Tosu City wieder - und somit als Nutznießerin des Systems, das die unmenschliche Auslese ersonnen hat. Sie muss sich entscheiden: will sie das korrupte System bekämpfen und damit ihre eigene Zukunft riskieren, oder will sie einfach wegsehen, das Beste daraus machen, studieren und so viel Gutes wie möglich bewirken?

Das Buch wirft viele interessante Fragen dieser Art auf, und als Leser kann man sich nur mit leichtem Unbehagen fragen, ob man selber wohl den Mut hätte, den steinigen Pfad des Widerstands einzuschlagen...

Der Schreibstil ist klar und eher schnörkellos, was mir an sich gut gefällt - aber auch in diesem Band fühlte ich mich von den Emotionen der Protagonisten oft seltsam distanziert. Meist fand ich ihn abgesehen davon ansprechend und bildreich geschrieben, aber manchmal leider auch etwas steif. Gelegentlich hatte ich das Gefühl, dass dem Leser Sachen unnötig erklärt werden, statt es ihm selbst zu überlassen, sich die Dinge zu erschließen, was ich persönlich nicht so gerne mag.

Gut gefallen hat mir, dass die Autorin uns hier neue Einblicke in diese Welt, ihre Gesellschaft und die Regierung gewährt. Wir erfahren mehr über die Politik, die Beweggründe hinter der Auslese, das tägliche Leben der Menschen, die Unterschiede im Leben der Bewohner der Hauptstadt und dem der Bewohner der Kolonien... Das fand ich alles sehr interessant und gut durchdacht, und ich hätte mir mehr davon gewünscht!

Allerdings hatte ich ja im ersten Band schon Schwierigkeiten, mich damit anzufreunden, dass die Regierung einer Welt, in der eigentlich jeder Mensch gebraucht wird, sorgfältig die besten Schüler auswählt, nur um dann die meisten davon umzubringen. Jetzt stellt sich heraus, dass die Gefahr auch nach der Auslese noch lange nicht vorbei ist... Das erscheint mir nicht wie ein erfolgversprechender Plan für die Zukunft, und manchmal kam es mir fast lächerlich vor, dass hinter wirklich jeder noch so kleinen Prüfung direkt unheilvolle Konsequenzen stecken.

Cia hat mich in diesem Band wieder mit ihrem Einfallsreichtum, ihrer Intelligenz und ihrer Integrität beeindruckt, nur war sie mir manchmal zu perfekt. Es gibt keine Herausforderung, die sie nicht meistert, keine Situation, in der sie nicht die einzig richtige Lösung findet, und sie ist durchtrainiert und mit ihrer stets gepackten Tasche allzeit bereit für *alles*. (Wieviel geht überhaupt in diese Tasche, die sie überall hin mitschleppt?! Offensichtlich Klamotten zum Wechseln, zwei Flaschen Wasser, mehrere Äpfel und Birnen, Trockenfleisch, ein paar Laib Brot und diverse andere Dinge, und natürlich, was sie gerade für den Unterricht braucht... Ich will auch so eine!)

Interessant fand ich, dass es durchaus Situationen gibt, in denen sie pragmatische Entscheidungen treffen muss, die ihren Prinzipien widersprechen. Ich konnte diese Entscheidungen immer nachvollziehen, allerdings hätte ich mir da mehr inneren Zwiespalt gewünscht... Ich fand es oft ein bisschen unglaubwürdig, wie eisern Cia ihre Gefühle im Griff hat. Selbstbeherrschung ist ja eine lobenswerte Eigenschaft, aber manchmal lässt sie Cia auch kalt und herzlos wirken.

Auch die Liebesgeschichte hat mich leider nicht emotional berührt. Cia und Thomas haben nur wenige gemeinsame Szenen, und da sie beide viele Geheimnisse voreinander haben, kommt meiner Meinung nach auch keine echte Nähe und Romantik auf.

Ich fand das Buch aber trotz kleinerer Schwächen sehr spannend und unterhaltsam zu lesen; ich hatte es in Nullkommanix durch und habe danach direkt zum dritten Band gegriffen.

Fazit:
Cia hat die Auslese überlebt und ist jetzt Studentin an der Universität, wie sie sich das immer gewünscht hat. Aber die Gefahr ist noch lange nicht vorbei, und Cia muss sich entscheiden, ob sie innerhalb eines korrupten Systems Karriere machen oder dagegen kämpfen will... Interessante Ideen treffen auf unerwartete Wendungen und eine Heldin, die vielleicht ein bisschen ZU heldenhaft und perfekt ist. Das Buch ist spannend und intelligent geschrieben, bleibt meiner Meinung nach aber emotional unterkühlt. Eine gute Fortsetzung, aber leider keine großartige!
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am 31. Mai 2014
Eine weitere tolle Trilogie ist die Testing-Series von Joelle Charbonneau. Ja, keine brillante Schreibweise und häufig wird die Reihe auch als Abklatsch von Hunger Games beschrieben (das kann ich nicht beurteilen). Ich fand die ersten zwei Bände einfach nur wahnsinnig spannend.

Malenciale Vale, kurz: Cia, wartet gespannt auf den Graduation Day. An diesem Tag werden nämlich die Personen bekannt gegeben, die eine Ausbildung für die Regierung in der Hauptstadt antreten können. Nach vielen Umweltkatastrophen und Kriegen besteht die Welt aus Siedlungen mit unterschiedlichen Resourcen und Aufgaben. Jede Siedlung entsendet nur einige wenige zu eben dieser Ausbildung. Cias Vater hat sie durchlaufen und Cia träumt seit jeher davon. Bislang hat ihre Siedlung allerdings nie jemanden entsandt. Obwohl auch dort sehr kluge Köpfe lebten. Nach einem gewissen hin und her tritt Cia die Reise in die Hauptstadt zur Ausbildung gemeinsam mit einigen Schulbekanntschaften an. Ihr Vater hatte sie jedoch vorher noch gewarnt. Er könne sich an seine Ausbildung nicht erinnern, aber von seinem Zimmernachbarn habe er nie wieder etwas gehört. Er habe Alpträume und dunkle Erinnerungen an Bomben und Tote. Bald wird klar, dass es sich bei dem Auswahlverfahren nur wenige Überlebende gibt...

Fazit: abolut empfehlenswert

[...]
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am 3. April 2014
In diesem Band wird die mörderische "Ausbildung" der Auserwählten an der Universität fortgesetzt. Cia und Thomas haben es beide in die nächste Stufe geschafft und studieren mit Feuereifer weiter, nachdem ihre Erinnerungen an das Auswahlverfahren gelöscht wurden. Durch einen Trick gelingt es Cia aber sich wieder an die grässlichen Details während des Tests zu erinnern. Ihr Argwohn gegen die politschen Führer und Leiter an der Universität wird wieder geweckt und sie versucht möglichst unauffällig deren wahren Ziele herauszufinden, ohne dabei ihre Familie in Gefahr zu bringen oder selbst einem heimtückischen Mordanschlag zum Opfer zu fallen. Mit Spannung verfolgt man als Leser, wie sie in einer Welt der totalen Überwachung, ohne genau zu wissen wer ihr Freund oder Feind ist, versucht das Rätsel zu lösen. Und nicht nur einmal entpuppen sich die Charaktere der handelnden Personen als ganz anders, als man es erwartet.....
Für Freunde der "Tribute von Panem" sicher ebenso empfehlenswert! Ich selbst warte bereits gespannt auf den 3. Teil - "Graduation Day"
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am 29. Januar 2015
Ich fand die idee, dass man trotzdem im studium weitergetestet wurde super, was mir persönlich nicht so gefallen hat, war wieder, dass die hauptcharakterin schon wieder so schnell alles überwindet, zweifel oder angst, sie schüttelt es total schnell ab. sie hat immer eine lösung auf jedes problem parat. das war ein wenig enttäuschend, ich hätte mir mehr miserfolge erwünscht, weil so ist sie einfach zu perfekt.
was mir aber wirklichgut gefallen hat war folgende ironie: sie fragt sichimmer wieder: wüsste ich doch nur wie er/sie sich beim testing verhalten hat. obwohl sie natürlich das testing und alles was damit zu tun hat für schrecklich findet, stellt sie sich immer wieder diese frage. das fand ich wirklich gut gemacht.
trotzd er mankos gibts immernoch 4 sterne weil ich die idee mit dem "das hirn zählt" einfach super finde, das is was neues und keine standart geschichte.
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am 21. Januar 2015
The story slowed down and became less interesting to me. Still worth reading but not a must-read. Also after getting told the background for the testing practice I found it harder and harder to suspend disbelief which kind of lessened the already diminishing suspense even more.

Still if you like part 1 you probably should read 2 also.

Problem is: Part 3 follows - and I liked that one even less.
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