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„In der Regel geht man davon aus, dass Kunst und Wissenschaft zwei grundlegend verschiedene Zugänge der Weltwahrnehmung einschlagen und dass sie wenig Gemeinsames haben.“ Dieser Behauptung widerspricht Pierre Thomé, einer der Herausgeber dieses Buches, zumindest was ihre Absolutheit betrifft. Und mit Lynn Kost teilt er das Anliegen, die Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.

Die vielen Berührungspunkte zwischen Kunst und Wissenschaft klarer zum Vorschein zu bringen, ist ein anspruchsvolles Projekt, das ohne Unterstützung der Hochschule Luzern, verschiedener Stiftungen und zahlreicher Helfer wohl nicht zustande gekommen wäre. Nur schon die Auswahl der beteiligten Personen war aufwändig, zumal man ja Neuland betreten wollte.

Einer der Grundgedanken bei der Konzipierung dieses Buches war, Personen Bilder kommentieren zu lassen, die auf anderen Gebieten als der Kunst Hervorragendes leisten. Wissenschaftler aus den verschiedensten Disziplinen, die zwar auch Bilder anschauen, aber nie darüber schreiben. Letztere Bedingung erfüllen allerdings viele der ausgewählten Autoren nicht, was dem ganzen Unterfangen etwas die Würze nimmt. Denn die „erfahrenen“ Bildbeschreiber drücken sich weniger direkt und unbefangen aus, als die wirklichen Anfänger. Und sie tragen auch dazu bei, dass sich der Leser an die Formel „Je akademischer, desto komplizierter“ erinnert.

Als Herausgeber steht man unweigerlich vor dem Dilemma, wie stark man die Beitragsschreiber auf ein Konzept verpflichten darf und soll. Und da Pierre Thomé und Lynn Kost den angefragten Autoren offenbar viel Spielraum zugebilligt haben, liegt es meiner Ansicht nach allzu oft beim Leser, den roten Faden zu suchen und wieder neu zu knüpfen. Wenn sich die Autoren in persönlichen Geschichten verlieren, die mit dem eigentlichen Thema wenig bis nichts zu tun haben, hätte ich mir Zwischenrufe der Herausgeber gewünscht.

Der Beitrag von Reto Agosti, Facharzt für Kopfschmerzen, Verhaltensneurologie und Neurorehabilitation ist nicht der einzige, bei dem ein Fazit fehlt. Und deshalb wird es den Leser auch nach der Lektüre schwer fallen, die Frage zu beantworten, was Kunst und Wissenschaft miteinander verbindet.

Kognitive Leichtigkeit ist eines der Kriterien, das unsere unbewusst arbeitenden Hirnareale bei der Bewertung von Informationen berücksichtigt. Aber da auch das Neue einen Reiz ausübt und unser Belohnungssystem anspricht, bleibt man als interessierter Leser trotz beträchtlichem Denkaufwand bei der Sache. Aber wer es dem Publikum einfacher macht, kann eher damit rechnen, dass seine Darbietung weiterempfohlen wird. In diesem Falle finde ich es schade, dass die Herausgeber nicht mehr eingriffen, um den Gang der Geschichte zu erleichtern und den roten Faden zu knüpfen.

Mein Fazit: „Ein Experiment über die Wahrnehmung von Bildern. Wie lesen Wissenschaftler Zeichnungen und worin unterscheidet sich ihre Deutung von derjenigen von Kulturschaffenden?“ Was als Untertitel gedeutet werden kann, ist gleichzeitig Programm. Ob man es als geglückt und erfüllt betrachtet, hängt in hohem Masse davon ab, wie viel eigene Denkarbeit man als Leser investieren will. Denn er muss die Antworten meist selber oder zwischen den Zeilen suchen. Obwohl ich mir mehr Einflussnahme der Herausgeber gewünscht hätte und meine Erwartungen nur teilweise erfüllt sah, bewerte ich dieses Experiment mit fünf Sternen. Ohne die schöne Gestaltung und die Werke der Künstler wären es weniger gewesen. Die Texte sind übrigens auch auf Englisch übersetzt, wenn auch in etwas kleinerer Schrift.
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