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Imperium: Roman Gebundene Ausgabe – 22. September 2006
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Robert Harris
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Seitenzahl der Print-Ausgabe405 Seiten
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SpracheDeutsch
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HerausgeberHeyne Verlag
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Erscheinungstermin22. September 2006
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Abmessungen14.7 x 4.1 x 22.1 cm
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ISBN-103453265386
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ISBN-13978-0091795443
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Produktbeschreibungen
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Wie wir aus der Geschichte wissen, kam alles anders. Cicero kam in Besitz von imperium, dem lateinischen Wort für Macht, und er wurde zu einer der prägenden Gestalten des römischen Reichs. In seinem Windschatten macht auch Tiro Karriere -- als jener Mensch, der wohl die längste Zeit mit Cicero zusammen verbracht hat und bis zu dessen Tod bei ihm bleibt. Er schreibt dessen Reden und Gedichte nieder, und er erfindet eine Kurzschrift, die es ihm erlaubt, alle Debatten im Senat in Echtzeit aufzuzeichnen. Nach dem Tod seines Herren zieht Tiro sich auf einen Bauernhof in der Nähe von Puteoli bis in sein hundertstes Jahr gelebt haben soll. Hier schreibt er die Geschichte Ciceros nieder, wie dieser es gewollt hat. So erzählt es Harris. Und er erzählt es aus der Retrospektive des Hundertjährigen, der verfolgt, wie der Anwalt durch einen prominenten Fall, in den auch einflussreiche Senatsmitglieder verwickelt sind, zu einem der mächtigsten Männer des Reiches wird.
So wächst Imperium im Verlauf der Handlung zu einer Parabel über die Verführungskraft der Macht und über die Verführungskraft der Worte, die über Aufstieg und Fall von Menschen entscheiden kann. Ein spannendes, raffiniert geschriebenes und hochaktuelles Buch, gekleidet ins historische Gewand der Toga -- unbedingt empfehlenswert nicht nur für Leser, die von Pompeji begeistert waren. --Thomas Köster
Pressestimmen
"Das liest sich spannend von der ersten bis zur letzten Seite." (Brigitte )
"Liest sich streckenweise wie ein John-Grisham-Gerichtsthriller." (Weltwoche )
Klappentext
Süddeutsche Zeitung
"Das liest sich spannend von der ersten bis zur letzten Seite."
Brigitte
"Liest sich streckenweise wie ein John-Grisham-Gerichtsthriller."
Weltwoche
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Mein Name ist Tiro. Ich war sechsunddreißig Jahre lang Privatsekretär des römischen Staatsmannes Cicero – eine anfangs aufregende, dann überraschende, später mühsame und schließlich äußerst gefährliche Aufgabe. Ich glaube, dass Cicero während dieser Jahre mehr Zeit mit mir verbrachte als mit jedem anderen Menschen, seine Familie eingeschlossen. Ich war Zeuge privater Zusammenkünfte und Überbringer geheimer Botschaften. Ich brachte seine Reden zu Papier, schrieb seine Briefe und seine literarischen Arbeiten, sogar seine Gedichte. Um dem Strom seiner Worte Herr zu werden, musste ich eine allgemein als Kurzschrift bekannte Technik ersinnen, mit der noch immer die Beratungen des Senats protokolliert werden und für deren Erfindung mir kürzlich eine bescheidene Pension bewilligt wurde. Dieser Summe, einigen Erbschaften und mir wohlgesinnten Freunden verdanke ich meinen auskömmlichen Ruhestand. Ich brauche nicht viel. Die Alten leben von Luft, und ich bin sehr alt – fast hundert, heißt es. In den Jahrzehnten nach seinem Tod bin ich immer wieder gefragt worden, gewöhnlich im Flüsterton, wie Cicero wirklich war. Aber ich habe stets geschwiegen. Wie sollte ich wissen, wer ein Regierungsspion war und wer nicht? Jeden Augenblick war ich auf meine Liquidierung gefasst.
Da mein Leben nun fast vorüber ist und ich nichts mehr zu befürchten habe – nicht einmal Folter, würde ich doch in den Händen des Scharfrichters oder seiner Folterknechte kaum eine Sekunde durchhalten –, habe ich mich entschlossen, mit dem vorliegenden Bericht eine Antwort darauf zu geben. Ich werde mich auf meine Erinnerung und die meiner Obhut anvertrauten Dokumente stützen. Da die mir verbleibende Zeit zwangsläufig kurz ist, will ich mich beeilen. Ich werde den Bericht in meiner Kurzschrift verfassen, auf einigen Dutzend Rollen feinsten Papyrus – Hieratica, das Beste vom Besten –,die ich zu diesem Zweck schon seit Längerem gehortet habe. Im Voraus bitte ich um Vergebung für stilistische Mängel und Ungeschicklichkeiten. Auch bitte ich die Götter, dass sie mich zum Ende kommen lassen, bevor das Ende mich ereilt. In seinen letzten Worten bat Cicero mich, die Wahrheit über ihn zu erzählen, und darum will ich mich bemühen. Sollte er dabei nicht immer als Muster an Tugend erscheinen, sei’s drum. Die Macht beschert einem Mann allerlei Annehmlichkeiten, zwei saubere Hände gehören allerdings nur selten dazu.
Und von Macht und dem Mann werde ich erzählen. Mit Macht meine ich die offizielle, die politische Macht – was wir in der lateinischen Sprache als imperium bezeichnen –, die Macht über Leben und Tod, wie sie vom Staat auf ein Individuum übertragen wird. Hunderte von Männern haben nach dieser Macht gestrebt. Aber Cicero war einzigartig in der Geschichte der Römischen Republik, weil ihm beim Griff nach der Macht nichts als sein eigenes Talent zur Verfügung stand. Er entstammte nicht, wie Metellus oder Hortensius, einer der bedeutenden, seit Generationen in der Politik tätigen Adelsfamilien, von deren Reputation er am Wahltag profitieren konnte. Hinter ihm stand nicht, wie bei Pompeius oder Caesar, eine mächtige Armee, die seine Kandidatur unterstützte. Er verfügte nicht wie Crassus über ein gewaltiges Vermögen, das ihm den Weg ebnete. Er hatte nur eines – seine Stimme. Und mit der schieren Kraft seines Willens machte er aus dieser die berühmteste Stimme der Welt.
?
Ich war vierundzwanzig Jahre alt, als ich in Ciceros persönlichen Dienst eintrat, ein auf seinem Familiensitz nahe Arpinum geborener Haussklave, der Rom nie zuvor gesehen hatte. Er war ein junger Rechtsanwalt, der an nervösen Erschöpfungszuständen litt und sich mit jeder Menge natürlicher Gebrechen herumschlug. Kaum jemand hätte auf meine und auf seine Zukunftschancen besonders viel gegeben.
Zu jener Zeit war Ciceros Stimme nicht das Furcht einflößende Organ, zu dem es später wurde. Sie war schroff, und er neigte zum Stottern. Ich glaube, sein Problem war, dass die in seinem Kopf brodelnde Menge an Worten sich bei nervlicher Anspannung in seinem Hals staute, als ob sich zwei von der nachdrängenden Herde vorwärts geschobene Schafe gleichzeitig durch ein Gatter gequetscht hätten. Wie auch immer, der Inhalt seiner Reden war oft zu hochtrabend, als dass sein Publikum ihn verstanden hätte. »Der Gelehrte« oder »der Grieche« wurde er von seinen unaufmerksamen Zuhörern genannt – was keineswegs als Kompliment gemeint war. Obwohl niemand sein rhetorisches Talent anzweifelte, so war seine Konstitution doch zu schwächlich, als dass sie seinem Ehrgeiz ebenbürtig gewesen wäre. Mehrstündige Verteidigungsreden – zu jeder Jahreszeit, oft unter freiem Himmel – beanspruchten seine Stimmbänder derart, dass er nicht selten tagelang heiser und ohne Stimme war. Zudem litt er unter chronischer Schlaflosigkeit und einer schwachen Verdauung. Kurzum: Wollte er, wie es sein sehnlichster Wunsch war, politische Karriere machen, so benötigte er professionelle Hilfe. Also beschloss Cicero, Rom für einige Zeit zu verlassen und zu reisen. Erstens, um seine Kräfte aufzufrischen, und zweitens, um die führenden Lehrmeister der Rhetorik zu konsultieren, von denen die meisten in Griechenland und Kleinasien lebten.
Als Verantwortlicher für die kleine Bibliothek seines Vaters verfügte ich über eine passable Kenntnis des Griechischen, und deshalb bat Cicero seinen Vater – ganz so, als wollte er sich ein Buch aus dem Regal nehmen –, ob er mich ausleihen und mit in den Osten nehmen könne. Meine Aufgabe würde unter anderem darin bestehen, mich um seine Termine zu kümmern, Transportmittel anzuheuern und Lehrer zu bezahlen, wobei geplant war, dass ich nach einem Jahr wieder zu meinem alten Herrn zurückkehren sollte. Am Ende sollte ich, wie so manches nützliches Buch auch, nie zurückgegeben werden.
Am Tag, als wir in See stechen wollten, fanden wir uns im Hafen von Brundisium ein. Das war im sechshundertfünfundsiebzigsten Jahr nach der Gründung Roms, in der Zeit des Konsulats von Servilius Vatia und Claudius Pulcher. Damals war Cicero noch nicht die imposante Gestalt, zu der er später wurde und deren Züge so bekannt waren, dass er nicht mal durch die ruhigste Straße spazieren konnte, ohne erkannt zu werden.(Was, so frage ich mich, ist nur mit den Tausenden seiner Büsten und Porträts geschehen, die einst so viele Privathäuser und öffentliche Gebäude geschmückt haben? Sind sie wirklich alle zerstört und verbrannt worden?) Der junge Mann, der an jenem Frühlingsmorgen am Kai stand, war schmächtig, hatte einen Rundrücken und einen unnatürlich langen Hals, in dem ein Adamsapfel so groß wie eine Kinderfaust auf und ab hüpfte. Seine Haut war blass, er hatte vorstehende Augen und eingefallene Wangen; kurz, er war das Abbild eines kränklichen Mannes. Ich weiß noch, dass ich dachte: Halt dich ran, Tiro, mach das Beste aus der Reise, lange kann sie nicht dauern.
Zuerst fuhren wir nach Athen, wo er sich das Vergnügen gönnen wollte, an der Akademie Philosophie zu studieren. Als ich ihm zum ersten Mal die Tasche in den Vorlesungssaal getragen hatte und mich wieder entfernen wollte, rief er mich zurück und fragte, wohin ich denn vorhätte zu gehen.
»In den Schatten zu den anderen Sklaven«, antwortete ich. »Es sei denn, Ihr benötigt noch meine Dienste.«
»Und ob ich die benötige«,sagte er.»Ich habe eine äußerst anstrengende Aufgabe für dich. Ich will, dass du hier bleibst und dir ein klein wenig Philosophie aneignest. Dann habe ich auf unseren langen Reisen jemanden, mit dem ich mich unterhalten kann.«
Also blieb ich, und mir wurde die Ehre zuteil, persönlich Antiochos aus Askalon zu hören, der die drei Grundprinzipien des Stoizismus erklärte – dass nur die Tugend zur Glückseligkeit führe, dass nichts außer der Tugend gut sei und dass man den Gefühlen nicht trauen könne. Drei einfache Regeln, die, würde der Mensch sie befolgen, die meisten Probleme der Welt lösen könnten. Später diskutierten Cicero...
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Produktinformation
- Herausgeber : Heyne Verlag (22. September 2006)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 405 Seiten
- ISBN-10 : 3453265386
- ISBN-13 : 978-0091795443
- Abmessungen : 14.7 x 4.1 x 22.1 cm
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Cicero wird von Historikern sehr unterschiedlich beurteilt. Harris zeichnet ein Bild, das wohl nicht ganz der Wahrheit entsprechen dürfte. Der historische Cicero hat natürlich Militärdienst geleistet, was ja auch Voraussetzung für den Cursus Honorum war. Im Buch kann er nicht einmal Blut sehen. Unwahrscheinlich zu einer Zeit und an einem Ort, wo Blut und Tod teil den täglichen Lebens waren. Diese kleine, schriftstellerische Freiheit, rundet das Bild des Protagonisten aber sauber ab. Ansonsten ist der ganze Romna akkurat recherchiert.
Harris gelingt es, das alte Rom in seiner tubulentesten Zeit, sehr lebendig werden zu lassen. Letzendlich ist Cicero nur die Basis. Hauptakteur ist die Politik der späten, römischen Republik, die uns sehr exotisch erscheinen mag, in der es aber doch interessante Parallelen zu heutigen gibt. Was hemmungsloser Populismus schon vor 2000 Jahren angerichtet hat, wird erschrecken plastisch dargestellt.
Ich hoffe meine Rezension war hilfreich.
Ein wirklich beeindruckender Roman, der zu fesseln vermag. Vorausgesetzt natürlich, man hat einen gewissen Faible für die Historie, speziell die Geschichte der Römischen Republik, denn hier erlebt man diese in all ihren Facetten. Ciceros Lebensweg war durchaus steinig, als Mann ohne Reputation und Vermögen. Dennoch schafft er es aufgrund seiner eigenen Talente bis an die Spitze der Römischen Republik, zum Amt des Konsuls. Doch schon damals galt: Herkunft, Beziehungen und vor allen Dingen Vermögen ebnen den Weg ganz nach oben. Wie man es ohne all das schaffen kann, zeigt dieser Roman … aber auch, welchen Preis man dafür zahlen muss. Manches erinnert unwillkürlich an die heutige Zeit, vielleicht, weil der Mensch sich, unabhängig vom geschichtlichen Umfeld, gar nicht so sehr geändert hat? Großartig und bis zum Ende fesselnd … ich bin sehr gespannt auf die beiden Folgebände.
Es gibt aber trotz geglückten Inhalts nur vier Sterne von mir, denn die Kindle Version enthält vergleichsweise viele Tippfehler. Das Buch ist zwar problemlos lesbar, aber wenn einem ein einer "Lese-Sitzung" mehrere Beistrich-Fehler, fehlende Lehrzeichen oder verschluckte Buchstaben am Wortende auffallen, dann schleicht sich der Verdacht auf, dass hier nicht ordentlich Korrektur-gelesen wurde...
Schade, ich hatte mir nach den vielen positiven Bewertungen deutlich mehr erhofft.









