Facebook Twitter Pinterest
Gebraucht kaufen
EUR 5,95
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von SDRC
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: Prime Versand und Kundenservice durch Amazon
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Ich nannte ihn Krawatte (Quartbuch) Gebundene Ausgabe – 31. Januar 2012

4.7 von 5 Sternen 46 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition
"Bitte wiederholen"
Gebundene Ausgabe
"Bitte wiederholen"
EUR 2,99 EUR 1,15
53 neu ab EUR 2,99 20 gebraucht ab EUR 1,15

Die Spiegel-Bestseller
Entdecken Sie die Bestseller des SPIEGEL-Magazins aus unterschiedlichen Bereichen. Wöchentlich aktualisiert. Hier klicken
click to open popover

Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie die aktuellen BILD Bestseller. Jede Woche neu. Hier klicken

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.



Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein knapper, hypnotisch wirkender Text. Preisverdächtig. (Marion Quandt, Westdeutscher Rundfunk, 1 Life, 08.02.2012)

Stilistisch straff und stark bringt das Buch Vorstellung und Wirklichkeit zusammen, ohne sie zu verquirlen.» (Peter Urban-Halle, Neue Züricher Zeitung, 03. März 2012)

Für die leisen Töne der vielleicht nur zufälligen Nichtunterwerfung hat Milena Michiko Fla ar in ähnlich sensibles Organ wie der große Robert Walser. Dieser unscheinbare, makellose Roman ist in all seiner Trostlosigkeit ein Buch, das Mut macht. (Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung, 16. März 2012)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Milena Michiko Flasar, geboren 1980 in St. Pölten, hat in Wien und Berlin Komparatistik, Germanistik und Romanistik studiert. Sie ist die Tochter einer japanischen Mutter und eines österreichischen Vaters, lebt als Schriftstellerin in Wien und unterrichtet nebenbei Deutsch als Fremdsprache.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Der Ich-Erzähler ist männlich und ein Hikikomori. Bis vor einigen Tagen war mir dieser Begriff noch fremd. Es handelt sich um das Phänomen des Rückzugs von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in ein Zimmer, meist in der elterlichen Wohnung. Die Betroffenen gehen nicht mehr zur Schule oder zur Arbeit und meiden soziale Kontakte. Man könnte quasi sagen, es ist ein Spezialfall der sozialen Phobie. Die Betroffenen versuchen sich dem gesellschaftlichen Druck, dem Leistungsdruck zu entziehen. Der Rückzug führt nicht selten zu starken Spannungen in den betroffenen Familien. In abgewandelter Form könnte es wohlmöglich überall spielen und doch ist es, so wie es hier präsentiert wird, ein typisch japanisches Phänomen. Das macht auch den besonderen Reiz des Buches aus. Das Fremde wird ganz selbstverständlich aus der Perspektive des Betroffenen geschildert, der sich nach langem Rückzug wieder hinaus in die Welt wagt. Auf einer Parkbank trifft er immer wieder auf das selbe Gegenüber, einen Salaryman, der seinen Job verloren hat, seine Frau jedoch im Glauben lässt, dass er nach wie vor seinen Job macht. Mehr sollte zum Inhalt nicht verraten werden. Abgesehen vom psycho-sozialen Phänomen, liegt ein besonderer Reiz im Einblick in die japanische Kultur und Mentalität. Sie erwächst aus den Protagonisten, ohne dass der Leser belehrt wird. Ein weiterer Reiz ist im Stil der Milena Michiko Flasar begründet. Sie hat eine eigenwillige Sprache. Die Weisheiten, die die Protagonisten austauschen, erstaunen, sind aber unaufdringlich. Die Gedanken des Erzählers sind wie ein Sog und üben eine Faszination aus. Die Sprache ist knapp und prägnant, nie pathetisch. Eine tolle Neuentdeckung für mich. Ich bin begeistert.
Kommentar 64 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe
Nicht von ungefähr kommt einem bei der Lektüre dieser sensiblen, einfühlsamen Annäherung der jungen Wiener Autorin an zwei vom Leben gezeichnete Charaktere manche Szene aus Doris Dörries Streifen "Kirschblüten - Hanami" in den Sinn. Mit jeder Seite dieses beeindruckend stillen, genau beobachtenden, aber nie voyeuristischen Werks ziehen an dem Leser ruhig fließende, fast meditative Bilder vorbei, bleiben tief im Gedächtnis, mehr noch im Herzen haften.

Die Parkbank, auf der die Autorin mit österreichischen und japanischen Wurzeln die beiden Protagonisten ihre Lebensgeschichte langsam und respektvoll aufblättern lässt, steht in Japan. Sie könnte auch im Münchener Englischen Garten, im Großen Tiergarten in Berlin, im Londoner Hyde Park oder im Wiener Prater stehen. Auch die Wunden, die das Leben den beiden Hauptfiguren schlug, und ihre Bewältigungsstrategien trifft man überall in den modernen Industriegesellschaften. Schließlich gleichen sich global auch die Umstände, die Menschen aus dem Alltag ausbrechen, an ihrem Leben scheitern lassen.

Ein mitfühlendes Werk, das sich in seiner leisen, eindringlichen, nie aufdringlichen Sprache wohltuend abhebt von den laut schreienden, mit Kraftausdrücken gespickten Auswürfen des heutzutage oft allzu vordergründig auf Profit schielenden Literaturmarkts. Gleichsam ein Diamant unter tauben Gesteinsbrocken.

Ist das der Beginn einer neuen Literatur? Der Anfang einer Erfolgsgeschichte für die Autorin? Ich wünsche mir beides.
Kommentar 47 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe
"Wer in einem Lachen nichts anderes als ein Lachen hört, der ist taub." steht auf dem Buchrücken dieses bemerkenswerten Buches zu lesen.

Der junge Taguchi Hiro verlässt als Zwanzigjähriger sein Zimmer, in dem er seit fast zwei Jahren freiwillig eingeschlossen war, und setzt sich im nahegelegenen Park auf eine Bank. Was zunächst für den Leser seltsam scheint, ist ein in Japan weit verbreitetes Problem. "Hikikomori" werden diese Personen genannt. Menschen, die das Haus der Eltern nicht verlassen, und sich in ihrem Zimmer einschließen, weil sie auf dem Weg zum Erwachsenwerden dem Leistungs- und Anpassungsdruck der Gesellschaft nicht gewachsen sind. Diese Parkbank wird alsbald zur Bühne des Romans. Denn zu dem jungen Mann gesellt sich der Firmenangestellte Ohara Tetsu; in Anzug und Krawatte. Der 58jährige hat seine Arbeit verloren, hält aber für seine Ehefrau Kyoko die Illusion aufrecht. Er geht weiterhin tagtäglich aus dem Haus, um den Tag auf der Parkbank zu verbringen. So spinnt sich nach und nach ein Lebensfaden zwischen den beiden Gestalten, die aus dem System, dem Takt der Welt, gefallen sind. Anfänglich beredetes Schweigen weicht einer zögerlichen Annäherung, bis sie sich nach und nach ihr Leben anvertrauen.

>Ich nannte ihn Krawatte< thematisiert voller Ernsthaftigkeit die japanische Mentalität. Japanische Ausdrücke (die im Anhang erklärt werden) verstärken das "Kanjou", das Gefühl und die Fühligkeit, die man benötigt, um die Erzählung mit den 113 fragilen Kapiteln auf sich wirken zu lassen.
Der Roman wird von poetischer Traurigkeit getragen, und lässt dennoch Platz für die Schönheit des Lebens, die es zu sehen und wahrzunehmen gilt.
Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden