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Ich flehe um Hinrichtung: Die Begnadigungskommission des russischen Präsidenten Gebundene Ausgabe – 26. Februar 2003

3.8 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen

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Von 1991 bis 2001 war Anatoli Pristawkin Vorsitzender der Begnadigungskommission des russischen Präsidenten. Sie sollte Todesurteile überprüfen und die Gnadengesuche von Gefangenen begutachten -- eine Aufgabe, die ihn fast täglich mit den grausamen Auswüchsen des russischen Justizsystems konfrontierte.

Seine Erfahrungen hat der bekannte Literat und Menschenrechtler nun in einem Buch verarbeitet oder besser: "bewältigt". Er habe das Buch in erster Linie für sich selbst geschrieben -- als "kläglicher Versuch, den scharfen Schmerz, der uns peinigte, zu dämpfen, zu lindern", bekennt Pristawkin. Es waren nicht allein die Schicksale der Gefangenen und ihre abscheulichen Taten, die seine Seele so quälten. Es war das kriminelle Antlitz Russlands, wie es sich ihm in den Gerichtsakten und Gnadengesuchen offenbarte. Keine Mafiakämpfe und terroristischen Akte, sondern alltägliche Verbrechen, begangen von "gewöhnlichen Leuten". "Als der schlimmste Verbrecher", resümiert Pristawkin, "erweist sich das Volk, das sich selbst umzubringen droht".

Mit schonungsloser Offenheit seziert Pristawkin die Ursachen der Gewalt: "epidemischer Suff" -- mehr als 80 Prozent aller Verbrechen werden unter Alkoholeinfluss verübt --, Arbeitslosigkeit, beengte Wohnverhältnisse, Korruption, Machtmissbrauch und Straforgane, die jahrzehntelang "Grausamkeit als Gesetzlichkeit tarnten und die Gewalt als Gerechtigkeit". Sie gebären eine Gesellschaft, in der "Hass, Intoleranz gegenüber dem Nächsten und Feindschaft gegeneinander zur nationalen Mentalität" geworden sind. Eine Gesellschaft, die keine Barmherzigkeit kennt, sondern nur Einsperren, Strafen, Demütigen und Hinrichten.

Ich flehe um Hinrichtung ist ein außergewöhnliches Buch. Ein Reisebericht über die dunkle Seite der russischen Seele, der uns allen die Augen öffnet für die wahren Verhältnisse im heutigen Russland. Unbedingt empfehlenswert! --Stephan Fingerle

Pressestimmen

"Das Buch ist ein Befreiungsakt, ein auf Papier gebändigter Aufschrei." (Die Zeit)

"In einer dramatischen Denkschrift rechnet der Schriftsteller Anatoli Pristawkin, Putins Berater für Begnadigungen, mit dem unbarmherzigen Justizsystem ab." (Der Spiegel)

"Bei aller Resignation über den Befund ist das Buch auch eine Quelle der Hoffnung: Hier gibt es Keime für eine humane und liberale Zivilgesellschaft." (Neue Zürcher Zeitung)

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Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Der Autor war Vorsitzender der bis 2001 existierenden russischen Begnadigungskommission. In diesem Buch berichtet er nicht allein über Urteile, Kriminalfälle, Opfer und Täter, sondern er beschreibt erschütternde Zustände und Schicksale in Russland. Das Werk vermittelt den Eindruck, als habe sich der Autor die bedrückenden Erlebnisse und Einsichten beim Studium von Akten und bei der Begegnung mit Menschen von der Seele schreiben müssen, um das Unfassbare fassbar zu machen. Er zitiert aus Strafakten und Briefen der Gefangenen, er schildert gescheiterte Lebensläufe und widmet sich den Geschehnissen brutalster Gewaltverbrechen. Doch zugleich verliert Pristawkin nie die Distanz zu den Taten, zu den Tätern, zu seiner Arbeit und zur Gesellschaft.
Dieses Buch ist keine leichte Kost und vor allem keine der üblichen unverhohlen voyeuristischen Aneinanderreihungen spektakulärer Kriminalfälle. Pristawkin dokumentiert vielmehr einen Zeitraum russischer Geschichte. Dies gelingt ihm meisterhaft.
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Von Rick am 6. Oktober 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Russland im Absturz- diese Einschätzung stammt vom berühmten russischen Schriftsteller Aleksandr Solzenicyn, der den Zustand seines Landes Ende der 90er Jahre im gleichnamigen Buch so charakterisierte. "Zwei tranken", liest man oft in dem vorliegenden Buch des Kommissionspräsidenten Pristavkin. Und es wurde gemordet. Man kam ins Gefängnis und wurde verprügelt und erniedrigt. Man flehte am Ende um Hinrichtung, um dem irdischen Jammertal zu entkommen. Ein nicht ungewöhnliches Schicksal im heutigen Russland. Anatolij Pristavkin beschreibt den geistigen und moralischen Untergang seines Landes mit Hilfe zahlreicher Beispiele; detailliert erfährt man von den Grausamkeiten, die dem einen widerfahren. Man braucht starke Nerven, um den Leidensweg der Menschen, die selber Verbrechen begangen, zu verfolgen. Das menschliche Leben hat scheinbar in Russland ihren Wert verloren. Es wird erst jetzt dem Leser bewusst, was Sicherheit und Ordnung in unserem Land für ein Schatz ist. Dass man als ganz normaler Bürger morgens das eigene Haus verlassen kann, ohne erpresst, ermordet zu werden, ohne von Banditen in einen Wald entführt zu werden, um bei -10 Grad mit kaltem Wasser übergossen zu werden, damit man einen fiktiven Kaufvertrag über die eigene Wohnung unterzeichnet. Ein Leben im wilden Osten wünscht man sich nicht.
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Format: Taschenbuch
Also, dieses Buch ist vielleicht nicht mehr ganz aktuell, zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Todesstrafe in Russland seit über 10 Jahren nicht mehr vollstreckt worden. Es geht aber auch gar nicht um ganz aktuelle Verhältnisse, auch wenn der Eindruck manchmal erweckt wird, sondern vorwiegend um die Zeit der 80er und frühen 90er Jahre in der Sowjetunion und der späteren GUS. Der Schriftsteller Anatoli Pristawkin war in dieser Zeit Vorsitzender der Begnadigungskommission des russischen Präsidenten. Von seiner Arbeit als solcher und der Beschäftigung mit den entsprechenden Tätern handelt dieses Buch. Pristawkin hat sich hier jede Menge Wut und Verzweiflung auch und grade über die Verhältnisse der damaligen Zeit in seinem Heimatland von der Seele geschrieben. Er analysiert begangene Grausamkeiten und wie das Volk diese aufnimmt und darauf reagiert. Die Verhältnisse in den Gefängnissen und ähnlichen Einrichtungen werden angeprangert. Oft scheint durch, dass er die Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange oder auch langjährige Haftstrafen unter diesen Umständen nicht unbedingt für eine Begnadigung halten kann. Ein häufiges Thema sind auch die Verhältnisse beim Militär sowie der Umgang mit Alkohol, gesamtgesellschaftliche Probleme, die auch mit dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems zusammenhängen, werden erörtert. Das Buch ist interessant und anschaulich geschrieben, manchmal allerdings mit ein bißchen viel Pathos und Wiederholung, was aber vor dem Hintergrund der tiefen eigenen Betroffenheit durch das Thema nachvollziehbar ist.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Pristawkin schildert stilsicher Kriminalfälle, die vor die Begnadigungskommission des russischen Präsidenten kamen. Damit entwickelt er ein Gesellschaftsbild Rußlands im 20. Jahrhunderts. Er beschreibt ein hohes Niveau von Gewalt und Kriminalität in allen Gesellschaften dieser Zeit (Zarenreich, Sowjetunion, Perestroika, Jelzin-Zeit), teilweise sind die Fälle, die er sehr dezent und nicht sensationslüstern beschreibt, doch schwer zu verdauen. Pristawkin ist dabei kritisch, nicht systematisch (das will er auch gar nicht, denn selbst für ihn ist das Ganze unfaßbar, unerklärbar), wertend und mitleidend. Das läßt einen die gesamte Dimension des Problems erfassen : wenn er z.B. unglaubliche Fälle von Rohheit und Gewalt beschreibt, die sich aus dem Alkoholgenuß entwickelten ("Zwei tranken....."), dann beschreibt er die nationale Dimension der Tragödie, keine Einzelfälle. Er zeigt auch auf, dass die Täter aus einer Gesellschaft kommen, die ihnen teilweise keine Chance zur Entwicklung gegeben hat. Interessant auch, wie er auf den Inhalt von Gnadengesuchen verweist : eine Täter fordern die Todesstrafe als Ausweg aus dem Dilemma (was uns erstaunt), damit versuchen sie jedoch den unglaublich unwürdigen Verhältnissen in russischen Haftanstalten zu entgehen, die von Korruption, Gewalt, Erniedrigung der Häftlinge, Ausbeutung usw. bestimmt sind.
Die Berichte sind schockierend : das scheinbare Einhalten von Gesetzen verbirgt hier ein Schattenreich von Verfall, dem der Einzelne, selbst wenn er sich daran nicht beteiligen will, kaum entkommen kann.
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