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Kommentar: Auflage: 3 18,8 x 12,4 x 2,6 cm, Taschenbuch Piper Taschenbuch, 01.11.2007. 368 Seiten Cover kann abweichen Auflage:2006 018,1
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Ich bin ein Pariser: Ein Engländer entdeckt Frankreich Taschenbuch – November 2007

4.1 von 5 Sternen 16 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stephen Clarke, 1958 geboren, lebt seit 15 Jahren in Paris. Mit seinem Debüt »Ein Engländer in Paris« gelang ihm ein Überraschungsbestseller, der in 20 Sprachen übersetzt wurde. Mehrere erfolgreiche Bücher, vor allem über die Eigenheiten französischer Lebensart, folgten. Zuletzt erschien sein Roman »Eine kurze Geschichte der Zukunft«. Weiteres zum Autor: www.stephenclarkewriter.com

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Un
Sexe and the Country

Florence und ich saßen vierzig Kilometer südlich von Limoges in der Corrèze, fast genau im Zentrum Frankreichs. Wenn man das Leonardo-da-Vinci-Männchen auf eine Frankreichkarte pinnt, dann liegt die rechte Hand auf der Bretagne, die linke in Straßburg, die Füße sind in Biarritz und Monaco, und genau an der Stelle, die das Männchen zum Mann macht, da ist die Corrèze.
Die Mutter von Florence besaß dort ein Ferienhaus. Wir wollten kurz bei ihr vorbeischauen, uns mit einem Mittagessen stärken und dann zu einer zweiwöchigen Tour durch Südwestfrankreich aufbrechen.
Das jedenfalls war unser Plan. Jetzt aber hockten wir neben unserem frisch verbeulten Auto in der prallen Sonne. Nach zehn Minuten Warten auf Polizei und Abschleppwagen legte Florence ihren Kopf in meinen Schoß und sprach die schicksalsschweren Worte: »Ich glaube, wir müssen ein paar Tage bei Maman verbringen.«
Natürlich konnte sie in diesem Moment noch nicht ahnen, daß ich ihre Mutter fast umbringen würde. Ich auch nicht. Wir waren erst zwei Monate zusammen, und ich bin nicht der Typ, der es für den Beginn einer wundervollen Beziehung hält, die Mutter der neuen Freundin um die Ecke zu bringen.
Ich konnte einfach nichts dafür. Schuld war dieser französische Autofahrer.
»Conasse!« schrie er.
Französische Beleidigungen sind so wundervoll grammatisch korrekt. Selbst im hitzigsten Wortwechsel vergessen die Franzosen nie, das Schmähwort für einen männlichen Volldeppen, »connard«, in die korrekte feminine Form zu bringen.
Was total unfair war. Ich war gefahren, nicht Florence. Er brüllte sie nur deshalb an, weil sie näher war als ich. Und außerdem war er gerade wie ein Komet in die hintere Tür der Beifahrerseite geknallt, hatte also Florence selbst nur um eine Millisekunde verfehlt.
»Are you OK«? fragte ich sie auf Englisch.
»Oui.« Sie antwortete mir wie immer auf Französisch. »Et toi, Paul?«
»Ja, aber ich hätte große Lust, dem Kerl seine Designerbrille um die Ohren zu wickeln.«
»Nein, nicht doch, du bist Engländer! Du mußt dein Phlegma zeigen.«
»Phlegma?« Ich hatte keine Ahnung, was sie meinte. Glauben denn die Franzosen, ein Brite spuckt nur kurz wie ein Lama um sich, und schon hat er sich wieder abgeregt? Sie holen sich eindeutig zuviel britische Fußballspiele per Satellit ins Wohnzimmer.
»Ja, du bist stoisch gelassen. Kaltblütig.«
Aha, der Engländer, das Reptil. Dieses Klischee kam mir schon bekannter vor.
»Hilft alles nichts«, sagte ich, »die Sonnenbrille muß dran glauben.«
Ich stieg aus dem königsblauen Renault Vel Satis ihres Vaters und schüttelte mich kurz, um zu checken, ob noch alles am Platz war. Zum Glück hatten beide Wagen nicht viel Tempo gehabt, so daß ich nur einen steifen Nacken und das unbestimmte Bedürfnis hatte, jemandem eine Tracht Prügel zu verabreichen.
Ich umrundete die rote Allradkarre aus dem Reich der aufgehenden Sonne, die uns reingeknallt war. Die Frontscheinwerfer hatten nicht mal einen Sprung.
Der Fahrer war ein blondiertes Fashion-Victim in den Vierzigern mit derart dunkler Sonnenbrille, daß mich wunderte, daß er überhaupt den Himmel, geschweige denn irgendwelche Autos vor sich sehen konnte.
»Blind, was?« fragte ich und deutete auf die Brille. Ich sagte natürlich vous zu ihm, nicht das vertrauliche tu oder toi, schließlich hatte man uns einander nicht vorgestellt.
»Et toi?« blaffte er durch die geschlossene Scheibe. Ich verzieh ihm seine plumpe Vertraulichkeit, immerhin war er gut zwanzig Jahre älter als ich. »Wohl noch nie was von priorité à droite gehört?«
Das schnaubte er in Richtung seiner Frau, die ein Poloshirt trug, und der zwei Jungs in Skater-Klamotten auf der Rückbank. Sie warfen mir finstere Blicke zu. Ich verstand auch, warum - indem ich Opfer der miserablen Fahrkünste dieses Typen geworden war, vermasselte ich ihnen ihren sorgfältig ausgetüftelten Zeitplan. Auf ihrem Programm stand sicher das Frühstück in Fontainebleau, das Mittagessen in Mâcon, aber bestimmt nicht der Crash in der Corrèze.
»La priorité à droite?« erwiderte ich. Das ist die dümmste und gefährlichste Verkehrsregel der ganzen westlichen Welt. Da fährt man nichtsahnend auf einer Straße dahin, die man für eine Hauptstraße hält, und wenn dann ein Auto aus einem versteckten Seitenweg herausprescht, ohne sich darum zu scheren, ob der Weg frei ist, und dabei eine ganze Familie auslöscht, dann ist das völlig in Ordnung, weil eben rechts vor links gilt. »Im Kreisverkehr gibt es keine priorité à droite«, sagte ich.
»Kreisverkehr?« Der Fahrer schob seine Sonnenbrille von der Nase und blickte sich um, als würde er erst jetzt die große, grasbewachsene Verkehrsinsel vor seiner Kühlerhaube entdecken. Er beäugte auch die unverkennbar kreisförmig angelegte Fahrbahn und die fünf oder sechs sternförmig verlaufenden Einmündungen.
»Quelle merde, diese Kreisverkehre«, schimpfte er, eine Meinung, mit der er sich in guter Gesellschaft mit der Mehrheit seiner Landsleute befand, die keine Ahnung hatten, wofür diese Art von Kreuzungen gut sein sollte - außer zur Beschäftigung der Stadtgärtnereien. »Wohl 'ne englische Erfindung, was?«
»Ja. Und zwar um Unfälle zu verhindern. Bei einem so hochentwickelten Land wie Frankreich wären wir nie auf die Idee gekommen, daß ihr hier Schwierigkeiten mit dem Kreisverkehr haben könntet. Immerhin könnt ihr ja sogar Austern öffnen.« Es war riskant, eine ironische Bemerkung mit einem so unsagbar schweren Wort wie huîtres anzuhängen, aber ich war gerade voll in Fahrt, und es sprudelte nur so aus mir heraus.
»Et vous, vous êtes anglais«. Das kam von seiner Frau, die das Format eines Michelinmännchens hatte und sich über das Lenkrad ihres Gatten gebeugt hatte, um mich anzuschnauzen. Immerhin sagte sie vous. »Sie Engländer können ja nicht einmal rechts fahren.«
»Und Ihr Mann, was hat der für eine Ausrede?« fragte ich.
Sie packte ihn am Arm und flüsterte ihm eindringlich ins Ohr. Er nickte.
Was sie ihm da zugewispert hatte, wurde sogleich klar, als er den Motor anwarf und zurückstieß. Die beiden Wagen lösten sich bebend voneinander wie Liebende, deren Haut nach dem Beischlaf aneinanderklebt. Der Allradwagen vollführte eine saubere Kehrtwende und brauste auf der Straße davon, auf der er gekommen war.
Ich schaute ihm hinterher und merkte mir die Nummer, überflüssigerweise auch die Gesichter der beiden langhaarigen Jungs, die mich durch die Heckscheibe angrinsten. Ihr Papa war zum Schrecken der Landstraße, zum Helden ihres privaten Roadmovies geworden. Die Franzosen mögen Roadmovies oder »Rott mohwies«, wie sie das nennen.
»Was hast du denn zu ihm gesagt?« wollte Florence wissen.
»Nichts besonders Beleidigendes. Wahrscheinlich denkt er, ich schaffe es nicht, ihn anzuzeigen, weil ich Engländer bin.«
»Ja, und außerdem fließt in seinen Adern so kurz nach dem Mittagessen sicher hauptsächlich Rotwein«, sagte sie.
Ich bewunderte die Beule auf der Beifahrerseite. Es war eine häßlich rot-blaue Schramme, die an sich gar nicht so schlimm aussah, wäre nicht der hintere Radkasten eingedrückt und der Reifen aufgeschlitzt worden. Pfeifend verabschiedete er sich aus seinem kurzen, aber unter Hochdruck verbrachten Leben.
Ein Fall für den Abschleppdienst.
Wir schoben den Wagen an den Straßenrand, ließen uns im hohen Gras nieder und schauten über ein weites Sonnenblumenfeld. Noch nie hatte ich so viele Sonnenblumen auf einmal gesehen. Ich kannte sie nur als einzelne Blumen, die wie Wächter in Vorstadtgärten standen. Diese dichtgeschlossenen Reihen fast zwei Meter hoher Blumen erinnerten mich an eine Invasion magersüchtiger grüner Aliens.
»Alles in Ordnung mit dir?« fragte ich. »Nicht den Kopf gestoßen oder so was?«
»Nein. Aber du kannst mir trotzdem gern den Nacken massieren.« Lächelnd strich sich Florence mit einem ihrer langen Finger vom Ohr über die Rundung ihrer zarten Schulter, die aus dem T-Shirt hervorlugte. Schon als wir zum ersten Mal miteinander im Bett...


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

am 26. November 2010
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 7. September 2010
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 19. Mai 2015
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 24. Januar 2014
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 20. März 2013
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 3. September 2013
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 29. August 2015
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 29. November 2006
Format: Taschenbuch
Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

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