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Kundenrezensionen

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am 8. August 2005
Mit Iacobus gelingt es Matilde Assensi Historie, Mystik mit Hilfe einer Prise Phantastik zu einem spannenden historischen Roman zu verknüpfen, den man schon fast als Thriller bezeichnen könnte. Im Rahmen der Handlung, gelingt es der Autorin nicht nur die Geschichte der Templer zu verarbeiten, sondern mit der Pilgerreise Galcerán der Borns Hintergrundwissen über Architektur, Kryptologie, Mythologie, Astronomie, Kabbala und Heilkunde einzuarbeiten, ohne dass dies aufgesetzt wirkt oder wie von einem Lehrbuch abgeschrieben, und ein farbiges Bild des Mittelalters aufzuzeigen. Dazu kommt eine sehr schöne der historischen Handlung angepassten Sprache, die diesen Roman zu einem wahren Lesegenuss macht und insbesondere diejenigen freuen wird, die lange Sätze, Anwendung von Partizipien, etc. mögen. Fremdsprachige Zitate werden grundsätzlich mit deutscher Übersetzung angegeben, lediglich feststehende Begriffe werden nicht übersetzt.
Ob sich zwei Schönheitsfehlerchen bereits im Original eingeschlichen haben oder erst bei der Übersetzung, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall dürfte es für einen Europäer 1317 unmöglich gewesen sein, Kürbis zu essen und aus einer Kalebasse zu trinken. Diese beiden Schönheitsfehlerchen sollten aber keineswegs zur Abwertung dieses schönen historischen Romans führen! Eine Vermischung von Antoniusorden und Lazarusorden wird von der Autorin zweifellos aus dramaturgischen Gründen vorgenommen.
Der Roman wird ergänzt durch eine hilfreiche Karte des Camino de Santiago, ein Glossar sucht der Leser leider vergeblich.
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am 23. Juli 2005
Offiziell ist der Grund für die Reise von Ritter Galceran de Born, Hospitaliter und Medikus, das Studium einiger arabischer Schriften zur Behandlung von Krankheiten. Weit wichtiger ist ihm jedoch, seinen Sohn kennen zu lernen, das Ergebnis einer Jugendsünde, der als Findelkind in die Obhut eines spanischen Klosters gegeben wurde. Der Novize Garcia ahnt nichts von seiner Herkunft, ist aber fasziniert von Ritter Galceran, der sich so sehr von den Mönchen im Kloster unterscheidet. Als der Ruf des Papstes de Born nach Avignon beordert, nimmt er den Jungen, den er Jonas nennt, mit, gibt sich aber nicht als dessen Vater zu erkennen. Papst Johannes der 21. ist beunruhigt über die verbliebene Macht der Templer und beauftragt de Born, die wahren Hintergründe des Todes seines Vorgängers herauszufinden, der vom letzen Großmeister der Templer verflucht wurde und wirklich kurze Zeit später starb.
Im Stil von Dan Brown (wenn auch etwas gemäßigter aufgrund der mittelalterlichen Fortbewegungsmittel) entwickelt sich eine spannende Schnitzeljagd, die de Born erst nach Paris und dann zurück nach Spanien führt, stets auf der Suche nach den Templern selbst und nicht zuletzt nach deren legendärem Schatz, von dem nach der Zerschlagung des Ordens nur ein Bruchteil auftauchte. Begleitet werden de Born und Garcia/Jonas dabei von Sara, einer jüdischen Hexe, die ihre eigenen Gründe für die Suche nach den Templern hat.
"Iacobus" ist ein spannender Mittelalterroman, der eigentlich alles vereint, was man sich wünschen kann. Glaubhafte Charaktere, viele interessante Informationen über Politik und Symbolik des Mittelalters, eine spannende Geschichte mit vielen Überraschungen und nicht zuletzt ein Schuss Romantik. - Empfohlen sowohl für Fans von historischen Romanen, als auch Krimifans. Außerdem bietet sich das Buch als Begleitlektüre für Reisen in den Norden Spaniens an.
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am 12. März 2003
Man schreibt das Jahr 1317, kurz nach der Zerstörung des Templer-Ordens durch den französischen König Phillip den Schönen. Der Hospitaliterritter de Born wird von seinen Oberen und dem Papst persönlich beauftragt, das Rätsel um den angeblichen Fluch des Großmeisters de Molay zu lösen und - noch wichtiger - Nachforschungen über den Verbleib des sagenhaften Schatzes der Templer anzustellen. Mit von der Partie sind sein Knappe Jonas und die jüdische Zauberin Sara. Die Spur führt das ungleiche Trio über die berühmte Pilgerstraße nach Santiago de Compostella...
De Born hat einen Ruf als gewitzter Ermittler und ist zudem in den mittelalterlichen Mysterien bewandert.
Trotz einiger kleiner Fehler hat die Autorin ihre Hausaufgaben wirklich gemacht. Die geschichtlich-mystischen Fakten sind nicht nur auswechselbarer Hintergrund, sondern gut in die spannende Geschichte eingearbeitet.
Ein kleines Manko stellt für mich der Schluß dar.
Fazit: Guter Lesestoff für alle, die historische Romane mit einer Prise Phantastik mögen.
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Was geschah nachdem der letzte Großmeister der Templer Jaques Molay auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war? Wie erfüllten sich seine Todesprophezeiungen für Phillip den Schönen, Guillaume de Nogaret und Papst Clemens V. ? Wohin flüchteten die überlebenden Templer und wohin brachten sie den sagenhaften
Templerschatz ?
Von Papst Johannes XII. wird der Johanniter Galceran de Born mit der Klärung dieser Fragen beauftragt. Der Leser erfährt eine Menge über die hermetischen Wissenschaften, u. a. über die Zeichensymbolik, die transzendente Architektur (oktagonale Bauweise) der initiierten Baumeister, altertümliche Mythologie, Astronomie, Mystik und Kabbala und weitere Disziplinen, in die die Templer (angeblich) eingeweiht waren.
Die israelitische Bundeslade fehlt ebenso wenig, wie der salomonische Tempelschatz und der rätselhafte Baphomet.
Nebenbei findet auch die Heilkunde Beachtung, weil de Born ein Medicus seines Ordens ist.
Die Autorin verbindet den Orden der Antoniter, der sich der Pflege von an Antoniusbrand (Mutterkornvergiftung) leidenden Patienten gewidmet hat, mit dem des Lazarusordens, der u. a. mit der Pflege von Leprakranken befasste. Ihre Antoniter, bekleidet mit schwarzer Kutte und blauem T-förmigen Kreuz (Taukreuz oder ägyptisches (!) Kreuz) sind als Orden der kleinere Bruder der Templer und gleichfalls initiiert. In Wirklichkeit war jedoch der Orden des Hl. Lazarus (weißer Mantel mit grünem Kreuz) eng mit dem Tempel verbunden.
Die Gleichsetzung von Lepra mit Antoniusfeuer ist wegen ähnlicher Krankheitssymtome plausibel. Da die Autorin für ihre Dramaturgie ein blaues T-Kreuz benötigte, ist auch die Vermischung der beiden Orden vertretbar und schadet nicht dem Attribut "historischer Roman".
Iacobus ist mehr als ein spannender Thriller, mit viel Hintergrundwissen und Happyend.
Einiges wird sich wohl so ereignet haben, wie es im Roman geschildert wurde, aber auch die von der Autorin erdachten Passagen sind plausibel und durchaus vorstellbar, so dass das sensationelle Buch das Prädikat "historischer-6-Sterne-Roman" vedient.
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am 27. Oktober 2005
"Den Jakobsweg gehen" ist schon fast sprichwörtlich geworden. Welche Schätze, schönen Städte, Kirchen und Kloster aber mit diesem Weg verbunden sind, wissen nicht viele. Und das alles in Kombination mit einem spannenden historischen Roman? Her damit, dachte ich mir!
Das Buch hält auch viel von dem, was es verspricht. Der Weg des zuerst überzeugten Hospitaliters (Johanniters) Galceran de Born, der aus dem Hospital in Rhodos geholt wird, wo er als Medikus arbeitet und unter dem Namen "Perquisitore" bekannt ist, um für den Papst und seinen Orden Recherchen anzustellen, gestaltet sich als schwierig und interessant - verbindet der Ritter doch mit der auferlegten Mission auch einiges an privaten Recherchen, die ihm zeigen, dass das, von dem man so lange geträumt hat, nicht immer das sein muss, wonach man noch immer sucht. Erste Recherchen bringen einen klaren Fingerzeig auf den Templerorden und lassen den Papst um sein Leben fürchten - worauf die spannende Jagd nach dem sagenumwobenen Schatz der Templer beginnt und Galceran erkennt, dass der Jakobsweg auch für ihn wie jetzt für manche Pilger ein Weg ist, bei dem man so manche Erkenntnis über sich selbst gewinnen kann.
Dass es dann doch nur vier Sterne geworden sind, liegt für mich vor allem an der Kürze des Romans und an der Unglaubwürdigkeit der Nebenfigur Sarah, bei der meines Erachtens etwas übertrieben wurde mit dem Mystizismus...
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HALL OF FAMEam 7. Dezember 2004
Der Templerorden war ein geistlicher Ritterorden, der ím Zuge der Kreuzzüge gegründet wurde und in sich die Ideale des Ritter- und des Mönchstums vereinen sollte. Die Bezeichnung Templer kommt daher, daß Balduin II., König von Jerusalem, dem Orden Gebäude auf dem Gelände des alten Tempels Salomons Gebäude zuwies. Die Tätigkeiten des Ordens waren einerseits der Kriegseinsatz zur Verteidigung ds Königreichs Jerusalem und andererseits Finanzaktivitäten, da sie unmittelbar dem Papst unterstellt waren und Steuern einheben und Geld gegen Zinsen verleihen durften. Insbesonders ihre Geldgeschäfte machten die Templer ungemein reich - zu reich. Das wurde ihnen zum Verhängnis. 1305 wurden die Mitglieder des Ordens schließlich der Ketzerei bezichtigt; viele von ihnen wurden 1307 verhaftet. 1312 wurde der Orden von Papst Klemens V. aufgelöst; 1314 wurde der letzte Großkomtur der Templer, Jacques de Molay, in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Soweit die Historie. Bei diesem Autodafé soll Jacques de Molay seine Gegner - Papst Klemens V., König Philipp IV. von Frankreich und dessen Vertrauten Guillaume de Nogaret - verflucht haben und ihnen ihren baldigen Tod angekündigt hat. Binnen Jahresfrist starben sie. Was danach geschehen sein könnte, hat Matilde Asensi zum Thema ihres Romans "Iacobus" (dtv 24336 - "Iacobus", 2000) gemacht. Papst Johannes XXII. und der Großkomtur des Hospitaliterordens, der mit den Templern in Konkurrenz stand, zitieren den Hospitaliterritter Galcerán de Born, der als "Perquisitore" ("Nachforscher", "Ermittler") nach Avignon, wo sie ihm den Auftrag erteilen, die Tode der drei Verfluchten zu untersuchen. Nach Erfüllung dieser Pflicht, glaubt er seine Schuldigkeit getan zu haben. Doch dem ist nicht so. Da das Vermögen der Templer Papst und König zufallen sollte, dieses aber zum Zeitpunkt der Auflösung des Templerordens nicht auffindbar war, soll nun Galcerán de Born diesen unermeßlichen Reichtum finden. Aufgrund von Hinweisen vermutet er, daß dieser entlang des Jakobswegs nach Santiago de Campostela versteckt ist, da die Templer dort viele Komtureien, Kirchen und Niederlassungen besaßen. Dann beginnt eine für ihn und seinen Sohn/Knappen Jonas/Garcia eine faszinierende Pilgerreise zum größten Teil zu Fuß und zum kleineren Teil per Pferd, wobei man einen interessanten Einblick bekommt, wie das Leben damals entlang des "Camino Santiago" gewesen sein könnte. Allein die Schilderung dieser Pilgerreise und was dabei alles sehenswert ist machen das Buch lesenswert. Ob er den Templerschatz fand oder nicht fand, soll hier nicht erörtert. Auch nicht, wie es mit ihm und seinem Sohn/Knappen nach Erreichen von Santiago de Campostela weiterging. Insgesamt ein spannender historischer Roman, der ein wenig Aufhellung in das plötzliche Ende des Templerordens bringt.
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Spanien im Jahre 1317: Galcerán de Born, Ritter des Hospitaliterordens, ist vorgeblich in seine alte Heimat zurückgekehrt, um sein medizinisches Wissen zu vertiefen. In Wahrheit treiben ihn viel persönlichere Gründe ins Kloster von Ponç de Riba - der Mönchsritter vermutet hier seinen unehelichen Sohn. Als er unvermittelt von Papst Johannes XXII. nach Avignon beordert wird, bittet er darum, den Novizen Garcia auf die Reise mitnehmen zu dürfen.

In Avignon erwartet den Ritter ein heikler Auftrag. Der Papst will wissen, ob der zerschlagene Templerorden für den Tod seines Vorgängers verantwortlich ist. Noch viel wichtiger ist ihm allerdings, dass Galcerán de Born den verschwundenen Templerschatz findet. Es versteht sich von selbst, dass Johannes XXII. ein Scheitern nicht hinnehmen wird. So begeben sich Mönchsritter und Novize auf eine gefährliche Reise durch Europa...

Ein wirklich spannendes Buch! Galcerán de Born erzählt aus der Ich-Perspektive von der Suche nach dem legendären Schatz der Templer. Im Verlauf der Handlung muss der Ritter feststellen, dass es schwer wird, zwischen Freund und Feind, Gut und Böse zu unterscheiden. Um sein Leben nicht zu verwirken, muss er sich auf ein gefährliches Spiel einlassen. Dies ist sicher nicht das letzte Buch, das ich von Matilde Asensi gelesen habe.
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HALL OF FAMEam 28. Dezember 2004
Der Templerorden war ein geistlicher Ritterorden, der ím Zuge der Kreuzzüge gegründet wurde und in sich die Ideale des Ritter- und des Mönchstums vereinen sollte. Die Bezeichnung Templer kommt daher, daß Balduin II., König von Jerusalem, dem Orden Gebäude auf dem Gelände des alten Tempels Salomons Gebäude zuwies. Die Tätigkeiten des Ordens waren einerseits der Kriegseinsatz zur Verteidigung ds Königreichs Jerusalem und andererseits Finanzaktivitäten, da sie unmittelbar dem Papst unterstellt waren und Steuern einheben und Geld gegen Zinsen verleihen durften. Insbesonders ihre Geldgeschäfte machten die Templer ungemein reich - zu reich. 1305 wurden die Mitglieder des Ordens schließlich der Ketzerei bezichtigt; viele von ihnen wurden 1307 verhaftet. 1312 wurde der Orden von Papst Klemens V. aufgelöst; 1314 wurde der letzte Großkomtur der Templer, Jacques de Molay, in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Dabei soll er seine Gegner - Papst Klemens V., König Philipp IV. von Frankreich und dessen Vertrauten Guillaume de Nogaret - verflucht haben und ihnen ihren baldigen Tod angekündigt hat. Binnen Jahresfrist starben sie. Was danach geschehen sein könnte, hat Matilde Asensi zum Thema ihres Romans "Iacobus" (dtv 24336 - "Iacobus", 2000) gemacht. Papst Johannes XXII. und der Großkomtur des Hospitaliterordens, der mit den Templern in Konkurrenz stand, zitieren den Hospitaliterritter Galcerán de Born, der als "Perquisitore" ("Nachforscher", "Ermittler") nach Avignon, wo sie ihm den Auftrag erteilen, die Tode der drei Verfluchten zu untersuchen. Zusammen mit seinem Sohn/Knappen Jonas/Garcia gelingt ihm der Nachweis, daß die offenbar raffiniert ermordet wurden. Er glaubt damit, seine Schuldigkeit getan zu haben. Doch dem ist nicht so. Da das Vermögen der Templer Papst und König zufallen sollte, dieses aber zum Zeitpunkt der Auflösung des Templerordens nicht auffindbar war, soll nun Galcerán de Born diesen unermeßlichen Reichtum finden. Aufgrund von Hinweisen vermutet er, daß dieser entlang des Jakobswegs nach Santiago de Campostela versteckt ist, da die Templer dort viele Komtureien, Kirchen und Niederlassungen besaßen. Dann beginnt eine für ihn und seinen Sohn/Knappen Jonas/Garcia eine faszinierende Pilgerreise zum größten Teil zu Fuß und zum kleineren Teil per Pferd, wobei man einen interessanten Einblick bekommt, wie das Leben damals entlang des "Camino Santiago" gewesen sein könnte. Allein die Schilderung dieser Pilgerreise und was dabei alles sehenswert ist machen das Buch lesenswert. Ob er den Templerschatz fand oder nicht fand, soll hier nicht erörtert. Auch nicht, wie es mit ihm und seinem Sohn/Knappen nach Erreichen von Santiago de Campostela weiterging. Insgesamt ein spannender historischer Roman, der ein wenig Aufhellung in das plötzliche Ende des Templerordens bringt.
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HALL OF FAMEam 21. Dezember 2004
Der Templerorden war ein geistlicher Ritterorden, der ím Zuge der Kreuzzüge gegründet wurde und in sich die Ideale des Ritter- und des Mönchstums vereinen sollte. Die Bezeichnung Templer kommt daher, daß Balduin II., König von Jerusalem, dem Orden Gebäude auf dem Gelände des alten Tempels Salomons Gebäude zuwies. Die Tätigkeiten des Ordens waren einerseits der Kriegseinsatz zur Verteidigung ds Königreichs Jerusalem und andererseits Finanzaktivitäten, da sie unmittelbar dem Papst unterstellt waren und Steuern einheben und Geld gegen Zinsen verleihen durften. Insbesonders ihre Geldgeschäfte machten die Templer ungemein reich - zu reich. 1305 wurden die Mitglieder des Ordens schließlich der Ketzerei bezichtigt; viele von ihnen wurden 1307 verhaftet. 1312 wurde der Orden von Papst Klemens V. aufgelöst; 1314 wurde der letzte Großkomtur der Templer, Jacques de Molay, in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Dabei soll er seine Gegner - Papst Klemens V., König Philipp IV. von Frankreich und dessen Vertrauten Guillaume de Nogaret - verflucht haben und ihnen ihren baldigen Tod angekündigt hat. Binnen Jahresfrist starben sie. Was danach geschehen sein könnte, hat Matilde Asensi zum Thema ihres Romans "Iacobus" (dtv 24336 - "Iacobus", 2000) gemacht. Papst Johannes XXII. und der Großkomtur des Hospitaliterordens, der mit den Templern in Konkurrenz stand, zitieren den Hospitaliterritter Galcerán de Born, der als "Perquisitore" ("Nachforscher", "Ermittler") nach Avignon, wo sie ihm den Auftrag erteilen, die Tode der drei Verfluchten zu untersuchen. Zusammen mit seinem Sohn/Knappen Jonas/Garcia gelingt ihm der Nachweis, daß die offenbar raffiniert ermordet wurden. Er glaubt damit, seine Schuldigkeit getan zu haben. Doch dem ist nicht so. Da das Vermögen der Templer Papst und König zufallen sollte, dieses aber zum Zeitpunkt der Auflösung des Templerordens nicht auffindbar war, soll nun Galcerán de Born diesen unermeßlichen Reichtum finden. Aufgrund von Hinweisen vermutet er, daß dieser entlang des Jakobswegs nach Santiago de Campostela versteckt ist, da die Templer dort viele Komtureien, Kirchen und Niederlassungen besaßen. Dann beginnt eine für ihn und seinen Sohn/Knappen Jonas/Garcia eine faszinierende Pilgerreise zum größten Teil zu Fuß und zum kleineren Teil per Pferd, wobei man einen interessanten Einblick bekommt, wie das Leben damals entlang des "Camino Santiago" gewesen sein könnte. Allein die Schilderung dieser Pilgerreise und was dabei alles sehenswert ist machen das Buch lesenswert. Ob er den Templerschatz fand oder nicht fand, soll hier nicht erörtert. Auch nicht, wie es mit ihm und seinem Sohn/Knappen nach Erreichen von Santiago de Campostela weiterging. Insgesamt ein spannender historischer Roman, der ein wenig Aufhellung in das plötzliche Ende des Templerordens bringt.
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Was geschah nachdem der letzte Großmeister der Templer Jaques Molay auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war? Wie erfüllten sich seine Todesprophezeihungen für Phillip den Schönen, Guillaume de Nogaret und Papst Clemens V. ? Wohin flüchteten die überlebenden Templer und wohin brachten sie den sagenhaften
Templerschatz ?
Von Papst Johannes XII. wird der Johanniter Galceran de Born mit der Klärung dieser Fragen beauftragt. Der Leser erfährt eine Menge über die hermetischen Wissenschaften, u. a. über die Zeichensymbolik, die transzendente Architektur (oktagonale Bauweise) der initiierten Baumeister, altertümliche Mythologie, Astronomie, Mystik und Kabbala und weitere Disziplinen, in die die Templer (angeblich) eingeweiht waren.
Die israelitische Bundeslade fehlt ebenso wenig, wie der salomonische Tempelschatz und der rätselhafte Baphomet.
Nebenbei findet auch die Heilkunde Beachtung, weil de Born ein Medicus seines Ordens ist.
Die Autorin verbindet den Orden der Antoniter, der sich der Pflege von an Antoniusbrand (Mutterkornvergiftung) leidenden Patienten gewidmet hat, mit dem des Lazarusordens, der u. a. mit der Pflege von Leprakranken befasste. Ihre Antoniter, bekleidet mit schwarzer Kutte und blauem T-förmigen Kreuz (Taukreuz oder ägyptisches (!) Kreuz) sind als Orden der kleinere Bruder der Templer und gleichfalls initiiert. In Wirklichkeit war jedoch der Orden des Hl. Lazarus (weißer Mantel mit grünem Kreuz) eng mit dem Tempel verbunden.
Die Gleichsetzung von Lepra mit Antoniusfeuer ist wegen ähnlicher Krankheitssymtome plausibel. Da die Autorin für ihre Dramaturgie ein blaues T-Kreuz benötigte, ist auch die Vermischung der beiden Orden vertretbar und schadet nicht dem Attribut "historischer Roman".
Iacobus ist mehr als ein spannender Thriller, mit viel Hintergrundwissen und Happyend.
Einiges wird sich wohl so ereignet haben, wie es im Roman geschildert wurde, aber auch die von der Autorin erdachten Passagen sind plausibel und durchaus vorstellbar, so dass das sensationelle Buch das Prädikat "historischer-6-Sterne-Roman" verdient.
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