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Kundenrezensionen

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am 16. August 2014
Vorweg: Ich bin TPHB-Fan. Und die Zahl derselben scheint mit dem neuen Album "Hypnotic Eye" noch gewachsen. So schaffen es Petty und die Heartbreakers erstmals auf Platz 1 der US-Billboard-Charts. M.E. nicht von ungefähr. Als Mittfünfziger und Musikbegeisterter für alle Richtungen offen und neuem nicht abgeneigt, hat mich dieses Album dazu verführt, in fast "hohem" Alter meine erste Rezension über einen noch älteren Künstler und dessen Band zu verfassen. Hier meine, zugegeben, subjektive Kritik:

Ich bin froh, dass es TPHB gibt. Das ist Musik vom Allerfeinsten! Großartig!

Petty ist bei weitem mehr als ein "3-Akkorde-Hitschreiber". Im Vergleich zu einem anderen Rezensenten und weniger begeisternden Kritik z.B. im Stern, habe ich nicht das Gefühl, dass Petty nachgelassen hat. Im Gegenteil! Sein Live-Auftritt vor 2 Jahren in Mannheim hat mich überzeugt und das Vorgänger-Album "Mojo" hat bei mir einen einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, dass die CD rauf und runtergespielt wurde und zu meinen Lieblingsplatten gehört.

Was mich an ihm selbst und an seinem neuen Werk (aber auch vorher schon) fasziniert, ist sein musikalischer Facettenreichtum.
Mal rockig (Fault lines, All you can carry), mal bluesig, dann swinging und relaxed (s. Beteiligung an Claptons Hommage an J.J. Cale), und manchmal so psychedelisch (Shadow people), dass er sich mit seiner näselnden Stimme in eine Art Trance singt und dem Zuhörer so mitnimmt und in seinen Bann zieht, dass man da nur schwer wieder heraus kommt. Besonders live ein besonderes Erlebnis. Good to be King!

Unterstützt wird er dabei von seinen Heartbreakers, einer m.E. Band der Extraklasse. Unbestritten gehört Mike Campbell zur Creme de la Creme an den Saiten und hat sich auch als Produzent einen Namen gemacht. Aber auch alle anderen Mitglieder der Kapelle, die seit Jahren in unveränderter Aufstellung zusammen spielt und auftritt, sind Meister ihres Fachs. Kaum eine andere Band schafft es, besonders live und wie ich finde auch auf dieser Scheibe, eine solche musikalische Dichte zu erzeugen, dass einem die Gänsehaut kommt. Danke also auch an Scott Thurston, Benmont Tench, Blair und Ferrone.

Das neue Album ist rein und glasklar, gut produziert mit gutem Sound. Mal knochentrockene Riffs, mal melancholische Akkorde in gut abgestimmter Reihenfolge, abwechslungsreich. War "Mojo" tendenziell eher bluesig (was mir persönlich auch gut gefiel), stehen dieses Mal eher die Gitarren im Vordergrund. Tench und Thurston ordnen sich ein, gehen aber nicht unter. Textlich gibt es, soweit ich es interpretieren kann, immer mal wieder kleine Seitenhiebe auf die amerikanische Gesellschaft. Rolling Stone nennt es ein Rock n Roll-Album (Album des Monats). Dem kann man sich anschließen, zumindest hat es sehr rockige Züge und erinnert an frühe Werke, wobei die Herren noch perfekter geworden sind, dies aber nicht mit Routine im negativen Sinn zu verwechseln sein sollte.

TPHB schaffen es, nahtlos an "Mojo" anzuknüpfen und vielleicht (da muss ich mich noch festlegen - weil absoluter Mojo-Fan) noch einen drauf zu setzen. Auch ich hätte lediglich auszusetzen, dass ich gerne noch mehr davon auf dem Album gehabt hätte und die CD immer zu schnell abgelaufen ist. Gut, geht es halt wieder von vorne los.

Sorry an alle "Nicht-TPHB-Fans" und "1-Sterne-Vergeber". Natürlich ist Musik Geschmackssache, aber das ist meine Musik und ich bin fast euphorisch. Mein Aufruf: "Lasst euch hypnotisieren!" Hypnotic Eye - klare Empfehlung. 5 Sterne.

Anspieltipps: Vorne anfangen und laufen lassen.
11 Kommentar| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2014
Nach dem letzten Tom Petty Album "MOJO", das wirklich ein Highlight in der Diskographie Tom Pettys darstellte, war kaum zu erwarten, das der inzwischen ins Rentenalter gekommene Gitarrist diesen Triumph nochmals erreichen bzw. toppen kann. Aber Tom Petty und seinen Heartbreakers gelang das schier Unmögliche. Sie spielten ein Album ein, das sicherlich schon jetzt zu den top CD's dieses Jahres gezählt werden muss. Ich selbst muss mich lange zurückerinnern, dass mich eine Veröffentlichung so fasziniert und gepackt hat, wie dieses Traumwerk. Petty singt wie in besten Tagen, Mike Campbell spielt wie ein junger Gott, er bringt jedes Gitarrensolo auf den Punkt. Überhaupt ist die Band eingespielt, wie keine zweite. Gleich der 1. Song "American Dream Plan B" zeigt die Richtung auf. Jeder weitere Song ist ein Hörgenuss, bis zum krönenden Abschluss "Shadow People". Zum Glück hatte ich die Repeattaste gedrückt....
22 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juli 2014
Die Vorfreude war groß und das Marketing-Team um TPHB haben es uns das Warten mit ein paar Vorab-Tracks versüßt. Und wer nun glaubt, die fünf Vorab-Tracks wären die besten des Albums gewesen, der sollte sich nach dem Kauf des Albums unbedingt eines besseren belehren lassen! Frisch, rockig, grandios - das wären meine Attribute für das Album. Man soll ja vorsichtig umgehen mit Wertungen wie "Bestes Album", aber ich denke schon, dass man "Hypnotic Eye" zumindest zu den besten Alben von TPHB zählen muss! Obwohl Tom Petty mit dem Album zu seinen Wurzeln zurückkehrt, klingt es weder altbacken noch recycelt - es ist einfach ein erfrischender Silberling, der einen Tom Petty auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens präsentiert. Wenn man überhaupt einen Kritikpunkt finden will, dann vielleicht, dass es nur elf Songs auf das reguläre Album geschafft haben. Das ist aber schon Jammern auf dem höchsten Niveau... Fazit: Unbedingte Kaufempfehlung!

Anspieltipps: Fault Lines, All you can carry, Power drunk, U get me high
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TOP 500 REZENSENTam 11. September 2014
Tom Petty ist kein Hitlieferant mehr – und das ist gut so, denn ohne Erfolgszwang macht er das was er will und kann, also erstklassige Alben, die einen Stilmix bieten, den man so auch in der gemeinhin als ‚Americana‘ bekannten Musikrichtung nicht findet.

Alternativ-mäßig rockend startet ‚American Dream Plan B‘, dass dann aber doch wieder zu einem typischen Petty Titel wird, doch dieses kleine Sound-update tut diesem Album sehr gut. ‚Fault Lines‘ nimmt dann starke R&B Anleihen- man wird unweigerlich an ‚Baby Please Don’t Go‘ erinnert - doch auch das wird wegen der Melodie dann wieder ein typischer Petty, noch dazu ein sehr flotter und sogar tanzbarer. Herrlich hier auch die dreckigen Gitarren Soloparts.

Eine fast düstere, aber auch sehr dringliche Stimmung durchzieht diese ganze Platte, was bei dem eigentlich flehenden ‚Red River‘ durch die unvermittelten Zwischenbreaks gut nachgeprüft werden kann. Anders als beim Vorgänger ‚Mojo‘ sind das keine Jams, sondern wohl ausformulierte songs die beweisen, dass Petty als songwriter immer noch voll im Saft steht. Die Heartbreakers sind keine Twens mehr, und trotz der Ernsthaftigkeit mit der Sie ihre Musik spielen kommt der punch der frühen Alben hier wieder voll zur Geltung.

Das akkustische anmutende ‚Full Grown Boy‘ kommt dann sogar in einen dezenten Jazz-Groove gewandet daher und ist stilistisch vielleicht die Überraschung des neuen Albums schlechthin. ‚All You Can Carry‘ ist stimmungsmäßig sehr ähnlich, allerdings mit den althergebrachten Mitteln der Heartbreakers umgesetzt plus wieder dieser dreckigen Sologitarre.

Atmosphärisch bluesig wird’s dann mit ‚Power Drunk‘, das man – wenn man Petty’s Stimme durch die von Bill Gibbons ersetzen würde – auch leicht für einen ZZ-Top track aus den 70ern halten könnte. Dass ‚Forgotten Man‘ wie ein ‚American Girl‘ Derivat daherkommt ist absolut verzeihbar, weil es doch ein völlig neuer song ist.

Zerbrechlich, verzweifelt und flehend ist er dann auch noch – auf ‚Sins Of My Youth‘, das fragil und subtil instrumentiert ist, doch bevor es zu weinerlich wird kommt er dann auch schon mit einem staubtrockenen Rockriff daher (‚U Get Me High‘). ‚Burnt Out Town‘ bedient sich zwar leidlich bei John Lee Hooker, aufgesetzt wirkt es dennoch nicht, sondern so, als ob die Heartbreakers den Delta Blues mittlerweile einfach schon in ihr Repertoire voll integriert haben. Zum Schluss gibt’s mit ‚Shadow People‘ dann noch eine düstere Power Ballade.

Petty & seine Band sind in der musikalischen Landschaft Amerikas eine eigene Klasse und diese Scheibe unterstreicht das ganz fett.

Ein großes extra-Lob gibt es für die Vinyl Ausgabe dieser Platte, denn die ist nicht nur hervorragend gepresst, sondern kommt auch noch mit einem download-code daher, mit dem man sowohl die mp3 als auch die HD flac Version downloaden kann und letztere ist qualitativ der LP nahezu ebenbürtig. So soll das sein, so macht das Sinn! Alles in allem also ein tolles Paket – musikalisch wie haptisch und das rechtfertigt die Höchstwertung hier definitiv.
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am 26. August 2015
Tolles, rockiges Tom Petty-Album in hervorragender Klangqualität. Druck- und kraftvoll, melodiös. Songs, die so scheinen, als hätte es sie immer schon gegeben, und das ist positiv gemeint. Besonders zu empfehlen sind "U Get Me High", "All You Can Carry", "American Dream Plan B", "Forgotten Man" und "Shadow People". Sehr, sehr gutes Spätwerk, unbedingt zu empfehlen.
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am 14. Dezember 2014
Nach der ersten positiven Bewertung des Rolling Stone war ich trotz allem skeptisch: Meist sind Alben der gealterten Rock'n-Roller-Liga mit aufgewärmten Liedern gefüllt, voll mit songs, die nur an die großen Zeiten der einst so großen Hitlieferanten erinnern. Nun, ich habe mich getäuscht. Auf der Scheibe reiht sich ein grandioser Titel an den nächsten. Bereits mit dem ersten, "American Dream Plan B", gelingt den Heartbreakers ein ohrwurmgleiches Glanzstück, dass nur der Auftakt zu einer Folge von tollen Liedern ist. Mit der unverwechselbaren Stimme von Tom Petty und wie immer grandiosen Heartbreakers gelingt der Band eine waschechte Rock-Scheibe, die in nichts hinter vergangenen Hits anstehen muss. Auch die leisen Stücke (Full Grown Boy) überzeugen voll, es ist kein Titel auf der Platte, den ich beim Anhören überspringe - und eigentlich kennt das jeder von uns, auch bei seinen Lieblingskünstlern, oder?

Bis zum letzten Stück (Shadow People - vielleicht mein Favorit) hörenswert, wirklich!!!
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TOP 500 REZENSENTam 27. Juli 2014
"Hypnotic Eye" ist ein Hammer. Sehr starkes Songmaterial - für mein Empfinden sind da einige der besten Tracks drauf, die Tom Petty je gemacht hat - eingespielt im klassischen, unverfälschten Tom Petty-Sound. Markante Gitarrenparts, ein knochentrockenes Schlagzeug mit wahlweise glockenhellen Cymbals oder einem wuchtigen Hi-Hat und Toms unverwechselbarer, nasaler Gesang, immer ein paar Hundertstel verschleppt hinter dem Beat.

Ein Album wie aus einem Guss, dabei aber dennoch sehr abwechslungs- und facettenreich. Ich würde es qualitativ ganz oben in Pettys Diskographie ansiedeln. Und wer sich davon überzeugen mag, wie Tom Petty es schafft, unterschiedlichste Tracks dennoch in eine stilistische Einheit zu bringen, die für ihn ganz typisch ist, der sollte sich mal diese Anspieltipps am Stück anhören: "American Dream Plan B", "All You Can Carry" und "Sins Of My Youth". Einfach grandios! Zum Anspielen taugen aber auch alle anderen Songs, denn schwache Stücke hat dieses Album nicht.

Für Liebhaber von gut gemachtem, klassischen Rock ein klares must-have!
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am 11. August 2014
Ich muss zugeben, dass ich zu Anfang etwas skeptisch war, beim ersten und zweiten Durchhören hat mich das neue Album nicht wirklich erreicht, aber das ging mir mit 'Mojo' und 'Highway Companion' ähnlich.
Mittlerweile bin ich jedoch begeistert von 'Hypnotic Eye', es fällt für mich in eine Liga mit dem von Rick Rubin produzierten 'Wildflowers' und den Ende der Siebziger veröffentlichten Alben.
Ausgereifte Songs, saftige Gitarren und unwiderstehliche Gesangslinien, das ist das was das neue Album ausmacht.
Zu Recht steht er derzeit auf Platz 1 der Billboard Charts!
Auch die Aufnahmequalität ist herausragend, dies wird besonders bei der lohnenden Blu-Ray Audio deutlich.
Für mich schon jetzt eines der besten Alben des Jahres!
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am 5. August 2014
Tja, was soll man dazu noch sagen?

Das neue Werk hat genau wie der Vorgänger keine Ausfälle.
Ist zudem meiner Meinung nach noch einen Tick mehr catchy, bissiger und trotzdem lässig-schrullig - sprich durchaus immer Richtung Volldampf voraus mit wunderbaren Ruhepausenperlen zwischen drinnen.
Aber wann hat Petty schon mal echten Murcks abgeliefert?
Nie.

Hinzu kommen die top-exzellenten Heartbreakers.
Welcher Champion hat obendrein noch so eine (technisch) geile Mannschaft in der Rückhand??
Gute, alte Schule.

Unterm Strich für mich irgendwie in den TOP 5, der wahrlich bemerkenswerten Sammlung des älteren Herrn..
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am 29. Juli 2014
also wir sind ja schon ein paar Alben gewohnt von TP und ich muss sagen, dass mir die alten Aufnahmen bisher schon am besten gefallen haben, also 80er und 90er. Aber was der Mann im Alter von 63 mit seinen Kollegen in diesem Jahr rausgehauen hat ist schon sehr wertvoll. Super Sound, kräftiger, druckvoller Rock, viele Songs zwischen durch auch mit leisen Tönen, einfach ein Genuss. Schon als ich das erste Lied vorab hörte dachte ich, Mann was geht denn da ab. Und die anderen Songs gefallen mir auch alle super. Ich kanns schon wieder nicht mehr abwarten bis ich morgen früh zur Arbeit fahre, den Regler hochdrehe und dann die Scheibe abfahre. Absolute Kaufempfehlung für alle Fans aber auch Neueinsteiger.
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