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Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken Gebundene Ausgabe – 1. August 2006
Kaufoptionen und Plus-Produkte
- Seitenzahl der Print-Ausgabe144 Seiten
- SpracheDeutsch
- Herausgeberwjs Verlag
- Erscheinungstermin1. August 2006
- ISBN-10393798920X
- ISBN-13978-3937989204
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Produktbeschreibungen
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Wer würde bestreiten, dass eine Auseinandersetzung Not tut? Wer könnte leichthin sagen, die Bedrohungen durch Anschläge und Kofferbomben nähmen nicht zu? Doch sind die Mittel, die Broder wählt, wirklich die passenden? Er erklärt Ehre, Respekt und Unterwerfung zu den Primärtugenden der Moslems -- in Gegenüberstellung zu den vietnamesischen Tugenden des Fleißes und der Lernbegierde. Das sei dann der Grund dafür, dass Vietnamesen besser in die deutsche Gesellschaft integriert sind als Moslems aus der Türkei und den arabischen Ländern. Broder meint an anderer Stelle aber auch, der Islam habe Tempo, Stil und Autorität -- im Gegensatz zur Langsamkeit, zur Schwerfälligkeit des westlichen Systems, das noch nicht einmal "sexy" sei. Damit wird dann die Bedrohung durch den Islam erklärt.
Und so geht es einem öfter bei diesem Buch: dass man nicht mehr weiß, was der Dichter mir damit sagen will? Und noch drängender stellt sich die Frage: Warum sagt er es mir auf so vielen Seiten? Meyers Lexikon definiert eine publizistische Glosse als "kurzen, polemischen Kommentar zu aktuellen Ereignissen". Polemisch ist das Buch, aktuell und wichtig sind die Ereignisse, die besprochen werden, auch. Aber kurz? -- Mathias Voigt, Literaturtest
Klappentext
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Um ein Haar wäre auch ich ein Terrorist geworden. Alle Voraussetzungen waren gegeben. Meine Eltern hatten beide unter abenteuerlichen Umständen den Krieg überlebt, fielen sich nach der Befreiung in die Arme und setzten mich in die Welt. Sie waren in höchstem Maße traumatisiert und ich diente ihnen als Beweis, dass es ein Leben nach dem Überleben geben konnte. Entsprechend waren ihre Erwartungen, die ich nicht erfüllen konnte. Wollte ich keinen Spinat essen, bekam ich zu hören: »Was hätten wir dafür gegeben, wenn es im Lager Gemüse gegeben hätte!« Weigerte ich mich, mir die Haare schneiden zu lassen, erzählten sie, wie wichtig die Hygiene im Lager war und dass eine einzige Kopflaus den Tod bedeuten konnte. Kam ich nach Mitternacht nach Hause, war eine Geschichte über die Sperrstunde im Ghetto fällig. Ging ich mit den falschen Bräuten aus - richtige gab es nicht, weil alle deutschen Väter in der SS gedient hatten -, schrien sie mich an: »Und dafür haben wir überlebt?«
Aber auch nachdem meine Eltern mich einigermaßen in Ruhe ließen, hörten die Demütigungen und Erniedrigungen nicht auf. Beim Völkerball blieb immer ich übrig; die Mannschaft, die mich abbekam, konnte gleich einpacken. Bei den »Bundesjugendspielen« bekam ich nicht einmal einen Trostpreis fürs Mitmachen, und die ersten Erfahrungen mit den Mädels waren so verheerend, dass sie sogar den Liegesitzen in meinem Opel Kadett peinlich waren.
Ich lief durch die Gegend, und das Gefühl, das mich antrieb, war Wut: auf meine hysterischen Eltern, die blöden Pauker und auf meine Freunde, die sich meine Armstrong-Platten ausliehen und dann die Mädchen nach Hause brachten, mit denen ich zur Party gekommen war. Ich ärgerte mich dermaßen, das ich eine Gastritis bekam, die mich erst verließ, als sich ersatzweise Asthma einstellte. Während andere noch den Umgang mit Kondomen lernten, wusste ich schon über psychosomatische Krankheiten Bescheid.
Warum ich trotz alledem nicht auf die Idee gekommen bin, Terrorist zu werden, kann ich mir rückblickend schwer erklären. Ich las »Die Verdammten dieser Erde« von Frantz Fanon und »Die Massenpsychologie des Faschismus« von Wilhelm Reich, die Schriften von Horst Eberhard Richter und Margarete Mitscherlich kannte ich zum Glück nicht.
Ich wäre der idealtypische Amokläufer gewesen: Kind einer dysfunktionalen Familie, einsam, verzweifelt, frustriert und geladen wie ein Fass mit Dynamit auf der Bounty. Jeder Sozialarbeiter hätte seine Freude an mir gehabt, jeder Therapeut wäre glücklich gewesen, mich behandeln zu dürfen. Das »M« in meinem Namen stand nicht für »Modest«, sondern für »mildernde Umstände«. Was mir freilich fehlte, war der Drang, mich an der Welt zu rächen. Es gab noch kein Internet und keine Videokameras, und ich wäre nicht in der Lage gewesen, jemandem den Kopf abzuschlagen, weil mir schon im Biologieunterricht beim Sezieren eines Regenwurms schlecht wurde.
Da ich nicht Terrorist werden konnte, blieb mir nichts anderes übrig, als Journalist zu werden. Das ist kein sehr angesehener Beruf, er rangiert sogar noch unter dem des Terroristen. Ein Terrorist kann mit Verständnis der Gesellschaft rechnen, damit, dass ihm bei einer Festnahme nicht nur seine Rechte vorgelesen, sondern auch umgehend Mutmaßungen über seine Motive angestellt werden: Warum er gar nicht anders handeln konnte und warum nicht er, sondern die Gesellschaft für seine Taten verantwortlich ist.
Ich gebe zu, ich bin ein wenig neidisch auf die Terroristen. Nicht nur wegen der Aufmerksamkeit, die sie erfahren, sondern wegen der idealistischen Motive, die ihnen unterstellt beziehungsweise zugesprochen werden. Wer ein Auto klaut und damit einen Menschen an einer Kreuzung totfährt, der ist ein Verbrecher. Wer sich mit einer Bombe im Rucksack in einem Bus in die Luft sprengt und andere Passagiere mitnimmt, der ist ein Märtyrer, ein gedemütigter, erniedrigter, verzweifelter Mensch, der sich nicht anders zu helfen wusste. Worum ich die Terroristen am meisten beneide, ist der Respekt, der ihnen gezollt wird. Haben sie einmal bewiesen, wozu sie imstande sind, betreten Experten den Tatort und erklären, man dürfe sie nicht noch mehr provozieren, man müsse mit ihnen reden, verhandeln, sich auf Kompromisse einlassen und ihnen helfen, das Gesicht zu wahren. Nur so könne man sie zur Vernunft bringen und Schlimmeres verhüten.
Dieses Verhalten nennt man Appeasement. Davon handelt dieses Buch.
Produktinformation
- Herausgeber : wjs Verlag
- Erscheinungstermin : 1. August 2006
- Auflage : 1.,
- Sprache : Deutsch
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 144 Seiten
- ISBN-10 : 393798920X
- ISBN-13 : 978-3937989204
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.008.796 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 14.183 in Politik nach Ländern (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Henryk M. Broder, geboren 1946 in Kattowitz/ Polen, ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Seine Hauptthemen sind Judentum, Islam, Nationalsozialismus und die deutsche Linke. Broder schreibt für die "Welt" sowie für den politischen Blog "achgut.com". Er lebt in Berlin und Virginia/USA.
©Autorenfoto: Knaus Verlag
Kundenrezensionen
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Die Leser beschreiben das Buch als lesenwert, genießbar und unterhaltsam. Sie finden es informativ, durchdenkenswert und polemisch. Der Schreibstil wird als klar, ironisch und scharfsinnig wahrgenommen. Die Wertedebatte wird als sachlich und ohne ideologische Brille gewertet. Einige Leser empfinden den Humor als witzig und amüsant, während andere ihn als zynisch und demagogisch bewerten.
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Kunden sind mit der Qualität des Buches zufrieden. Sie beschreiben es als lesenwert, genießbar, spannend, amüsant und empfehlenswert für Menschen, die noch in der realen Welt leben.
"...sich Buch und ging ab wie NASA ... das Buch ist scharfsinnig und sehr unterhaltsam!..." Mehr
"...Sehr empfehlenswert für Menschen, die noch in der realen Welt leben und nicht irgendwelchen Spinnereien hinterherhecheln." Mehr
"...Im Ergebnis wird man mit einer durchaus genießbaren, zuweilen extrem eloquenten, nichtsdestotrotz oberflächlichen, manchmal ärgerlichen, stark..." Mehr
"...Betrachtungen zu Appeasement im Kleinen und Großen sind teils amüsant und teils erschreckend aber immer scharf beobachtet und intelligent karikiert...." Mehr
Kunden finden das Buch sehr informativ. Sie beschreiben es als unglaublich schonungslos, durchdenkenswert und polemisch. Es liefert viel Diskussionsstoff und Denkanstöße. Das Buch bietet Basiswissen für Selbstverantwortliche Menschen und stellt die täglich erreichenden Nachrichten sachlich und ohne ideologische Brille auf.
"...Alles in allem: ein notwendiges, polemisches Buch, dem große Verbreitung zu wünschen ist, daß vielen Gutmenschen, Christen und Friedensfreunden die..." Mehr
"...Im Gegenteil. Mit seinem politischen, geschichtlichen und philosophischen Wissen und seiner Schlagfertigkeit teilt er in diesem Buch aus...." Mehr
"...genießbaren, zuweilen extrem eloquenten, nichtsdestotrotz oberflächlichen, manchmal ärgerlichen, stark polarisierenden und gelegentlich..." Mehr
"...sind, wie er selbst, sicherlich nicht unumstritten, aber dennoch durchdenkenswert und sicherlich zu stringent, um einfach beiseite geschoben zu..." Mehr
Kunden sind mit dem Schreibstil des Buches zufrieden. Sie beschreiben die Sprache als klar und ironisch.
"...Pointiert geschrieben und mit der ihm üblichen humoristischen Art, sehr empfehlenswert um die zukünftigen und aktuelle Entwicklungen in einen..." Mehr
"...von Herrn Broder, habe auch fast alle...seine Bücher sind verständlich geschrieben mit einem amüsanten Unterton und regen zum Nachdenken und zur..." Mehr
"Klare Sprache. B. verleugnet seine Meinung nicht und zeigt auf, was geändert werden muß damit die bei uns geübte Politik wirklich Demokratie wird!..." Mehr
"Ich mag den Autor. Das Buch ist allerdings sehr schwach und zusammenhangslos geschrieben. Holt einen nicht ab." Mehr
Kunden finden das Buch scharfsinnig und unterhaltsam. Sie sagen, dass es intelligent karikiert und klare Worte hat.
"...und Großen sind teils amüsant und teils erschreckend aber immer scharf beobachtet und intelligent karikiert...." Mehr
"...aber dann steigerte sich Buch und ging ab wie NASA ... das Buch ist scharfsinnig und sehr unterhaltsam!..." Mehr
"Ein wirklich scharfzünges Buch und brillant geschrieben...." Mehr
"Hurra, endlich mal klare Worte ......" Mehr
Kunden sind mit der Wertedebatte zufrieden. Sie sagen, dass die Nachrichten sachlich und ohne ideologische Brille gewertet werden. Europa weicht seinen Werten, insbesondere Meinungsfreiheit, und schätzen den Islam.
"...„Lewis ist kein Panikmacher, er schätzt den Islam und weist immer wieder darauf hin, dass ‚brutale, rücksichtlose Diktatoren’ wie Saddam Hussein ‚..." Mehr
"...Europa weicht seine Werte - insbesondere Meinungsfreiheit - für die beleidigten Moslems auf, weil Europa Angst vor dem Fanatismus der Islamisten hat..." Mehr
"Witzig, aber leider beschämend für die Politik - wenn alles so stimmt was man da liest...." Mehr
"...die uns täglich erreichenden Nachrichten sachlich und ohne ideologische Brille gewertet...." Mehr
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"...Das Buch ist spannend, qualifiziert, mutig, aufklärend und ironisch zugleich, nicht flach drüber weg und dennoch gut lesbar...." Mehr
"Herr Broder ist wieder am Puls der Zeit. Wie eh und je humorvoll, kritisiert er die heutigen politischen Möchtegerns, die nicht nur im Berliner..." Mehr
"Politisch unschöne Wahrheiten. Es schmerzt. Das Buch tut weh, weil es eben so wahr ist. Es tut auch weh, weil man lachen muss...." Mehr
"...Pointiert geschrieben und mit der ihm üblichen humoristischen Art, sehr empfehlenswert um die zukünftigen und aktuelle Entwicklungen in einen..." Mehr
Rezensionen mit Bildern
Scharfsinnig und unterhaltsam - Klasse Buch!
Spitzenrezensionen aus Deutschland
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- Bewertet in Deutschland am 19. September 2006Formatieren: Gebundenes BuchVerifizierter KaufHenryk M. Broder ist für seine scharfzüngigen und polemischen Essays bekannt. Zuletzt sorgte er mit seinem Band „Kein Krieg nirgends. Die Deutschen und der Terror“ für eine wohltuende kritische Stimmlage außerhalb des mainstreams der politischen Korrektheit. Und auch in seinem neuen Buch ist Broder alles andere als politisch korrekt.
An etlichen Beispielen zeigt er auf, wie der Westen ( seine Politiker, seine Schriftsteller, seine Intellektuellen und seine angeblich so free Presse) seit dem 11.9.2001 in einer Weise gegenüber dem Islamismus eine Appeasement - Politik betreiben, die, wie er diagnostiziert, letztlich aus einer tiefwurzelnden Angst entspringt und bereit ist, alles, wofür der Westen steht ( und gekämpft hat) aufzugeben und sich anzupassen. Broder tut es am Beispiel der Debatte um die sogenannten Mohammed-Karikaturen:
„Wieso ist keiner aufgestanden und hat den marodierenden Söhnen Allahs zugerufen: ‚Jungs, was ihr bei euch zu Hause macht oder nicht macht, ist eure Sache. Ihr müsst kein Schweinefleisch essen und keinen Alkohol trinken, wir sagen euch nicht, wie ihr eure Haustiere behandeln sollt, und was ihr mit euren Frauen und Töchtern anstellt, wollen wir so genau lieber nicht wissen. Aber sagt uns nicht, was wir machen oder nicht machen dürfen, wen wir zeichnen und was wir lesen dürfen. (...) Und im Übrigen: Wie könnt ihr es euch leisten, wochenlang zu toben und zu rasen ? Habt ihr sonst nichts zu tun? Müsst ihr nicht zwischendurch mal arbeiten ? Oder euren Kindern zu Hause bei den Schulaufgaben helfen ?’“
Broder zitiert Bernhard Lewis, den Doyen der Islamwissenschaft, der die These wage, Europa werde in weniger als hundert Jahren islamisch sein.
„Lewis ist kein Panikmacher, er schätzt den Islam und weist immer wieder darauf hin, dass ‚brutale, rücksichtlose Diktatoren’ wie Saddam Hussein ‚keine Wurzeln in der islamischen oder arabischen Vergangenheit haben’, dass sie ‚ein Import aus Europa’ sind, dass ‚der vormoderne Islam keine Diktatur’ war und dass der Koran die Verantwortung des Herrschers betont, ‚andere um Rat zu fragen’. Allerdings: Seit 1683 ‚geht es nur noch bergab: politisch, militärisch, wirtschaftlich, kulturell’. Die Moslems, sind ‚ nicht nur hinter Europa beziehungsweise die USA zurückgefallen, sondern hinter fast den ganzen Rest der Welt’. Dieser Rückstand zum Rest der Welt ist der Grund für die permanente Neigung zum Beleidigtsein, einer geradezu manischen Opferhaltung und für die gewaltsamen Ausbrüche und Attentate.
Auf diesen Zusammenhang hat unlängst auch Hans Magnus Enzensberger in seinem Essay über die „SchreckensMänner“ hingewiesen. Ein Argument Broders muß aber unbedingt noch erwähnt werden, weil es meistens übersehen oder verschwiegen wird, und das ist der Begriff der verletzten Männerehre im Zusammenhang mit der unterdrückten Sexualität in islamischen Gesellschaften.
Broder zitiert Ishtiaq Ahmed, Muslim, Professor für Politische Wissenschaft in Stockholm:
„Wo Männer und Frauen voneinander fern gehalten werden, verschwindet der Sex nicht aus ihrem Leben, sondern steigt ihnen zu Kopf und bleibt dort... Wenn wir unsere Auffassung von Sexualität modernisieren und humanisieren würden, wären wir in der Lage, unsere Energien produktiv und kreativ einzusetzen. Indem wir es nicht tun, züchten wir Frustrationen, die sich in Extremismus und Terrorismus entladen. Ja, ich glaube, daß es eine sozio-sexuelle Grundlage gibt für den gegenwärtigen Aufschwung von Extremismus und Terrorismus in der moslemischen Welt.“
Eine Fülle weiterer Beispiele führt Broder auf, wie und wo das Appeasement geschieht. Ein besonders skurriles Beispiel:
„Eine internationale Schwulen-und Lesbengruppe namens QUIT!
( Queers Undermining Israeli Terrorism) ruft zu einem Boykott der Pride Parade in Jerusalem auf, weil Israel die Stadt 1948 und 1967 widerrechtlich annektiert hat –ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, wie eine Pride Parade in Jerusalem aussehen würde, wenn die Araber die Stadt erobert hätten.“
Alles in allem: ein notwendiges, polemisches Buch, dem große Verbreitung zu wünschen ist, daß vielen Gutmenschen, Christen und Friedensfreunden die Augen aufgehen.
- Bewertet in Deutschland am 17. April 2012Formatieren: PaperbackVerifizierter KaufNiemand mit Interesse an Politik oder Sozialwissenschaften sollte dieses Buch links liegen lassen. Entgegen der Universitäten und der Medien ist Broder nicht an der Verharmlosung von Problemen interessiert. Im Gegenteil. Mit seinem politischen, geschichtlichen und philosophischen Wissen und seiner Schlagfertigkeit teilt er in diesem Buch aus. Gegen alle Appeaser, gegen Verharmlosung, gegen Gutmenschen, dagegen, dass es zum guten Ton gehört, sich an Debatten zu beteiligen, die fernab vom eigenen Zuständigkeitsbereich liegen.
Das Buch ist kein Roman, kein Sachbuch, es will keine Geschichte erzählen und keinen Inhalt vermitteln. Es ist, ähnlich wie das Buch von Sarrazin, eine Bestandsaufnahme. Broder rekonstruirt Äußerungen und Maßnahmen zu bestimmten Sachverhalten, etwa die Unterscheidung von Islam und Islamismus oder die ganze Atomkrise im Iran. Schon alleine die Rekonstruktion ist oft Witz genug aber Broder versteht es sehr gut seine Kommentare zu platzieren, pointen zu setzen und Vergleiche anzustellen.
Vorsicht, das Buch gibt sich nicht mit dem gelesen werden zufrieden. Oft erwischt man sich dabei, wie man fast unmerklich den Kopf schüttelt beim lesen. Man entwickelt auch das Bedürfniss, anere Menschen zu Missionieren. Mit Sicherheit sieht man auch die ein oder andere Äußerung in den Nachrichten oder in der Zeitung nach diesem Buch mit anderen, nämlich witsichtigeren und kritischeren, hinterfragenderen Augen. Schon alleine das macht das Buch lesenswert.
Bitte empfehlen sie es weiter, geben sie es ihren Bekannten, erzählen Sie davon! Wir brauchen hier mehr Menschen, die sich von den Nachrichten nicht berieseln lassen sondern darüber nachdenken, die eben nicht glauben, dass der Iran atombetriebene Kaffeeautomaten bauen will.
Langweilige Textpassagen gegen Immigranten fehlen dem Buch übrigens glücklicherweise. Broder schießt hier nicht auf die Probleme, die alle kennen, sondern auf die nicht vorhandenen Lösungsansätze.
- Bewertet in Deutschland am 21. März 2024Formatieren: Gebundenes BuchVerifizierter KaufHerr Broder steht hier klar für die Verteidigung unserer Meinungsfreiheit ein, die zusehends aufgeweicht wird. Er bezieht rational Stellung zu dem Problem, das sich vor einigen Jahren noch kaum jemand getraut hat anzusprechen. Die Schreiber der teils negativen Rezensionen, die man hier lesen kann - meist ältere Äußerungen -, werden Broders Aussagen im Jahr 2024 sicher nicht mehr als so übertrieben und populistisch ansehen, wie sie es vor etwa 15 Jahren getan haben.
Broder hat schon ganz recht: Religiöse Gefühle - falls es so etwas überhaupt gibt - dürfen in einer aufgeklärten, säkularen Gesellschaft keine Rolle spielen. Wem das nicht passt, der kann in eines der Länder auswandern, in denen das auf der Tagesordnung steht. Unsere Gesellschaft sollte man jedoch damit in Ruhe lassen...
- Bewertet in Deutschland am 16. August 2023Formatieren: PaperbackVerifizierter KaufHerr Broder ist wieder am Puls der Zeit. Wie eh und je humorvoll, kritisiert er die heutigen politischen Möchtegerns, die nicht nur im Berliner Elfenbeinturm den Kontakt zur Realität völlig verloren haben. Er
zeigt auf, das politische Spinnereien Hochkonjunktur haben und Phantastereien über die Wirklichkeit triumphieren.
Sehr empfehlenswert für Menschen, die noch in der realen Welt leben und nicht irgendwelchen Spinnereien hinterherhecheln.






