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Der Hund: Abstammung - Verhalten - Mensch und Hund

4.4 von 5 Sternen 40 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dr. Erich Zimen wurde in Schweden geboren und lebte seit 1971 in Deutschland. Er war Mitarbeiter des Kieler Haustierspezialisten Dr. Wolf Herre und von Prof. Konrad Lorenz. Im Bayerischen Wald und in den Abruzzen betreute Zimen Forschungsprojekte mit Wölfen. Neben seinen Buchveröffentlichungen (1978 erschien sein Standardwerk Der Wolf) ist er durch seine großen Dokumentarfilme bekannt geworden. Erich Zimen verstarb im Mai 2003.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Prolog: Auf den Hund gekommen

Ostern 1986 - draußen regnet und stürmt es wie lange nicht mehr. Flicka, unsere Haflingerstute, sollte schon längst ihr Fohlen haben. Ich will wieder in den Stall runter und ziehe Regenjacke und Stiefel an. Die Hunde, die seit Stunden unter meinem Schreibtisch auf diesen Moment warten, springen hoch und toben durch die Halle. Piff, der sieben Jahre alte Jagdterrier, bellt und beißt ins Fell von Raas, der an mir hochspringt. Raas ist ein drei Jahre alter Deutscher Langhaar, dem viel kleineren Piff jedoch in der Rangordnung deutlich unterlegen. Er wehrt die immer wilderen Angriffe von Piff durch Spielaufforderungen ab. Dieser aber beißt sich im Hals des Größeren fest, der schließlich vor Schmerz schreit. Kasuko, der Graupapagei, schreit mit, pfeift, wie ich die Hunde pfeife, und schreit: »Hunde raauus!« Die Stimmung ist großartig. Nur ich bin schlecht gelaunt. Nicht wegen des Regens. Daran muss man sich hier im Saarland gewöhnen. Nein, ich bin verärgert über meine Hunde, weil sie erneut angefangen haben, wegzulaufen. Wir wohnen mitten auf dem Land, und mein Verhältnis zu einigen der Jagdpächter in der Umgebung ist seit unserer Arbeit über die Ökologie des Fuchses hier nicht das beste. Damals mussten meine Mitarbeiter und ich immer wieder durch ihre Reviere fahren, um unsere radiomarkierten Füchse zu suchen. Wir würden das Wild stören, behaupteten die Jäger, aber das war wohl nur eine Ausrede. Vielleicht sollten wir nicht mitbekommen, was so alles im Revier passierte und der deutschen Waidgerechtigkeit nicht entsprach. Aber das ist eine andere Geschichte.
Auf jeden Fall erschossen sie eines Abends Flow, meinen bisher besten Hund. Er war schon zehn Jahre alt, hatte meine ganze Arbeit mit den Wölfen mitgemacht, unsere Kinder als Babys bewacht und als Dank dafür später all die kleinen Quälereien, die sich nur Menschenkinder ausdenken können, stoisch überstanden. Auch wir beide hatten seit Langem so eine Art Gentleman's Agreement geschlossen, wonach jeder die Grenzen der Duldsamkeit des anderen kannte. Konflikte gab es kaum noch.
Inzwischen hatte Flow auch das Wildern weitgehend aufgegeben. Im Bayerischen Wald, wo ich in den Siebzigerjahren in einem großen Gehege im Nationalpark das soziale Verhalten von Wölfen studiert hatte und täglich mit ihm zu den Wölfen durch den Wald ritt, hatte er sich diese Unart angewöhnt. Doch nur selten, glaube ich, gelang es ihm auch tatsächlich, ein Reh zu erbeuten; das erste Mal im verharschten, nassen Schnee des Spätfrühlings. Zu dem anschließenden Rehessen luden wir die für die Jagd im Nationalpark zuständigen Forstleute ein. Es wurde ein sehr netter Abend, bei dem unsere Gäste wohl zumindest ahnten, woher der Braten stammte. Doch damals war man gerade zu der Überzeugung gelangt, im Interesse des Waldes die große Zahl der Rehe und Hirsche zu reduzieren. Auf jeden Fall erfolgte ein gelegentlicher Fehltritt meines Hundes damals im Rahmen des Akzeptablen.
Ins Saarland übersiedelt, musste ich angesichts der unfreundlicher gesinnten Jägernachbarschaft die traditionellen Rechte Flows auf freie Jagd drastisch einschränken. Erleichtert wurde dies durch sein zunehmendes Alter, das ihn wohl langsam zu der Einsicht in die Sinnlosigkeit des nur Nachhetzens von Hasen und Rehen brachte. Dafür schien ihn, wie es wohl für ältere Rüden typisch ist, ein anderer Duft zunehmend aufzuregen: der läufiger Hündinnen. Kein Duft einer paarungsbereiten Hündin der umliegenden Dörfer, der ihm entging. Das erinnert mich an meinen ersten Hund Bonzo, einen Airedaleterrier. Nach jahrelangem Drängen hatte ich im Alter von 13 Jahren endlich die Genehmigung von meinen Eltern bekommen, einen Hund von meinem dafür ersparten Geld zu kaufen. Die Wahl fiel auf Bonzo. Ich entsinne mich noch, wie ich ihn anfangs über die Treppen in unserem Haus in Schweden tragen musste, als seine Beine dafür noch zu kurz waren; wie ich in Nachbars Garten später seine Kothaufen immer wieder wegschaufeln musste, an unsere ersten gemeinsamen Ausflüge und an das warme Gefühl im Bauch bei seiner Pflege. Damit es aber nicht nur bei diesem Gefühl bleiben sollte, schenkten mir meine Eltern zum selbstgekauften Hund das Buch: Människan och Hunden, dessen deutscher Titel „So kam der Mensch auf den Hund“ lautet. Der Verfasser war ein damals zumindest in Schweden noch weithin unbekannter Wissenschaftler namens Konrad Lorenz.
Kaum ein Ereignis hat mich in meinem Leben wohl stärker beeinflusst als diese erste Beziehung zum eigenen Hund und die gleichzeitige Lektüre von Lorenz' herrlichem Hundebuch. Vielleicht werden die damaligen Ereignisse von mir jetzt im Nachhinein etwas hochstilisiert. Doch ich erinnere mich noch sehr gut, wie ich davon träumte, auch einmal so mit Tieren arbeiten zu können, wie es Lorenz beschrieb; ein Traum, den sicher nicht ich allein geträumt habe. Doch ich hatte das Glück, dass dieser Traum tatsächlich in Erfüllung ging, ja sogar das Privileg, bei Lorenz selbst arbeiten zu können. Damals in Schweden ahnte ich natürlich noch nichts davon. Nur dass ich Biologie studieren wollte, das stand für mich schon fest. Doch ich schweife wieder ab. Bonzo erging es wie so vielen anderen von Jungen und Mädchen in diesem Alter erbettelten Haustieren. Das Kind wächst heran, beendet die Schule, studiert in der Ferne, während der Hund von den Eltern weiter versorgt werden muss. Nur in den Ferien lief ich noch mit Bonzo auf alten und neuen Wegen. Er war schon sehr alt, nierenkrank und steifbeinig, als ich ihn leichtsinnigerweise auf eine Tagestour in die französischen Seealpen mitnahm. Die heiße Sonne und wohl mehr noch die scharfen Kalksteine ließen seine Kräfte bald schwinden. So trug ich ihn auf den Schultern wieder den Berg hinunter. Unterwegs dachte ich mehrmals, er würde sterben, so stöhnte er und rang nach Luft. Müde und traurig kam ich endlich in dem kleinen Dorf Saint-Jean net an. Am Brunnen ließ ich ihn runter. Er trank in langen Zügen und legte sich schließlich auf den Bauch ins flache Wasser.
Ich sah ihm eine Zeit lang zu und setzte mich dann in den Schatten der Waschhalle. Als ich wieder aufstand, war er verschwunden. Ich rief ihn, aber kein Bonzo kam mir entgegengehumpelt. Schon das Schlimmste befürchtend, suchte ich ihn im Dorf und fand ihn schließlich auch: In einer Rotte von vielleicht zehn Dorfkötern hing er an einer läufigen Hündin. Kaum zu glauben. Hatte er wenige Minuten zuvor nicht mehr stehen können, war er jetzt mit dem Ziel alles Lebendigen beschäftigt.
Mir blieb nichts anderes übrig, als zu warten. Ganz still standen die beiden Hunde mit hängenden Zungen im grellen Sonnenlicht. Die anderen Hunde legten sich in den Schatten. Einige alte Frauen schimpften. Und dann war das Ganze schon wieder vorbei. Kaum eines Schrittes fähig, lief mir Bonzo durch die Gassen nach. Ich hob ihn ins Auto, und wir fuhren nach Hause. Wenige Wochen später war er tot.
Jetzt machte Flow ähnliche Anstalten. Kein Duft einer läufigen Hündin der umliegenden Dörfer, der ihm entging. Alles Ermahnen, Schimpfen und Einsperren war nutzlos. Er fand immer ein Schlupfloch. Außerdem fiel seine Freiheitsnahme wohl in den Rahmen unserer stillschweigenden Abmachung gegenseitiger Toleranz. Allerdings blieb ihm der Erfolg seiner Bemühungen meistens versagt, denn anders als die südfranzösischen gaben die saarländischen Hündinnenbesitzer gut acht auf ihre fortpflanzungswilligen Rassehunde. So saß er, vom damals noch jungen Piff begleitet, der nichts von alledem verstand, aber jede Möglichkeit eines Ausflugs wahrnahm, still vor dem Haus der temporär Angebeteten und wartete. Irgendeinmal wurde ihm dann das Warten wohl zu langweilig, die Sehnsucht nach Futtertrog und Schlafplatz - in meiner Abwesenheit am liebsten das verbotene Sofa in meinem Arbeitszimmer - wurde zu groß, und er kam unverrichteter Dinge zurück auf den Hof. Keine zehn Stunden später jedoch lief er wieder auf dem Weg durch den Wald demselben süßen Duft...


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2. Dezember 2017
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7. September 2008
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