Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle Soolo Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
328
4,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. August 2015
Abend für Abend sitze ich vor dem Fernseher und frage mich nach jeder einzelnen Folge, was es eigentlich ist, das mich am meisten an "House of Cards" fasziniert.

Sind es die ruhigen Bilder, die diese Serie mir präsentiert, und in denen sie die intelligente Polit-Handlung einbettet, unterstützt von dem ruhigen, fast melancholischen Soundtrack?
Allein die Begleitszenen zum Auswahlmenü auf dem Bildschirm sind ein Paradebeispiel dafür, was die Serie bietet: Das ist derart künstlerisch umgesetzt, dass ich mich dabei ertappe, diese Szenen zweimal komplett durchlaufen zu lassen. Wir sehen - in einer lockeren Reihe aufgestellt - die Haupt- und einige Nebenfiguren der Serie, und zwar in gewissen Posen (und entsprechender Mimik), die für sie charakteristisch sind. Einige Augenblicke später verändern Sie ihre Posen und enthüllen hier und da eine andere Seite von sich. Der ambitionierte Politiker Russo zum Beispiel verwandelt sich vom "Strahlemann" zum geduckten, zugekoksten Versager, der sich verschämt das Gesicht bedeckt. Claire Underwood (grandios: Robin Wright), Ehefrau des Protagonisten Frank Underwood, erscheint zunächst wie eine hochintelligente Geschäftsfrau, die genau weiß, was sie will. In der zweiten Pose macht sie plötzlich einen Schritt nach vorne und wirkt dabei kämpferisch und angriffslustig, ja geradezu giftig. Schauen Sie sich das Auswahlmenü an, lassen Sie es auf sich wirken. Es lohnt sich.

Überhaupt: Robin Wright. Sie verkörpert Claire in ihrer oberflächlich-freundlichen, insgeheim jedoch machthungrigen und durchtriebenen Art so hervorragend, dass sie mich in dieser Rolle sehr stark an Glenn Close erinnert (und ich finde Glenn Close großartig).
Und wo wir bei großartig sind: Kevin Spacey.
Eigentlich will ich hier kein ellenlanges Loblied singen. Doch wo soll ich aufhören bei einer Serie, die dem Zuschauer sehr schnell das Gefühl gibt, dass wirklich jedes Bild, jedes noch so kleine Detail von Bedeutung ist?

Frank Underwood will Rache. Und Macht. Und beides geht für ihn miteinander einher. Er will Rache dafür, dass er nach dem Wahlsieg des demokratischen US-Präsidenten nicht wie versprochen das Amt des Außenministers erhält, sondern weiter der "Einpeitscher" innerhalb der Fraktion sein soll, der die Abgeordneten auf Kurs hält. Underwood schwört sich (und dem Zuschauer - dazu gleich mehr), dass er das Spiel nur zum Schein mitspielen und in Wahrheit alle fertigmachen will, die ihn getäuscht haben. Und wenn es dabei unschuldige Opfer geben sollte, sei's eben drum.

Spacey spielt den Politiker Underwood so herrlisch zynisch, sarkastisch, durchtrieben und geradezu besessen, dabei jedoch kühl und berechnend-beherrscht, dass man ihm den Spaß an dieser Rolle jederzeit anmerkt.
Die Serie bedient sich dabei eines Kunstgriffs: Underwood spricht bisweilen verschwörerisch-direkt mit dem Zuschauer, lässt ihn teilhaben an seinen geheimen Gedanken, offenbart ihm seine wahren Absichten. Und manchmal tut er das nur mit einem einzigen, direkten Blick in die Kamera. Es ist fantastisch, wie viel mit einem einzigen Blick gesagt werden kann, ohne dass auch nur ein Wort fällt. Oft erlebe ich mich dabei, auf Pause zu drücken, weil ich mich etwas länger über diesen köstlichen Blick amüsieren will, der zugleich belustigt und genervt wirkt. Als wolle Underwood uns sagen: "Sehen Sie, habe ich Ihnen nicht gleich gesagt, dass sich dieser Mist so entwickeln wird, wie ich es vorhergesehen habe? Wir beide, Sie und ich, wissen Bescheid und durchschauen dieses Schmierentheater." Und im nächsten Augenblick setzt er wieder die Maske auf und spielt das Theater weiter.
Der Zuschauer spiegelt quasi die "innere Zwiesprache mit sich selbst" wider, die Underwood - wie jeder andere Mensch - mit sich selbst führt. Und dadurch wird er in gewisser Weise zum Komplizen Underwoods und von ihm, der auf fast jeden herabblickt, als Partner anerkannt, dem er sich voll und ganz öffnet. Das ist recht neu, in Serien ungewöhnlich, aber auf jeden Fall gelungen.

Was die Serie so besonders macht, ist aber auch, dass sie immer wieder überrascht. Und zwar nicht auf die plumpe Art und Weise dahingehend, irgendwelche blöden Zufälle als Hindernisfür den Protagonisten in die Handlung zu schmeißen, die für ihn weder vorhersehbar sind und darüber hinaus arg konstruiert wirken. Zufälle, die eine Spannung aufbauen sollen, in ihrer Häufigkeit absolut austauschbar und somit für den Zuschauer beliebig und unglaubwürdig wirken ("Prison Break" ist da Meister). Nein, House of Cards ist kühl, analytisch und logisch. Was da geschieht, sind politische, manipulative Manöver, die aufeinander aufbauen. Und dennoch ist der hochintelligente Underwood kein unfehlbares Wesen auf seinem unaufhaltsamen Weg nach oben. Wir erleben ihn dabei, wie sogar er, der große Planer und Manipulator, Fehler macht. Und wir erleben ihn dabei, wie er hier und da versagt und Rückschläge einstecken muss, für die er sich Vorwürfe macht und über die er sich ärgert. Die er aber auch wieder vergisst und weiter nach vorne schaut.

Underwood ist ein Menschenfeind und unangenehmer Mensch, der seine Freundlichkeit nur heuchelt - und auch nur dort, wo sie ihm nützt. Das wissen wir bereits nach der ersten Folge. Und dennoch gibt es Momente, die ihn ansatzweise menschlich machen. Zum Beispiel, wenn er seinen Lieblings-Imbussbudenbesitzer in einer kleinen, gammeligen Klitsche besucht, um dort Rippchen zu essen und über die Welt zu philosophieren. Oder wenn er sich mit alten Freunden trifft, um sich die Kante zu geben.
Doch weder der Imbissbudenbesitzer noch seine alten Schulfreunde sind ihm wirklich wichtig. Schnell wird aus ihm wieder der kühle, berechnende, zynische und verlogene Heuchler, der im Politspiel mitspielt, um in Wahrheit sein eigenes Spielchen zu spielen.

Um auf meine eingängliche Frage zurückzukommen, was mich an dieser Serie so fasziniert, es sind vor allem zwei Dinge: Die hohe Kunstfertigkeit, mit der sie aufgebaut ist (logische Handlung, tolle Bilder, untermalt von einem sehr passenden, melancholischen Soundtrack) 2. Absolut überzeugende Figuren, die hervorragend dargestellt werden und zudem nicht in Schwarz-Weiß daher kommen, sondern in Grau. Diese Serie ist Grau in Grau in Grau.

Ich glaube, Grau ist meine neue Lieblingsfarbe.
Genießen Sie House of Cards!

Beste Grüße
Fabian Feger

PS: Noch ein Hinweis. Ich habe erst die erste Staffel gesehen und bewerte daher nur diese. Mit Staffel zwei fange ich gerade an, und Staffel drei kenne ich noch gar nicht. Ich habe festgestellt, dass Staffel drei sehr bedenkliche Kritiken bekommen hat. Aber so weit bin ich wie gesagt noch nicht. Wenn es soweit ist, widme ich mich auch dieser.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2014
...oder hassen? House of Cards setzt neue Maßstäbe und man weiß nicht, ob man Frank Underwood (Kevin Spacey) nun verabscheuen oder doch sympathisch finden soll. Für die Rolle muss man den grandios aufspielenden Kevin Spacey einfach lieben. Skrupellos räumt er seine politischen Gegener von der Bildfläche des politischen Geschehens. Zwischendurch bekommt man, dank des durchbrechens der vierten Wand (direkte Ansprache an den Zuschauer), auch noch ein paar sarkastische Bemerkungen persönlich ab. Gerade ist die 2. Staffel in den USA (und via Sky in Deutschland) gestartet und erfüllt alle Erwartungen, dich ich nach der 1. Staffel in dieses Format gesetzt habe. Somit eine klare Kaufempfehlung, diese Emmy- und Golden Globe prämierte Drama-Serie muss man gesehen haben!
0Kommentar| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2014
US-Präsident Barack Obama hat das Wochenende rund um den amerikanischen Feiertag „President’s Day“ am 17.02.2014 dazu genutzt, um sich die persönlich bestellte Vorab-Kopie der zweiten Season von „House of Cards“ reinzuziehen – die immerhin 13 Folgen umfasst. Auch wenn er öffentlich beteuert, der echte politische Betrieb in Washington sei viel langweiliger als er in der Serie dargestellt wird, möchte man aufgrund der Glaubwürdigkeit von „House of Cards“ doch wetten, dass er so manches düstere Element dieser genial konzipierten Fernsehproduktion in seinem Alltag wiedererkennt...

Der Kongressabgeordnete Frank Underwood ist der faszinierende Protagonist in „House of Cards“, überragend gespielt von Kevin Spacey. Seine ganze Energie, Zeit und Intelligenz widmet er nur einem einzigen Lebenszweck: der ultimativen Macht. Geld, Leistung, Anerkennung, Liebe, Sex – all das interessiert ihn nicht die Bohne. Den höchsten Genuss empfindet er, wenn er andere Menschen manipulieren und beeinflussen, oder am besten gottgleich über sie verfügen kann. Frei nach dem Prinzip „Macht macht machthungrig“ intrigiert, lügt und manipuliert er bis sich die Balken biegen, um in der politischen Szene Washingtons immer weiter aufzusteigen. Er schreckt dabei vor nichts zurück und ist aufgrund seines meisterlichen Geschicks im Umgang mit Menschen und seines überragenden Intellekts erschreckend erfolgreich. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau, die ihm in ihrer Skrupellosigkeit und ihrem Machthunger ebenbürtig ist. Vielschichtige Hintergründe des US-amerikanischen und internationalen Politbetriebs werden dabei informativ in die Handlung miteinbezogen.

Was „House of Cards“ besonders macht, ist nicht nur der originelle Plot, die gigantischen schauspielerischen Leistungen, die politisch bildenden Elemente, der exzellente Soundtrack, die ästhetischen Bilder und die originell düstere Atmosphäre. Die Serie besticht vor allem durch ihre Authentizität, durch die man das Gefühl bekommt, tatsächlich in die finstere Realität der politischen Ränkespiele einzutauchen, hinter die Kulissen des öffentlich zelebrierten Scheins. Zwangsläufig ist man versucht, Parallelen zum Werdegang realer, auch deutscher Politiker zu ziehen, wenn man Insiderberichte über deren Verhalten auf dem Weg an die Spitze durchforstet.

Auch schon die Idee, nach der „House of Cards“ konzipiert wurde, folgt einer nüchtern erfassten Berechenbarkeit der Zuschauer und könnte von Frank Underwood selbst stammen. 2010 hat der Internet-Sender Netflix in einer Studie ermittelt, dass sein Stammpublikum am liebsten Politthriller, Produktionen des Regisseurs David Fincher sowie Filme mit Kevin Spacey als Hauptdarsteller aufruft. Konsequent investierte Netflix 80 Millionen Dollar, um alle drei ermittelten Elemente in „House of Cards“ zu vereinen. Dass es Netflix gelungen ist, mit diesem Konzept in kürzester Zeit das zehnfache der investierten Summe wieder einzuspielen, und das trotz zahlloser illegaler Downloads, spricht für sich. Im Grunde sind wir doch alle ahnungslose Spielfiguren, selbst als Zuschauer dieser großartigen Serie...
11 Kommentar| 94 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. April 2016
Beim Ansehen der Folgen fragt man sich immer wieder: Bewundere ich vor allem die die feingesponnenen, auf Langzeitwirkung angelegten Intrigen und die Fähigkeiten des Frank Underwood (der offenbar irgendwann US-Präsident werden will), in seinen Mitmenschen genau die Ängste und Sehnsüchte zu erspüren, die er für seine Zweck nutzen kann? Oder verachte ich ihn und seine Frau für die kalte, berechnende Art, mit der sie ihr Ziel verfolgen - auch wenn dies bedeutet, nicht nur die Gefühle von anderen, sondern auch die eigenen abzuwehren. Schaudert es mich angesichts der Bereitschaft, einen schwer betrunkenen ehemaligen politischen Verbündeten schlafend im Auto sitzen zu lassen, den Motor anzustellen und leise das Garagentor zu schließen. Oder lasse ich mich den Sog der Erfolge dieser perfiden Strategien hineinziehen, wenn sich der Hauptdarsteller immer mal wieder direkt an mich, den Zuschauer wendet und mir verschwörerisch seine "wahren" Gedanken mitteilt. Die Serie ist wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle, aber unbestreitbar genial gemacht und lebt auch von den tollen Schauspielern. Ansehen und immer daran denken, dass des diese Welt vermutlich ziemlich ähnlich jenseits des Großen Teiches wirklich gibt ... oder geben könnte.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eine gute Serie hat Protagonisten mit Tiefgang, die dem Zuschauer Empathie abringen, mit ihm mitfiebern und -bangen lassen. Eine sehr gute Serie hat Hauptcharaktere, die innerlich gebrochen sind und vom Zuschauer ambivalent aufgenommen werden: soll ich ihn mögen? Darf ich ihn mögen? Eine großartige Serie hat Protagonisten, die mit ihrer Skrupellosigkeit und ihrer Bösartigkeit den Zuschauer mitten die Magengegend boxen und ihm zeigen, dass Menschen auf unserer Welt existieren, die nichts anderes wollen als ihren eigenen Vorteil. "House of Cards" gehört damit zweifelsohne zu den "großartigen" Vertretern der Fernsehunterhaltung.

Im Zentrum der Serie steht der Kongressabgeordnete Frank Underwood, welcher nach der Wahl des neuen Präsidenten übergangen wird. Eigentlich sollte er zum Außenminister ernannt werden; der Präsident Garrett Walker hält es aber für eine bessere Idee, ihn als "Einpeitscher" bzw. Fraktionsführer im Kabinett zu lassen. Es bedarf lediglich einer einzigen nachdenklichen Nacht am Fenster seines Hauses und Frank Underwood hat einen Plan geschmiedet. Einen Plan, der ihn hoch hinaus schießen und andere in den Abgrund stürzen lässt.

Die erste Staffel umfasst dreizehn Episoden zu jeweils ca. 45 Minuten Spielzeit. Bereits die erste Sequenz der Serie macht deutlich, mit was für einem Charakter wir es in den kommenden Stunden zu tun haben werden. Die Erdrosselung (!) eines angefahrenen, dem Tode nahestehenden Hundes gehen dem Zuschauer dabei durch Mark und Bein. Insbesondere, da Frank die vierte Wand zu Ihnen durchbricht und erklärt: "Es gibt zwei Arten von Schmerz: den Schmerz, der einen stärkt. Und sinnlosen Schmerz; den Schmerz, der nur Leid mit sich bringt. Ich bin nicht zu geduldig, wenn etwas sinnlos ist... Momente, wie dieser erfordern jemanden, der handelt, der das Unangenehme übernimmt, das Notwendige!" Und schwupps, ist der Hund tot und der Zuschauer eingenordet.

Gerade dieses von mir erwähnte Einbeziehen des Fernsehpublikums machte für mich einen großen Reiz der Serie aus. Frank erklärt uns, wie er seine Mitmenschen manipuliert, was ihn beschäftigt, ihn ärgert und freut. Dieses Stilmittel ist sicherlich nicht jedermanns/-fraus Geschmack, aber allein Franks schneller, süffisanter Blick zum Zuschauer, wenn eine seiner kurz vorher prophezeiten Manipulationen Früchte getragen haben, ist schlicht und einfach fantastisch.

"House of Cards" ist durch die Neuartigkeit der Zurverfügungstellung medienwirksam gehypt worden. Wie so häufig bei gepuschten Dingen ist das Innenleben jedoch schal und unausgegoren, verfügt über kein Esprit. "House of Cards" ist, wie Sie allein meiner Sternebeurteilung bereits ansehen können, anders. Es fängt bei der Besetzung an. Der oscarprämierte Kevin Spacey ist, auch darüber müssen wir keine weiteren Worte verlieren, ein begnadeter Schauspieler und ist perfekt für diese Rolle. Er gibt der Figur des Frank Underwoods die notwendige Arroganz und den Größenwahn, ohne lächerlich zu wirken. Spacey schultert das "Kartenhaus" gekonnt. Robin Wright mimt Franks Frau Claire Underwood. Machen wir es kurz: Nicht ohne Grund ist sie mit einem Golden Globe für die beste weibliche Hauptrolle 2013 ausgezeichnet worden. Aber auch Kate Mara, Corey Stoll oder Michael Kelly mimen ihre Figuren mit einer Spielfreude, die es in sich hat.

Man merkt der Serie das Budget von 100 Millionen Dollar in jeder Sekunde an. Die Kamerafahrten, die eingefangenen Bilder, das Setting sind hochwertig und erinnern an teure Kinoproduktionen. Der Soundtrack von Jeff Beal untermalt mit dem tollen Piano und den sanften Streichern die Szenerie. Die DVD kommt relativ stilsicher daher: Die aufklappbare und mit Charakterfotos versehene DVD-Hülle ist in einen schmucken Schuber gebettet. Lediglich die DVDs sind unglücklich drapiert, da sie nicht auf einen kleinen Spindel gesteckt wurden sondern innerhalb der Hülle in einem Papp-Schlitz aufbewahrt werden. Dies erhöht die Gefahr der Beschädigung durch Kratzer auf der DVD.

"House of Cards" ist für mich die beste Serie 2013. Sie ist packend, spannend, gekonnt inszeniert, großartig besetzt und zeigt, dass es keinen großen Sendernamen wie NBC, FOX oder ABC benötigt, um genialen Serienstoff zu produzieren. Die zweite Staffel ist in Amerika (und auf Sky auch im Original in Deutschland) bereits erschienen. Die ersten vier Folgen habe ich schon gesehen; und was soll ich sagen? "House of Cards" wird wohl auch mit der zweiten Staffel meinen persönlichen Titel "Beste Serie 2014" erhalten.
0Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2016
Ich komme eigentlich aus der Ecke der oberflächlichen Comedy-Serien-Schauer. Etwas leichte Kost nach Feierabend war bisher immer mein Ding, weswegen ich mir schwer damit tat die erste DVD von House of Cards überhaupt einzulegen. Ich habe es jedoch nicht bereut.
Seit der ersten Folge verschlinge ich Staffel um Staffel.
Die Serie ist überaus gut gemacht. Inhaltlich sehr gut durchdacht. Vieles erklärt sich erst etliche Folgen später, zeigt aber auf, dass die Gesamte Serie einem exakten und in sich konsistenten roten Faden folgt. Ich liebe das. Es gibt nichts schlimmeres, als wenn Geschichten erzählt werden die in sich selbst betrachtet keinen Sinn ergeben. Und House of Cards ist keine davon. Hier fügen sich die Puzzle-Teile kontinuierlich zusammen, jedes hat einen Platz. Ebenfalls auffällig ist, dass jede Szene, jedes Detail von Bedeutung zu sein scheint. Für Kenner, oder potentielle Käufer - achten sie einmal auf die Einrichtung der Wohnung der Reporterin Zoe Barnes. Diese Wohnung wirkt ECHT. Sie wirkt bewohnt, wie von einem realen Menschen eingerichtet und benutzt. Da stehen ein paar benutzte Teller herum, in der Ecke liegt ein Shirt - die fehlende Perfektion der Einrichtung macht dieses Detail für mich so perfekt. Verglichen mit den immer gleich aussehenden, fassadenmäßig wirkenden Wohnungen von Sitcoms ist diese viel glaubwürdiger. Und genau so verhält es sich mit vielen anderen Details der Serie.

Wirklich herausragend sind außerdem sowohl die Charaktere als auch deren Darsteller. Einige der Hauptfiguren werden sie auch nach der letzten Folge dieser Serie noch nicht so richtig einschätzen können. Sie werden den Fernseher schon abgeschaltet haben und immer noch nachdenken über diese Figur, und ihre Absichten, und was für ein Mensch sie eigentlich ist. Die Frage nach "ist das ein guter oder ein böser" ist oft schwer zu beantworten und macht die Serie sehr reizvoll. Besonders Kevin Spacey und Robin Wright fallen in den Hauptrollen positiv auf. Die Darstellung dieser unheimlich komplexen und tiefen Figuren gelingt ihnen fabelhaft und lässt alles noch stimmiger wirken.

Neben der packenden Handlung werden gelegentliche Prisen von Humor und Skurrilität eingestreut, die die ganze Serie schon fast wie ein Kunstwerk scheinen lassen. Ich kann mich in diesem Wohnzimmer selbst in Staffel 3 noch gelegentlich Dinge äußern hören wie "Was zum ... ? Was geht denn jetzt ab?" oder "Passiert das grade wirklich?" .

Ich kann den Kauf uneingeschränkt empfehlen. :)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Januar 2015
Sicher, dieses Remake wurde mit mehr Budget produziert und ist viel aufwändiger. Vielleicht wirkt deshalb aber alles auf mich etwas gelackt und blutleer. Aber Ian Richardson ist in seiner Bösartigkeit selbst durch einen Kevin Spacey nicht zu übertreffen. Ich finde auch, dass in dem Remake zu viele Nebenkriegsschauplätze aufgemacht werden und dadurch die Season 1 etwas in die Länge gezogen wirkt. Nach den ersten Kapiteln fand ich den Verlauf etwas zäh.

Trotzdem das Original aufgrund des Alters und der weniger opulenten Produktion etwas altbacken wirken mag und insgesamt weniger stylish rüberkommt - und vielleicht auch der amerikanische Politikbetrieb interessanter ist für viele Zuschauer als der britische - lohnt sich auf jeden Fall, das Original zu sehen. Alleine schon wegen Ian Richardson.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Januar 2014
House of Cards ist eine richtig gute Staffel, die die korrupten und schmierigen Geschäfte und Aktionen hinter den Kulissen in der amerikanschen Politik zeigt, bzw. einen rachsüchtigen Frank Underwood auf dem Weg nach oben, bin schon so gespannt auf Staffel 2
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Januar 2014
Der demokratische Kongressabgeordnete Francis Underwood (Kevin Spacey) ist als Fraktionsvorsitzender (House Majority Whip) dafür zuständig, bei wichtigen politischen Entscheidungen die eigenen Abgeordneten auf Linie zu bringen und durch Absprachen und Deals Abstimmungsmehrheiten zu organisieren. Er liebt die Macht. Mehr als an Sex oder Geld hat er Freude daran, anderen Menschen seinen Willen aufzuzwingen, sie zu manipulieren, sie so gekonnt auf bestimmte Gedanken zu bringen, dass sie nachher glauben, es wären ihre eigenen Gedanken. Damit von Anfang an klar ist, wie Francis tickt, sehen wir in der 1. Szene der 1. Folge, wie er einem verletzten Nachbarshund, der angefahren vor seinem Haus liegt, mit bloßen Händen das Genick bricht, "aus Barmherzigkeit". Seine Frau Claire (Robin Wright) passt gut zu ihm. Sie leitet eine soziale Umweltorganisation. Als einmal das Geld knapp wird, feuert sie skrupellos die Hälfte ihrer Angestellten. Die langjährige Mitarbeiterin, die die Entlassungen vorbereiten und aussprechen muss und dabei die Wut und die Verzweiflung der Entlassenen zu spüren bekommt, wird nach getaner Arbeit natürlich auch entlassen. Alles klar? Ein nettes Pärchen, diese Underwoods. Und dann ist da ja auch noch Zoe Barnes (Kate Mara), eine junge, aufstrebende Journalistin, die erst für den Washington Herald, später für den Internet-Blog "Slugline" arbeitet. Sie schläft mit Francis, um an aktuelle politische Informationen heranzukommen, wobei irgendwie weder ihm noch ihr der Sex an sich besonders wichtig zu sein scheint. Es geht mehr um Macht, um Unterwerfung, um die Besiegelung ihres geheimen Kontrakts. Später beginnt Zoe, gegen Francis zu ermitteln: Sie witttert eine große, skandalträchtige Story im Zentrum der Macht.

Warum ich diese hoch intellektuelle und gleichzeitig total spannende Serie für absolut sehenswerte halte?
+ Weil die fantastischen Hauptdarsteller Kevin Spacey, Robin Wright und Kate Mara Folge für Folge ein herrlich fieses, abgrundtief unmoralisches Feuerwerk an Intrigen, Lügen und schlauen Schachzügen abbrennen.
+ Weil Star-Regisseure wie David Fincher oder Joel Schumacher hier ihr ganzes Können zeigen: Höchste Kino-Kunst im gefälligen Serien-tv-Format!
+ Weil Francis sich immer wieder direkt an uns Zuschauer wendet und uns einzelne seiner Gedanken oder Schachzüge persönlich erläutert. Damit rückt er uns hautnah auf die Pelle, voll gruselig. Oh Schreck, dieser Typ ist so echt, der springt gleich aus dem Fernseher und verwickelt auch mich in seine Machtspielchen!
+ Weil man sich Minute für Minute besser vorstellen kann, dass der Politikbetrieb im Weißen Haus tatsächlich so oder so ähnlich wie in dieser Serie abläuft. Man hofft, dass es nicht so ist. Aber man ahnt: Doch, so ist es.
+ Weil die Serie ein interessantes Statement zum Thema "Sex" abgibt: Obwohl Francis und Claire absolut im Gleichklang ihren Weg gehen, einander bis in die tiefsten Geheimnisse ihrer Person kennen und tolerieren und ihre Verbindung und ihr gegenseitiges Vertrauen beiden über alles geht - wird in den 13 Folgen der 1. Staffel nicht klar, ob die beiden überhaupt auch mal miteinander schlafen. Beim Sex geht es immer auch um Macht, um Unterwerfung und die Durchsetzunng des eigenen Willens. In dieser Serie geht es nur um Macht, um Unterwerfung und die Durchsetzung des eigenen Willens. Das ist attraktiv und abstoßend zugleich, vor allem aber lehrreich: Ja, so sind sie, die Menschen, wenn sie Macht haben, Macht ausüben und miteinander um die Macht kämpfen.
44 Kommentare| 80 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. September 2015
Wir sind durch Zufall auf die Serie gestoßen und mussten "nacharbeiten", um die Zusammenhänge zu verstehen. Das klappt natürlich mit der Gesamt DVD wunderbar. Die beiden Hauptprotagonisten spielen ihre Rolle super, der Sumpf, in dem sie teilweise waten, ist metertief. Aber ich möchte nicht zu viel über die Machenschaften der US Präsidentschaft verraten- Anschauen lohnt sich
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.


Benötigen sie kundenservice? Hier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)