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am 4. Mai 2014
Da bereits viele Besprechungen umfängliche Inahltssynapsen gegeben haben, lasse ich dies an dieser Stelle bleiben. Hier nur mein abschießendes Urteil:

Urban Fantasy neigt ja schon sehr zu romantisierender Geschwätzigkeit, besonders, wenn es um die Kelten geht und die Druiden. Marion Zimmer-Bradley hat da so Einiges zu verantworten. Atticus O’Sullivan ist da anders. Der fröhlich-paranoide Ich-Erzähler hat unter anderem dadurch überlebt, dass er sich neuen Situationen immer gut anpassen konnte und alleine dies gibt ihm einen Vorsprung gegenüber vielen seiner eher konservativ eingestellten Magiegenossen. Und er hat über die Jahrtausende festgestellt, dass alle mythologischen Wesen, die sich die Menschen erdacht haben eine Entsprechung in der Wirklichkeit haben und vielen von ihnen ist er auch begegnet. So geht das Spektrum dieses Romans weit über das rein keltische hinaus, was bei einer Romanreihe, die bisher im Original bereits mehr als neun Bände umfasst, Einiges an Abwechslung verspricht.

Action, Sex, humorvolle Dialoge und eine Menge mythenübergreifende Überlegungen. Auf Grund der notwendigen Exposition am Beginn der Reihe fallen manche Dialoge für einige Leserinnen und Leser vielleicht ein wenig lang aus, aber man muss seine Charaktere schon gut einführen, wenn die Leserschaft sich an das Wagnis einer doch ziemlich langen Reihe machen sollen. Und das scheint sich wirklich zu lohnen.

Die Kindlesonderausgabe dieses Buchs im Original beinhaltet neben dem Text auch noch das erste Kapitel des zweiten Bands sowie zwei nette Kurzgeschichten – hier als Novellas bezeichnet, aber das halte ich für eine etwas ambitionierte Bezeichnung. Als Kurzgeschichten – einmal über Weihnachtselfen, die etwas ganz anderes sind und einmal über den Schutz von Elementargeistern vor Hexen – sind nett und geben speziell den Figuren Atticus und Oberon noch mehr Tiefe. Beide spielen vor den Ereignissen im Haupttext, müssen aber nicht notwendigerweise vorher gelesen werden. Alles in Allem gute Unterhaltung.
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am 12. Mai 2014
Nach der Lektüre von „Hounded“ habe ich versucht, mich ein bisschen mit irisch – keltischer Mythologie und Religion zu beschäftigen. Ich wollte vor allem die von Kevin Hearne benannten Gottheiten recherchieren. Ich musste leider schnell einsehen, dass das kein so einfaches Unterfangen ist, wie ich es bisher von anderen Götterpantheons gewohnt war. Scheinbar ist die keltische Mythologie unheimlich komplex und das Göttergeschlecht der Túatha dé Danann, das in „Hounded“ auftaucht, ist nur ein winziger Bruchteil der hauptsächlich mündlich überlieferten Legenden. Ich bin ein bisschen traurig, dass ich Kevin Hearnes Recherchen dementsprechend nicht so leicht nachvollziehen kann; wie es aussieht, werde ich mir wohl mal ein Gesamtwerk zu dem Thema zulegen müssen, um zumindest einen groben Überblick zu erhalten.

In „Hounded“ begegnen die LeserInnen dem Druiden Atticus O’Sullivan – das ist natürlich nicht sein Geburtsname, schließlich ist Atticus 2.100 Jahre alt. Dank seiner magischen Kräfte, Intelligenz und seines Anpassungsvermögens hat er die Jahrhunderte überdauert und sieht dabei immer noch aus wie ein knackiger 21-jähriger Ire. In den letzten Jahren hat er sich in Arizona häuslich eingerichtet, betreibt einen kleinen okkulten Buchladen und verbringt seine Freizeit hauptsächlich mit seinem Wolfshund Oberon. Doch die Fesseln einer so langen Vergangenheit lassen sich leider nicht so einfach abschütteln: vor Jahrhunderten stahl Atticus von einem Schlachtfeld das machtvolle magische Schwert Fragarach, sehr zum Ärgernis des Gottes Aenghus Óg. Jetzt will Aenghus Fragarach um jeden Preis zurück und Atticus muss sich nach langer Zeit des Davonlaufens dem unausweichlichen Kampf stellen.

Die Geschichte, die Kevin Hearne in „Hounded“ erzählt, ist natürlich nicht neu: ein Individuum mit übernatürlichen Fähigkeiten gerät zwischen die Fronten der Götter und muss kämpfen, um zu überleben. Doch die Umsetzung ist so frisch und originell, dass es mir viel Spaß gemacht hat, Atticus zu begleiten. Wie bereits angedeutet kenne ich mich mit keltischer Mythologie überhaupt nicht aus, daher war die Welt eines Druiden für mich völlig neu und unbekanntes Terrain, was mir im Genre Urban Fantasy wirklich nicht oft passiert. Trotz dessen hatte ich keinerlei Probleme, mich in Hearnes Universum zurecht zu finden. Er lässt Atticus als Ich-Erzähler agieren, dadurch werden Götter, Supras und Atticus‘ (vergangenes) Leben beiläufig, aber einleuchtend erklärt. Zusätzlich stattete er den Druiden mit einem herrlichen Sinn für Humor aus, wodurch der gesamte Roman locker und leicht wirkt. Mir gefiel es außerdem besonders gut, dass Atticus nicht im Mindesten Schwierigkeiten hat, sich an die Moderne anzupassen. Er hat sich mehr oder minder perfekt in die heutige Zeit integriert, macht sich aber auch nie wirklich Gedanken darüber, dass seine wahre Identität aufgedeckt werden könnte. Ihn zeichnet eine gewisse, sehr sympathische Sorglosigkeit aus; er scheint fest daran zu glauben, mithilfe seiner Freunde und Verbindungen einfach jedes Problem lösen zu können, sei es nun die Beseitigung einer Leiche oder die Manipulationen der Götter.
Das Thema Götter beleuchtet Kevin Hearne aus einer sehr interessanten Perspektive: in seiner Darstellung existieren alle Götter aller Religionen parallel. Er deutet an, dass die wahrhafte Existenz eines Gottes von seiner Glaubensgemeinschaft abhängig ist; das heißt im Klartext „Glaubt niemand an dich, kannst du auch nicht existieren.“. Diese Idee kenne ich schon von Terry Pratchetts „Einfach göttlich“, doch auf unsere Welt bezogen fasziniert mich der Gedanke ungemein.

Kevin Hearne hat mir mit seinem Auftakt der Iron Druid Chronicles sehr viel Lesespaß bereitet. „Hounded“ ist ein innovativer, witziger Urban Fantasy Roman, der sich mit einer Mythologie auseinandersetzt, die man meines Erachtens nach nicht tagtäglich in der Literatur antrifft. Darüber hinaus glänzt der Protagonist Atticus durch Intelligenz, Charme und Herz; seine zahlreichen Gespräche mit seinem Wolfshund Oberon werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich möchte die Reihe unbedingt weiter verfolgen.
Ich kann „Hounded“ nur wärmstens an alle FreundInnen der Urban Fantasy empfehlen. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass der Autor männlich ist und sich das wieder einmal im Stil des Buches niederschlägt. Es gibt keine kitschig-romantischen Szenen, keine Erotik; Kevin Hearne setzte Prioritäten und konzentriert sich ausschließlich auf das Wesentliche seiner Geschichte. Ich finde das fabelhaft und ich bin überzeugt, unter meinen LeserInnen wird es ebenfalls einige geben, die einen Urban Fantasy Roman bar jeglicher Schwülstigkeit zu schätzen wissen.
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am 22. April 2013
Die moderne, durchdachte Fantasy-Story, inkl. Vampire, Hexen und Werwölfe (sind ja sowas von IN) dreht sich um lebendige Mythologie in der aktuellen Zeit. Soll heißen, der Protagonist - ein Druide - trifft auf Sagengestalten und Götter aus verschiedensten Glaubenssystemen: Irisch, nordisch, indianisch, römisch, griechisch usw. dazu zählen die Morrigan, Thor, Odin, Bacchus, aber auch Jesus und Ganesha. Gute Mischung aus Action, Thriller, Fantasy. Sehr humorvoll (der Druide kann mit seinem Hund kommunizieren und der ist sowas von witzig) und sprachlich mitunter sehr abwechslungsreich (Gossenslang und Shakespeare auf der gleichen Seite ist keine Seltenheit). Diese Rezension betrifft das englische Original der ganzen Serie bis Teil 5 (spätere sind noch nicht erschienen). Von Teil 1 ist auch eine sehr gute Übersetzung erhältlich, hoffentlich werden da weitere folgen.
The Iron Druid Chronicles erinnert an die Rachel-Morgan-Serie, belastet sich aber weniger mit Beziehungs- und Sozialkram (logisch, der Protagonist ist ein Mann und keine durchgeknallte Hexe). Warum keine 5 Sterne? Nun, es gibt deutlich bessere und anspruchsvollere Romane und Serien wie bspw. Das Lied von Eis und Feuer. Im Vergleich dazu ist The Iron Druid Chronicles der reinste Trash. Trotzdem, viel Spaß damit!
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am 31. März 2017
Good writing, light, fun and enjoyable. Definitely recommend, and will buy the second book as soon as I finish this review.
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am 11. März 2014
Das Buch macht Spaß und ist niedlich geschrieben. Leider schafft es Hearne nicht eine durchdachte und lebendige Welt aufzubauen. Stattdessen werden müde Fantasyclichés in die Jetztzeit transportiert ohne alle Konsequenzen zu bedenken.
Die Personen im Buch (inklusive des Hauptcharakters) sind zwar interessant, bleiben aber recht eindimensional.
Auch hier ein müdes Cliché: Uuuuuur-alte Charaktere, die sich aber wie normale Menschen verhalten.

Das erste Buch der Reihe ist als Buch-Snack nebenbei noch ok, aber dann ist auch gut.
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am 8. Januar 2012
Ich bin ein großer Fan der "Harry Dresden" Serie von Jim Butcher und ich mag Fantasy mit Witz und Ironie - und dieses erste Buch bietet eine Menge davon! So ziemlich jede übernatürliche Figur ist vertreten: Götter verschiedener Glaubensrichtungen (mit sehr menschlichen Eigenschaften), Vampire, Werwölfe, Hexen und - die Hauptperson: Ein 2000 Jahre alter Druide irischer Herkunft im Körper eines 21jährigen, Atticus O'Sullivan mit seinem "gedankensprechenden" Wolfshund Oberon.
Die Geschichte ist das übliche "Gut gegen Böse", mit Tricksereien, unerwarteter Hilfe und viel Magie, mit witzigen Dialogen (insbesondere mit Oberon ;-)) und Ausflügen in diverse Glaubenrichtungen. Als Hörbuch ist das Ganze noch besser, da der Sprecher die unterschiedlichen "Dialekte" der englischen Sprache (hier z.B. irisch, indisch) sehr gut zur Geltung bringt.
Ich bin gespannt, was sich Kevin Hearne noch so alles ausdenkt...
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am 8. Oktober 2016
2011 erschien mit Hounded (Die Hetzjagd) der erste Teil der Iron Druid Chronicles von Debütautor Kevin Hearne – und was für ein gelungenes und unterhaltsames Debüt er hier abgeliefert hat! Mit seinem Beitrag zur Urban Fantasy kommt frischer und gleichzeitig uralter Wind in das Genre, denn wir bewegen uns mit Druide Atticus O’Sullivan auf den Pfaden keltischer Mythologie. Die Gottheiten anderer Religionen und Kulturen werden am Rande ebenfalls erwähnt, einige davon kommen auch zu einem kurzen Auftritt. Ebenso dabei sind Menschen unterschiedlichster Herkunft. Polen, Russen, Iren, Inder, Dänen, Isländer, Indianer, Norweger, Mexikaner … und zur Freude aller ohne rassistische Vorurteile. Ähnlich erfreulich zeigen sich auch die Geschlechterrollen in Hounded, vornehmlich dadurch, dass es keine nennenswerten Unterschiede gibt. Im Fantasy-Genre heißt es gerne “Damals war das halt so”, womit ein überdominantes Rollenbild des Mannes und eine chronische Opferrolle der Frau in modernen Romanen und TV-Produktionen gerechtfertigt wird. Kevin Hearne scheint da andere Ansichten zu haben. Denn wie Atticus gleich zu Anfang betont, stammt er aus der Eisenzeit, wo man, anders als heute, auch als Mann besser kleine Brötchen backte und einer Frau mit ebensoviel Respekt begegnete wie einem Mann. Sonst konnte es passieren, dass man(n) ruckzuck durch weibliche Hand das Zeitliche segnete, denn die klischeehaften Rollenbilder von starkem und schwachem Geschlecht gab es zu seiner Zeit noch nicht (Gesetze gegen Selbstjustiz auch nicht). Auf diese Weise wird aus “Damals war das halt so” mal ein positives Argument statt einer billigen Ausrede und der Roman zu einer wirklich angenehmen Abwechslung.

Hounded ist auch sonst ein wunderbar gelungener Roman mit seinem Mix aus Moderne, Mythologie und Humor. Druide Atticus versteht es, gleichzeitig aus Star Wars und Shakespeare zu zitieren. Anders als in der ähnlich aufgebauten Buchreihe um den Magier Harry Dresden stellt die Technik für Atticus auch kein Problem dar – im Gegenteil. Er hat sich die Errungenschaften der Moderne zunutze gemacht, besitzt ein Mobiltelefon, führt einen Online-Shop, und in seinem okkulten Buchladen, wo er Heilkräuter mischt und magische Utensilien verkauft, ist eine Video-Überwachung angebracht. Kevin Hearne schafft es insgesamt sehr gut, unsere moderne Welt mit der alten, mythologischen Welt zu kombinieren ohne merkwürdige Ausflüchte finden zu müssen, um die Mystik zu bewahren. Hounded wirkt in sich rund, gegenwärtig und überzeugend. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, dass sich der Autor bemüht haben muss um bestimmte Details zusammen zu bringen.

In dieser sehr lebendig gezeichneten Welt existieren alle von Menschen erdachten Götter gleichzeitig. So kommt es, dass nicht nur eine Gottheit des Todes oder nur eine Gottheit der Liebe etc. herum streifen, sondern so viele davon, wie es verschiedene Religionen gibt. Hast du als charmanter Druide einen vorteilhaften Deal mit der keltischen Göttin des Todes abschließen können, schützt dich das noch lange nicht vor dem christlichen Tod … Erfreulicherweise ziehen es die meisten Götter vor, ihre Sphäre nicht zu verlassen – was zu herrlich absurden Momenten führt, wenn sie es doch einmal tun und feststellen müssen, dass sie nicht ganz auf dem aktuellen Stand der herrschenden Gepflogenheiten und Erfindungen sind. Die Gefahr, in einen Gott hineinzurennen, ist allerdings eher gering, zumindest solange, bis einer dieser Götter beschließt, sich ein Schwert zurückzuholen, das ihm vor verdammt langer Zeit abhanden gekommen ist – und damit plötzlich eine ganze Schar Gottheiten sich veranlasst sieht, dem letzten Druiden einen Besuch abzustatten.
Zu der Schar Götter gesellen sich außerdem auch noch Hexen, Ghoule, Vampire, Werwölfe, Riesen und ein paar Höllendämonen.

Die Gottheiten in Hounded sind besser mit Vorsicht zu genießen. Sie haben durchweg interessante Persönlichkeiten, die von undurchschaubar über listig bis hin zu soziopathisch reichen. Völlig egal wie menschlich die Götter einem ab und an dabei erscheinen, sie brauchen nur Sekunden, um zu beweisen, dass sie tickende Zeitbomben für den normalsterblichen Bürger sein können und eigentlich nur sich selbst im Kopf haben. Sie sind allerdings so naiv gleichgültig, dass man sie trotz einer harschen Urteilsweise als Leser ins Herz schließen muss.
Atticus dagegen, der einem mit seinen 2100 Jahren eigentlich auch schon göttlich vorkommen müsste, ist fest in der irdischen Welt verwurzelt, achtet als Druide die Natur, hat ein liebenswertes Wesen und kennt die Götter gut genug, um sie mit Respekt zu behandeln, ihnen aber auch auf recht lockere, freundschaftliche Art zu begegnen. Noch dazu ist er ein sexy Schwerenöter, lässt sich gerne mal von den keltischen Göttinnen sagen, wo der Hase lang läuft, und flirtet sich mit all seiner jugendlichen Ausstrahlung in die Herzen der Protagonistinnen und die der Leser, ohne dabei zum oberflächlichen Macho zu werden. Um seine Figur noch sympathischer zu machen, gesellt sich auch sein Sinn für Humor dazu, der am besten in Verbindung mit seinem liebsten Gesprächspartner, dem irischen Wolfshund Oberon, funktioniert. Oberon, dessen Instinkte sich im wesentlichen auf sein Fressen und französische Pudeldamen konzentrieren, ist einer der amüsantesten Charaktere dieses Buches. Im Team sind er und Atticus unschlagbar unterhaltsam.

Den einzigen Punktabzug, den man geben kann, gibt es dafür, dass sich der Autor gelegentlich wiederholt und seine Scherze manchmal ein wenig zu konstruiert wirken. Vermutlich ein Anfängerfehler, der jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt bei der sonst so überzeugenden Arbeit, die er mit Hounded abgeliefert hat. Als abschließendes Urteil gilt daher: höchst empfehlenswert für jeden, der Urban Fantasy lesen möchte und ein Herz für keltische Mythologie hat.

Sprachlich ist Hounded eher den etwas geübteren Englisch-Lesern zu empfehlen. Das Vokabular besticht öfter durch weniger gängige Begriffe und die nicht wenigen Einsprengsel irischer Namen, Sprichwörter und Bezeichnungen könnten ungeübte Leser durchaus aus dem Lesefluss bringen. Mit verschriftlichtem Akzent ist ebenfalls zu rechnen. Im Vorwort gibt es allerdings auch ein paar Tips, wie die irischen Namen und Orte betont werden (wenn einen das interessiert) und eine kurze Erläuterung ihrer Bedeutung.
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am 13. November 2015
// Was passiert //
Atticus O’Sullivan betreibt einen Buchladen mit angeschlossener Teestube und sieht auf den ersten Blick wie ein normaler Student aus. Tatsächlich ist er jedoch der letzte lebende Druide und weit über 2.000 Jahre alt. In dieser Zeit kann sich viele Feinde machen, wie z.B. den keltischen Gott der Liebe, der Atticus nach dem Leben trachtet…

// Was ich denke //
Urban Fantasy-Romane gibt es ja nun wirklich wie Sand am Meer. Vampire, Hexen, Werwölfe, Elfen, Feen, Shapeshifter… mittlerweile hat man wirklich _alles_ gesehen und selten findet man etwas Neues. Doch dann gibt es so kleine Juwelen, die einfach anders sind. Wie eben die "Iron Druid Chronicles".
Das innovative an dieser Reihe ist nicht nur, dass sich es bei dem Protagonisten um einen Druiden handelt, sondern viel mehr, dass die Mythologie jede Religion und Glauben umfasst. Kurz gesagt: alle Götter, alle Wesen, alle Monster existieren. Es gibt die griechischen Götter, Jesus und Maria, genauso wie Gnome, Trolle und Dämonen. Und es gibt die keltischen Götter… und genau die werden für Atticus zum Problem. Oder eher ein bestimmter: Aengus Óg, der Gott der Liebe und Poesie.
Viel Liebe hat er jedoch für Atticus nicht über, hat der Bastard ihm doch vor einigen hundert Jahren während eines Kampfes das Schwert Fragarach abgenommen. Genau das nimmt der Gott ihm immer noch übel und hat über die Zeit immer wieder niederes Fae-Fußvolk benutzt, um das Schwert wieder zu bekommen. Dumm nur, dass nie jemand von seiner Mission zurück gekehrt ist… daher macht er sich dieses Mal persönlich auf, um Atticus nicht nur zu entwaffnen, sondern ihn direkt mal in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Wer also auf Urban Fantasy mit viel Action steht, ist bis hier schon einmal bestens bedient. Doch das ist nicht das Einzige, womit "Hounded" punkten kann: das Buch strotzt zudem vor Humor und tollen Charakteren. Allen voran natürlich Atticus, wobei er tatsächlich nicht mein Liebling ist. Nein, der Preis geht ganz klar an seinen irischen Wolfshund Oberon! Mit diesem kann er nämlich telepathisch kommunizieren und man kann sich ja vorstellen, wie die Gedankenwelt eines Hundes so aussieht! :D Und das macht die Fellnase einfach zu einem dermaßen liebenswerten Begleiter, dass man ihn eigentlich nicht nicht mögen kann!

Aber auch die anderen Protagonisten – und davon gab es doch einige – konnten sich einen Platz in meinem Herzen erobern. Da wäre zum einen Perry, der im Laden von Atticus jobbt, der zwar keine essenzielle Rolle in der Handlung spielt, mir aber auf den ersten Blick total sympathisch war. Kriegserfahrener sind da schon die Anwälte Hal und Leif, ihres Zeichens Werwolf und Wikinger-Vampir, die ihrem Klienten nicht nur mit Rat, sondern vorrangig auch mit Tat, gerne in der Nacht und mit Hilfe von ein paar Gobblins, zur Seite stehen. Nicht zu vergessen natürlich die Morrigan, die irische Kriegsgöttin, die mit Atticus einen ganz besonderen Pakt geschlossen hat, und Granuaile, eine Barkeeperin, auf die der Druide ein Auge geworfen hat.

Zudem ist der Schreibstil von Kevin Hearne sehr angenehm. Man merkt deutlich, dass die Serie auf Erwachsene zugeschnitten ist, womit ich zugegebenermaßen am Anfang so meine Schwierigkeiten hatte. Ich musste mich erst ein wenig (r)einlesen, bis sich ein gewisser Flow eingestellt hat (was vielleicht auch daran lag, dass ich vorher eine Jugendbuch-Phase hatte). Als ein wenig kompliziert erwies sich das flüssige Lesen aber auch, weil das Buch durch seine Thematik natürlich einige gälische Begriffe und Namen enthält. Dazu gibt es zwar ein kleines Glossar am Anfang des Buches, aber bis ich die wirklich auch lesen konnte, ohne noch einmal nachzugucken, wie man es nun ausspricht, hat es doch eine Weile gedauert ;)
Etwas, das ich ja sehr mag, ist, wenn es Autoren schaffen, einem durch gezielt gesetzten Humor, vorzugsweise in Form von Sarkasmus, ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und das ist hier eindeutig gelungen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich "Hounded" wirklich überzeugt hat. Für mich war es etwas ganz neues und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Wer also Urban Fantasy abseits von Vampirkriegen und Hexenzirkeln mag, sollte sich diese Buchreihe auf jeden Fall einmal ansehen.
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am 11. Dezember 2011
Der Start ist harzig, es dauert, bis man in der ausgedehnten Sagenwelt, die alle Religionen und Weltanschauungen umfasst, zurechtkommt. Das Setting ist konsequent, sind doch sowohl die Jungfrau Maria, als auch Vampire Glaubenssache.

Die Geschichte ist aus der Sichtweise von Atticus O'Sullivan, alias Siodhachan O'Suileabhain, geschrieben. Er ist 2100 Jahre alt, ein irischer Druide, der mit der Göttin Morrigan einen Pakt geschlossen hat. Unter den Tuatha Dé Danann herrschen Intrigen und Verrat, Eifersüchteleien und Streit um den Chefsessel. Vor fast 2000 Jahren konnte Atticus ein magisches Schwert an sich bringen, der keltische Gott der Liebe, der heimtückische Aenghus Og, will es zurück.
Nun hat Aenghus Atticus in Temple, Arrizona, aufgespürt und schickt seine Leute, um es zurückzuerlangen und um den , unterdessen letzten lebenden, Druiden zu töten. Zu Atticus verlässlichen Verbündeten gehören die lokalen Werwölfe und ein nordische Vampir, zu den unsicheren Bekannten zählen die oft betrügerischen Hexen, und zu den Feinden die Feen.

Nachdem endlich alle Spieler eingeführt sind, leider erst nach etlichen Kapiteln, wird die Geschichte spannend und unvorhersehbar. Der Schreibstil ist gut, es macht Spass zu lesen, speziell die Dialoge mit dem irischen Wolfshund lockern die bedrohliche Stimmung gekonnt auf. Das Buch ist gut recherchiert und die Sagenwesen sind gut verknüpft.
Empfehlenswert.
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am 8. Juni 2011
Seltsam daß es für diesen Author noch keine Rezensionen gibt! Ich suchte bisher vergeblich nach guter Urban Fantasy im Stil von Jim Butcher, und jetzt hab ich endlich einen vergleichbaren Author gefunden: Kevin Hearne!
Ich habe die ersten 2 Bände seiner Iron Druid Reihe über meinen Kindle gekauft und warte schon sehnsüchtig, daß auch der dritte Teil für den Kindle erhältlich ist - im Juli ist es soweit.
Hearne schreibt sehr gut, mit interessanten, gut entwickelten Charakteren und spannender Handlung.
Urban Fantasy wird in letzter Zeit von weiblichen Authoren dominiert, die, polemisch gesprochen, meist notdürftig als Fantasy verkleidete Romanzen abliefern ;-) ... wer einen männlicheren Blickwinkel bevorzugt und Jim Butcher's Harry Dresden oder auch Glen Cook's Garrett mag, ist hier goldrichtig!
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