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Hotel Ruanda
Format: DVD|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 30. Dezember 2016
Hotel Ruanda beruht auf einer wahren Geschichte und zeigt ergreifend und eindrucksvoll, wie der Hotel-Manager Paul im Verlauf des Genozids an den Tutsi im Jahr 1994 in Ruanda durch seinen Mut und seine Menschlichkeit zum Helden avanciert und über 1.200 verfolgten Menschen dadurch das Leben rettet.

Zunächst ignoriert und verharmlost Paul bewusst oder unbewusst die sich anbahnenden bedrohlichen Zeichen für das kommende Grauen des Völkermordes und konzentriert sich voll und ganz auf seine Arbeit in einem Nobelhotel in Ruandas Hauptstadt Kigali. Aber ab Beginn der Gewalt und der systematischen Morde unternimmt Paul alles, um Menschen in seinem Hotel vor den mörderischen Hutu-Milizen in Sicherheit zu bringen, was ihn mehr als einmal selbst in akute Lebensgefahr bringt. Mehr möchte ich von der Handlung hier bewusst nicht verraten.

Der Film zeigt eindrucksvoll und realistisch, wieviel auch ein einzelner Mensch in einem Meer aus Gewalt und Grausamkeit bewegen kann, auch wenn dies natürlich enormen Mut, Menschlichkeit und Idealismus erfordert. Die Rolle des Hotelmanagers Paul wird von Don Cheadle mehr als beeindruckend gespielt.

Der Film ist neben den ergreifenden und bewegenden Einzelschicksalen der verfolgten Menschen Ruandas aber auch eine schreiende Anklage gegen die Taten- und Willenlosigkeit des Westens, auch nur ansatzweise etwas Wirkungsvolles gegen das systematische Abschlachten von Menschen zu unternehmen und lediglich eine kleine Handvoll von UN-Soldaten (zahlen- und waffenmäßig total unterlegen) wird als moralisches Feigenblatt im Land belassen.

Der Film ist ein eindringliches Zeugnis von Mut, moralischer Größe und Menschlichkeit vor einer der größten humanitären der jüngeren Geschichte und zugleich eine Anklage gegen die Untätigkeit und Gleichgültigkeit der westlichen Staaten angesichts unvorstellbarer Grausamkeiten, die bis heute einen unauslöschlichen Schandfleck der Menschheitsgeschichte darstellen.

Absolute Empfehlung für diesen Film, der auch emotional mehr als nahe geht.
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am 16. September 2017
"Hotel Ruanda" handelt von (leider) realen Begebenheiten auf dem Schwarzen Kontinent. Der Film ist wichtig und geht unter die Haut, vor allem unter dem Aspekt, dass die Geschichte eben nicht fiktiv, sondern bittere Realität ist. Sie spielte sich Mitte der 90er Jahre in Ruanda ab, wärend eines der wohl blutigsten Bürgerkriege überhaupt. Innerhalb von nur knapp 3 Monaten wurde rund eine Million Tutsis von Hutu-Milizen regelrecht abgeschlachtet - der größte Genozid seit den Naziverbrechen, beinahe unbemerkt vom Rest der Welt.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse konzentriert sich "Hotel Ruanda" auf den Hotelmanager Paul Rusesabagina (selbst Hutu, verheiratet mit einer Tutsi), brillant verkörpert von Don Cheadle, der in seiner Heimat durch seinen selbstlosen Einsatz angesichts des Völkermordes nicht nur seiner Familie, sondern auch über eintausend fliehenden Tutsis das Leben rettete, in dem er sie in dem von ihm geleiteten Vier-Sterne-Hotel in der Hauptstadt Kigali in Sicherheit brachte, nachdem sich der belgische Hoteldirektor ansichts der prekären Situation aus dem Staub gemacht hatte.

Auch die Vereinten Nationen, die als Friedenstruppe nach Ruanda kamen, haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der UN-Colonel Oliver, gespielt von Nick Nolte, sieht zwar, was geschieht, informiert seine Vorgesetzten und bittet um Hilfe und Intervention - wird aber ignoriert.
Letztlich sind es diese beiden Männer, Oliver und Rusesabagina, die auf eigene Faust die Evakuierung der Flüchtlinge erwirken können.

"Hotel Ruanda" ist ein dramatischer und bewegender Film über eher stilles Heldentum und den Kampf ums nackte Überleben. Er dokumentiert nicht die Hintergründe und Schrecken des Völkermords, weil dies vielleicht die beste Möglichkeit war, ein breites Publikum zu erreichen. Denn der Film erinnert daran, was seinerzeit - und dies wird in aller Deutlichkeit kritisiert - von der westlichen Welt ignoriert wurde.

Für mein Empfinden war diese Ignoranz aus moralischer Sicht auch nicht viel besser als die Gräueltaten der Hutu. Das kleine Ruanda "hatte halt Pech", dass es für die Groß- und Industriemächte des Westens nicht "interessant genug war", sprich: es über kein Öl oder sonstige kostbare Bodenschätze verfügt - Menschen allein waren in diesem Fall offenbar nicht wertvoll genug für einen Rettungseinsatz der UN und ihrer führenden Nationen.
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am 10. Dezember 2015
Der Film hat gerade heute (2015) wieder an Relevanz gewonnen, denn er zeigt die Machtlosigkeit und menschliches Schicksal in Kriegsgebieten. Er beantwortet Fragen wie "Warum regelt das die UN nicht" und wie ausgeliefert die normale Bevölkerung einem Bürgerkrieg gegenüber steht. Nach meinem Wissen beruht der Film auf einer wahren Begebenheit, was die Geschehnisse noch unfassbarer macht.

Inhalt:
Don Cheadle spielt den Hotelmanager Rusesabagina überzeugend und sehr emotional. Rusesabagina gehört dem Volk der Hutu an und liebt sein westlich orientiertes Leben, geht stets die Extrameile für seine reichen, westlichen Hotelbesucher und organisiert aus vollem Herzen bis zur cubanischen Zigarre allen Luxus für seine westlichen Freunde. Er lebt mit seiner Frau, die den Tutsi angehört, und seinen 3 Kindern.

Die langsame Eskalation des Konfliktes zwischen der Bevölkerungsmehrheit Hutu und den dominierenden Tutsi eskaliert, was sehr anschaulich durch die Radioberichterstattung dargestellt ist. Mit den ersten Morden an Tutsi in der Nachbarschaft ist der Bürgerkrieg plötzlich vor der Haustüre. Hutu Kämpfer machen Jagd auf Tutsi um diese komplett auszuradieren. Seine Frau und die befreundeten Nachbarn sind plötzlich in Höchstgefahr und Rusesabagina nimmt sie in das Luxushotel auf. Hier startet der wirkliche Überlebenskampf, der mit Bestechung der Polizei bis zur Ermordung der UN Blauhelme und der Rettung aller Weißen unfassbare Züge eines Bürgerkriegs zeigt. Rusesabagina selbst steht als Verräter auf Abschussliste Nummer 1, seine westlichen Freunde der Vergangenheit lassen ihn im Stich. Der UN General erklärt es ihm mit dem Satz "Sie sind nicht mal ein N..., sie sind Afrikaner" - ein Satz, der den kritischen Film im Umgang der Welt mit einem Bürgerkrieg trifft und warum meine Review im ersten Anlauf von Amazon nicht zugelassen wurde.

FSK:
Der Film ist ab 12 Jahre, dennoch würde ich meine Tochter diesen Film nicht unbeaufsichtigt sehen lassen. Es ist der Seiltanz für Eltern, dass Kinder zwar einerseits Krieg und die Gewalt verstehen lernen sollen, andererseits ist der Film so grausam, blutig und dazu eine wahre Geschichte. Ich denke je nach Gemüt würde ich ca. 14-16 Jährige den Film alleine sehen lassen.

An alle Lehrer: Der Film würde sich besonders gut im Unterricht eignen, wenn z.B. das Thema "Flüchtlinge" besprochen wird.

Fazit:
Mich bewegt dieser Film tief. Selbst nach mehrfachem Sehen kann ich manche Schicksale und Geschehnisse nicht fassen und ich empfinde es als unglaubliches Glück in einem friedlichen Land zu leben.
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am 8. September 2014
Dieser Film kann leider nie alt werden.

Es handelt sich hierbei um den realen Bürgerkrieg damals in Ruanda.
Die Hutu, eines der größten Stammesvölker, verfolgen die Tutsi, die andere große Gruppe in Ruanda.
Dieser Film zeigt nicht nur das "Hate-Radio", ein damals wirklich exestierende Radio Sendung, in der fröhlich zwischen Wettervorhersage und Musik, aufgefordert wurde Tutsi abzuschlachten und vielleicht nochkund getan wurde wo sich welche versteckt halten.
Hier wird meiner Meinung nach etwas gezeigt das es leider auch heute noch an sehr vielen Orten gibt: Sinnlose brutalste Gewalt gegen "andere".
Dabei wird keine Ausnahme gemacht ob Kinder, Alte, ehmalige Nachbarn, Missionäre etc. Es wird verfolgt wer anders ist und brutal getötet.
Wie schnell so eine Welle des Hasses einen überschwemmen kann, merkt der Hotelmanager Paul Rusesabagina.
Während er ein Hutu ist, und seine Frau eine Tutsi, denkt er sich unter den "weissen" als gleichberechtigt.
Doch schon als die ersten Gewalttaten bekannt werden, verschwindet der Hotelcheff und alle weissen Gäste.
Die gemäßigten Hutus werden ebenso wie die Tutsi gejagt und getötet, und einzig das Hotel; das einem weissen in Belgien gehört, ist halbwegs sicher aus einer Mischung von Lügen,Angst vor den Blauhelmsoldaten(die eingreifen könnten wenn man das Eigentum der Belgier beschädigt(um die Menschen geht es hier nicht) und Bestechung.
So muss Paul hunderte unterschlupf gewähren während tausende draussen sterben.

Das bemerkenswerte an dem Film ist vorallem, das man weiss wie grausam und brutal getötet wird, und es dennoch nur angedeutet wird. Dennoch wird die Stimmung eingefangen, ohne sinnfreies Blut spirtzen und sonstiges zeigen zu müssen.
Man fiebert wahrlich mit und macht sich später noch Gedanken das soetwas auch heute noch überall auf der Welt geschieht(Von Syrien bis Somalia im großen, und tausendfach noch im kleinen)
Und ein Film der einen auch danach noch nachdenken lässt, hat meiner Meinung nach mehr als ein Ziel erfüllt.
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am 12. Februar 2015
Vom reinen Film her, würde ich ihn im oberen drittel anordnen und 4/5 Sternen geben.
Aber die politische Aussage, bzw die Aufmerksamkeit, die durch den Film erregt wird, ist wichtig. Es wird auch nicht aufdringlich mit allzu vielen Klischees um sich geworfen, sondern es wird einfach nur die Geschichte erzählt. Die einen genug zum Nachdenken bringt.
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am 30. Dezember 2011
Als ich den Film lange nach seinem Erscheinen erstmals sah, war es, als würde die Zeit zurückgedreht. Die Ereignisse von 1994 in Zentralafrika, die geringen - und auch noch stümperhaft vorbereiteten - Maßnahmen seitens der Bundesrepublik, die "Milchpulver-Bomber nach Goma/Zaire, das Desaster mit der Evakuierung der "Deutschen Welle" usw. usw. -alles war wieder präsent. Die menschlichen Tragödien & Abgründe dieser Phase afrikanischer Selbstfindung sind beklemmend echt in dem Film eingefangen. Kompliment auch an Nick Nolte als verzweifelter kanadischer UN-Oberst, den in der Realität gekannt zu haben ein Privileg war. Gäbe es 6 Sterne, ich würde sie vergeben!
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am 8. Januar 2018
Der Film schafft es ohne viele Worte und brutale Bilder sehr gut zu zeigen, wie eine Gesellschaft sich so spalten kann, dass es zu einem Völkermord kommt. DIe Verzweiflung des UN-Befehlshabers geht durch Mark und Bein. Absolut empfehlenswerter Film, wenn man sich selbst kritisch reflektieren kann
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am 19. Januar 2013
Der Film ist aufgrund seiner Thematik und guten schauspielerischen Leistungen wirklich sehenswert und bewegend. Er eignet sich außerdem als Diskussionsgrundlage für ethische und politische Fragen des Unterrichts, weswegen ich ihn gekauft habe.

Die DVD als solche präsentiert Bild und Ton in der gewohnt guten Qualität, dass englische Tonspur und Untertitel ebenfalls enthalten sind, finde ich persönlich wichtig, wobei ein zusätzlicher deutscher Untertitel ebenfalls hilfreich gewesen wäre. Da ich allerdings nicht den Film als solchen bewerten möchte, sondern primär diese Ausgabe auf DVD, finde ich, dass für fünf Sterne einfach mehr als der normale Standard hätte geboten werden müssen. Wer aber einfach nur an dem Film interessiert ist, kann mit dieser DVD nichts falsch machen.
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am 11. Januar 2017
Qualität/Umsetzung in Blu-ray ist gelungen, ich hatte nichts zu meckern.

Der Film ist gut, allerdings keine leichte Kost. Erschreckend und traurig, was auf diesem Kontinent geschieht.
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am 7. August 2014
Hotel Ruanda ein berührender Film nach wahren Begebenheiten.

Don Cheadle überzeugt in seiner Rolle.

Eine tolle als auch hefitige Geschichte über einen tollen Menschen, der in schwerer Not nicht einfach davon rennt, sondern sich mehr als menschlich um seine Mitmenschen kümmert.

Mich hat der Film sehr bewegt.
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