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Homöopathie neu gedacht: Was Patienten wirklich hilft Gebundene Ausgabe – 4. Mai 2015

4,3 4,3 von 5 Sternen 95 Sternebewertungen

Dieses Buch gibt es in einer neuen Auflage:

Die Homöopathie ist über 200 Jahre alt und erfährt auch heute noch einen ungebrochenen Zustrom. Viele Patienten und Therapeuten schwören auf die „alternative Heilmethode“, die mittlerweile auch von vielen Krankenkassen erstattet wird. Kritikern erscheint dies völlig unverständlich – ist für sie doch längst klar, dass die Homöopathie hoffnungslos unwissenschaftlich ist und allenfalls einen Placebo-Effekt zu bieten hat.

Die Positionen von Befürwortern und Gegnern scheinen ebenso unverrückbar wie unvereinbar. Natalie Grams – zugleich naturwissenschaftliche Ärztin und offene Homöopathin – bemüht sich in ihrem authentischen Buch um einen (überfälligen) Brückenschlag. Sie beantwortet spannende Fragen: Was bleibt in einer Medizin des 21. Jahrhunderts übrig von dem Gedankengebäude der Homöopathie? Wie wirkt sie wirklich? Welche Teile von Hahnemanns Theorien können wir auch heute noch guten Gewissens zum Nutzen der Patienten anwenden? Wo aber hat die Homöopathie Grenzen und muss in der Tat kritisch betrachtet und bewertet werden?

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen


“... Dem klinischen Mediziner, verstrickt in seine Wirksamkeitsstudien, kann es eventuell die Augen öffnen und neue Therapiezugänge jenseits der Wirkstoff-Medizin aufzeigen. Das Credo für eine individuelle, ganzheitliche Medizin ist jedenfalls in diesem Buch sehr präsent.” (in: Systemische Orale Medizin, Jg. 4, Heft 4, 2015)

Buchrückseite

Die Homöopathie ist über 200 Jahre alt und erfährt auch heute noch einen ungebrochenen Zustrom. Viele Patienten und Therapeuten schwören auf die „alternative Heilmethode“, die mittlerweile auch von vielen Krankenkassen erstattet wird. Kritikern erscheint dies völlig unverständlich – ist für sie doch längst klar, dass die Homöopathie hoffnungslos unwissenschaftlich ist und allenfalls einen Placebo-Effekt zu bieten hat.

Schon seit ihrer Geburtsstunde sieht sich die Homöopathie äußerst kontroversen Diskussionen ausgesetzt. Die Positionen von Befürwortern und Gegnern scheinen dabei ebenso unverrückbar wie unvereinbar. Natalie Grams – zugleich naturwissenschaftliche Ärztin und offene Homöopathin – geht in diesem authentischen Buch über das bisher Gesagte hinaus. Sie beantwortet spannende Fragen: Was bleibt in einer Medizin des 21. Jahrhunderts übrig von dem Gedankengebäude der Homöopathie? Wie wirkt sie wirklich? Welche Teile von Hahnemanns Theorien können wir auch heute noch guten Gewissens anwenden und zum Nutzen von Patienten und Gesundheitssystem einsetzen? Wo aber hat die Homöopathie Grenzen und muss in der Tat kritisch betrachtet und bewertet werden?

Die Autorin hat sich über Jahre mit den Kritikpunkten an der Homöopathie auseinandergesetzt, nimmt aber gleichzeitig auch die Wünsche und Sorgen ihrer Patienten ernst, die sich in der konventionellen Medizin oft nur unzureichend versorgt fühlen. Ihr Buch versucht einen (überfälligen) Brückenschlag zwischen den zwei traditionell verfeindeten Lagern.

___

„Homöopathie“ – mit diesem Begriff verbinden viele Menschen feste Überzeugungen, sei es, dass sie aus eigener Erfahrung als Patienten auf diese Behandlungsmethode schwören, sei es, dass sie sie als unwissenschaftlich abtun und in Bausch und Bogen ablehnen. Ist die Maxime „Wer heilt, hat recht!“ gültig – und sind kritische Fragen damit ausgeschlossen?

Es ist gar nicht so leicht, sich eine ausgewogene Meinung über die Homöopathie zu bilden. Das beginnt schon damit, dass es die Homöopathie gar nicht gibt; zu viele Strömungen sind mittlerweile auf dem Markt. Weiterhin ist die homöopathische Begriffswelt nicht eindeutig: Was ist zum Beispiel unter „Energie“, „Lebenskraft“ oder „ganzheitlich“ zu verstehen, und wie waren diese Begriffe früher gemeint? Immerhin haben sich Medizin und Wissenschaft seit der Geburtsstunde der Homöopathie beträchtlich weiterentwickelt. Und was suchen eigentlich die Patienten, die sich der Homöopathie nach wie vor in großer Zahl zuwenden? Welche ihrer Wünsche werden durch diese „alternative Heilmethode“ erfüllt, zu welcher Einschätzung kommen sie – und warum?

Natalie Grams liefert in ihrem zum Nachdenken anregenden Buch zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme der Homöopathie in der heutigen Zeit und wirft zum besseren Verständnis auch einen Blick auf deren Ursprünge. Auf diesem Fundament stellt sie anschließend kritische Fragen in alle Richtungen – und kommt zu manch überraschenden neuen Antworten. Selbst wenn am Ende nicht viel übrigbleibt von der „alten Homöopathie“, können wir doch, davon ist die Autorin überzeugt, auch heute noch etwas von ihr lernen.

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Springer Spektrum; 2015. Edition (4. Mai 2015)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 235 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3662453363
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3662453360
  • Abmessungen ‏ : ‎ 13.7 x 1.6 x 19.7 cm
  • Kundenrezensionen:
    4,3 4,3 von 5 Sternen 95 Sternebewertungen

Informationen zum Autor

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Natalie Grams
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Hallo, mein Name ist Natalie Grams. Ich bin als Ärztin, Autorin und ehemalige Homöopathin im Einsatz für eine ehrliche und gute Medizin, die uns als komplexe Menschen sieht und wirklich gut behandelt.

Ich setzte mich schon seit Jahren für gute Wissenschaftskommunikation ein - und für die Verbesserung der Medizin im Bereich der menschlichen Zuwendung und der wissenschaftlichen Evidenz.

Seit ich an ME/CFS nach Long Covid erkrankt bin, umfasst meine Aufklärungsarbeit auch diese Krankheiten und die diesbezüglichen Missstände.

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
95 weltweite Bewertungen

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Die Kunden sagen

Die Leser finden das Buch Verständlich, kompetent und sachlich. Es wird als aufklärendes und kritisches Werk beschrieben, das den Lesern die Fakten gut erklärt. Das Buch ist übersichtlich gestaltet und auf den Punkt gebracht geschrieben.

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6 Kunden erwähnen „Verständlichkeit"6 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Verständlichkeit des Buches zufrieden. Sie beschreiben es als ein kritisches und aufklärendes Werk, das sachlich aufzuklären ist. Einige empfinden die angegebene weiterführende Literatur als hilfreich.

"...Das Buch ist leicht verständlich geschrieben, man kann ihren Gedanken und Folgerungen gut folgen...." Mehr

"...Fakten sind keine Meinung und sie erläutert ausführlich, auf welche kognitiven Täuschungen der Glaube an Homöopathie beruht...." Mehr

"...Empfehlenswertes, ehrliches Buch." Mehr

"...Das Buch ist schon ok. Stellt aber, wenn man die Homöopathie Lüge gelesen hat, absolut keinen Mehrwert dar...." Mehr

4 Kunden erwähnen „Kompetent"4 positiv0 negativ

Kunden sind mit dem Produkt zufrieden. Sie beschreiben es als kompetent, modern und zeitgemäß. Außerdem loben sie das sympathische und kompetente Auftreten des Autors.

"...die Autorin mehrmals im Fernsehen gesehen und ihr sympathisches und kompetentes Auftreten, hat mich dazu gebracht mich mit ihrem Buch und damit..." Mehr

"...Modern, zeitgemäß und freundlich kritisch" Mehr

"Guter und potentiell versöhnender Überblick..." Mehr

"Kompetent und kompakt..." Mehr

3 Kunden erwähnen „Verständlich"3 positiv0 negativ

Kunden sind mit dem Buch zufrieden. Sie beschreiben es als gut geschrieben, übersichtlich gestaltet und sachlich.

"Zum Buch: Es ist übersichtlich gestaltet und auf den Punkt gebracht geschrieben. Es gibt dickere Sachbücher mit weniger Substanz...." Mehr

"...Dieses Buch ist sehr gut geschrieben - auch für Laien wie mich - und bekräftigt mich in meiner Meinung über die Homöopathie. Vielen Dank!" Mehr

"Sachlich, nachvollziehbar. Trifft den l halt der homöopathischen Ideologie." Mehr

Medizin falsch gedacht: Rezension über Natalie Grams „neu gedachte“ Homöopathie
1 von 5 Sternen
Medizin falsch gedacht: Rezension über Natalie Grams „neu gedachte“ Homöopathie
Unglaubwürdiges Buch, das leider nicht hält, was es verspricht. 39 von 47 Online-Quellen verweisen auf... Wikipedia. Eine Enttäuschung für alle, die sich wissenschaftlich Fundiertes erhofft haben...Natalie Grams wandte sich von der Homöopathie ab und wirft ihren Kollegen nun Betrug am Patienten vor. Es ist erstaunlich: Einer Ärztin, die jahrelang klassische Homöopathie in ihrer ärztlichen Praxis angewendet hat, fällt plötzlich auf, dass die Homöopathie heutigen Erkenntnissen der konventionellen Pharmakologie widerspricht. – Eine Tatsache, die jedem Arzt spätestens dann bekannt ist, wenn er eine „Weiterbildung Homöopathie“ beginnt, die mit der Vergabe der „Zusatzbezeichnung Homöopathie“ durch eine Ärztekammer oder die Verleihung des „Homöopathie-Diploms“ abgeschlossen wird.Grams Kernthese lautet: „Die Gleichung Homöopathie = Medizin = Naturwissenschaft geht heute nicht mehr auf“ (S. 57). Dabei wird sie in Ihrer Publikation nicht müde, immer wieder zu betonen, dass Medizin aus ihrer (heutigen) Sicht mit Naturwissenschaft gleichzusetzen ist.Medizin ist mehr als reine Naturwissenschaft„Medizin ist keine Naturwissenschaft, sondern eine Erfahrungswissenschaft, die sich auch wissenschaftlicher Erkenntnisse aus anderen Fachgebieten bedient“, betonte Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe während seiner zwölf Jahre langen Tätigkeit als Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die 2011 endete. Mit „Erfahrungswissenschaft“ ist jedoch mitnichten eine „anekdotische“ Beweisführung in der Medizin gemeint – sondern die empirische Wissenschaft, die durch Experimente, Beobachtungen oder Befragungen Erkenntnisse bereitstellt. Bereits seit 1975 war Hoppe Mitglied des BÄK-Vorstands, er gründete das „Dialogforum Pluralismus in der Medizin“, das die vorurteilsfreie Zusammenarbeit von konventionellen und komplementären Methoden in der Medizin fördert.Die Behauptung, Medizin sei reine Naturwissenschaft, ist keineswegs konsensfähig innerhalb der Deutschen Ärzteschaft, sondern eine randständige Auffassung von Medizin, die häufiger von Naturwissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten vertreten wird als durch Ärzte. Betrachtet der Leser die Online-Quellen, die Grams in ihrem Buch anführt, so wird sichtbar, dass sie ganze 39 mal Wikipedia-Seiten bemüht, und nur acht weitere Websites im Quellenverzeichnis angibt. Ausgelassen hat sie die Wikipedia-Seite zum Stichwort „Medizin“: „Die Medizin (von lateinisch ars medicinae, ‚ärztliche Kunst‘ die ‚Heilkunde‘) […] ist eine praktische Erfahrungswissenschaft.“Nach der „Charta der medizinischen Professionalität“ orientiert sich die Arztprofession an drei Zielprinzipien: „dem Wohl des Patienten, der Patientenautonomie und der medizinisch-sozialen Gerechtigkeit“ (Dtsch. Ärzteblatt 2010; 107(12): A-548 / B-477 / C-469). Eine besondere Verpflichtung des Arztes, Medizin – wie Grams – ausschließlich als Teil der Naturwissenschaft zu betrachten, gehört nicht zur medizinischen Professionalität. Wohl aber: „keine polemisch überzogenen Äußerungen gegenüber therapeutischen Alternativen“ (Ebd.) zu machen. „Die Homöopathen wollen Teil der Medizin sein, und die Medizin ist nun mal Teil der Naturwissenschaft“, behauptet Grams wie selbstverständlich in einem Stern-Interview. Richtig ist: „Die Homöopathie ist Teil der heutigen Medizin, und diese bedient sich auch naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.“ Deshalb sind Laut Sozialgesetzbuch V die Homöopathie und weitere „besondere Therapierichtungen“ grundsätzlich ein Bestandteil der medizinischen Versorgung.In der Schweiz ist die Homöopathie gleichberechtigter Bestandteil der medizinischen Grundversorgung geworden, nachdem wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie vorgelegt wurden. Der in diesem Kontext relevante HTA-Bericht kommt zur Schlussfolgerung: „Die Wirksamkeit der Homöopathie kann unter Berücksichtigung von internen und externen Validitätskriterien als belegt gelten, die professionelle, sachgerechte Anwendung als sicher“ (Effectiveness, Safety and Cost-Effectiveness of Homeopathy in General Practice – Summarized Health Technology Assessment; Forsch Komplementärmed 2006;13(suppl 2):19–29).Die Liste ließe sich erweitern. Beispielsweise um den Schweizer Physiker Stephan Baumgartner, der einen signifikanten Effekt von Homöopathika auf das Wachstum von Wasserlinsen nachgewiesen hat. Natalie Grams behauptet trotzdem: „Es gibt keine Studien, die eine Wirkung der Homöopathie tatsächlich und zweifelsfrei belegen; allenfalls ein unspizifischer Placebo-Effekt kann auftreten“ (S. 61). Warum das so sein muss? – Grams wurde bewusst, dass die Verdünnung (bzw. Potenzierung) der homöopathischen Arzneimittel dem heutigen Stand der Naturwissenschaft widersprechen: „Der Wirkstoff ab einer Potenz D6 ist so sehr verdünnt, dass er praktisch nicht mehr für eine arzneiliche Wirkung verantwortlich sein kann”, erklärt Grams. Ergo: Wirkung ausgeschlossen. Dann fügt sie zum Thema Hochpotenzen (ab der Potenz C30) einen unsinnigen Superlativ hinzu: „Hier hat die Verdünnung einen so hohen Grad erreicht, dass mit absoluter Sicherheit keine materielle Wirkung durch die Ursprungssubstanz mehr zu erwarten ist.” Ergo: Wirkung „absolut sicher” ausgeschlossen.Die „Ein-Argument-Methode“Wozu an Arzneimittelprüfungen, Repertorien oder Materiae Medicae differenzierte Kritik üben, wenn die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel per se von der Autorin ausgeschlossen wird? Wozu die Studienlage vor diesem Hintergrund diskutieren? Von diesem Argument ausgehend – der pharmakologischen Unplausibilität von homöopathischen Arzneien – erübrigt sich eine konstruktive Debatte zur ärztlichen Homöopathie.Sowohl doppelblind-randomisierte Studien als auch Studien aus der Versorgungsforschung belegen zwar, dass die Homöopathie über einen reinen Placebo-Effekt hinaus wirkt. Trotzdem werden Homöopathie-Kritiker diese Ergebnisse nie akzeptieren. Der Grund: der aktuelle naturwissenschaftliche Erkenntnisstand wird kurzerhand über jede Ergebnisse der empirischen Forschung gestellt. „Es liegen heute mehr als 200 randomisierte klinische Studien zur Homöopathie vor, von denen mehr als die Hälfte ein statistisch signifikantes positives Ergebnis zugunsten der Homöopathie aufweist“, schreibt beispielsweise Dr. Michael Teut von der Charité Berlin. Insgesamt macht die Studienlage deutlich: Es gibt das Phänomen einer wirksamen Homöopathie. Hat die Wissenschaft die Aufgabe, diese Ergebnisse aufgrund der pharmakologischen Unplausibilität zu ignorieren?„Aus dem Umstand, dass ich ein Phänomen nicht erklären kann, schließe ich nicht, dass es nicht existiert, sondern nur, dass seine Existenz geprüft werden sollte, um dem Fortschritt der Wissenschaft zu dienen“, lautet ein bekanntes Zitat des Berliner Physikers Martin Lambeck. Wer diese Auffassung von Wissenschaft teilt, kann die positiven Studienergebnisse zur Homöopathie nicht länger mit dem Hinweis auf Unplausibilität vom Tisch fegen. Vielmehr wird die Homöopathie zu einem Motor für den Fortschritt in der Wissenschaft. – Auch Theorien in der Naturwissenschaft sind oftmals der „letzte Stand des Irrtums“. Im Stern-Interview wird Grams gefragt, ob sie homöopathische Ärzte kenne, die der Homöopathie jetzt ebenfalls „abgeschworen“ hätten: „Nein“, ist ihre Antwort.
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Spitzenrezensionen aus Deutschland

  • Bewertet in Deutschland am 17. März 2017
    Als das Buch von Natalie Grams 2015 erschien, hätte niemand gedacht, dass ein schmales Bändchen mit 221 Seiten die Welt der Homöopathen so gründlich ins Wanken bringt. Aber fangen wir am Anfang an.

    Natalie Grams ist Ärztin. Und Homöopathin. Sie studierte in München, Heidelberg und Zürich und promovierte 2007. Ab 2004 begann sie eine Ausbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin und Homöopathie, wobei sie letztere mit Zusatzbezeichnung abschloss. Ab 2009 praktizierte sie in einer homöopathischen Privatpraxis und 2011 eröffnete sie eine eigene Privatpraxis für Homöopathie, die sie sehr erfolgreich bis 2015 selbständig betrieb.

    Im Rahmen ihrer Praxistätigkeit wurde Grams auch von den Journalisten Christian Weymayr und Nicole Heißmann zur Recherche für deren Buch „Die Homöopathie-Lüge“ interviewt. Als das Buch dann erschienen war, war Natalie Grams nach eigener Aussage „erschüttert“ über die darin geäußerte Kritik und beschloss, eine Antwort zu schreiben. An diesem Punkt begann sie nun, sich mit den geäußerten Kritikpunkten auseinander zu setzen und die genaue Studienlage zu sichten.

    Dieses Auseinandersetzen führte dazu, dass die Autorin nicht mehr hinter der Homöopathie stehen konnte und ihre Praxis aufgab. Im Mai 2015 erschien dann ihr Buch „Homöopathie neu gedacht“ im Verlag Springer Spektrum.

    Gemeinsam mit Dr. Norbert Aust rief sie das von ihm angeregte „Informationsnetzwerk Homöopathie (INH)“ ins Leben. Heute ist Grams in der Wissenschaftskommunikation tätig.

    Kommen wir nun zum Buch selbst. Dieses gliedert sich in 5 Kapitel:

    1. Wie und auf welcher Grundlage behandelt die Homöopathie?
    2. Wovon ist die Rede, wenn wir von Homöopathie sprechen?
    3. Ist die Homöopathie Teil der heutigen Medizin?
    4. Warum wenden sich Patienten der Homöopathie zu?
    5. Was bleibt übrig von der Homöopathie im 21. Jahrhundert?

    Natürlich schließen sich Literaturverzeichnis, Glossar und Index dem Text an.

    Im ersten Kapitel beschreibt Natalie Grams anhand eines Fallbeispiels eine homöopathische Behandlung. Und bereits auf Seite 10 bringt sie auf den Punkt, was den „Erfolg“ einer solchen Behandlung bringt:

    - Zeit für den Patienten
    - Offenheit und Verständnis (selbst für Ungewöhnliches und ‚Eigenheitliches‘)
    - Die Möglichkeit, körperliche, emotionale und geistige Dinge auszudrücken und sie in einen Zusammenhang zu bringen (ganzheitlich)
    - Individuelles Herangehen (nicht irgendwelche Schmerzen, sondern meine Schmerzen)
    - Selbstwahrnehmung und Selbsterkenntnis verbessern und situationsgerechte Lebensveränderungen einleiten
    - Medikamente mit hohem Placebo-Effekt (der offenbar umso größer ist, je auffälliger die Form und je größer die Anzahl der zu nehmenden Medikamente ist).

    Das zweite Kapitel erläutert ausführlich das System der Homöopathie über Entstehung, Methodik, Repertorien, Anamnese und Potenzierung. Weiterhin werden die Diagnostik, das Ähnlichkeitsprinzip und die Arzneimittelprüfung erklärt.

    Das schwierige Verhältnis zwischen Homöopathie und Naturwissenschaften wird in Kapitel 3 beleuchtet, wobei auch die persönliche Situation der Autorin geschildert wird. Besonders die problematischen Begriffe der Potenzierung und der Lebenskraft werden hier angesprochen. Das Kapitel gipfelt in der Frage Ist die Homöopathie Medizin?

    Auf die Frage, warum sich Patienten überhaupt der Homöopathie zuwenden wird in Kapitel 4 erläutert. Vom therapeutischen Setting bis zum Verhältnis Therapeut/Patient werden alle Aspekte beleuchtet. Das homöopathische Krankheitsbild ebenso wie die sogenannten Ebenen einer Krankheit, die Begriffe „Geist“ und „geistig“ sowie das „ganzheitliche Vorgehen“ homöopathischer Therapeuten.

    Besonders interessant ist natürlich das fünfte und letzte Kapitel, in dem das Resümee gezogen wird. Hier analysiert die Autorin, welche Bereiche der Homöopathie verworfen werden sollten und über welche Bereiche nochmal nachgedacht werden sollte und warum. Insbesondere das Verhältnis zu den Naturwissenschaften beschäftigt Grams.

    Um ein Fazit zu ziehen, hat man hier ein fundiertes Buch vor sich liegen, das es wert wäre, in den entsprechenden Kreisen nüchtern diskutiert zu werden. Dies ist leider nicht der Fall, lieber wird die Autorin diskreditiert, was natürlich nicht von guter Kinderstube zeugt.
    85 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 14. September 2015
    Die Homöopathie ist erledigt. Das vielleicht größte potemkinsche Dorf der Medizingeschichte ist als solches entlarvt. Das steht seit einiger Zeit fest, nachdem jede Menge Studien durchgeführt und auch durch Metaanalysen gegangen sind. Das Buch "Homöopathie neu gedacht" von Natalie Grams ist in diesem Bereich nur insofern etwas Neues, dass es von einer gelernten (und erfolgreichen) Homöopathin geschrieben wurde, die aufgrund eigener Nachforschungen erkannt hat, auf welchen Irrtümern die Homöopathie beruht und daraus Konsequenzen gezogen hat.
    Insofern schreibt sie als aus eigenem Antrieb "Bekehrte", von niemandem auf die andere Seite gezogen, von niemandem gehirngewaschen, sondern durch klares Nachdenken zu Erkenntnis gelangt, die ihr das Weitermachen unmöglich machte.
    Diese Binnensicht bringt Frau Grams auch dazu, wie es im Titel heißt die "Homöopathie neu zu denken": Die Fähigkeiten, die viele Homöopathen offensichtlich mitbringen - Vertrauen schenken, Empathie, Mut machen, Menschenkenntnis, Zuhören - würde sie gerne weiterhin nutzen und damit den ehemaligen Kollegen eine Art zweite Chance geben, ihnen sozusagen einen Rettungsring zuwerfen. Das ist ein ehrenwertes Motiv. Nur ist zu befürchten, dass die Homöopathen dieses Angebot kaum verstehen werden. Frau Grams' Blog zum Thema erzählt davon.
    Für die Hersteller von Homöopathika allerdings wäre die "neu gedachte" Homöopathie natürlich trotz allem eine Katastrophe. Denn das stellt Grams unmissverständlich klar: Globuli sind Symbol- und Ritualmedizin. Den ganzen Zinnober mit Verschüttelung und "Potenzierung" kann man sich sparen.
    Es fällt auf, dass das Buch relativ dünn ist. Kann es wirklich gelingen, eine so weit verbreitete und beliebte Heilmethode mit diesen wenigen Seite zu Fall zu bringen? Ja, natürlich, denn Grams fasst lediglich zusammen, was an enormer Arbeit zur Prüfung der homöopathischen Behauptungen schon geleistet wurde. Das muss nicht alles en Detail wiederholt werden. Die Kürze des Buches ist vielmehr ein entscheidender Vorteil: Auch neugierige Laien können sich drantrauen, man muss sich nicht durch mehrbändige und schwer verständliche Fachliteratur wälzen. Das beste Zeugnis wurde dem Buch durch eine mir nahestehende Person gegeben, die ansonsten kaum Sachbücher liest: Nach Abschluss der Lektüre war klar: "Komm, lass uns Platz schaffen im Medizinschrank! Ich hau jetzt die ganzen Globuli raus!"
    Wenn Aufklärung tatsächlich zur Klarsicht und zu solchen Folgen führt, ist das eine wunderbare Sache.
    Nachtrag 01.05.2016: Inzwischen hat Natalie Grams die Arbeit an ihrem Blog eingestellt und die Leitung des Informationsnetzwerkes Homöopathie übernommen. Leider hat die öffentliche Debatte um ihr Buch meine Einschätzung bestätigt. Homöopathen sehen nicht, dass die Autorin ihre Arbeit wertschätzen und gleichzeitig über die falschen Annahmen zur Wirkweise der Globuli aufklären wollte. Stattdessen verschließen sie weiterhin fest beide Augen und wiederholen ihre widerlegten Aussagen. Tragisch daran ist vor allem, dass sich Menschen mit Doktortitel auf diese Weise öffentlich als starrköpfige Ideologen outen, was sich auch auf mein Menschenbild negativ auswirkt.
    69 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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