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Kommentar: 1., Hardcover FISCHER Scherz, 2007. 447 S. Gutes Exemplar, geringe Gebrauchsspuren, Cover/SU berieben/bestoßen, innen alles in Ordnung; Good copy, light signs of previous use, cover/dust jacket shows some rubbing/wear, interior in good condition. B240503ah70 ISBN: 9783502181378
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Hitlers Klavierspieler: Ernst Hanfstaengl: Vertrauter Hitlers, Verbündeter Roosevelts Gebundene Ausgabe – 21. September 2007

4,1 4,1 von 5 Sternen 10 Sternebewertungen

Ein Mann in Adolf Hitlers Umfeld spielte während dessen Aufstieg zur Macht eine besondere Rolle: Ernst "Putzi" Hanfstaengl. Er lebte lange in New York, war Lebensgefährte von Djuna Barnes und ein guter Freund von Franklin D. Roosevelt. 1921 kehrte er nach Deutschland zurück. Beeindruckt von Hitlers Auftreten wurde er Parteimitglied und stieg zum Auslandspressechef auf. Er wurde ein enger Vertrauter Hitlers, der ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit zum Klavierspielen zitierte. 1937 überwarf er sich mit der Parteispitze, floh nach England und wurde nach Kanada deportiert. Hanfstaengl nahm Kontakt zu Roosevelt auf, der ab 1942 seine Insider-Kenntnisse für die psychologische Kriegsführung gegen Nazi-Deutschland nutzte.
Wie ist solch eine "Karriere" möglich? Peter Conradi zeichnet das Psychogramm eines Mannes, der sich selbst gerne als Opfer dargestellt hat. Er beschönigt Hanfstaengls Verstrickungen nicht und konfrontiert den Mythos, den dieser in seinen Büchern aufgebaut hat, mit den harten Fakten der Realität.

Produktbeschreibungen

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Zu den schillerndsten Figuren im Umkreis Adolf Hitlers gehörte in den Zwanziger- und frühen Dreißigerjahren der weltläufige Harvard-Absolvent, Kunsthändler und in seiner Geburtsstadt München promovierte Historiker Ernst Hanfstaengl. Ihm hat der amerikanische Journalist Peter Conradi eine lesenswerte, akribisch recherchierte Biographie gewidmet.

Das Klavierspiel des von Freunden „Putzi“ genannten Hanfstangl schätzte Hitler ebenso, wie es Jahre zuvor in New York schon der damalige Senator und spätere US-Präsident Franklin D. Roosevelt getan hatte. In manch schwerer Stunde, etwa nach dem Selbstmord seiner Nichte Geli Rauball 1931, richtete er sich an seinem Spiel wieder auf -- vor allem das Tristan-Finale hatte es ihm angetan. Ohne das Eingreifen von Putzis amerikanischer Frau wäre der Name Hitler vielleicht sogar nur eine Fußnote der Geschichte geblieben: 1923 nämlich entwaffnete sie ihn, als er sich nach dem Scheitern seines Putschversuchs im Landhaus der Hanfstaengls in Uffing am Staffelsee erschießen wollte, um der drohenden Verhaftung zu entgehen.

Die anfangs beiderseitige Bewunderung Hitlers und Hanfstaengls war nicht von Dauer: Nach dem Röhm-Putsch 1934 kamen Hitlers Klavierspieler Zweifel an dem „Führer“ und seiner Partei, der er wegen seiner guten internationalen Kontakte als Auslandspresschef diente. 1937 setzte er sich ab, zunächst in die Schweiz und dann nach Großbritannien, wo er 1939 interniert wurde. Doch seine Bekanntschaft zu Roosevelt, derer er sich jetzt besann, sollte sich auszahlen. „Putzi“ konnte in die USA ausreisen und stellte sich dort in den Dienst der US-Regierung, für die er Joseph Goebbels‘ Propaganda analysieren und ein Psychogramm Hitlers erstellen sollte. Nach dem Krieg kehrte Hanfstaengl nach Deutschland zurück, wo er sich bei seinem Entnazifizierungsprozess theatralisch als früher Gegner des NS-Regimes gerierte und das Gericht unter anderem mit einer eidesstattlichen Erklärung aus der Feder Eleonore Roosevelts von seiner Unschuld überzeugte.

Conradis flüssig geschriebenes Buch rückt manches von dem zurecht, was sich Hanfstaengl an seiner Lebensgeschichte in seinem Memoirenband Zwischen Weißem und Braunem Haus zurechtgebogen hatte, mit dem er 1970, fünf Jahre vor seinem Tod, noch einmal auf sich aufmerksam machte. Wie immer man zu ihm stehen mag -- ein außergewöhnliches Leben hat er gelebt. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ FISCHER Scherz; 1., Edition (21. September 2007)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 447 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3502181373
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3502181378
  • Originaltitel ‏ : ‎ Hitler's Piano Player
  • Abmessungen ‏ : ‎ 14.9 x 3.7 x 22.3 cm
  • Kundenrezensionen:
    4,1 4,1 von 5 Sternen 10 Sternebewertungen

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Peter Conradi
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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
4,1 von 5
10 weltweite Bewertungen

Spitzenbewertungen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 11. Februar 2010
Peter Conradis packende Biographie von Ernst "Putzi" Hanfstaengl war jedenfalls für mich eine Entdeckung. Ich glaubte bisher alles über Hitlers engste Berater und Spießgesellen zu wissen und hatte von Hanfstaengl nie etwas gehört. Dieser vielseitig gebildete Mann aus einer der angesehensten Familien Bayerns, der in Harvard studiert hatte und an der Fifth Avenue in New York eine bekannte Kunsthandlung führte, wurde durch eine Rede Hitlers in einem Münchner Bierkeller derart beeindruckt, dass er fortan als Topnazi zum engsten Führungskreis des späteren Diktators gehörte. Was wäre geschehen, hätte nicht Hanfstaengls Frau Helene Hitler daran gehindert, nach dem Putschversuch 1923 Selbstmord zu begehen? Die Welt sähe heute anders aus. Wie Hanfstaengl später aus einem Bewunderer Hitlers zu dessen Gegner wurde, auf verschlungenen Wegen wieder in die USA gelangte und dort Berater von Präsident Roosevelt wurde - das alles ist unbedingt lesenswert, auch für jene, die allmählich genug von Nazi-Literatur haben.
17 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 31. März 2021
Super interessant!
Rezension aus Deutschland vom 6. Dezember 2019
Leider hat der Autor, der immerhin sein Buch mit dem Namen "Hitler", sogar über den Titel erfolgreich vermarktet, über diese Person, seinen Werdegang und sein Umfeld, entweder nicht wirklich recherchiert, oder aber bewusst die angloamerikanischen (von den damaligen Akteuren in den meisten Fällen selbst später als gezielte Unwahrheiten im Rahmen der psychologischen Kriegsführung und -vorbereitung verbreiteten) Propagandalügen, aus der Zeit von 1910 bis nach 1945, als Tatsachen dargestellt, und nicht wie es korrekt wäre, als seine oder Hanfstaengls persönliche Meinung, wobei letzterer, als er dann (zumindest aus damaliger deutscher Sicht heraus) zum Verräter wurde, sicherlich alles getan hat, um sich persönlich unbeschadet im Nachkriegsdeutschland kuschelig etablieren zu können. Wer hier also ein historisch fundiertes und seriös recherchiertes Zeitdokument erwartet, kommt kaum auf seine Kosten. Sehr schade, denn die historisch unbestritten wichtige Figur Hanfstaengl hätte man gerne faktisch solide dargestellt gefunden. Das Buch erscheint jedoch mehr als grobschlächtiges, dem Zeitgeist entsprechendes Pamphlet.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 6. April 2019
Interessante Biografie über eine Person der Zeitgeschichte von der ich bisher nichts wußte.
Rezension aus Deutschland vom 15. Juni 2010
Putzi Hanfstaengel war Hitlers Auslandspressechef, fiel 1937 inUngnade und floh ins Ausland. Sein Sohn Egon, Hitlers Patenkind, kämpfte später in der U.S.-Armee gegen Deutschlands Verbündete. Ein irrer Lebenslauf. Hanfstaengel stammte aus einer angesehenen Münchener Familie, wuchs im Kaiserreich auf, studierte bis 1909 in Harvard, lernte 1923 Hitler kennen, war jahrelang ein enger Vertrauter, der für ihn zu allen Tages- und Nachtzeiten Klavier spielen musste, saß dann sieben Jahre als Gefangener der Engländer und Amerikaner fest, für die er Berichte und Analysen übers Dritte Reich und seine Protagonisten verfasste, bevor er nach Deutschland zurückkehrte, wo er 1975 starb. Zu seinen Bekannten zählten viele einflussreiche Persönlichkeiten, darunter beide amerikanischen Roosevelt-Präsidenten, die berühmte Schriftstellerin Djuna Barnes war drei Jahre lang seine Geliebte. Ein Leben wie ein Roman. Der englische Journalist Peter Conradi beschreibt es spannend und brillant. Ein Glanzstück angelsächsischen Journalismus', und auch die deutsche Übersetzung von Gabriele Herbst ist erstklassig.
Conradi, Top-Zeitungsmann, der er ist, verlässt sich nicht nur auf Hanfstaengels eigene, umfangreiche Aufzeichnungen, sondern hat viele andere Quellen studiert. So entsteht das Bild eines höchst interessanten Menschen, der manchmal zugleich anziehend und oft aber auch abstoßend wirkt. Ein Sympathieträger ist dieser Putzi Hanfstaengel nicht, der sich später zwar als Nazi-Gegner geriert, von seiner Faszination für Hitler aber nie weg kommt und der bis zum Tod und trotz seiner großen Intelligenz und musischen Begabung ein ekelhafter Antisemit und Rassist bleibt. Er vereinigt in sich die Widersprüche, die es bis heute so schwer machen zu verstehen, warum an und für sich begabte Menschen Hitler und seiner Ideologie verfallen waren. Am Beispiel Hanfstaengel zeigt Conradis Buch, wie vielschichtig die Gründe dafür sind, dass das Dritte Reich entstehen konnte.
13 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 20. April 2010
Von Ernst "Putzi" Hanfstaengel wusste ich bisher fast gar nichts. In dem Film "Aufstieg des Bösen" wurde er von Liev Schreiber gespielt.

Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, fiel mir mit Recht auf, wie schlecht dieser Film eigentlich war. Der Film bot wirklich eine Menge künstlerische Freiheit in Bezug auf die Vita von Hanfstaengel.

Das Buch ist jedoch sehr interessant und sehr flüssig geschrieben. Ein sehr guter Einblick und eine wunderbare Ergänzung zur bestehenden Geschichtsliteratur dieser Epoche.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 24. Mai 2021
Es ist besser das Original zu lesen ( " Zwischen weißem und braunen Haus ") , alle für die Angelsachsen peinlichen Stellen des Originals werden von Herrn Conradi verschwiegen . Es kommen schlichtweg keine zusätzlichen Fakten zum Original dazu , einfach eine Auslegung des Originals .
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 13. Oktober 2010
So schnell, wie Sie es erwarten, gelingt mir das Durchlesen nicht. Das Buch offenbart sicher einige besonder Einzelheiten zum Aufstieg Hitlers, das sogar mit potenter Hilfe bedeutsamer Menschen des USA-Establishments. Ich muß noch mehr in dem interessanten Buch lesen.
V. Biese