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    Hippokrates, Dr. Röntgen & Co. Berühmte Pioniere der Medizin Gebundene Ausgabe – 27. August 2007

    5,0 von 5 Sternen 2 Sternebewertungen

    Sie galten als Heilkünstler, Quacksalber oder auch mal als Halbgötter in Weiß - gemeinsam war ihnen, dass sie dem Alten widersprachen, Neues wagten und dabei ihren Ruf oder sogar ihr Leben riskierten. Christian Weymayr lässt zwanzig Pioniere der Medizingeschichte lebendig werden, berichtet von ihren großen Entdeckungen, ihren Irrtümern und ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Sein Buch entführt uns in das antike Griechenland, wo Hippokrates die Grundlagen der Wissenschaft der Medizin begründete, in das Feldlazarett des Militärchirurgen Paré, der im 16. Jahrhundert die Wundheilung revolutionierte, und in die Klinik von French Anderson, der 1990 die erste Gentherapie am Menschen wagte. Ein faszinierender Rundgang durch zwei Jahrtausende Medizingeschichte mit spannenden Einblicken in die Medizin von heute. 1. Spannende Einführung in die Medizin 2. Faszinierende Forschergestalten 3. Meilensteine der Medizingeschichte - bis heute aktuell
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    Produktbeschreibungen

    Der Verlag über das Buch

    Von Hippokrates bis Hildegard von Bingen, von Paracelsus bis Louis Pasteur - die Geschichte der Medizin ist die Geschichte von Menschen, die mutig für ihre Ideen kämpften. Von ihnen erzählt dieses Buch und erklärt, warum ihre Entdeckungen für uns noch heute so wichtig sind. REVIEW

    Über den Autor und weitere Mitwirkende

    Christian Weymayr, geboren 1961, ist promovierter Biologe und arbeitet als Wissenschaftsjournalist mit dem Schwerpunkt Medizin. Er schreibt u. a. für DIE ZEIT und das Magazin brand eins. 2003 erschien von ihm das Sachbuch »Mythos Krebsvorsorge« (gemeinsam mit Klaus Koch).

    Produktinformation

    • Herausgeber ‏ : ‎ Berlin Verlag
    • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 27. August 2007
    • Auflage ‏ : ‎ 1.,
    • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 288 Seiten
    • ISBN-10 ‏ : ‎ 382705169X
    • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3827051691
    • Abmessungen ‏ : ‎ 22 x 15 x 2.7 cm
    • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 663.166 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
    • Kundenrezensionen:
      5,0 von 5 Sternen 2 Sternebewertungen

    Informationen zum Autor

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    Christian Weymayr
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    Dr. Christian Weymayr ist promovierter Biologe. Er arbeitet seit 1987 als Wissenschafts- und Medizinjournalist für Unternehmen und diverse Medien, seit einigen Jahren hauptsächlich für das Wirtschaftsmagazin brand eins und das Internet-Portal IGeL-Monitor.

    Mehr unter www.christian-weymayr.de

    Kundenrezensionen

    5 von 5 Sternen
    2 weltweite Bewertungen

    Spitzenrezensionen aus Deutschland

    • Bewertet in Deutschland am 19. Mai 2008
      Formatieren: Gebundenes Buch
      Im Jahr 1537 tobt in Oberitalien der dritte Krieg zwischen Kaiser Karl V. und dem französischen König Franz I. Es ist eine blutige Schlacht, an deren Rand ein junger Arzt um das Leben der Verwundeten kämpft. Er ist verzweifelt: Gerade jetzt, während seines ersten Einsatzes als Armeearzt geht ihm das Holunderöl aus. Wie fast alle Ärzte seiner Zeit kocht er es und brennt damit offene Wunden aus.
      Nun muss der Arzt improvisieren, greift zu einer Salbe und verbindet das zerfetzte Fleisch einfach so -' alles im quälenden Glauben, die Soldaten in den sicheren Tod zu entlassen. Doch er irrt. Am nächsten Tag geht es den todgeweihten erstaunlich gut. Nun handelt der junge Mediziner schnell und mutig: Obwohl er sich gegen die Schulmeinung all seiner Kollegen stellt, hält er seinen Irrtum für möglich und untersucht alle Verletzten. Dabei registriert er eindeutig, dass die Salbe viel besser hilft als das siedende Öl. Heute ist sein Name - Ambroise Paré - weltberühmt. Denn mit ihm begann die moderne Wundversorgung. Millionen Menschen haben in den folgenden Jahrhunderten von seiner Einsicht profitiert.
      Parés Geschichte ist eine von 20, die der Biologe und Medizinjournalist Christian Weymayr in seinem neuen Buch "Hippokrates, Dr. Röntgen & Co." erzählt. Er schlägt den weiten Bogen vom berühmten Griechen, der vor 2.500 Jahren die medizinische Wissenschaft begründete über den Perser Rhazes, der ein erstaunlich modernes Bild von Krebs und seiner Therapie hatte, bis zum US-Amerikaner French Anderson, der 1990 die erste Gentherapie wagte.
      Jedes Kapitel beginnt mit einer lebendig geschriebenen Episode aus dem Leben des Medizin-Pioniers, fasst dann seine Biografie zusammen und erklärt, warum die heutige Medizin ohne ihn undenkbar wäre. So steckt noch viel Paré in unserer Wundversorgung, weiß Weymayr: Paré forderte "'damals schon, Wunden möglichst in Ruhe zu lassen. Heutzutage werden in der Klinik Pflaster verwendet, die tagelang auf der Wunde bleiben können." Von den jüngsten Fortschritten konnte der Armeearzt aber nur träumen: "'Seit etlichen Jahren experimentieren Firmen auch mit künstlicher Haut, die dauerhaft anwachsen soll. Das Problem dabei ist, dass der Körper fremdes Gewebe abstößt. Am besten funktionieren deshalb Hautstücke aus körpereigenen Zellen, die im Labor über mehrere Wochen zu größeren Hautlappen herangezüchtet werden."
      Das Buch ist lebendig und fundiert geschrieben. Da es als Jugendbuch angelegt ist, kommt es ohne spitzfindige Details aus und könnte so manchen Teenager ermuntern, Arzt oder Forscher zu werden. Weil es gleichzeitig aber ein reiches Wissen vermittelt und so manche Entwicklung kritisch kommentiert, ist es auch für Erwachsene eine empfehlenswerte Lektüre. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass schon Hildegard von Bingen auf eine maßvolle Ernährung und viel Bewegung zur Krankheitsvorbeugung setzte? Wer weiß, warum die Gentherapie noch immer nicht richtig gelingt. Oder wer ahnt schon, dass die Pocken erst 188 Jahre nachdem Edward Jenner als erster einen kleinen Jungen mit Kuhpocken impfte, ausgerottet waren?
      Es ist eine Stärke des Buchs, sein strenges Konzept durchzuhalten - egal ob es schildert wie Louis Pasteur den Milzbrand besiegt, Ignaz Semmelweis Chirurgen zum Händewaschen zwingt oder Werner Forßmann am eigenen Leib den ersten Herzkatheter testet. Stück für Stück erfährt man, wie mühsam und kleinteilig der Fortschritt erkauft wurde, wie akribisch, genial oder vermessen die Pioniere waren, damit sie der Menschheit ein Stück Gesundheit schenken konnten.
      Vor allem aber macht der spannend aufbereitete historische Hintergrund etwas deutlich, was wir heute allzu leicht vergessen: was Ärzte tagtäglich leisten und welch hohes Alter bei vergleichsweise guter Gesundheit die Medizin dem Durchschnittsbürger heute bringt. Für uns ist der Fortschritt längst alltäglich. Eltern verzichten fahrlässig auf Schutzimpfungen für ihre Kinder - bis zur nächsten Masernepidemie mit Todesfolge. Andere vertrauen in der Krebstherapie lieber Scharlatanen, die Wunder versprechen, als der Wissenschaft, die inzwischen ihre Grenzen kennt.
      Ärzte taugen nur noch selten zum Helden. Gerne verhöhnen wir sie - als "Halbgötter in weiß" oder "'Kurpfuscher". Wie irrational wir dabei handeln, merken wir meist erst, wenn wir ernsthaft erkrankt sind und ein Arzt uns helfen kann. Christian Weymayrs informative, mit Abenteuern gewürzte Reise durch die Medizingeschichte rückt die Maßstäbe ohne erhobenen Zeigefinger zurecht. Ganz nebenbei wirft sie ein klares Licht auf die so genannte Schulmedizin - und hebt sich deshalb deutlich ab vom meist esoterisch angehauchten Gesundheitsallerlei, das Medizinbuchabteilungen für gewöhnlich überschwemmt.
      10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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