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am 25. Januar 2001
Volker Brauns Roman ist vier Jahre vor dem Berliner Mauerfall erschienen und zeigt auf sehr unterhaltsame Weise, wie gesellschaftliche Probleme sprachlich darzustellen sind.
Fahrer und Gefahrener bringen im Dialog und in Anwesenheit des stets präsenten auktorialen Erzählers Misstände und Ideologikritik oftmals zwischen den Zeilen auf den Punkt.
Dass Wünsche auch Wirklichkeit sein können, veranschaulicht dieser Roman mit viel Wortwitz und Ironie.
Man kann diesen Roman auch als kleine Lebenshilfe im (Berufs-)Alltag lesen - frei nach der Devise: Nicht alles kritiklos hinnehmen, auch mal Zustände hinterfragen und Kritik an überkommenen Traditionen üben, die Misstände versuchen festzuschreiben.
Hinze und Kunze zeigen - jeder auf seine Weise -, dass angeblich vernünftige Lebens- und Arbeitsverhältnisse keineswegs vernünftig sein müssen. - Zeitlos gültig dieser kleine Roman.
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am 1. September 1999
Hinze ist der Fahrer, Kunze der Funktionär. Der Sozialismus findet statt in Kunzes Reden, und vielleicht noch darin, daß Hinze darauf antwortet. Wie in den kurzen "Berichten von Hinze und Kunze" lebt der Text von Sprachspielereien, von der Verdrehung öffentlicher Slogans, von schlagfertigen Dialogen. Ist so etwas heute noch interessant? Daß zwei etwas schlitzohrige, aber meist linientreue Genossen darüber fachsimpeln, wie weit sich der Sozialismus in der DDR bereits durchgesetzt hat? Es ist, einerseits, da die Geschichte der beiden nicht in der DDR beginnt, sondern sie als das ewige Paar von Herr und Knecht auftreten, andererseits, da Braun persönliche Erlebnisse und detaillierte Alltagsgeschichten einflicht und so dem ganzen Roman etwas sehr lebendiges verleiht. Teilweise wird sogar der Verlauf der Erzählung selbst kritisert, zurückgezogen, neu begonnen. Ideologie ist in diesem Buch nur dort anwesend, wo der Text im Bemühen, ihr nicht auf die Füße zu treten, etwas holprig wird. Der Roman verfolgt keine Geschichte, keine Entwicklung: lose sind Gespräche, Anekdoten und Schilderungen verknüpft. Wer die damaligen Parolen nicht mehr im Ohr hat, dem wird vieles fremd erscheinen, trotzdem ist dieses Buch nicht nur ehemaligen DDR-Bürgern zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 13. Oktober 2005
Ein verblüffendes Buch, irritierend, zutiefst politisch und voller Gesellschaftskritik.Was am Hinze-Kunze Roman besonders besticht, ist seine die Erzählweise.
Dadurch dass sich der Autor immer wieder selbst einbringt und zur Handlung, zur Entwicklung der Figuren des Romans Stellung nimmt und sich auch direkt an seine Leser und an die Zensoren des DDR-Regimes wendet, entsteht ein interessanter Verfremdungseffekt, der die Kritik am System, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk zieht, mit unglaublicher Ironie und Sarkasmus unterstreicht.
"Ich beschreibe es, aber ich verstehe es nicht".
Mittels einer eigenwilligen und enigmatische Dialektik zwischen den beiden Hauptfiguren schildert der Autor die frappierende Ungleichbehandlung zwischen Parteifunktionären und einfachen Bürgern; und alles - wie der Autor süffisant bemerkt - aus reinem "gesellschaftlichem Interesse".
Kurz zusammengefasst: Ein mit Sicherheit empfehlenswertes Buch, von einem Autor der im Jahr 2000 zurecht mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet wurde.
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