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Himmelsstürmer: Zwölf Portraits Gebundene Ausgabe – 29. September 2008

4.7 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Alex Capus hat einen Sinn für sichere Pointen und zaubert wie ein Impresario der Historie Bilderbögen von Abenteuern und Moritaten.
Gutgelaunt macht er Vorschläge zu spannenden Geschichten zwischen Olten und Amerika. In jeder einzelnen aber steckt ein ausgesparter, psychologisch rätselhafter Lebensroman.“
(NZZ am Sonntag, Literaturbeilage)

"Capus´ Stil zeichnet sich durch eine enorme Leichtigkeit und Heiterkeit aus, -ein Stil, der in unserer heutigen Welt eher selten ist. Und tatsächlich erinnert Capus´ Stil an Schriftsteller vor 150, 250 Jahren: Jean Paul, Lawrence Sterne, Gottfried Keller, also an Autoren, die zeitlos geschrieben haben und deren Stil auch heute noch Bestand hat. Capus ist brandmodern und gleichzeitig zeitlos. " (Deutschlandradio Kultur)

"Alex Capus hat sich etwas ganz Seltenes bewahrt. Sanftmut, Freundlichkeit, Nachsicht, Toleranz. Und wenn einer dann auch noch so schwebend leicht, liebevoll und genau erzählen kann wie er, dann sind wir Leser glücklich." (Elke Heidenreich)

Klappentext

"Die geschichtlichen, gesellschaftlichen und familiären Umstände einer Epoche werden hier spannend und humorvoll erzählt."
Zürcher Tagblatt über "Patriarchen"

"Alex Capus schreibt kurzweilig und vermittelt ganz nebenbei auch Zeitgeschichte."
Brigitte über "Patriarchen"

"Die Biografien, die Capus ausgesucht hat, sind schön zu lesen. Sie sind kurz, amüsant und voller verrückter Geschichten."
Das Handelsblatt über "Patriarchen"

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Top-Kundenrezensionen

Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENT am 6. Oktober 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Selten habe ich so interessante und faszinierende Lebensläufe zu lesen bekommen, wie in dem Buch von Alex Capus - HIMMELSSTÜRMER - denn dort versammeln sich so illustre Charaktere wie Madame Tussaud, Jean Paul Marat, Maria Manning oder Fritz Zwicky. Allen gemein sind die Umstände ihres Schaffens, die Zeit in der sie lebten und ihre Taten - die Guten wie die Bösen.

Alex Capus hat es geschafft Charaktere in ihren Lebensläufen von der französischen Revolution ausgehend bis zum Ende des 2. Weltkriegs geschickt miteinander zu verbinden. Herausgekommen ist eine stringente und durchaus amüsante Kette von Ereignissen über 300 Jahre, welcher es nicht an Charme und Faszination mangelt.

Ich persönlich war begeistert über die feinen und doch klaren Anmerkungen über echte und auch leicht geschönte Details in so manchem Lebenslauf, doch die Umstände so mancher Person innerhalb ihres Lebens sind faszinierend und entschädigen für so manche Kurskorrektur.

Der Lebenslauf der Regula Enel war mehr als interessant und beinahe schon unglaubwürdig - so viele Reisen, so viele Länder, zu einer Zeit in der das sicherlich nicht so üblich war - der trinkt schon Kaffee mit Napoleon Bonaparte und hat ganz nebenbei 21 Kindern das Leben geschenkt...

Das Buch HIMMELSSTÜRMER hat mich auf Anhieb begeistert, jeder Lebenslauf ist es wert gelesen zu werden und die Stringenz in der übergeordneten Handlung hat mich sehr fasziniert, auch wenn sie nicht offensichtlich zu Tage tritt und manchmal in den Hintergrund verschwindet.

Sehr empfehlenswert!
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Format: Gebundene Ausgabe
Alex Capus zeichnet zwölf Schweizer Lebensgeschichten aus zwölf Generationen nach; von der Französischen Revolution bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Gemein ist diesen Lebenswegen, dass alle einen ganz unvermuteten Lebensweg gegangen sind, der äufig seiner Zeit ein ganzes Stück voraus gewesen war.

Heraus gekommen sind zwölf Miniaturen, geschrieben mit viel Sympathie für seine Helden und Liebe zum Detail, Schicksale von Menschen, die in den Zeitläuften der Geschichte fast alle vergessen wurden. Geblieben sind mitunter nur noch die Namen, wie der von Mme. Tussaut oder des Revolutionärs Marat. Denn wer wusste bislang schon, dass Madame Tussaut ihre Karriere als Marie Grossholtz in Bern begann, ehe sie in Paris und London Betreiberin des noch heute existierenden Wachsfigurenkabinetts wurde.

Und auch wenn dieses Wissen vielleicht nicht die Welt verändern wird, ist "Himmelsstürmer" eine durchweg interessante, überraschende und inspirierende Lektüre.
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Format: Gebundene Ausgabe
Der in der Schweiz lebende gebürtige Franzose Alex Campus portraitiert in diesem Buch zwölf Personen, die auf subtile Weise in Beziehung zueinander stehen.

Die erste Person, der sein Augenmerk gilt, ist die Schweizerin Marie Grosholtz, die unter dem Namen Madame Tussaud heute weltberühmt ist. Jeder kennt das Wachsfigurenkabinett in London.

Unter der Obhut von Doktor Curtius stellte sie zur Zeit der Französischen Revolution in Paris bereits Wachsfiguren her. Sie kannte alle Revolutionsgrößen. Will man ihren Memoiren Glauben schenken, hat sie mit Robespierre geflirtet und mit Danton gestritten. Ähnlich wie alle elf anschließend beschriebenen Personen ging sie einen interessanten aber auch zeitgleich beschwerlichen Weg und lebte ihre Träume.

Es liegt mir fern alle einzelnen Personen zu beleuchten, weil ich nicht zu viel von den Kurzbiographien preisgeben möchte, aber auf zwei will ich kurz eingehen.

Die eine handelt von Jean-Paul Marat, dem von Chalotte Corday getöteten französischen Revolutionär. Er war ein gebürtiger Schweizer. Madame Tussaud kann auch ihn.

Liest man das vorliegende Portrait aufmerksam, wird klar, dass jahrzehntelange intellektuelle Demütigungen ihn hatten zu dem werden lassen, wovor sich die Aristokraten ängstigten.

Vor ihm hatte keiner gewagt Ludwig XVI - Louis Capet - als einen Verräter zu bezeichnen, der geköpft werden müsse. Marat veröffentlichte diese Forderung in einer Zeitung. Eineinhalb Jahre danach wurde das Postulat in die Tat umgesetzt.
Dieser Mann war gnadenlos, gleichwohl bezeichnete er sich selbst als den einzig echten Märtyrer.
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Format: Gebundene Ausgabe
Was haben nun all diese Menschen und die sieben weiteren, die in "Himmelsstürmer" portraitiert sind, gemeinsam? Sie sind alle in der Schweiz geboren, kamen aus kleinen bis gutbürgerlichen Verhältnissen, mussten in ihrer Kindheit und Jugend oft Widrigkeiten überstehen und zogen schließlich in die Welt hinaus, um in verschiedensten Ländern zu arbeiten, zu forschen und zu leben. Dabei ist ihnen allen gemein, dass sie zuversichtlich an der Erfüllung ihrer Träume arbeiteten und sich auf von Rückschlägen nicht entmutigen ließen.
Die meisten Portraits sind als Serie in der Schweizer Familie", einer Zeitschrift, erschienen. Zwei Portraits, diejenigen über Fritz Zwicky und Ferdinand Hassler, der den USA auf Kosten Kanadas nicht unerheblichen Landgewinn verschaffte, sind zuerst in der Süddeutschen Zeitung", eins über Eduard Spelterini, der als Flieger und Ballonfahrer mit der gerade erst aufgekommenen Fotografie Luftbilder erstellte, im Magazin des "Zürcher Tages-Anzeigers" erschienen. Trotz dieser Herkunft wirkt "Himmelsstürmer" keineswegs wie ein zusammengesetztes Werk, denn Alex Capus versteht es meisterlich, die verschiedenen Portraits miteinander zu verknüpfen.

Zeitlich reichen die Geschehnisse von den Anfängen der Französischen Revolution bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, also über rund dreihundert Jahre. In jedem Portrait gibt es Querverbindungen; so nahm zum Beispiel Madame Tussaud die Totenmasken von Jean-Paul Marat ab, und am selben Tag, an dem Isabelle Eberhardt ertrank, nachdem sie ein unglaublich abenteuerliches Leben in der arabischen Welt geführt hatte, stieg Pierre Gilliard, der letzte Hauslehrer der Romanow-Kinder, in den Orientexpress nach Russland.
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