Facebook Twitter Pinterest <Einbetten>
Gebraucht kaufen
EUR 3,49
+ EUR 0,00 Versandkosten
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von Schneller-Buchversand
Zustand: Gebraucht: Gut
Kommentar: wir versenden Ihr Buch bei einer Bestellung bis 16.00 Uhr noch am gleichen Tag
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Herrin der Lüge Taschenbuch – 15. Juli 2008

4.1 von 5 Sternen 37 Kundenrezensionen

Alle 6 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition
"Bitte wiederholen"
Taschenbuch
"Bitte wiederholen"
EUR 0,01
Hörbuch-Download, Gekürzte Ausgabe
"Bitte wiederholen"
37 gebraucht ab EUR 0,01 3 Sammlerstück ab EUR 12,80

Taschenbücher
Ideal für unterwegs: Taschenbücher im handlichen Format und für alle Gelegenheiten. Zum Taschenbuch-Shop
click to open popover

Hinweise und Aktionen

  • Taschenbuch-Empfehlungen des Monats
    Entdecken Sie monatlich wechselnde Thriller, Krimis, Romane und mehr für je 6,99 EUR.

  • Amazon AusLese: Jeden Monat vier außergewöhnliche eBook-Neuerscheinungen für je nur 2,49 EUR und Taschenbuch-Neuerscheinungen für je 7,99 EUR. Erfahren Sie hier mehr über das Programm oder melden Sie sich gleich beim Amazon AusLese Newsletter an.
  • Entdecken Sie die aktuellen BILD Bestseller. Jede Woche neu. Hier klicken


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Wann der Lügengeist in sie gefahren ist, weiß Saga nicht mehr genau. Vielleicht wohnt er schon seit ihrer Geburt in ihr, vielleicht aber auch erst seit jenem Tag, an dem sie zum ersten Mal mit seiner Hilfe gelogen hat. Eigentlich gibt es ohnehin nur eine Regel, die der Lügengeist ihr immer wieder einflüstert: Wichtig ist zu erkennen, dass die Leute belogen werden wollen. Diese Eigenschaft der Masse hat sich die Gauklerin, die mit ihrem harschen Vater und dem geliebten Zwillingsbruder Faun von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zieht, bei ihren Auftritten zueigen gemacht: "Der eitle Händler, der immer schon vermutet hatte, dass der Himmel selbst ihn beschützte. Eine Frau, die nicht wahrhaben wollte, dass ihr Mann sie betrog. Ein Trunkenbold, der damit prahlte, mehr saufen zu können als jeder andere. Sie alle waren so leicht zu durchschauen gewesen."

Jetzt sitzt Saga im Kerker und weiß nicht warum. Vielleicht hat es mit Faun zu tun, der wieder einmal gestohlen hat? Aber warum kommt dann die alte Nonne zu ihr und behauptet, man wolle sie "zur Magdalena machen"? Bald erfährt die Herrin der Lüge die Wahrheit. Als Predigerin soll sie im Auftrag der skrupellosen Gräfin Violante, deren Mann bei einem Kreuzzug verschollen ist, als neue Heilige einen Zug von Frauen um sich versammeln und mit dem Tross nach Jerusalem ziehen. Währenddessen versucht Faun, die "beste Lügnerin der Welt" aus den Klauen der Gräfin zu befreien. Dabei wird eine ungeheuerliche Lüge offenbar, die die ganze Christenheit erschüttern könnte…

Mit Herrin der Lüge hat Kai Meyer einen wundervollen Historienroman vorgelegt, der alles hat, was atemlose Spannung erzeugt und zudem noch hineinführt in ein dunkles Kapitel des Abendlands. Und wenn die Geschichte von Saga und Faun auch nicht wahr ist, so ist sie doch wundervoll erlogen. --Isa Gerck

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Es gab weibliche Ritter unter den Franken, mit Rüstungen und
Helmen, gekleidet wie Männer, die ins dichte Schlachtgetümmel ritten und
männliche Härte zeigten trotz der Schwäche ihres Geschlechts. Sie trugen
Panzerhemden und wurden erst erkannt, als sie der Waffen entkleidet und
entblößt wurden."
Imad ad-Din, Saladins Sekretär, 12. Jahrhundert
"Frauen zogen in den fränkischen Reihen mit, saßen keck mit gespreizten
Beinen nach Männerart im Sattel, trugen Männergewand und sahen mit ihren
Lanzen und Rüstungen wie Männer aus, blickten auch ganz kriegerisch und
taten noch männlicher als die Amazonen."
Niketas Choniates, byzantinischer Chronist, 12. Jahrhundert

Prolog in Flammen

Anno Domini 1204

Sechs Jahre vor dem Kreuzzug der Jungfrauen

Die Nacht war aus Asche, als der Maskierte einen Weg durch das brennende
Konstantinopel suchte. Die beiden Kinder an seinen Händen waren verstummt
und blickten mit aufgerissenen Augen in die Zerstörung ringsum; sie weinten
lautlos und mit starren Gesichtern.
Es roch nach Ruß und geöffneten Leibern, nach vergossenem Wein und dem
Angstschweiß der Geschändeten. Wo der Maskierte die Pulks aus betrunkenen
Eroberern umgehen konnte, tat er es so früh wie möglich. Meist hörte er die
Schreie der Opfer, bevor er jemanden sah. Dann zog er seine beiden Söhne in
die ausgebrannten Ruinen der Häuser, schlich durch Gassen, in denen sich
der Schutt geborstener Fassaden türmte, suchte den Schutz der lichtlosen
Keller.
Ihre Verfolger blieben unsichtbar. Doch der Maskierte spürte ihre Nähe.
Der kleinere der beiden Jungen stolperte - nicht zum ersten Mal. Der Mann
fluchte leise, zerrte ihn zurück auf die Füße und wünschte
insgeheim, er könnte sanfter sein, liebevoller, wie es sich für einen Vater
gehörte.
Es war der dritte Tag der Plünderung, und noch immer wehten Feuer in
lodernden Flammenstürmen über Dächer und Kuppeln Konstantinopels hinweg,
schlängelten sich in zerfransten Glutspiralen an Türmen empor und fauchten
hungrig durch die Gassen und einstigen Prachtstraßen. Dort, wo es für die
Flammen am wenigsten zu holen gab, wüteten sie mit der größten
Beharrlichkeit: in den Elendsquartieren am Stadtrand und am Ufer des Lycus,
in den schäbigen Vergnügungsvierteln hinter dem Prospherionhafen und den
Anlegestellen an der Südküste.
Nur in den Palästen waren alle Brände rasch gelöscht worden. Hier hatten
die Eroberer eigenhändig jede Glut erstickt, damit ja kein Stück dem
Feuerorkan zum Opfer fiel: Die Diener der Kirche Roms achteten sorgsam auf
ihre Beute.
Der Maskierte war auf der Seite der Sieger gewesen, als der finale Angriff
auf die Stadt begann. Vor über einer Woche, am sechsten April, war draußen
am Goldenen Horn zur letzten Schlacht geblasen worden. Die Schiffe der
Verteidiger hatten verzweifelt versucht, die Kreuzfahrer auf ihren
venezianischen Galeeren von den Stadtmauern fern zu halten. Aber es hatte
nicht lange gedauert, ehe die ersten Ritter aus dem Westen an Land gegangen
waren. Das Viertel von Blachernae war zuerst gefallen, seine Stadtmauer
geborsten, die Männer auf den Zinnen niedergemacht. Während der
byzantinische Kaiser seinem Volk den Rücken kehrte und feige durchs Goldene
Tor nach Thrazien floh, fielen seine Krieger unter dem Ansturm der Feinde,
zusammengetrieben und massakriert wie Vieh. Die ältesten unter den
Eroberern waren längst übereingekommen, dass es nie zuvor eine Plünderung
wie diese gegeben hatte. Nirgends sonst waren die Kirchen vergoldet bis
unters Dachgebälk, nirgends die Paläste bis zum Bersten gefüllt mit
Reichtum. Konstantinopel war ihnen allen wie das Himmelreich erschienen.
Doch die Hauptstadt von Byzanz, das Herz des östlichen Christentums, war
gefallen. Das Paradies stand in Flammen. Und seine Einwohner waren tot,
vertrieben, den Gelüsten ihrer Peiniger ausgeliefert.
Der Maskierte zerrte die Kinder vorwärts. Der Junge weinte jetzt noch
heftiger, verschluckte sich fast an seinem Schluchzen.
"Er kann nicht mehr laufen", sagte sein ältester Sohn, die ersten Worte
seit einer Ewigkeit. "Du musst ihn tragen."
Der Maskierte nickte stumm. Er, der so viele Kämpfe geschlagen hatte,
fühlte sich hilflos wie nie zuvor. Selbst auf das Naheliegende war er nicht
gekommen. Er packte den Kleinen unter den Achseln und hob ihn auf seine
Arme. "Halt dich gut fest. Hörst du?"
Der Kleine schluchzte etwas.
"Hast du verstanden? Gut festhalten!"
So hetzten sie weiter, der Junge schwer und immer schwerer, den Kopf an die
Schulter seines Vaters gepresst. Sein älterer Bruder, mit sechs Jahren
selbst noch ein kleines Kind, stolperte neben ihnen her, mit kurzen
Schritten, außer Atem, aber tapfer wie ein Erwachsener. Der Maskierte war
maßlos stolz auf ihn. Er liebte beide Kinder, aber der Erstgeborene
war ihm immer näher gewesen. Warum hätte er daraus ein Geheimnis machen
sollen? Er hatte auch unter seinen Hunden Favoriten, die schnellen, die
scharfen, all jene, die sich aufs Kämpfen verstanden.
Nicht mehr weit bis zur Aelios-Zisterne. Er konnte ihren schwarz gezahnten
Dachstuhl sehen, Teile der zerfallenen Außenmauer über den unterirdischen
Wassergewölben. Feuer wüteten im Inneren, er sah ihren Schein auf schwarzen
Qualmballen über dem nördlichen Viertel. Von dort aus war es nur noch ein
Steinwurf bis zum Charisius-Tor in der Stadtmauer. Dahinter lag im Norden
und Osten offenes Land. Freiheit und Rettung, dafür betete er.
Bevor er gezwungen gewesen war, mit den Kindern die Flucht zu ergreifen,
hatte er Boten an seine Getreuen ausgesandt. Sie lungerten auf dem weiten
Platz vor der Hagia Sophia, auf den Foren des Konstantin und Theodosius, im
Schatten des Valens-Aquädukts und auf der Rennbahn nahe des
Bucoleon-Palastes, wo längst keine Pferde und Hunde mehr hechelten, sondern
aus allen Richtungen Frauen zusammengetrieben wurden. Dem Geschäft des
Tötens war das Geschäft des Raubens gefolgt, und es waren keine Stunden
vergangen, ehe die Ersten das Geschäft des Fleisches entdeckt hatten. Nun
wurden Kinder und Mädchen aus den Ruinen gezerrt, aus Verschlägen in halb
verschütteten Kellern und Fluchtkammern hinter angekohlten Mauern, um den
unersättlichen Appetit der Eroberer zu stillen.
Der Junge regte sich in seinen Armen. Der Maskierte umschloss den kleinen
Körper fester.
Wenn nur ein Viertel seiner Getreuen dem Aufruf folgten, konnte er hoffen.
Vielleicht sogar einige mehr, falls sie genug Kraft aufbrachten, um den Weg
durch die Stadt zum Tor und zur Straße nach Adrianopel zu finden.
Lasst alles zurück, besagte seine Botschaft an sie. Sammelt euch und folgt
mir. Gehorcht nur mir, nicht den anderen. Ich bin der, für den ihr kämpft.
Und kämpft für meine Söhne!
Er verlangte viel von ihnen, das wusste er. Keiner von ihnen kannte die
wahren Gründe für seine Flucht. Sie ahnten nichts von der geheimen
Zusammenkunft und dem Vertrag. Ausgehandelt in nur wenigen Tagen hatte das
Dokument ausgelöscht, was Jahrhunderte lang gewachsen war.
Er selbst hatte vorausgesehen, was geschehen würde. Den Angriff, den
Untergang. Er hatte es zugelassen, wusste um seinen Teil der Schuld. Aber
er hatte nicht den Geruch erahnen können, hatte sich nicht ausgemalt, wie
es war, wenn Tausende von Kriegern über eine Stadt herfielen, mit der es
nichts, rein gar nichts in ihrer Heimat aufnehmen konnte.
Nun blieb ihm nur die Flucht. Und die verzweifelte Hoffnung, dass er das
Tor erreichte, ehe die anderen ihn fanden.
Der Maskierte bog mit den Kindern aus dem Gewirr der Gassen auf die
Hauptstraße. Sie führte in gerader Linie vom Forum des Theodosius hinaus
aus der Stadt. Der Vierjährige schluchzte noch immer an seiner Schulter,
beinahe...


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

am 1. Juli 2007
Format: Audio CD|Verifizierter Kauf
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2011
Format: Audio CD
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen

Möchten Sie weitere Produkte entdecken? Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite: PC Maus

Ähnliche Artikel finden

Wo ist meine Bestellung?

Versand & Rücknahme

Brauchen Sie Hilfe?