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Herr aller Dinge: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher) Taschenbuch – 20. September 2013

4.2 von 5 Sternen 311 Kundenrezensionen

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Oliver S VINE-PRODUKTTESTER am 27. November 2011
Format: Audio CD
Vor wenigen Minuten habe ich das neue Buch von Andreas Eschbach als Hörbuchfassung zu Ende gehört und kann nur sagen, dass ich begeistert bin!

Begeistert, dass ich seit langer Zeit mal wieder ein Buch entdeckt habe, dass mir nach seinem Ende das Gefühl gibt, etwas wirklich tolles erlebt zu haben. Viele Bücher sind nett Unterhaltung, schnell gelesen und dann vergessen, nicht so hier.
Ehrlich gesagt war ich zu Anfang des Buches etwas skeptisch, was mir diese Geschichte über zwei Kinder in Tokyo sagen sollte. Ich hatte schon die Befürchtung, dass es so langsam und letztendlich uninteressant weitergehen würde. Aber dann nahm die Geschichte deutlich an Fahrt auf, auch wenn ich immer noch nicht wusste, wo die ganze Sache hinführen sollte. Gegen Mitte des Buches dachte ich dann, dass ja eigentlich alles erzählt wäre und wunderte mich, warum da noch so viel kommen sollte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt, die im Buch mit dem Teil "Charlottes Insel" begannen, entwickelt sich die Geschichte zu einer Tour de Force, die ich selten erlebt habe. Ich konnte mich kaum von ihr lösen, so spannend und fesselnd war das, was ich da vorgelesen bekam. Eine Idee jagte die nächste und der Autor verquickte unzählige Ideen in einer Art, die sie gut zusammenwirken ließen. Der Spannungsbogen in diesem zweiten Teil des Buches strebte nur noch nach oben und entlud sich letztendlich in einem Ende, dass bei aller Traurigkeit in seiner Eleganz und Kraft der Geschichte würdig war.

Viele Worte, die letztendlich nur sagen wollen, dass es ein tolles Buch ist. Sicherlich keine Literatur von Weltformat, aber ein perfektes Buch für jeden, der Spass an Science Fiction und spannenden Thrillern hat.
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Format: Gebundene Ausgabe
Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt im Japan der 90er Jahre, als sich die Tochter des französischen Botschafters und der Sohn einer japanischen Angestellten begegnen. Charlotte und Hiroshi werden trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft Freunde, allerdings halten weder ihre Eltern noch seine Mutter viel davon. Zu groß sei der Unterschied zwischen Reichen und Armen. Diese Äußerungen bringen Hiroshi dazu, darüber nachzudenken, warum es überhaupt reiche und arme Menschen gibt und wie man diesen Unterschied beseitigen kann. Dem 10jährigen Jungen kommt eine Idee, die an und für sich ganz einfach ist. Ob sich diese Idee allerdings in die Praxis umsetzen lässt? Zumindest zieht sie sich durch das ganze Buch, in dem sich Charlotte und Hiroshi immer wieder begegnen werden.

Meine Meinung:
Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich mit diesem Buch einlasse. Rezensionen hatte ich vorher nicht gelesen, genauso wenig den Klappentext. Völlig unbefangen bin ich also an die Geschichte herangegangen. Über einen langen Zeitraum begleitet der Leser Hiroshi und Charlotte auf ihren unterschiedlichen Wegen, die sich immer wieder begegnen. Besonders Hiroshi fand ich als Charakter extrem spannend, während Charlotte als verwöhnte Diplomatentochter meine Sympathie nicht wirklich gewinnen konnte. Aber es geht nicht nur um eine schicksalshafte Liebesgeschichte. Bei weitem nicht. Die Charaktere bekommen ausreichend Zeit, sich darzustellen, aber im Hintergrund passiert immer noch viel mehr, denn es geht ja um die Vision, die Hiroshi hat: eine Welt ohne Armut. Erst nach gut 300 Seiten wird die eigentliche Idee erklärt und gezeigt. Ein durchaus spannender Ansatz.
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Format: Audio CD
Hiroshi Kato ist der Herr aller Dinge, Andreas Eschbach der Herr der phantastisch-realistischen Literatur, der Träume, Wünsche und Phantasien der Menschen in faszinierende Geschichten auskleidet. So auch in diesem Roman, der sehr vielschichtig daherkommt: Romanze, Sci-Fi, Thriller.
Und als ich mit dem Roman begann, war dies gar nicht vorweg zu sehen. Da spielten zwei kleine Kinder in einem Garten, schaukelten und der kleine Hiroshi tönte, er wisse nun, wie alle Menschen reich sein könnten. Ich dachte dabei an irgendeine Finanzidee, ein Wirtschafsthriller im Stile „1 Billionen Dollar“. Aber nein. Und eigentlich geht es dann im Roman auch gar nicht so sehr um dieses Thema, sondern etwas ganz anderes. Aber ich verrate natürlich nichts.
Das Hörbuch plätschert erst einmal etwas vor sich hin, was die Kindheit Katos angeht. Ich dachte schon voreilig, „hm, Eschbach nicht in Bestform“, wann geht es denn mal richtig los. Erst steht die Beziehung von Hiroshi zu Charlotte im Vordergrund, dann verzweigt sich die Story in verschiedene, aber interessante Pfade. Die Vielschichtigkeit des Romans ist nicht genügend zu erwähnen und zu loben, ebenfalls wie die sehr gute Darstellung der Charaktere der wesentlichen Personen. Mitunter ist der Stilwechsel radikal, sicherlich von Eschbach so gewollt. Vom behüteten Zuhause mit einem entsprechenden Schreibstil findet man sich plötzlich in einer sehr sexistisch-derben Welt des Colleges wieder. An dieser Stelle fragte ich mich kurzzeitig, ob der Roman es nötig hat, ob ihm an Spannung fehlt – ohne de frivole Sprache zu kritisieren. Und dann geht plötzlich die Post ab, und wie, an einer Stelle, an der man es nicht vermutet hätte und in einer Weise, die man nicht vermutet hätte.
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