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Hennamond Taschenbuch – 1. Februar 2001

4.3 von 5 Sternen 27 Kundenrezensionen

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Taschenbuch, 1. Februar 2001
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Auch wenn uns mittlerweile täglich türkische Frauen und Kinder begegnen, die noch das traditionelle Kopftuch tragen; auch wenn Ehen zwischen Türken und Deutschen an der Tagesordnung sind -- haben Sie sich wirklich schon einmal Gedanken über die Geschichte dieser Menschen gemacht?

Der Bericht von Fatma B., einer ostanatolischen Frau, die mit neun Jahren nach Deutschland kam, wirkt wie eine eiskalte Dusche, die schonungslos den tiefen Graben zwischen verschiedenen Kulturen offenlegt. Vergewaltigung und Steinigung, Merkmale einer typischen Männergesellschaft, die den Wert der Frau ausschließlich nach ihren Fähigkeiten in Sachen Hausarbeit oder Kindererziehung messen, sind in dieser Lebensgeschichte der absolut bestimmende Faktor. Da wirkt das Stückchen Lebensfreude, das zwischen den Zeilen ab und an durchblitzt, fast fehl am Platz. Schon in ihrer Kindheit bekommt Fatma die Doppelmoral der Dorfbewohner und Verwandten deutlich zu spüren. Ihre Lage spitzt sich allerdings beim Aufeinandertreffen mit der offenen deutschen Gesellschaft dramatisch zu. Auf der Arbeit ist sie die aufgeklärte junge Frau, zu Hause wartet der Haustyrann in Form des Vaters. Die schlimmste Farce erwartet sie allerdings im heiratsfähigen Alter. Bei den traditionell arrangierten türkischen Ehen gelten scheinbar jegliche Gefühle als Störfaktor. Da werden Frauen zur Handelsware degradiert, die nur zu funktionieren haben.

Es wäre allerdings voreilig, die Schuld einzig und allein dem Islam in die Schuhe zu schieben. Schon die Tatsache, daß eigentlich keiner der Männer in dem kleinen anatolischen Dorf jemals einen Blick in den Koran geworfen hat, relativiert den aufkeimenden Verdacht sehr schnell. Die Autorin möchte dieses Buch nicht als Anklage verstehen, es ist einfach ihre ureigene Geschichte. Aber auch für sie hat der Kampf mit der Vergangenheit bis heute nicht aufgehört, was sich nicht zuletzt an dem Pseudonym erkennen läßt, das sie aus Angst vor Verfolgungen wählen mußte. Fatma B. hat heute diesen Kreis von Gewalt und Menschenverachtung durchbrochen, nur ihre Herkunft und Erfahrungen, die verleugnet sie. Und genau diese Zerrissenheit zwischen unpassender Vergangenheit und wohlbehüteter Gegenwart läßt sich erst nach dem erschreckend ehrlichen Roman erahnen. Hennamond ist eine Lebensbeichte, die Sie betroffen zurücklassen könnte, wäre da nicht der kleine Hoffnungsschimmer von Kraft und Zukunft. Und mit genau diesem Hoffnungsschimmer sollten Sie einen ersten Schritt in Richtung Verständnis wagen, einen Schritt über den tiefen Graben, der uns bisher noch trennt. --tii -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Fatma, eine junge kurdische Frau, berichtet über ihre Kindheit in Ostanalolien und, nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland, über ihren Zwiespalt, in dem sie sich wiederfindet, nachdem sie die offene Gesellschaft in Mitteleuropa kennengelernt hat. Sie berichtet über die grauenvoll anmutenden Erlebnisse, die sie und andere Frauen in dieser männerdominierten, frauenfeindlichen Gesellschaft durchmachen, über Vergewaltigungen in und außerhalb der Ehen, über ihren dominaten Vater, der sie auch wegen Nichtigkeiten mit körperlichen Züchtigungen zu "erziehen" versucht, über ihre Mutter, die zwar selbst unterdrücktes und missachtetes Opfer ist, es aber dennoch nicht verhindert, dass ihre Tochter dasselbe Schicksal erleiden soll. Sie soll mit einem türkischen Mann zwangsverheiratet werden, was für Fatma das Ende jeglicher Freiheiten bedeutete. Orientierungslos, angstbesetzt und in ihrem Selbstverständnis als Frau kleingemacht versucht sie, den tradierten Zwängen zu entfliehen und sich von ihrer Familie loszusagen, ein Fluch vor Alla, gegen alle Traditionen, die ihr seit Anbeginn vorgelebt wurden. Ihre Anklagen sind erschütternd, die Unehrlichkeit dieser Männerwelt entmutigend, die Unaufgeklärtheit dieser provinziellen Gesellschaft, die sich auf den Koran beruft, ohne ihn wirklich zu kennen, aus hiesiger Sicht unfassbar.
Es bleiben jedoch Zweifel, ob sie, Fatma, die aus Furcht vor Rachte anonym bleiben muss, dieses Buch wirklich selbst geschrieben hat. Etwas zu glatt erscheinen all die kritisch-analytischen Aussagen vor dem Hintergrund ihrer bildungsschwachen ländlichen Herkunft.
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Format: Taschenbuch
Fatma B. beschreibt ihr Leben: die Kindheit in einem ostanatolischen Kurdendorf mit ihren wenigen Freuden (Zusammenhalt der Kinder, freie Natur) und vielen Schwierigkeiten (harte Winter, harte Arbeit, in der Schule müssen die Kurdenkinder türkisch sprechen, Herrschaft der Männer, Mißhandlung durch Verwandte, Steinigung einer Nachbarin usw.) Mit neun Jahren wird Fatma schlagartig per Zeitmaschine vom Mittelalter ins 20. Jahrhundert versetzt - nach Deutschland. Hier wird ihr Vater bald arbeitslos und kümmert sich um nichts - außer darum, daß sich die Tochter anständig verhält, nicht zu viel Bildung abbekommt, das Kopftuch trägt (den Kampf darum gewinnt sie!), nach der Hauptschule einen Job annimmt und nebenbei noch den Haushalt führt bis zur Erschöpfung. Fatmas Mutter ergeht es nicht besser, aber sie ist es gewohnt, sich dem Manne völlig unterzuordnen, so daß sie ihre Tochter nicht unterstützt im Kampf gegen die Tyrannei des Vaters. Fatmas erste große Liebe, ein türkischer Junge, wird in der Türkei gegen seinen Willen mit einer anderen verheiratet. Fatma flieht aus ihrer Familie durch die Heirat mit einem Deutschen. Er wird von ihrer Familie nicht angenommen, sie nicht von seiner. Ihr Mann versteht ihre tiefe Gefühlswelt nicht, beide sind sich nicht wirklich nah. Immerhin ist sie jetzt freier als je zuvor. Fatma hat ihr Leben so aufgeschrieben, daß man es vor sich sieht und mit ihr fühlen kann. Plötzlich habe ich mich wieder an meine türkische Freundin aus der Grundschule erinnert und ein bißchen mehr verstanden, warum sie und vor allem ihre Mutter in mancherlei Hinsicht so anders waren.Lesen Sie weiter... ›
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Von Ein Kunde am 25. Januar 2002
Format: Taschenbuch
Endlich mal ein Buch, das nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern auch erklärt warum manche Dinge die man als "deutsche" Frau nicht versteht von türkischen Frauen so und nicht anders gemacht werden. Ich sehe die türkischen Frauen in Deutschland nun anderst. Mir war nicht bewußt, wie sehr hinter den Kulissen noch "traditionsbewußt" gelebt wird und wie gut das nach außen versteckt wird.
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Von M. Knoch VINE-PRODUKTTESTER am 29. Juli 2003
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Türkei - für viele von uns ein wunderschönes Urlaubsland! Das es aber noch Regionen gibt, wo die Menschen Tag für Tag ums Überleben kämpfen, sehen die meisten nicht. Fatma B ist in einem Kurdischen Dorf aufgewachsen und berichtet von ihrer Kindheit: dass sie schon als Kind auf dem Feld mit anpacken mußte; wie schwer ein Leben, ohne Wasser und Strom, ohne richtige medizinische Versorgung ist; wie streng die muslemischen Gesetze sind usw. Trotzdem gab es auch viele schöne Momente, denn die Dorfgemeinschaft war sehr ausgeprägt.
Als sie neun Jahre war zog sie mit ihren Familie nach Deutschland. Ein völlig anderes Leben begann und sie stand zwischen zwei Kulturen: ihrem Elternhaus, dass sich so gar nicht an das Leben hier anpassen wollte und dem Land, in dem sie nun leben sollte. Doch Fatma hat gekämpft! Sie hat sich für das Leben in Deutschland entschieden und sich letzendlich von ihrer Familie getrennt. Auch wenn es ein schwer Weg war (die Eltern ihres Mannes akzeptieren sie nicht; von ihrer eigenen Famlie kamen Morddrohung usw.), hatte sie den Mut ihn zu gehen. Bis zum Schluß spürt man die innere Zerrissenheit zwischen den beiden Welten.
Auch wenn es sich hier nur um ein "Einzelschicksal" handelt, ich denke man kann sehr gut erahnen, welche Probleme türkische Kiinder auch heute noch habe, wenn die Eltern ihren Glauben hier ohne Einschränkungen leben möchten!
Ein wirklich fesselndes und ergreifendes Buch!
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