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Helikoptermoral. Empörung, Entrüstung und Zorn im öffentlichen Raum Taschenbuch – 7. März 2017

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Wolfgang Schmidbauer ist als Kind eines Vaters, den er nie kennenlernte, in Kriegs- und Nachkriegszeit mit Mutter, Bruder und vier Großeltern in Niederbayern aufgewachsen. Er wollte Dichter werden, studierte aber Psychologie, weil man vom Dichten nicht leben kann. Als Psychologe und Psychoanalytiker wurde er dann doch ein erfolgreicher Autor, brachte einige Bestseller (Hilflose Helfer, Die Angst vor Nähe) zustande und prägte den Begriff Helfersyndrom, der in die Umgangssprache eingegangen ist. Ob der Begriff Helikoptermoral ähnlich erfolgreich sein wird, ist offen-gemeint ist damit die Neigung der Mediengesellschaft zum überstürzten, selbstgefälligen und einfühlungslosen Moralisieren.

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Format: Taschenbuch
Das neue Buch von Wolfgang Schmidbauer, dem bekannten Psychotherapeuten ist ein gelungenes Beispiel einer selten gewordenen kritischen Sozialpsychologie.
Der Begriff der „Helikoptereltern“, die ihre Kinder nicht loslassen und unter permanenter Kontrolle haben müssen ist mittlerweile auch einem größeren Publikum durchaus geläufig. Wer ein Kind hat und es in der vergangene Jahren durch die Zeit des Kindergartens und der Schule begleitet hat, hat sie in großer Zahl kennengelernt und in sehr unangenehmer Erinnerung.

Ähnlich wie diese Eltern von chronischen Ängsten geplagt sind, ihre Kinder könnten in einer immer härter werdenden Gesellschaft scheitern (und damit natürlich auch ihr Projekt, als das sie ihre Kinder verstehen), befindet sich unsere ganze Gesellschaft in eine Zustand der Angst.
Schmidbauer spricht nun in seinem Buch analog zu diesem Phänomen von einer „Helikoptermoral“, ein Produkt der durch massive Ängste verursachten Hyperaktivität, sei es des Übereifers, sei es der unverhältnismäßigen, verschwenderischen Reaktion auf konstruierte Gefahren.

Er versteht darunter eine Mischung aus „ängstlicher Aufmerksamkeit und hastigen Bewertungen ohne Empathie und ohne Blick auf Zusammenhänge“. Die Fähigkeit für ein eigenes selbstkritisches Urteil geht verloren, „weil die Urteile so zwischen Überschätzung und Entwertung polarisiert sind, dass das Augenmaß verloren geht. Fantasien von Erlösung und Befreiung gewinnen eine Macht, die am Ende in Katastrophen führen muss“.
Es geht ihm überhaupt nicht darum etwa Moral und moralische Urteile zu kritisieren.
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