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Heisser Draht ins Jenseits

Beim letzten Wochenendeinkauf, vor einigen Tagen, dachte ich doch tatsächlich ich hätte mich verguckt. Ein zweiter Blick in das Regal der Abteilung mit den DVD-Neuerscheinungen sollte es dann aber tatsächlich bestätigen. Verpackt in einem einfachen Klarsicht-Amaray-Case, stand dort doch tatsächlich die zum absoluten Kult meiner Kindheitstage zählende aus Ungarn stammende und hier bei uns unter dem Titel "Heisser Draht ins Jenseits" bekannte Zeichentrickserie, mit allen ihren insgesamt entstandenen dreizehn Folgen.

Was mich so erstaunte war, dass es auf Nachfragen an Fernsehsender und diverse DVD-Label bis vor Kurzem noch hieß, dass weder mit einer TV-Ausstrahlung, geschweige einer Veröffentlichung auf DVD zu rechnen sei. Als Grund hierfür wurde angeführt, dass mehrere der Folgen dieser Reihe unauffindbar bzw. so stark beschädigt wären, dass dies einfach nicht mehr möglich wäre. Umso größer war da nun natürlich meine Freude und Überraschung, dass es dem hier veröffentlichendem Label "Icestorm" offensichtlich gelungen war das Material für diese immerhin bereits 1968/69 mit dem Original-Titel "Üzenet a jövõbõl-A Mézga család különös kalandjai" produzierte Serie komplett zusammenzutragen.

Natürlich wanderte die DVD-Box, mit der unter der Regie von József Nepp in den legendären "Pannonia-Filmstudios" in Budapest gefertigten Zeichentrickserie, umgehend in meinen Einkaufskorb. Ich konnte es kaum erwarten endlich Daheim anzukommen, um die erste der insgesamt drei DVDs dieser Veröffentlichung in meinen Player einzulegen.
Obwohl inzwischen weit mehr als vierzig Jahre alt, hat der herzerfrischend und liebenswürdig mit jeder Menge Humor in sich daherkommende Zeichentrickspaß nichts von seiner Kurzweil verloren. Bei uns jedenfalls waren sowohl diejenigen welche diese Reihe bereits während deren erster Ausstrahlung 1974 im damaligen Fernsehen der DDR gesehen hatten genauso begeistert, wie deren mittlerweile Enkel, die ebenfalls mit vor dem Fernseher saßen.

Die dreizehn Episoden von "Heisser Draht ins Jenseits" berichten über den Alltag der Familie Mézga mit Vater "Géza" und Mutter "Paula" nebst deren beiden Kindern "Adolar" und "Christa". Mit zur Familie zählen auch noch Hund Schnuffi und die Katze Mausi. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt auch der stets unwirsch dreinschauende und genervt wirkende Nachbar "Dr. Máris", der andererseits auch oft genug unter den Kapriolen der Familie Mézga zu leiden hat.

Als Bastelgenie "Adolar" das Radio in ein Funkgerät verwandelt mit dessen Hilfe er Kontakt zum 186-jährigen Ur-Ur-Enkel "Krümel" im dreizigsten Jahrhundert aufnimmt, ist Vater "Géza" hellauf begeistert. Bietet sich doch so die Möglichkeit dem Enkel in ferner Zukunft mit "M-ZET-Per-X, bitte melden aber ohne Tricks" anzufunken, sobald mal wieder der Haussegen bei den "Mézgas", wegen irgendeines Schlamassels, schief hängt. Ur-Ur-Enkel "Krümel" schickt auch immer wieder aufs neue umgehend und per Lichtpost futuristisch anmutende Hilfe aus der Zukunft. Dabei führt diese eigentlich gut gemeinte Hilfe bei deren Nutzung ein jedes Mal zu einer neuen absoluten Katastrophe bei den "Mézgas" bzw. den sie umgebenden Menschen. Schließlich und endlich kommt dann immer wieder der verzweifelte Stoßseufzer von Mutter Paula ... "ach hätte ich doch nur auf meine Mutter gehört und den Pischti Hufnagel geheiratet".

Für den Zuschauer freilich bedeutet all dies wunderbar kurzweilige und höchst vergnügliche mehr als fünf Stunden dauernde allerbeste Unterhaltung, die wie im Fluge vergeht. Einige Jahre später folgte mit "Adolars phantastische Abenteuer" ein Ableger der Reihe. Zudem soll es im Entstehungsland der Serie in Ungarn, noch zwei weitere Serien rund um die Familie Mézga mit den übersetzt lautenden Titeln "Familie Mézga auf Reisen" und "Familie Mézga und die Computer" geben.

Das Bild der laut veröffentlichendem Label mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 318 Minuten daherkommenden Veröffentlichung präsentiert sich im zu erwartenden Seitenformat von 4:3. In Anbetracht der Tatsache, dass einige der Folgen zuvor angeblich nicht mehr auffindbar und extrem stark beschädigt sein sollten, überrascht das dann von der vorliegenden Veröffentlichung zur Ansicht kommende Bild schon geradezu. Natürlich merkt man schon, dass die Produktion der Serie mehr als vierzig Jahre zurückliegt. Ein Gesamturteil und eine Wertung im Bezug zur zu erlebenden Bildqualität abzugeben fällt schwer, da es nicht nur Unterschiede zwischen den einzelnen Episoden, sondern zum Teil sogar innerhalb der Folgen gibt. So reicht hier die zu erlebende Qualität von sehr gut bis hin zu akzeptabel. Insgesamt aber empfinde ich es als einfach nur traumhaft, diese wunderbare Serie, die ich fast schon aufgegeben hatte je wieder sehen zu können nun endlich doch und zudem auch noch komplett in den Händen zu halten und genießen zu dürfen.

Die DVD-Menüs zeigen sich mit zum Teil stimmungsvoll animierten Sternenflug nebst der unvergesslichen und einmaligen Titelmusik von Tamas Deak gestaltet. Die dreizehn Folgen dieser Reihe finden sich verteilt auf den beiden ersten DVDs der Veröffentlichung und können über "Alle abspielen" zur Wiedergabe "am Stück", also ohne Unterbrechung gebracht werden. Über ein weiteres sich separat öffnendes Menü besteht aber ebenso die Möglichkeit einzelne Episoden, die in Textform dargestellt sind, zu starten. Dabei sind in den Folgen selbst einige Marker gesetzt, die bei Bedarf unmittelbar angewählt werden können.

Neben den üblichen Trailern zu weiteren Veröffentlichungen auf DVD 2 findet sich auf der dritten DVD der vorliegenden Box noch ein ganz besonderes Extra. Hier kommen gleich zehn der zwischen 6 bis 8 Minuten laufenden Folgen einer tschechischen Puppentrick-Fernsehserie mit dem Titel "Pat und Mat" von der als "Best of" betitelten DVD zur Ansicht. An dieser Stelle der Hinweis, dass für den Herbst 2012 bereits weitere DVD-Veröffentlichungen der beiden heimwerkelnden Nachbarn "Pat und Mat", die auch unter dem Serientitel "... und fertig!" im Fernsehprogramm liefen, angekündigt sind.

Tonbewertung:

Gerade der wundevoll witzige deutsche Ton ist bei dieser Zeichentrickserie das ganz besondere, was sie mit ausmacht. Sowohl vom Volumen wie auch in seinem Klang ist er recht gut erhalten und zumeist klar verständlich. Hin und wieder scheint es, als sein einige Szenen mit anderen wie den Stamm-Synchronsprechern nachträglich neu aufgenommen worden. Die Original-Synchronfassung wurde unter der Regie von Irene Mahlich in den DEFA-Studios für Synchronisation im Auftrag des Fernsehens der DDR erstellt. Bei der damaligen Synchronisation wurden im Studio nicht alle Szenen der Serie mit deutschem Ton versehen. Einige der Szenen wurden für die Fernsehausstrahlung entfernt. Bei der nun vorliegenden Veröffentlichung kommen diese Szenen, zusammen mit dem ungarischen Originalton und deutschen Untertiteln zur Ansicht und zu Gehör. Andere Untertitel oder der komplette ungarische Originalton finden sich nicht mit auf den DVDs.

Gesamteindruck:

Ich hatte ehrlich gesagt die Hoffnung schon fast aufgegeben. Aber es ist tatsächlich wahr und Dank dem Label "Icestorm" hat es diese wunderbare ungarische Zeichentrickserie von 1968/69 mit all ihren entstandenen dreizehn Folgen zur DVD-Veröffentlichung gebracht. Gelungener und höchst vergnüglicher Zeichentrickspaß, dem sich wohl kaum jemand entziehen kann. Zusammen mit der Bonus-DVD absoluter Kult und empfehlenswert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Februar 2012
Heißer Draht ins Jenseits
13-teilige ungarische Zeichentrickserie (1968/69)
Regie: József Nepp
Erstsendung: 07.09.1974, Deutscher Fernsehfunk (DFF)/Fernsehen der DDR

Inhalt:

Folge 1: Service per Lichtpost
(Erstsendung: 07.09.1974, Laufzeit: 23,32 min.)
Folge 2: Delikatessen
(Erstsendung: 14.09.1974, Laufzeit: 24,03 min.)
Folge 3: Mit Überschall zur Hochzeit
(Erstsendung: 21.09.1974, Laufzeit: 23,39 min.)
Folge 4: Wunschwettergenerator
(Erstsendung: 28.09.1974, Laufzeit: 23,20 min.)
Folge 5: Hilfe, Roboter
(Erstsendung: 05.10.1974, Laufzeit: 23,48 min.)
Folge 6: Feuerwasserplanet
(Erstsendung: 12.10.1974, Laufzeit: 25,47 min.)
Folge 7: Allzu schlau ist ungesund
(Erstsendung: 19.10.1974, Laufzeit: 23,49 min.)
Folge 8: Zeitversetzer
(Erstsendung: 26.10.1974, Laufzeit: 24,25 min.)
Folge 9: Der Willenskraftverstärker
(Erstsendung: 02.11.1974, Laufzeit: 25,23 min.)
Folge 10: Ein Supertreibhaus
(Erstsendung: 09.11.1974, Laufzeit: 23,02 min.)
Folge 11: Unsichtbare Halbheiten
(Erstsendung: 16.11.1974, Laufzeit: 24,44 min.)
Folge 12: Beat im Rinderstall
(Erstsendung: 23.11.1974, Laufzeit: 24,41 min.)
Folge 13: Das Haus ihrer Träume
(Erstsendung: 30.11.1974, Laufzeit: 24,38 min.)

Eigentlich wollte Adolar, der jüngste Sproß und seines Zeichens Hobbytüftler der Famile Mézga, nur sein eigenes Funkgerät zusammenbauen. Durch Zufall kommt er damit in Kontakt zum im 30. Jahrhundert lebenden 186-jährigen Ur-Ur-Enkel MZ per X, genannt Krümel. Eine Tatsache die das Leben von Vater Géza, Mutter Paula, seiner Schwester Christa und natürlich sein eigenes, von nun an komplett auf den Kopf stellen soll. Denn falls es ab jetzt in der Gegenwart bei Familie Mézga ein größeres oder auch kleineres Problem zu lösen gibt, Ur-Ur-Enkel Krümel hat immer die vermeintlich perfekte Lösung dafür parat.
Schließlich wurden ja in der Zukunft viele nützliche Dinge erfunden, von denen die Familie Mézga in ihrer Gegenwart bestenfalls nur träumen konnte. Daraus entstehen natürlich zahlreiche skurill-humorvolle Situationen und Verwicklungen, von denen die 13 Geschichten dieser unterhaltsamen und kurzweiligen Zeichentrickserie erzählen.

Bildbewertung:

Innerhalb dieser Doppel-DVD-Veröffentlichung gelangen alle 13 Folgen dieser 1968/69 produzierten Serie, erstmals komplett und ungekürzt im Original-Bildformat 4:3 und einer Gesamtlaufzeit von ca. 319 Minuten zur Ansicht. Da das im Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) wieder aufgefundene Bildmaterial, was in den letzten Jahren sogar teilweise schon als verschollen galt, leider erhebliche Mängel aufzuweisen hat, entschlossen sich die verantwortlichen Lizenz- und Herausgeber dieser Veröffentlichung erfreulicherweise dazu, auf das in Ungarn bereits auf DVD erschienene Bildmaterial von erheblich besserer Qualität zurückzugreifen. Allerdings hat man wohl auch als eine Art Zugeständnis an die deutschen Zuschauer und Fans der Serie, die deutschsprachigen Titeleinblendungen in den Vorspann wieder mit übernommen. Nach genau 2 Minuten und 20 Sekunden (gleich nach dem Abheben der Rakete und den von Vater Géza gesprochenen Worten: "Wirklichkeit und Spinnerei von allem ist etwas dabei. Es ist leicht verdaulich, aber streng vertraulich!" ) beginnen diese und führen gleichzeitig das bis dahin vocal gesungene Titellied "Spiel nochmal verrückt..." instrumental zu Ende.
Im Original-Vorspann sind ab dieser Stelle weitere animierte Bilder mit der Familie Mézga zu sehen und das Titellied wird bis zum Ende des Vorspanns weiterhin gesungen. Der letzte gesungene Teil entspricht ab dieser Stelle in etwa genau jenem Refrain, der für die Nachfolge-Serie "Adolars phantastische Abenteuer" wie folgt Synchronisiert wurde:
"Spiel nochmal verrückt das ist gesund..." bis "...Jetzt wolln wir lachen und Blödsinn machen. Ganz Frei!"
Bis auf diesen Unterschied ist das gesamte Bildmaterial mit dem der ungarischen DVD-Veröffentlichung identisch.
Dieses zeigt sich dem Alter des immerhin auch schon 43 Jahre alten analogen Ausgangsmaterials entsprechend, insgesamt von recht guter und ansehbarer Qualität. Bis auf stellenweise auftretende kleinere und deshalb in ihrer Gesamtheit auch zu vernachlässigende Mängel, zeigt sich das Bild mit genügend Schärfe und Kontrast. Die satten Farben erscheinen klar und kräftig.

Tonbewertung:

Die deutsche Tonspur ist im Format Dolby Digital 2.0 ohne größere Mängel sehr gut anzuhören. Allerdings ist diese Tonspur leider stellenweise nur unvollständig und lückenhaft vorhanden. Ein Umstand der ebenfalls der Tatsache geschuldet ist, das wir heute als Zuschauer erstmals alle 13 Folgen ungekürzt zu sehen bekommen. Der Grund für die bereits vor der Synchronisation vorgenommenen Kürzungen lag am damals für die Erstausstrahlung vorgesehenen Sendeplatz im 1. Programm des DFF am Samstagabend um 19:00 Uhr. Dort lief kurz zuvor noch die Sendung "Tausend-Tele-Tips" mit "Mini-Kino". Das "Mini-Kino" zeigte Serien wie "Arthur der Engel" oder "Bolek und Lolek" und den Rest der zwischen 19:00 Uhr und 19:25 Uhr verfügbaren Sendezeit, wurde mit Fernsehwerbung der "Tausend-Tele-Tips" gefüllt. Da es ab 1974 immer weniger attraktive Produkte gab mit denen in den "Tausend-Tele-Tips" geworben werden konnte, vergrößerte man Schrittweise immer mehr den Anteil des "Mini-Kinos". Etwa zum Zeitpunkt des Sendestarts von "Heißer Draht ins Jenseits" blieb somit nur noch ein etwa zweiminütiger Werbeblock übrig, der zwischen 19:23 und 19:25 Uhr gesendet wurde. Danach folgte um 19:25 Uhr der ausführliche Wetterbericht, die Programmvorschau auf das Abendprogramm und ab 19:30 Uhr flimmerte dann pünktlich die "Aktuelle Kamera" über den Sender. Ab 1976 verschwand dann übrigens die Sendung "Tausend-Tele-Tips" ganz vom Bildschirm und die Werbung im DFF wurde entgültig eingestellt.
Soweit diese Anmerkung weshalb alle Folgen auf die einheitliche Länge von 23 Minuten gekürzt werden mussten.
Die Folge 10: "Ein Supertreibhaus" hat deshalb heute auch als einzige eine durchgehende deutschsprachige Original-Synchronisation, weil sie auf Grund ihrer Laufzeit von 23,02 min. nicht von diesen Kürzungen betroffen war.
Die restlichen 12 Folgen wechseln dann natürlich an jenen Stellen für die keine deutsche Tonspur vorliegt, in den ungarischen Originalton mit deutschen Untertiteln.
Als deutsche Sprecher sind Helmut Müller Lankow als Vater Géza, Evamaria Bath als Mutter Paula, Helga Sasse als Schwester Christa, Joachim Siebenschuh als Adolar, Klaus Mertens als Ur-Ur-Enkel "Krümel" und Wolfgang Lohse als Nachbar Dr. Máris zu hören.
Als Bonusmaterial gibt es Trailer zu den DVD-Veröffentlichungen "Adolars phantastische Abenteuer", "Kapitän Tenkes", "Im Zeichen des Adlers" und Science-Fiction-Klassikern zu sehen.
Alternatve Tonspuren oder Untertitel die für Hörgeschädigte gesondert anwählbar wären sind leider nicht vorhanden.
Für alle Freunde der auch aus dem deutschen Fernsehen bekannten tschechischen Animationsserie "Pat & Mat", gibt es übrigens auf einer dieser Veröffentlichung als Extra beiliegenden Bonus-DVD mit einer Gesamtlaufzeit von 80 Minuten, 10 lustige Geschichten mit den beiden tolpatschigen Handwerkerburschen zu sehen.

Gesamturteil:

Durch die Zusammenarbeit zwischen den ungarischen Lizenzgebern MTVA (MÉDIASZOLGÁLTATÁS-TÁMOGATÓ-ÉS-VAGYONKEZELÖ ALAP), DUNA, MR, MTI und MTV mit den deutschen Lizenzgebern Deutsches Rundfunkarchiv (DRA), RBB-MEDIA, sowie den Firmen Sanbreeze und Icestorm, wurde hier nun endlich eine DVD-Veröffentlichung möglich, auf die viele deutsche Fans der Serie "Heißer Draht ins Jenseits", sicher sehr lange schon fasst sehnsüchtig gewartet und gehofft haben. Ein Warten das sich aber so denke ich gelohnt hat, zumindest wenn solch ein Ergebnis dabei herauskommt.
Deshalb Danke an alle Beteiligten die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben.

Fazit:

Wer als Zuschauer bisher noch nie seine Bekanntschaft mit der Budapester Familie Mézga gemacht hat, der sollte unbedingt einen Blick in diese DVD-Veröffentlichung werfen. Denn "Heißer Draht ins Jenseits" das ist fröhliche Kurzweil-Unterhaltung pur.
Garantiert.
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am 13. Januar 2012
Die erste von insgesamt 4 Staffeln und ist hiermit endlich veröffentlicht.
(Die letzten letzten zwei Staffeln
Vakáción a Mézga család (1978) und
Mézga család és a számítógép (2009) gibt es nur als ungarisches Original.)

Lange Zeit mußten die Fans auf die kultige Vorgängerserie um Familie Mézga warten - genau genommen war die letzte Ausstrahlung im deutschen Fernsehn 1991. Während in Ungarn die DVD-Veröffentlichung bereits im Jahr 2000 von "Film Forras" in 3 schlichten Papphüllen zu jeweils 4, bzw. 5 Folgen erfolgte, dauerte es in deutschland weitere 12 Jahre.

In "Heißer Draht ins Jenseits" (Originaltitel: Mézga család különös kalandjai), steht, anders als in der weitaus bekannteren Nachfolgeserie Adolars phantastische Abenteuer/Archibald der Weltraumtrotter,(Originaltitel: Mézga Aladár különös kalandjai), nicht der Sohneman Adolar in der Hauptrolle. Die Abenteuer erlebt die Familie Mézga gemeinsam, wobei der Vater Géza oft in den Vordergrund rückt. Die Geschehnisse spielen sich auf der Erde ab - sind aber gespickt mit phantastischen Elementen, wie Erfindungen aus der Zukunft, oder eben auch außerirdischen Technologien. Wundervoll humorvoll werden gesellschaftskritische, zeitlose Themen miteinander verwoben und in Szene gesetzt. Hierfür ist József Nepp (geb. 23. Juni 1934, Csepel, Ungarn)verantwortlich, der in seiner Karriere seit 1961 für etliche Fernsehproduktionen als Stimmregisseuer, Regisseur, Drehbuchautor, Designer, Bühnenbauer und vieles mehr verantwortlich war. (Für Interessierte: In deutsch auf DVD unter anderem "Jonas, und der verwunschene Spatz (Original: Szaffi)von 1985, oder Pepolino und der Schatz der Meerjungfrau von 1996)

Die Bild- und Tonqualität der DVD selbst, entspricht wie auch auf den ungarischen DVDs oberem Mittelmaß, was wirklich niemanden stören sollte. Zur Synchronisation sollte erwähnt werden, daß es keine westliche Synchronisation gibt, wie bei "Archibald, der Weltraumtrotter". Die DEFA-Version ist somit die originale, in Deutschland. Über die Qualität streitet man sich in diversen Internetforen beständig. Tatsache ist, daß die Stimmen größtenteils sehr schrill gewählt wurden und daß man sich bei der Übersetzung nicht akribisch an das ungarische Original hielt. Scheinbar wollte man den Witz geradezu ins Unermessliche treiben - was aber nicht, wie oft fälschlicherweise behauptet der "Ostmentalität" zuzuschreiben ist. Man denke nur an die überdrehten deutschen Tonspuren von Bud Spencer und Terrence Hill, oder alten Jacky Chan Filmen. Es war ein Problem der 70er, 80er und 90er Jahre, als Produkte aufgekauft wurden man trotzdem wohl nie recht sicher war, welche Zielgruppe sie angesprachen. Bestehende Kunstwerke wie Heißer Draht ins Jenseits (Oder grausame Beispiele von Verstümmelung wie Saber Rider und Macross in Amerika) wurden für ein geradezu fiktives Publikum zurecht gestutzt, wobei die Familie Mezga noch relativ verschont blieb.
In der damaligen DDR rief eine besondere Folge der Nachfolgeserie Adolars phantastische Abenteuer, namens "Der Superwaffenplanet" die Zensur auf den Plan. Diese Folge wurde für Ostdeutschland komplett entfernt, während sie in der "Archibaldversion" erhalten blieb. Das geschah hier zum Glück nicht und alle 13 Folgen schafften es durch die Zensur. Allein einige, kurze Schnitte wurden vorgenommen, die durch die Neuveröffentlichung auf DVD nun erfreulicherweise in Originalton mit deutschen Untertiteln zu bestaunen sind.
An dieser Stelle sei als Abschluss zum Thema "Ton" noch erwähnt, daß die von DEFA verwendeten Namen auch nicht näher am Original (als die von Bavaria in der Nachfolgeserie) liegen, da Adolar eigentlich "Aladar" heißt und Schnuffis Name tatsächlich "Blöki" lautet.

Leider war man bei Icestorm mit den Specials gewohnt geizig. "Leider", da solch eine wundervolle Serie, mit dermaßen viel Hintergrund standartmäßig mit belanglosen Trailern versehen wurde und einer Bonus-DVD mit dem Best of von "Pat + Mat 1". Aber wenigstens blieb uns diesmal als Bonus ein schrecklich unpassender Vergleich erspart, wie er sinngemäß auf der Erstveröffentlichung von Adolars phantastische Reisen enthalten war: "Ein Humor, wie er Jahre später erst wieder bei Family Guy (...) zum Vorschein trat." (Kein genaues Zitat, aber so ähnlich hieß es damals in der Bonus-Sektion.)

Vier Sterne
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am 5. Dezember 2015
Ob Sandmännchen, Pittiplatsch, Märchenfilme oder Synchronisationen – die DEFA gehörte zu jenen real existierenden Stätten ostdeutscher Werk- und Wirktätlichkeit, die qualitative Ausnahmeprodukte geliefert haben.

Der „Heiße Draht ins Jenseits“ ist ein Beweis dafür. Die lustigen Geschichten der ungarischen Zeichentrickserie um die Budapester Familie Mezga bekommen durch die genial-witzigen Dialoge den Schliff, durch den sie in der DDR zum Straßenfeger wurden. Wie alt war ich da? Zwölf, dreizehn? Keine Folge hab ich damals verpasst! Was da an Wortwitz geboten wird, ist allererste Sahne. Wer als Ehemann wissen will, mit welchen Koseworten er seine Anvertraute bedenken soll, findet hier einen Wortschatz auf Lebenszeit: „Mein Rharbarberstängelchen, mein Kohlweißling, mein Rabenfüßchen ...“ – fünf, sechs solcher Lieblichkeiten pro Folge, und immer im passenden Zusammenhang mit der Situation.

Die ganze Serie ist ein unerschöpfliches Reservoir an Pointen. Auch über Nachbar Dr. Maris kann man pausenlos abfeiern. Fast jeder Satz von ihm ist ein Lacher. Ehefrau Paula, die am Ende jeder Folge bereut, nicht auf Mama gehört und doch lieber den Pisti Hufnagel geheiratet zu haben, sorgt sich bei jeder Aufregung um ihre Gesundheit: „Gezaaa, mein Blutdruck steigt ins Unermessliche ...“ Und wenn Eheman Geza schnippisch anmerkt, dass er ohne seine Frau noch für das eine oder andere Abenteuer gut wäre, weist Paula ihn in die Schranken: „Du hast MICH! Du bist bedient.“ Und so geht das die ganze Zeit. Wir haben uns damals auf dem Sofa gewälzt vor Lachen, und auch heute noch kann ich darüber lauthals schmunzeln.

Diese exzellente Sychro gilt übrigens auch für „Adolars phantastische Abenteuer“. Auch hier hat die DEFA Mund angelegt, und das Ergebnis ist ein zeitloses Trickfilm-Spaßfeuerwerk. Wenn man sich „Adolars phantastische Abenteuer“ anschaut, dann unbedingt darauf achten, dass es die DEFA-Synchronisation ist. Es gibt noch eine andere, die in den alten Bundesländern lief, die aber so humorbefreit ist, dass man sich fragt, ob der Dialogautor gerade seine gesamte Familie bei einem Seuchenausbruch verloren hat. Finger weg von dieser unterirdischen Synchro!

Hier ist die DEFA das Maß der Dinge. Diese beiden Trickfilmserien mit der DEFA-Synchronisation sind völlig zu Recht und verdientermaßen für alle Zeit auf DVD gebannt worden.
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am 1. Oktober 2014
Hatte zuerst nur "Adolar" bestellt und wurde im Nachhinein jedoch etwas skeptisch, ob mir meine Lieblingsserie aus Kindertagen heute noch gefallen würde.
Als die Post da war, sah wir als Familie mal rein und konnten nicht mehr aufhören !
Da glücklicherweise die DEFA-Synchronisation verwendet wurde, sprüht die Serie nur so von Wortwitz!
Selbst meine medienverwöhnten Teenager-Kinder fanden sie "voll cool ".
Wir haben herzhaft gelacht.
Also bestellte ich mir sofort auch noch den "Heißen Draht" und wurde nicht enttäuscht-
einfach herrlich !
Klare Kaufempfehlung!
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am 15. Januar 2013
Gute Qualität! Das heißt Bild und Ton sind super! Ich habe lange nach dieser Serie gesucht weil ich sie als Kind so geliebt habe. Und ich liebe sie noch immer!
Mit der original DEFA Sync eine gelungene Reise zurück in meine Kindheit!
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am 30. September 2014
Jeden Sonntag habe ich mir damals Adular und seine Familie angesehen. Und heute, Jahre später verstehe ich erst den Witz.
Ein wenig seltsam war es schon in der ersten Folge teils deutsch, teils ungarisch zu hören, doch egal Die restlichen zwölf Folgen sind aber auf deutsch. Der Wortwitz ist einfach nur göttlich. Man muss es einfach gesehen haben.
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am 7. Dezember 2012
Endlich käuflich erhältlich! Immer wieder hatte ich beim MDR nachgefragt wann denn mit einer Veröffntlichung zu rechnen sei, da ja Adolar schon eine ganze Zeit erhältlich war, und immer die Antwort wohl eher nie... !
Tja und nun wie durch ein Wunder finde ich die Serie hier. Also gleich bestellt und schon zwei mal angeschaut :) ja da kommen Kindheitserinnerungen auf..
Absolut Top und jedem zu emfehlen!
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am 21. Juli 2013
schon als Kind habe ich sie geliebt. War immer eine Familienserie, die ich mit meinen Eltern geschaut habe. Jetzt als DVDs mit Mann und Tochter- die übrigens auch begeistert war. Der Humor klappt auch heute noch, die Charaktere herrlich schräg und liebenswert.
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am 13. August 2015
Gewöhnt man sich an die Animation, erkennt man den großartigen Humor in Bild, Wort und Ton!

Guter Ratgeber in vielen Dingen, steckt viel drin!

Adolar - Phantastische Abenteur im Weltall ebenso genial!
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