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Heimatmuseum: Roman von [Lenz, Siegfried]
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Heimatmuseum: Roman Kindle Edition

4.4 von 5 Sternen 17 Kundenrezensionen

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Kindle Edition
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EUR 12,99

Länge: 654 Seiten

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit schweren Brandverletzungen liegt der Teppichwirker Zygmunt Rogalla im Krankenhaus und versucht seinem Besucher die Gründe für eine unfaßbare Tat zu erklären: Er hat mit voller Absicht das masurische Heimatmuseum in Brand gesteckt, das er selbst unter großen Opfern in Schleswig-Holstein aufgebaut hat, um das Erbe seiner verlorenen Heimat zu retten. Warum? Schicht um Schicht enthüllt er die Motive der Brandstiftung. Er erzählt von der masurischen Kindheit und Jugend, von den Schrecken der beiden Kriege, die seine Heimat zerstört haben, von Flucht und Vertreibung. "Heimatmuseum" ist ein großer Roman und zugleich die Beschwörung eines verlorenen Landes, seiner Menschen und ihrer Lebensform - das geduldige Protokoll eines Verlustes, das im Zusammenbruch einer genügsamen Privatwelt die Tragik einer Epoche deutlich werden läßt.

Diese E-Book-Ausgabe von "Heimatmuseum" wird durch zusätzliches Material zu Leben und Werk Siegfried Lenz’ ergänzt.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Siegfried Lenz, 1926 im ostpreußischen Lyck geboren, zählt zu den bedeutendsten und meistgelesenen Schriftstellern der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Für seine Bücher wurde er mit vielen wichtigen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und mit dem Lew-Kopelew-Preis für Frieden und Menschenrechte 2009. Seit 1951 veröffentlichte er alle seine Romane, Erzählungen, Essays und Bühnenwerke im Hoffmann und Campe Verlag. Er starb am 7. Oktober 2014 im Alter von 88 Jahren.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1001 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 654 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B009NOP5PY
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Nicht aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen 17 Kundenrezensionen
  • Amazon Bestseller-Rang: #92.934 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
In der Persönlichkeitspsychologie unterscheidet man Strebungen "das sollte ich tun" von Strebungen "das möchte ich tun". Mit den Büchern verhält es sich ebenso - bei manchen hat man das Gefühl, man sollte sie endlich lesen, hat aber partout keinen Bock dazu, andere ergreift man mit Lust und liest sie durch in einem Rutsch. Auch auf die Gefahr hin, die große Siegfried Lenz Gemeinde zu vergrätzen, das Buch "Heimatmuseum" gehört ganz sicher nicht in die zweite Kategorie. Dabei zählt es zu den bekanntesten Werken der deutschen Nachkriegsliteratur, es gilt als ein Buch, das man als Mensch auf der Höhe der Diskussion gelesen und verstanden haben sollte. Nur -das ist leichter gesagt als getan. Dreimal habe ich es schon versucht, und jedes Mal sind mir dabei die Füße eingeschlafen, was sicher nur an mir und nicht an Siegfried Lenz lag.
Bei dem nun vollzogenen und auch beendeten vierten Anlauf habe ich die Zähne zusammengebissen und das Buch bis zum Ende gelesen. Nach den ersten siebzig Seiten, wenn man sich erst an die literarische Fiktion der Krankenbetterzählung und den suadahaften Stil gewöhnt hat, zieht einen die Geschichte aber dann tatsächlich mehr und mehr in ihren Bann. Es ist die Geschichte Masurens, der verlorenen Heimat, die hier in ihrer kulturellen und ethnischen Vielfältigkeit in Gestalt einer verschlungenen Familiensaga ausgebreitet wird. Der Roman beginnt damit, dass der gebürtige Masure Zygmunt Rogalla sein geliebtes Heimatmuseum in Schleswig-Holstein niederbrennt und diese zunächst unfassbare Tat einem fiktiven Zuhörer am Krankenbett erklärt.
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Format: Taschenbuch
Zygmund Rogalla, ein Teppichweber und Leiter eines masurischen Heimatmuseums in Schleswig-Holstein, erzählt seine Geschichte.
Soeben hat er "sein" Museum in Brand gesteckt, das er liebevoll im masurischen Lucknow (gemeint ist Lenz' Heimatstadt Lyck/Elk) aufgebaut und unter unvorstellbaren Mühen am Ende des Zweiten Weltkrieges nach Schleswig gerettet hatte -- das fordert natürlich zu Fragen auf. Diese Fragen stellt stellvertretend für die Leser ein Freund von Rogallas Tochter; er kommt im Roman nicht zu Wort, doch lassen sich seine Fragen anhand von Rogallas Antworten rekonstruieren. Und Rogalla steht rückhaltlos Rede und Antwort.
Diesen Romanaufbau, der die durchgängige Beibehaltung von Perspektive und Sprache nicht des Autors, sondern der erzählenden Figur verlangt, hat Lenz konsequent durchgezogen. Rogalla erzählt also in seiner Sprache von dem, was ihm wichtig war und ist. Und das ist, wie sich herausstellt, nicht die Verklärung der "alten Heimat", sondern er sucht auf seine Art die Wahrheit. Die Wahrheit wiederum wird für ihn repräsentiert von den "Zeugen": den Exponaten, die er in seinem Museum versammelt hat, ohne Ansehen ihrer Herkunft. Er liebte sie, weil sie einen bestimmten Teil des Lebens festhielten; wie ihm schien, für die Ewigkeit. Natürlich drückt Rogalla das in seinen eigenen Worten und seiner Sprache aus, und das macht nicht den geringsten Reiz dieses Buches aus.
Um die Bedeutung seiner "Zeugen" klarzumachen, muss Rogalla weit ausholen. Wenn er kontinuierlich seine Geschichte und damit die seiner Heimat von seiner Kindheit an, ab ca.
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Format: Taschenbuch
Man wird Siegfried Lenz kaum unterstellen können, dass ihm die Kunst spannenden Erzählens abginge. Die nahezu 700 Seiten "Heimatmuseum" scheinen zwar dagegen zu sprechen, doch ist der Aufbau wohl kalkuliert. Wir haben es hier mit einer extrem asymetrischen Konstruktion zu tun: Dreh- und Angelpunkt bildet die kurze und wirklich spannende Darstellung von Flucht und Vertreibung aus der masurischen Heimat; doch vorher muss man als Leser Geduld und Interesse aufbringen für all die persönlichen Erinnerungen und Rückgriffe in Historie und Mythologie.

"... ah, und ich weiß noch:" so lautet die alle paar Seiten anzutreffende Formel, womit ein weiteres Fenster in vergangene Zeiten aufgetan wird. Es sprengt schier die Buchdeckel und kann auch beim Lesen ganz schön nerven, wenn damit wieder ein neuer Exkurs anhebt. Tartarenstein, ein bellender Bauer mit den Eigenschaften eines idealen Jagdhundes, zu jedem der 92 masurischen Seen eine Legende - so entsteht (manchmal ohne erkennbaren roten Faden) ein wahres Monumentalmosaik. Und das alles, wie man heute sagen würde, politisch korrekt.

Hier läßt sich eindrücklich der Unterschied zwischen 'langweilig' und 'langatmig' erleben. Denn zur Langeweile besteht für aufmerksame Leser keinerlei Anlass. Die detailreichen und sensiblen Schilderungen des Alltagslebens oder von einschneidenden Ereignissen durch Kriege und Nationalismus bieten Zeitgeschichte auf hohem literarischen Niveau. (Wenn auch vielleicht nicht jede Einzelheit historischer Genauigkeit standhält).

Warum aber dieser Roman nicht so richtig ans Herz geht, das dürfte im damit verfolgten politischen Anliegen begründet sein.
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