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Heimat ist ein Paradies, Band 2: Auf verschlungenen Pfaden Gebundene Ausgabe – 1. Dezember 2010

4,6 4,6 von 5 Sternen 6 Sternebewertungen

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ Viktor Streck Verlag; 1., Edition (1. Dezember 2010)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 560 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3000326723
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3000326721
  • Kundenrezensionen:
    4,6 4,6 von 5 Sternen 6 Sternebewertungen

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
4,6 von 5
6 weltweite Bewertungen

Spitzenbewertungen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 18. Februar 2011
Der zweite Band des Fortsetzungsromans "Heimat ist ein Paradies" von Viktor Streck knüpft nahtlos an den ersten Band an, es ist daher zu empfehlen, diesen zuerst zu lesen.

Die Geschichte erzählt das Zusammentreffen einer christlich orientierten, nationalen deutschen Gesinnung in Verbindung mit konservativen Werten auf der einen Seite - verkörpert von dem aus Rußland in die Heimat seiner deutschen Vorfahren umgesiedelten Schüler Frank Uffelmann - mit der heutigen bundesdeutschen Realität, vertreten durch das Kant-Gymnasium einer beschaulichen deutschen Kurstadt und seinem Lehrerkollegium.

Der Autor benutzt die Schilderung des sich daraus ergebenden Kampfes der Weltanschauungen, indem er seiner Romanfigur Frank Uffelmann, idealistisch und belesen, ein umfangreiches historisches Faktenwissen zur Verfügung stellt. Durch seine Auseinandersetzung mit der linksdeutschfeindlichen Geschichtslehrerin Bammert als Repräsentantin des Bewältigungswahnes, der das Land fest in seinen roten Klauen hält, wird die Siegerversion der deutschen Kriegsschuld gründlich auf die Hörner genommen.

Der Höhepunkt des Buches ist die Podiumsdiskussion über den Versailler Vertrag, der in einem Eklat endet, als Frau Bammert mangels brauchbarer Argumente den Holocaust bemüht, um den unliebsamen Gegner zum Schweigen zu bringen.

Zitat:
*Schließlich gab Herr Benz (Diskussionsleiter) den Widerstand auf und versuchte, sich abzulenken, während die Geschichtslehrerin einen gewaltigen Bogen von Martin Luther über Richard Wagner zum personifizierten Bösen des 20. Jahrhunderts schlug.
"Da wir die schrecklichen Folgen des deutschen Nationalismus kennen, können wir in dieser Diskussion solche Verbrechen wie Auschwitz nicht außer acht lassen, auch wenn wir heute über das Deutsche Kaiserreich und den Ersten Weltkrieg diskutieren. Die in den Himmel ragenden Schornsteine von Birkenau und Dachau, die Tag und Nacht ihre tödliche Asche spieen, werfen ihre langen Schatten weit zurück in die Geschichte der Deutschen", hallte die kraftvolle, vor moralischer Überlegenheit strotzende Stimme der Geschichtslehrerin. "Jeder von uns trägt die Last der unvergänglichen Schuld!"
Ja, ja, die Schuld! dachte Herr Benz enttäuscht. Diese verdammte Schuld! Wie Todesstaub geht sie unaufhörlich über dem Land der Deutschen nieder. Vergeblich versucht die Zeit, ihn wegzufegen. Lautlos wirbelt er durch die Straßen, dringt in die deutschen Wohnstuben, tanzt dort seinen gespenstischen Reigen und setzt sich millionenfach nicht nur auf den Seiten der deutschen Schulbücher fest, er fällt auch in die schutzlosen jungen Herzen, türmt sich dort zu Haufen und vergiftet sie. Niemand hat es je geschafft, diesem Fluch zu entkommen. Selbst die Jüngsten, denen das Wort Auschwitz noch gar nicht geläufig ist, spüren die drückende Last, die jedes glückliche Lächeln erstarren läßt, jeden auch noch so reinen Stolz auf ihre deutsche Heimat erstickt und unmerklich jede Gemeinschaft zerstört...
Herr Benz beobachtete die Schüler und konnte sehen, wie die messerscharfen Worte der Lehrerin vor allem diejenigen verletzten, die von Natur aus zu tiefem Mitgefühl fähig waren. Unruhe kehrte in ihre ehrlichen Augen ein, währen ihre Köpfe mit jedem Herzschlag immer tiefer sanken.
Ein starkes Unbehagen keimte in der Brust des Diskussionsleiters. Die Wächter verstehen ihr Handwerk! dachte er empört. Selbst die Hoffnung auf spätere Vergebung wollen sie diesen Kindern entreißen und quälen sie um so genüßlicher, je lauter sie unter ihren geschickten Händen stöhnen und um Vergebung flehen.
"Wer die millionenfachen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft vergißt, macht sich an den schrecklichen Verbrechen der Großväter mitschuldig!", verkündete Frau Bammert mit gesteigerter Stimme.*
Zitat Ende.

Wer von dieser Leier genug hat, wird die Geschichte um Frank Uffelmann und seine Freunde als sehr wohltuend empfinden.

Wer es für eine Auszeichnung hält, "einer unbequemen Wahrheit ins Gesicht zu sehen" und die deutsche Geschichte auf zwölf Jahre begrenzen möchte, der sollte vom Lesen dieses Buches absehen!
24 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 26. Dezember 2019
Die Formulierungen der Mit-Rezensionisten sind durch mich nicht zu übertreffen.
Jedenfalls geht es volle Kanne weiter mit der hochdynamischen Handlung aus Band 1.
Manchmal mußte ich eine kurze Pause machen, um die schiere Masse an Handlung sacken zu lassen.
Einige Mal glaubte ich zu ahnen, was der Autor beim Schreiben seines Textes für Gedanken und Emotionen gehabt haben muß. Einfach unglaublich.
Dass dieses Buch bzw. diese Buchreihe Teil meines Lebens sind, macht es zu einem anderen. Ohne dieses Erlebnis hätte ich es im Rückblick nicht haben mögen.
Es ist von Grund auf positiv, hochstehend ... und ein gutes Geschenk für Jugendliche wie Erwachsene. Weihnachten ist zwar vorbei, aber das macht nichts.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 8. Dezember 2010
Der 17-jährige Rußlanddeutsche Frank Uffelmann ist erst vor wenigen Wochen mit seiner Mutter als Spätaussiedler ins heutige Deutschland gekommen. Er kennt die deutsche Sprache und Kultur durch Familie, Freunde und klassische Bücher, z. B. des Philosophen Kant, viel besser als die meisten "BRD-Deutschen", aber ist zugleich überzeugt von Kants Lehre, immer die Wahrheit zu sagen. Gleichzeitig ist er als Nachfahre von Opfern des Stalinismus, der selbst wegen seiner ausländischen Herkunft Diskriminierung ausgesetzt war, frei von einer uns gesellschaftlich anerzogenen "political correctness" und manchen deutschen Vergangenheits-Kollektivschuldkomplexen.

Frank ist zutiefst von seinem christlich-konservativen Weltbild überzeugt, das sich allerdings auf eigener Beschäftigung mit den Themen gründet und nicht immer mit der Auffassung von Schule, Amtskirchen oder sonstigen "Autoritäten" deckt. Daher löst er bei in Schule und sonstigem Leben auftauchende Fragen kontroverse Diskussionen aus, zugleich wird er aber auch zum Kristallisationskeim eines Freundeskreises, dessen Mitglieder zusammenhalten und dort ihre verschiedene Talente entdecken, entfalten und gegenseitig ergänzen können.

Gleichzeitig schildert das Buch auch die Erlebnisse seiner Freunde und Klassenkameraden, darunter z. B. Vernachlässigung durch die Eltern, Erfahrungen mit Gangs und Jugendgewalt und z. T. deren Verharmlosung durch "Autoritäten", Anfälligkeit für extremistische politische Ideologien und die oft unfairen Mittel des linksliberalen "bürgerlichen" und des linksextremistischen "Etablishments" im Umgang mit Abweichlern von der jeweiligen Meinung.

Interessant ist u. a. eine von Franks Religionslehrer provozierte Diskussion mit Frank, wo dieser anhand der Bibel nahelegt, warum mit christlicher Nächstenliebe in erster Linie Liebe zum eigenen Stamm gemeint ist (auch wenn dies keinesfalls eine Rechtfertigung zur Ablehnung anderer Ethnien ist). Auch wenn ich persönlich eine absolute Autorität der Bibel nicht akzeptiere, so kann ich doch das mehrfach beschriebene Gemeinschaftsgefühl emotional nachvollziehen und freue mich, daß ich nicht der einzige bin, der das so sieht.

Zu einem "Showdown" kommt es, als Frank einen Streit mit einigen Mitschülern und Lehrern zu einem geschichtlichen Thema in einer Podiumsdiskussion mit seinen Gegnern austragen darf.

Das Buch ist sicherlich kein Kinder-, sondern eher und Jugend- und Erwachsenenbuch. Es ist die direkte Fortsetzung von Band 1. Die Rezensionen dazu treffen, soweit sie sich nicht im Detail mit dem Inhalt beschäftigen, auch auf dieses Buch zu. Das Werk beginnt ohne Wiederholung oder Einleitung "mitten drin". Sicherlich wird man auch einen Einstieg finden und Gewinn aus diesem Buch ziehen, ohne den ersten Band gelesen zu haben, aber bei Interesse an der Serie würde mit letztgenanntem anfangen.

Wie schon Band 1 ist dieses Buch wunderschön geschrieben und ausgesprochen spannend. Ich habe es bis tief in die Nacht hinein fast an einem Stück gelesen.

Das Buch bricht genau wie der erste Band "mitten drin" ab und läßt viele Handlungsfäden offen, sodaß ich damit rechne, daß noch (mindestens) ein Nachfolgeband folgen wird, auf den ich schon sehr gespannt bin. Und ich würde mich sehr freuen, wenn der nicht wieder drei Jahre auf sich warten läßt!
37 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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