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Heimat - gerettete Zunge: Visionen und Fiktionen deutsch- sprachiger Autoren aus Rumänien. Mit einem Vorwort von Prof. Dr. Wolfgang Schlott. (UNIVERSITAS) Gebundene Ausgabe – 15. Mai 2013


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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

BIOBIBLIOGRAPHISCHE ANGABEN ZU DEN AUTOREN






HANS BERGEL, geboren am 26. Juli 1925 in Rosenau/ Rîşnov, in Siebenbürgen/Rumänien. Romancier, Erzähler, Lyriker, Übersetzer (Rumänisch-Deutsch) und Journalist. Lebt seit 1968 in Deutschland. Haft- und Lageraufenthalte aus politischen Gründen im stalinistischen Rumänien 1947, 1954 und 1959-64 („Kronstädter Prozess“ gegen fünf rumäniendeutsche Schriftsteller); 1964 Entlassung aus der Haft im Zuge allgemeiner Begnadigung, 1968 politische Rehabilitierung. Mehr als 45 Buchveröffentlichungen in deutschen und österreichischen Verlagen. Auswahl an Veröffentlichungen aus dem umfassenden Werk: „Die Sachsen in Siebenbürgen nach dreißig Jahren Kommunismus. Eine Studie über Menschenrechte am Beispiel einer ethnischen Gruppe hinter dem Eisernen Vorhang“, Innsbruck 1976; „Der Tanz in Ketten“, Roman, Innsbruck 1977; „Gestalten und Gewalten. Südöstliche Bilder und Begegnungen“, Essays, Aufsätze, Vorträge, Innsbruck 1982; „Der Tod des Hirten oder Die frühen Lehrmeister“, Essays, Innsbruck 1985; „… und Weihnacht ist überall. Zwölf ungewöhnliche Weihnachtsgeschichten“, München 1988; „Das Motiv der Freiheit. Glanz und Elend der südosteuropäischen Deutschen“, Vorträge, Aufsätze, Rundfunksendungen, München 1988; „Zuwendung und Beunruhigung. Anmerkungen eines Unbequemen“, 32 Essays und ein Gespräch, Innsbruck 1994; „Erkundungen und Erkennungen. Notizen eines Neugierigen“, München 1995; „Wenn die Adler kommen“, Roman, München 1996/2002; „Gesichter einer Landschaft. Südosteuropäische Porträts aus Literatur, Kunst, Politik und Sport“, München 1999; „Die Wiederkehr der Wölfe“, Roman, München 2006; „Erich Bergel. Ein Musikerleben. Persönliche Notizen zur Biographie“, Kludenbach 2006; „Am Vorabend des Taifuns. Geschichten aus einem abenteuerlichen Leben“, Berlin 2011; „Die Wildgans. Geschichten aus Siebenbürgen“, München 2011; „Der schwarze Tänzer“, Ausgewählte Gedichte, Berlin 2012; „Verlorener Horizont. Fünfzig Gedichte aus dem Rumänischen“. Auswahl und Übersetzung von Hans Bergel, Berlin 2012.

INGMAR BRANTSCH, geboren am 30. Oktober 1940 in Kronstadt/Brasov, in Siebenbürgen/Rumänien. Von 1957 bis 1962 studierte er Germanistik, Romanistik und Slawistik an der Universität Bukarest. Er schloss dieses Studium mit dem Staatsexamen ab und war von 1962 bis 1964 als Redakteur und Bibliothekar im Bukarester „Haus der Presse“ und von 1964 bis 1970 als Gymnasiallehrer in Kronstadt tätig. 1970 übersiedelte er in die Bundesrepublik Deutschland. Hier absolvierte er von 1970 bis 1976 an den Universitäten in Köln und Bonn ein weiteres Studium in den Fächern Germanistik, Geschichte, Philosophie, Evangelische Theologie und Pädagogik. Nach dem Staatsexamen leistete er von 1976 bis 1978 sein Referendariat an einer Schule in Gummersbach ab. Seit 1978 lebt er in Köln, wo er bis 1987 Studienassessor und von 1987 bis zu seiner Pensionierung 2007 als Studienrat am Abendgymnasium Köln tätig war. Im Rahmen dieser Tätigkeit unterrichtete er unter anderem Insassen der Justizvollzugsanstalt Köln. Ingmar Brantsch ist Verfasser von Erzählungen, Satiren, Reportagen, Essays, Aphorismen, Gedichten, Dramen und Hörspielen. Brantsch war Mitglied des Rumänischen Schriftstellerverbandes; er gehört u.a. dem Exil-P.E.N.-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland, dem Verband Deutscher Schriftsteller, der Künstlergilde Esslingen, der Regensburger Schriftstellergruppe International und der Literarischen Gesellschaft Köln an. Er veröffentlichte u.a. folgende Bücher: „Deutung des Sommers“, Bukarest 1967; „Ein 20. Jahrhundert“, Bukarest 1970; „Neue Heimat BRD oder Spätheimkehr nach 1000 Jahren“, Hannoversch Münden 1983; „Karnevalsdemokratie oder Eulenspiegel, der einsame Rebell“, Frankfurt am Main 1985; „Mozart und das Maschinengewehr“, Frankfurt am Main, 1987; „Das Leben der Ungarndeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg im Spiegel ihrer Dichtung“, Wien 1995; „Das Leben der Rußlanddeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg im Spiegel ihres Schrifttums“, Wien 1999; ungarndeutsche Literatur, Bonn 1999; „Goethe und Heine hinter Gittern“, Vechta-Langförden 2004; „Pisastudie getürkt“, Vechta-Langförden 2006; „Das Weiterleben der rumäniendeutschen Literatur nach dem Umbruch“, Vechta-Langförden 2007; „Ich war kein Dissident“, Pop Verlag, Ludwigsburg 2009; „Inkorrektes über die Political Correctness“, Vechta, 2009. Brantsch erhielt 1968 den Lyrikpreis der Jungen Akademie Stuttgart und 1987 den Siegburger Literaturpreis.

WALTER ENGEL, geboren am 13. November 1942 in Deutschsanktmichael, im Banat/Rumänien. Besuch des Lyzeums in Hatzfeld/Jimbolia, Studium der Germanistik und Rumänistik an der Universität Temeswar (1960-1965). 1966-1968 Deutschlehrer am Gymnasium in Heltau/Cisnădie (Siebenbürgen), anschließend Kulturredakteur der „Hermannstädter Zeitung“ (1968-1972). Danach – bis zur Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland im Jahre1980 – wissenschaftlicher Assistent und Dozent für Neuere deutsche Literatur an der Universität Temeswar; 1981 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg im Hauptfach „Neuere deutsche Literatur“; wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universitätsbibliothek Heidelberg und Ausbildung für den Höheren Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken, Staatsexamen 1984 in Frankfurt am Main; wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main; Abteilungsleiter beim Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt am Main (1987-1988); von 1988 bis 2006 Direktor der NRW-Stiftung Haus des Deutschen Ostens (ab 1992 Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf); dort Gründer und Chefredakteur der Vierteljahresschrift „West-Ost-Journal“ (1995-2006). Buchpublikationen als Autor und Herausgeber (Auswahl): „Von der Heide. Anthologie einer Zeitschrift“, Kriterion Verlag, Bukarest 1978; „Romänische Revue. Studiu monografic şi antologic. Monographischer Abriss und Anthologie“, Facla Verlag, Temeswar, 1978; „Deutsche Literatur im Banat (1840-1939). Der Beitrag der Kulturzeitschriften zum banat-schwäbischen Geistesleben“ (Diss.), Heidelberg, Julius Groos 1982; „Ludwig Börne (1786-1837)“, Frankfurt am Main, Buchhändler-Vereinigung 1986 (gemeinsam mit Alfred Estermann, Martin Herrchen u.a.); „Weltgeschick und Lebenszeit. Andreas Gryphius, ein schlesischer Barockdichter aus deutscher und polnischer Sicht“, Düsseldorf, Droste Verlag 1993 (gemeinsam mit Herbert Anton); „Zeitgeschehen und Lebensansicht. Die Aktualität der Literatur Gerhart Hauptmanns“, Berlin, E. Schmidt 1997 (gemeinsam mit Jost Bomers); „Kulturraum Schlesien. Ein europäisches Phänomen“, Breslau/Wroclaw, ATUT 2001 (gemeinsam mit Norbert Honsza); „Kulturraum Banat. Deutsche Kultur in einer europäischen Vielvölkerregion“, Essen, Klartext 2007. Zahlreiche Beiträge zur deutschen und rumäniendeutschen Literatur in Sammelbänden und Periodika (in Rumänien, Deutschland, Österreich und der Schweiz).

ILSE HEHN, geboren am 15. Mai 1943 in Lowrin, im Banat/Rumänien, studierte Bildende Kunst an der West-Universität Temeswar. Bis zu ihrer Ausreise nach Deutschland war sie als Gymnasiallehrerin in Mediasch/Siebenbürgen tätig. Hehn debütierte 1973. Seither regelmäßige Veröffentlichungen in den deutschsprachigen Publikationen Rumäniens. Sie ist Vizepräsidentin des „Internationalen Exil-P.E.N. – Sektion deutschsprachige Länder“ und war Mitglied des Temeswarer Literaturkreises „Adam Müller-Guttenbrunn“. 1987 leitete die Securitate einen „operativen Vorgang“ gegen sie ein. 1992 verließ die verwitwete Ilse Hehn mit ihrem Sohn Rumänien. Seitdem lebt sie als Schriftstellerin, bildende Künstlerin und Kunstdozentin in Ulm. Ilse Hehn veröffentlicht Lyrik und Prosa. In Rumänien erschienen auch zwei Kinderbücher. Ihre Gedichte wurden ins Rumänische, Ungarische, Französische, Russische, Serbische und Japanische übersetzt. Veröffentlichungen: 1973 „So weit der Weg nach Ninive“ (Gedichte); 1976 „Flußgebet und Gräserspiel“ (Gedichte); „Du machst es besser!“ (Kinderbuch); 1978 „Ferien – bunter Schmetterling“ (Kinderbuch); 1988 „Das Wort ist keine Münze“ (Gedichte); 1992 „In einer grauen Stadt“ (Gedichte); 1993 „Die Affen von Nikko“ (Gedichte); 1998 „Den Glanz abklopfen“ (Gedichte); 2001 „Im Stein“ (Gedichte); 2003 „Lidlos“ (Gedichte); 2005 „Mein Rom. Wortbogen“ (Prosa); 2006 „In zehn Minuten reisen wir ab...“ (Prosa); 2010 „Randgebiet“ (Gedichte in Deutsch–Japanisch). Auszeichnungen: 1988 Lyrikpreis „Adam Müller-Guttenbrunn“; 1988 Deutscher Kinderbuchpreis für „Ferien – bunter Schmetterling“, Bukarest; Literaturstipendium der Stadt Salzwedel; 2001 Inge-Cernik-Förderpreis für Lyrik; 2003 Literaturpreis für Lyrik, Künstlergilde; 2004 Literaturpreis für Prosa, Künstlergilde; 2006 Ehrendiplom des Rumänischen Schriftstellerverbandes, Filiale Temeswar; 2007 Deutscher Literaturpreis „Nikolaus Berwanger“ für den Prosaband „In zehn Minuten reisen wir ab...“; 2012 Literaturpreis für Lyrik, Künstlergilde. Mitgliedschaften: Internationaler Exil-P.E.N, Rumänischer Schriftstellerverband, Internationale Autorenvereinigung „Die Kogge“, „European Writers’ Congress“, Künstlergilde.

KLAUS HENSEL, geboren am 14. Mai 1954 in Kronstadt in Siebenbürgen/Rumänien, lebt in Frankfurt am Main als Literaturredakteur u.a. des ARD-Magazins „druckfrisch“. Nach dem Abi-tur am Johannes-Honterus-Lyzeum in Kronstadt studierte er an der Universität Bukarest Germanistik und Anglistik. 1978 schloss er das Studium mit einer Diplomarbeit über Johannes Bobrowski ab. Anschließend unterrichtete er Deutsch und Englisch an einer Bukarester Schule. Ab 1979 arbeitete er als Lektor der Verlage Kriterion und Meridiane in Bukarest. 1981 übersiedelte er in die Bundesrepublik Deutschland, wo er sich als freischaffender Autor in Frankfurt am Main niederließ. Von 1983 bis 1984 lebte er in Berlin als Stipendiat des Literarischen Colloquiums. Seit 1984 ist Klaus Hensel Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks, zunächst als freier Autor und Moderator der Sendungen „Die Alternative“ und „Radioskop“ in der Kulturabteilung des Hörfunks. In den 1990er Jahren verlagerte er seinen journalistischen Schwerpunkt, war vor allem als Fernsehautor u. a. für die ARD-Kulturmagazine „Kulturreport“ und „ttt – titel, thesen, temperamente“ unterwegs. Veröffentlichungen: „Das letzte Frühstück mit Gertrude“ (Gedichte, Klausenburg, 1980), „Oktober Lichtspiel“ (Gedichte, Frankfurt am Main, 1988), „Stradivaris Geigenstein“ (Gedichte, Frankfurt am Main, 1990), „Summen im Falsett“ (Gedichte, Rom, 1995), „Humboldtstraße, römisches Rot“ (Gedichte, Frankfurt am Main, 2001). Klaus Hensel, der dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland angehört, erhielt u. a. folgende Auszeichnungen: 1983 Arbeitsstipendium des Leonce-und-Lena-Preises; 1984 Förderpreis des Marburger Literaturpreises; 1986 Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg; 1988 Kranichsteiner Literaturpreis; 1989 Deutscher Sprachpreis, gemeinsam mit Herta Müller, Gerhardt Csejka, Helmuth Frauendorfer, Johann Lippet, Werner Söllner, William Totok, Richard Wagner; 1992 Rom-Preis der Deutschen Akademie Villa Massimo-Arbeitsstipendium; 1993 Frankfurter Poetikvorlesungen.

FRANZ HEINZ, geboren am 21. November 1929 in Perjamosch, im Banat/Rumänien. 1944 mit Eltern und Bruder nach Österreich evakuiert. Heimkehr ins Banat 1945. Der enteigneten Familie wurden die staatsbürgerlichen Rechte aberkannt. Als Landarbeiter und Bäcker tätig, dreijährige Zwangsarbeit in militärischen Arbeitslagern. Abitur und Studium (Geschichte, Geografie) in Bukarest. Von 1960 bis 1974 Kulturredakteur (Abteilungsleiter) der Bukarester deutschsprachigen Tageszeitung „Neuer Weg“. Autor mehrerer Prosabände und Herausgeber von Büchern aus dem rumäniendeutschen Kulturerbe. Beiträge für den Rundfunk und das deutschsprachige Fernsehen. 1974 Berufsverbot. 1976 Ausreise mit der Familie in die Bundesrepublik Deutschland. 1977-90 Redakteur des in Bonn erscheinenden Pressedienstes „Kulturpolitische Korrespondenz“ – verantwortlich für das Ressort „Literatur und Kunst“. Chefredakteur der Zeitschrift des Ostdeutschen Kulturrats „Der gemeinsame Weg“. 1990-95 Verantwortlicher Redakteur der im Auftrag des Innerdeutschen Ministeriums herausgegebenen Hefte „Kulturspiegel“. 1995-2012 Chefredakteur der von der Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat herausgegebenen Vierteljahresschrift „Kultur-Report“. Buchveröffentlichungen und Hörspiele. Langjährige Mitarbeit beim Westdeutschen Rundfunk. Freier Publizist in Düsseldorf. Wichtigste Veröffentlichungen: „Ärger wie die Hund. Aufzeichnungen eines Knechts“, Erzählung; „Acht unter einem Dach“, Novelle; „Lieb Heimatland, ade!“ Zwei Erzählungen; „Vormittags“, Kurzroman; „Franz Ferch und seine Banater Welt“, eine Künstlermonografie; „Das Tagebuch des Uscha Wies“, Hörspiel; „Bruder Hund“, Hörspiel. Herausgeber des „Belgrader Tagebuchs. Feuilletons aus dem besetzten Serbien 1916-18“ und der „Tier- und Jagdgeschichten von Otto Alscher“.

FRANZ HODJAK, geboren am 27. September 1944 in Hermannstadt/Sibiu, in Siebenbürgen/Rumänien, lebt in Usingen im Taunus. Er studierte Germanistik und Romanistik und war von 1970 bis 1992 Lektor im Dacia Verlag Klausenburg. 1992 übersiedelte er nach Deutschland. Er schreibt Lyrik und Prosa und übersetzt aus dem Rumänischen. Hodjaks Gedichte wurden in mehrere Sprachen übertragen. Er hat ein umfassendes literarisches Werk veröffentlicht: „brachland“, Gedichte, Dacia Verlag, Klausenburg, 1970; „spielräume“, Gedichte & Einfälle, Kriterion Verlag, Bukarest, 1974; „offene Briefe“, Gedichte, Kriterion Verlag, Bukarest, 1976; „das maß der köpfe. halbphantastische texte“, Kriterion Verlag, Bukarest, 1978; „Die humoristischen Katzen“, Kinderverse, Kriterion Verlag, Bukarest, 1979; „mit Polly Knall spricht man über selbstverständliche dinge als wären sie selbstverständlich“, Gedichte, Kriterion Verlag, Bukarest, 1979; „flieder im ohr“, Gedichte, Kriterion Verlag, Bukarest, 1983; „An einem Ecktisch“, Kriterion Verlag, Bukarest, 1984; ; „Der Hund Joho“, Kinderbuch, Kriterion Verlag, Bukarest, 1985; „Augenlicht“, Gedichte, Kriterion Verlag, Bukarest, 1986; „Fridolin schlüpft aus dem Ei“, Kinderbuch, Kriterion Verlag, Bukarest, 1986; „Friedliche Runde“, Prosa, Kriterion Verlag, Bukarest, 1987; „luftveränderung“, Gedichte, Kriterion Verlag, Bukarest, 1988; „Sehnsucht nach Feigenschnaps“, herausgegeben von Wulf Kirsten, Berlin/Weimar, 1988; „Siebenbürgische Sprechübung“, herausgegeben von Werner Söllner, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1990; „Zahltag“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1991; „Franz, Geschichtensammler“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1992; „Landverlust“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1993; „Grenzsteine“, Suhrkamp, Frankfurt am Main, 1995; „Ankunft Konjunktiv“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1997; „Der Sängerstreit“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2000; „Ein Koffer voll Sand“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2003; „Die Faszination eines Tages, den es nicht gibt“, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist, 2009. Auszeichnungen u.a.: 1982 Stadtschreiberstipendium der Stadt Mannheim; 1990 Georg-Maurer-Preis Leipzig; 1990 Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Preis; 1991 Literatur-Förderpreis des Kulturkreises im BDI; 1992 Ehrengabe zum Andreas-Gryphius-Preis; 1993 Frankfurter Poetik-Vorlesungen; 1995 Stadtschreiber-Stipendium in Minden; 1996 Nikolaus-Lenau-Preis der Künstlergilde Esslingen; 1997 Stipendium des Heinrich-Heine-Hauses der Stadt Lüneburg; 1998 Stipendium der Calwer Hermann-Hesse-Stiftung; 2002 Dresdner Stadtschreiber; 2005 Kester-Haeusler-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung.

JOHANN LIPPET, geboren am 12. Januar 1951 in Wels/Österreich, wohin es seine Eltern, die aus Wiseschdia im Banat/Rumänien stammten, verschlagen hatte. 1956 kehrte die Familie nach Rumänien zurück, wo Lippet im Banater Heimatdorf seines Vater, in Wiseschdia, seine Kindheit und einen Teil seiner Jugend verbrachte. 1970-1974 studierte er Germa­nistik/Rumänistik an der Universität Temeswar; Mitglied der Autorengruppe „Aktionsgruppe Banat“, die 1975 vom rumänischen Geheimdienst, Securitate, zerschlagen wurde. Nach Beendigung seines Studiums war Lippet Deutschlehrer, von 1978-1987 Dramaturg am Deutschen Staatsthea­ter Temeswar. Nach seiner Ausreise 1987 übte er verschiedene Tätigkeiten aus, u.a. am Nationaltheater Mannheim, an der Akademie für Ältere in Heidelberg und an der Stadtbücherei Heidelberg. Johann Lippet wurden mehrere Preise und Stipendien verliehen, seit 1989 lebt er als freischaffender Schriftsteller in Sandhausen bei Heidelberg. Veröffentlichungen: „biographie. ein muster“, Poem, Kriterion Verlag, Bukarest, 1980; „so wars im mai so ist es“, Gedichte, Kriterion Verlag, Bukarest, 1984; „Protokoll eines Abschieds und einer Einreise oder Die Angst vor dem Schwinden der Einzelheiten“, Roman, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 1990; „Die Falten im Gesicht“, zwei Erzählungen, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 1991; „Abschied, Laut und Wahrnehmung“, Gedichte, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 1994; „Der Totengräber“, eine Erzählung, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 1997; „Die Tür zur hinteren Küche“, Roman, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 2000; „Banater Alphabet“, Gedichte, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 2001; „Anrufung der Kindheit“, Poem, Lyrikedition 2000, München, 2003; „Kapana, im Labyrinth. Reiseaufzeichnungen aus Bulgarien“, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 2004; „Das Feld räumen“ (II. Band „Die Tür zur hinteren Küche“), Roman, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 2005; „Vom Hören vom Sehen vom Finden der Sprache“, Gedichte, Lyrikedition 2000, München, 2006; „Migrant auf Lebzeiten“, Roman, Pop Verlag, Ludwigsburg, 2008; „Im Garten von Edenkoben“, Gedichte, Lyrikedition 2000, München, 2009; „Das Leben einer Akte. Chronologie einer Bespitzelung durch die Securitate“, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 2009; „Dorfchronik, ein Roman“, Roman, Pop Verlag, Ludwigsburg, 2010; „Der Altenpfleger“, zwei Erzählungen, Pop Verlag, Ludwigsburg, 2011; „Tuchfühlung im Papierkorb“, Gedichte, Pop Verlag, Ludwigsburg, 2012; „Bruchstücke aus erster und zweiter Hand“, Roman, Pop Verlag, Ludwigsburg, 2012. Übersetzungen: Stoica, Petre: „Aus der Chronik des Alten“, Gedichte – ausgewählt und aus dem Rumänischen übersetzt von Johann Lippet, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg, 2004.

GERHARD ORTINAU, geboren am 18. März 1953 in Borcea, im Kreis Calarasch/Rumänien, in der Baragansteppe, wohin seine Eltern deportiert waren. Aufgewachsen ist er in dem Banater Dorf Sackelhausen bei Temeswar. Zwischen 1972 und 1976 studierte er Germanistik und Romanistik an der West-Universität Temeswar. Er war Mitglied des Schriftstellerfreundeskreises „Aktionsgruppe Banat“, zu dem unter anderen auch Richard Wagner, Rolf Bossert, William Totok, Johann Lippet und Ernest Wichner gehörten und dem Herta Müller und Horst Samson nahestanden. 1976 leitete die Securitate einen „Operativen Vorgang“ gegen ihn ein. 1980 verließ er nach Arbeits- und Publikationsverbot Rumänien. Seitdem lebt er in Berlin. Werke: „Verteidigung des Kugelblitzes“, Erzählungen, Dacia-Verlag, Klausenburg/Rumänien, 1976; „Ein Pronomen ist verhaftet worden. Texte der Aktionsgruppe Banat“, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1992; „Das Land am Nebentisch“, (Anthologie, Herausgeber Ernest Wichner), Reclam Leipzig, 1993; „Ein leichter Tod“ Erzählung, in: Drucksache 16 des Berliner Ensembles (Herausgeber Heiner Müller), Berlin 1995; „Ein leichter Tod“, zwei Erzählungen, Oberbaum-Verlag, Berlin 1996; „Käfer. Eine deutsche Komödie“, Theaterstück, Henschel Schauspiel, publiziert in: Theater der Zeit Nr. 6/1997 (Uraufführung: 6. Juni 1999 am Theater der Stadt Heidelberg); „Käfer“, Hörspiel, Deutschlandradio 1999; „WehnerMonologe“, in: Sinn und Form 3/2000; „Die Nacht des schlaflosen Kellners“, Theaterstück, Henschel Schauspiel, 2001 (Uraufführung: 2002 am Staatstheater Oldenburg); „Wehner auf Öland“, Theatermonolog 2002, Henschel Schauspiel; „Am Rande von Irgendetwas“, frühe Gedichte & Texte 1970-1978, Herausgeber Ernest Wichner, hochroth Verlag, Berlin 2010. Ortinau erhielt mehrere Stipendien, unter anderem das Stipendium des Deutschen Literaturfonds und das Autorenstipendium des Berliner Senats. 2005 wurde er mit dem Würth-Literaturpreis (3. Preis) ausgezeichnet.

HORST SAMSON, geboren am 4. Juni 1954, im Weiler Salcimi/Rumänien in der Baragansteppe, wohin seine Eltern deportiert waren. Lehrer, Journalist, u.a. Redakteur der „Neuen Literatur“ (Bukarest). Literarisches Debüt 1976. Ab 1985 Schreibverbot, 1986 vom rumänischen Sicherheits­dienst mit Mord bedroht. Emigrierte 1987 mit seiner Familie in die Bundesrepublik Deutschland; lebt in Neuberg, bei Frankfurt am Main. Mitglied im VS, Generalsekretär des „Internationalen Exil-P.E.N. – Sektion deutschsprachige Länder“. Veröffentlichungen: ,,Der blaue Wasserjunge“, Gedichte, Facla Verlag, Temeswar 1978; „Tiefflug“, Gedichte, Dacia Verlag, Klausenburg, 1981; ,,Reibfläche“, Gedichte, Kriterion Verlag, Bukarest, 1982; ,,Lebraum“, Gedichte, Dacia Verlag, Klausenburg, 1985; ,,Wer springt schon aus der Schiene“, Gedichte, Privatdruck, 1991; ,,Was noch blieb von Edom“, Gedichte, Nosmas Verlag, Neuberg, 1994, signierte, nummerierte Auflage, 300 Ex., vergriffen); „La Victoire“, Poem, Lyrikedition 2000, München, 2003 (Hrg.: Heinz Ludwig Arnold); „Und wenn du willst, vergiss“, Gedichte, Pop Verlag, Ludwigsburg, 2010; „Kein Schweigen bleibt ungehört“, Gedichte, Pop Verlag, Ludwigsburg, 2013. Mitherausgeber: Salman Rushdie: „Die Satanischen Verse“, Artikel 19 Verlag; „Pflastersteine. Literarisches Jahrbuch“, Temeswar/Rumänien. Veröffentlichungen in zahlreichen Anthologien, in Zeitschriften; Gedichte auf zwei Langspielplatten. Literaturpreise: u. a. Lyrikpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes 1981, Bukarest; „Adam-Müller-Guttenbrunn“-Literaturpreis 1982, Temeswar; Literaturpreis der Schriftstellervereinigung Temeswar, 1982, Temeswar; Stipendiat des Deutschen Literaturfonds Darmstadt 1988/89; Nordhessischer Lyrikpreis 1992 der Europa-Akademie Eschwege, der Stadt Eschwege und des Werra-Meißner-Kreises; Förderpreis des internationalen Lyrikpreises Meran 1998; Lyrik-Preis „Das schönste Delfingedicht“ der Gesellschaft zum Schutz der Delfine in Zusammenarbeit mit der Literaturzeitschrift „Das Gedicht“, München, 2007. Übersetzt wurden Samsons Gedichte ins Englische, Französische, Russische, Rumänische, Serbokroatische, Ungarische, Schwedische.

DIETER SCHLESAK, geboren am 7. August 1934 in Schäßburg, in Siebenbürgen/Rumänien. Lyriker, Essayist, Romancier, Forscher, Publizist und Übersetzer. Er lebt seit 1973 in der Toskana und in Stuttgart. Schlesak ist Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrums, des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland (London), des „Internationalen Exil-P.E.N. – Sektion deutschsprachige Länder“ und anderer Autorenvereinigungen. Ehrungen und Preise. Zuletzt für das Gesamtwerk die Ehrengabe der Schillerstiftung/Weimar 2001. 2005: Dr. Phil. h.c.; 2007 Premio Umberto Saba, Trieste „Scritture di Frontiera” und den Maria-Ensle-Preis der Baden-Württembergischen Kulturstiftung. Lerke von Saalfeld im Stuttgarter Literaturhaus 2007 (Preisrede): „Dieter Schlesak ist ein ungeheuer vielseitiger Poet und Schriftsteller, ein poeta doctus. Er schreibt, wie von Furien getrieben, das Leben, den Tod, die Liebe, die Welt im Großen und im Kleinen zu erfassen. Er lässt sich treiben und er wird umgetrieben. Er ist neugierig, skeptisch, voller Zweifel und voller Enthusiasmus - dabei immer auf Entdeckungsreisen. Der einzig feste Halt sind die Wörter, ist die Sprache, die er mit virtuoser Kunstfertigkeit und mit höchster Sorgfalt, geradezu liebevoll oder libidinös in Szenen setzt, sei es in der Prosa, sei es im Gedicht. Und mit einem Gedicht möchte ich auch die Vorstellung seiner Person beginnen, denn daraus erfahren Sie etwas von der verschlungenen Befindlichkeit dieses heute zu ehrenden Schriftstellers… Schlesaks erstes großes Oeuvre ist der Roman, Vaterlands-tage und die Kunst des Verschwindens‘, erschienen 1986. Es sind die verarbeiteten Erfahrungen des 20. Jahrhunderts mit allen ihren Verwerfungen und Abgründen. Vertreibung, Außenseitertum, Schuld und Verantwortung. Der zweite Roman „Der Verweser“ erschien im Jahr 2002, ist angelegt als Fiktion in der Fiktion. Aus der Ich-Perspektive eines in der Toscana lebenden Schriftstellers wird eine Liebes- und Mord-Geschichte in Lucca im 16. Jahrhundert erzählt. Zurück ins Jahr 1969 führt der Liebesroman ,Romans Netz‘, erschienen 2004. 2006 erschien sein bewegender Dokumentar-roman ,Capesius, der Auschwitzapotheker‘ - Schlesak hat Jahre daran gearbeitet und recherchiert - der Roman wurde hier im Literaturhaus im Januar vorgestellt. Aufgearbeitet wird darin die Geschichte eines Apothekers, der aus Schäßburg, der Heimatstadt von Schlesak stammt. Jetzt im Herbst erschien sein jüngster Roman ,VLAD, die Dracula-Korrektur‘, - ein Roman, der tief nach Transsylvanien im 15. Jahrhundert zurückführt. Seine Erfahrungen, Ansichten und Einsichten hat Schlesak in vielen Essay-Bänden veröffentlicht. Ich möchte nur einige Titel nennen, denn sie lassen durchschimmern, worum es dem Autor geht: ,Visa. Ost-West-Lektionen‘ (1970), ,Wenn die Dinge aus dem Namen fallen‘ (1991), ,Stehendes Ich in laufender Zeit‘ (1994), ,So nah, so fremd. Heimatlegenden‘ (1995), ,Zeugen an der Grenze unserer Vorstellung‘ (2005). Gedichte hat Dieter Schlesak immer geschrieben, und sie in zahlreichen Bänden veröffentlicht. Seine biographischen wie auch die historischen Bruchlinien verdichten sich in dem Band ,Weiße Gegend - Fühlt die Gewalt in diesem Traum‘ (1981). ,Hirnsyntax‘ hat er einmal seine poetischen Einlassungen genannt. Das schillernde Wort ,Los’ steht über drei Gedichtbänden: ,Grenzen Los‘, ,Namen Los‘ und seine Liebesgedichte ,Herbst Zeit Lose‘ - geschrieben in drei Substantiven. Schlesak lauscht auf die ,Wortzwischenräume’, den ,Zwischensinn’. Es sind Liebes und Todesgedichte, Gedichte der Sehnsucht, Gedichte über Verlust, über Angst, über Schmerz, über Grenzerfahrungen aller Art. Schreiben bedeutet für Dieter Schlesak Leben.“ (Lerke von Saalfeld). Die Gedichtbände „Settanta volte sete. Grenzenlos“ (2006) und „Tunneleffekt“ sind auch bei www.fixpoetry.de online zu lesen. Ebenso „Lippe Lust“ (2000). Erschienen ist kürzlich der Gedichtband „Licht Blicke“ im Pop Verlag, Ludwigsburg. (Dieter Schlesak hat sich das obige umfassende Zitat von Lerke von Saalfeld als biographischer Abriss gewünscht, Anm. d. H.).

FRIEDER SCHULLER, geboren am 13. Juli 1942 in Katzendorf /Caţa, in Siebenbürgen/Rumänien als Sohn des dortigen evangelischen Ortspfarrers. Besuch des Gymnasiums in Kronstadt, Studium der Theologie und Germanistik in Hermannstadt. 1968 Redakteur der Zeitschrift „Karpatenrundschau“ in Kronstadt. Danach bis 1978 Kulturredakteur und Theaterdramaturg. Gedichte in deutscher Sprache, u. a. „Kreise ums Unvollendete“, Gedichte, 1969, Jugendverlag, Bukarest; „Ausgespielt“, Gedichte, Dacia Verlag, Klausenburg. Ein letzter Band – „Mit rotem Wein viel lieber“ (Albatros Verlag, Bukarest) sowie Theaterstücke (Umzug) –unterlagen der Zensur. Günter Grass ermöglichte ihm die Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland. Hier veröffentlichte er Drehbücher und Gedichte, u.a. „Paß für Transsilvanien“, Urheber Verlag, Bonn; „Einladung zu einer Schüssel Palukes“, Edition Parnaß, Bonn. 1986 erhielt er den Andreas-Gryphius-Preis. Dokumentar- und Spielfilme, u. a. „Im Süden meiner Seele – Paul Celans Bukarester Jahre“. Zweimal Filmprämie des Bundes-innenministeriums. 2005 deutsch-rumänischer Gedichtband „Abschiedsgerüchte“, Albatros Verlag, Bukarest. 2006 „Mein Vaterland ging auf den roten Strich“, unveröffentlichte Gedichte aus dem Kommunismus, Hora Verlag, Hermannstadt. Weitere Drehbücher und Prosa. Nach 1990 Inszenierung des mehr-sprachigen Kulturtreffens von Katzendorf, in Siebenbürgen. Seit 2011vergibt er den Dorfschreiberpreis von Katzendorf/Sieben-bürgen. 2012 fand am Staatstheater in Hermannstadt/Sibiu die Uraufführung „Ossis Stein oder Der werfe das erste Buch“ statt. 2012 drehte er den Dokumentarfilm „Ein Dorf erwacht“ für ARTE.

HELLMUT SEILER, geboren 1953 in Reps/Rupea, in Siebenbürgen/Rumänien. Studium der Germanistik und Anglistik. 1985-88 Berufs- und Publikationsverbot in Rumänien, Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland. Mitglied im VS, in der GzL und im Internationalen Exil-P.E.N. Veröffentlichungen: „die einsamkeit der stühle“, Gedichte, Dacia Verlag, Klausenburg 1982; „sieben-bürgische endzeitlose“, Gedichte, dipa Verlag, Frankfurt am Main 1994; „Der Haifisch in meinem Kopf. Erzählungen“, Swiridoff Verlag, Künzelsau 2000; „Schlagwald. Grenzen, Gänge“, 77 Gedichte u. Exkurse, Buch & medi@ Verlag, München 2001; „Glück hat viele Namen“, Satiren, Esslinger Reihe 32, Verlag Die Künstlergilde, Esslingen 2004; „An Verse geheftet“, 77 Gedichte und Intermezzi, Pop Verlag, Ludwigsburg 2007; „Padurea de interdictii“, Gedichte und Aphorismen in rumänischer Übersetzung, Limes-Verlag, Klausenburg 2007; Übersetzungen: in: „Gefährliche Serpentinen. Rumänische Lyrik der Gegenwart“, Edition Druckhaus, Berlin 1998; in „Rodica Draghincescu: Phänomenologie des geflügelten Geschlechts“, Gedichte, Edition Solitude, Stuttgart 2001; Ioan Flora: „Die Donau – leicht ansteigend“, Gedichte, Pop Verlag, Luwigsburg 2004; Emilian Galaicu-Păun: „Yin Time“, Gedichte, aus dem Rumänischen, Pop Verlag Ludwigsburg 2007; Robert Şerban: „Heimkino, bei mir“, Gedichte aus dem Rumänischen, Pop Verlag, Ludwigsburg 2009. Zahlreiche Beiträge (Glossen, Literaturkritik, Lyrik, Aphorismen, Satiren, Übersetzungen, Sprachkritik) in Anthologien, Jahrbüchern, Zeitungen, Literaturzeitschriften und auf Tonträgern sowie (vor allem Gedichte) in englischer, französischer, griechischer, russischer, tschechischer, siebenbürgisch-sächsischer, ungarischer und rumänischer Übersetzung. Auszeichnungen: Adam-Müller-Guttenbrunn-Preis 1984; Literaturpreis der Künstlergilde Esslingen für Prosa 1998; Literaturpreis der Künstlergilde 1999 (1. Preis für Lyrik); Stipendium des „Writers’ and Translators’ Centre of Rhodes“ als „Poet in Residence”, Mai-Juni 2000; Würth-Literatur-Preis 2000 der Tübinger Poetik-Dozentur; Gewinner des Wettbewerbs „Lyrik in einem Zug“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Deutschen Bahn AG 1997 und 2001; Reinheimer Satirelöwe 2002; Irseer Pegasus 2003 (Hauptpreis).

OLIVIA SPIRIDON, wurde in Hermannstadt/Sibiu in Rumänien geboren. Sie studierte Germanistik, Rumänistik, Psychologie und Geschichte in Hermannstadt, Passau und Heidelberg. Sie wurde 2002 in Passau promoviert. Veröffentlichungen: „Untersuchungen zur rumäniendeutschen Erzählliteratur der Nachkriegszeit“ (Dissertation), Oldenburg und Hamburg 2002, 2009 und 2010; „Gedächtnis der Literatur. Erinnerungskulturen in den südosteuropäischen Ländern nach 1989“ (hrg. zusammen mit Edda Binder-Iijima, Romaniţa Constantinescu und Edgar Radtke), Pop Verlag, Ludwigsburg; „Deutsche Erzähler aus Rumänien nach 1945. Eine Prosa-Anthologie“, (Herausgeberin) Verlag Curtea Veche 2012, Bukarest; „Scriitori germani din România de după 1945. O antologie de proză“, (Herausgeberin, Ausgabe in rumänischer Sprache) Verlag Curte Veche 2012, Bukarest, sowie Beiträge zur deutschen Literatur aus Rumänien. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (Tübingen) und Lehrbeauftragte am Deutschen Seminar der Universität Tübingen.

BALTHASAR WAITZ, geboren am 18. August 1950 in Nitzkydorf, im Banat, Rumänien. Prosaautor, Übersetzer und Publizist. Studium der Germanistik-Romanistik in Temeswar. Deutschlehrer in Reschitza; darauf Redakteur der deutschen Tagezeitung NBZ Temeswar; der deutschen Literaturzeitschrift „Neue Literatur“, Bukarest. 1992-2006 Übersetzer und freischaffender Autor in Temeswar. Der Autor war Mitglied des deutschen Literaturkreises „Adam Müller-Guttenbrunn“ in Temeswar. 1985 unterzeichnete er gemeinsam mit den Autoren Herta Müller, Richard Wagner, William Totok, Johann Lippet, Horst Samson und Helmuth Frauendorfer einen Protestbrief der Banater deutschen Autoren an die RKP und die Leitung des Rumänischen Schriftstellerverbandes. Derzeit als Redakteur der deutschen Tageszeitung „Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien“ („Banater Zeitung“ in Temeswar) tätig. Der Autor ist Mitglied des Rumänischen Schriftstellerverbandes, des „Internationalen Exil-P.E.N. – Sektion deutsch-sprachige Länder“ und des deutschen Literaturkreises „Stafette“ Temeswar. Lebt in Temeswar/Rumänien. Texte in Anthologien in Rumänien und Deutschland: „So lacht man bei uns”, Kriterion Verlag 1989, „Heiteres Europa“, Rowohlt Verlag 1992, „Aufs Wort gebaut”, ADZ Verlag 2002, Stafette-Sammelbände 2007-2012. Buchveröffentlichungen: „Ein Alibi für Papa Kunze“, Dacia Verlag, Klausenburg, 1981; „Widerlinge“, Facla Verlag, Temeswar, 1984; „Alptraum“, Kriterion Verlag, Bukarest, 1996; „Krähensommer und andere Geschichten aus dem Hinterland“ im Verlag Cosmopolitan Art, Temeswar 2011. Übersetzungen: Dusan Petrovici „Erotica Hermetica/Die hermetische Erotik“, Übersetzung ins Deutsche, Hestia Verlag, Temeswar, 1994; Literaturpreise: 2011 erhielt Balthasar Waitz den Nikolaus-Berwanger-Literaturpreis des Rumänischen Schriftstellerverbandes, Zweigstelle Temeswar.

RENATE WINDISCH-MIDDENDORF, geboren in Nordrhein-Westfalen. Studierte Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte in Köln, Wien und Tübingen, war Studienrätin in Freiburg i.Br. und Berlin, DAAD-Lektorin und Dozentin in Rumänien und an Goethe-Instituten und Hochschulen in Deutschland, 2007/2008 an der Babeş-Bolyai-Universität Cluj-Napoca / Klausenburg, Rumänien. Verschiedene Beiträge zur deutschen Literatur in und aus Rumänien, zuletzt „Der Mann ohne Vaterland, Hans Bergel - Leben und Werk“, Berlin: Frank & Timme (Verlag für wissenschaftliche Literatur; Forum Rumänien, Bd. 5, Hg. Thede Kahl / Larissa Schippel), 2010, (unter gleichem Titel in leicht veränderter Fassung in: Rumänische Akademie, Zentrum für Siebenbürgische Studien, Klausenburg, 2009; „Manfred Winkler-Hans Bergel: Wir setzen das Gespräch fort... Briefwechsel eines Juden aus der Bukowina mit einem Deutschen aus Siebenbürgen“, herausgegeben und mit einem Nachwort von Renate Windisch-Middendorf, Berlin, Frank & Timme (Verlag für wissenschaftliche Literatur), 2012.


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